Zwangsabgabe: Blick zurück nach vorn

20. November 2013 | Kategorie: RottMeyer

von Hannes Zipfel

Schulden! Schulden! Schulden! Guthaben! Guthaben! Guthaben! Da geht doch was! Zentralplaner kommen immer wieder auf grandiose Ideen – beispielsweise eine Zwangsabgabe auf die Guthaben der deutschen Sparer. Diesmal kommt die Überlegung aus einer Denkschmiede des IWF…

Um die EU-Schuldenkrise zu lösen, schlägt der IWF eine 10%ige Zwangsabgabe vor. Und alles wird gut! Oder? Kennen wir das nicht von früher? Wie sieht es mit den Gesetzen aus? Man sollte das wissen!

Hannes Zipfel von der VSP AG geht den Dingen auf den Grund und präsentiert einen Überblick mit Hintergründen zur „Lösung“ der Schuldenkrise. Viel Spaß! (Danach ist er Ihnen sicherlich vergangen…)


Quelle: VSP AG/Fondsvermittlung24


Themen der Sendung

• Die Gedankenspiele des Internationalen Währungsfonds (IWF)
• Rechtliche Grundlage einer Teilenteignung
• Welche Vermögenswerte wären betroffen?
• Die Dimension der globalen Verschuldung
• Exemplarische Präventivstrategie

 

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9 Kommentare auf "Zwangsabgabe: Blick zurück nach vorn"

  1. wolfswurt sagt:

    Die Schuldenmär dient nur der psychologischen Erpressung der Bevölkerung.
    Strampelt, strampelt und treibt das Rad um die Zinsen auf die Schulden zu bedienen.
    Die Schulden selbst spielen keine Rolle.
    Könnten einfach ausgebucht werden.

    • Michael sagt:

      Technisch ist wird allein der ausfallende Kredit in der GuV berücksichtigt, so ich informiert bin. Das könnte man sogar aussetzen, passt aber nicht in die Vorstellungswelt der börseorientierten Banken. Um mehr geht es gar nicht. Das ist der Kapitalfehler.

      Oder doch?

      Wenn man weiter ausholt. Wir zahlen heute mit ungedeckter Währung. Pures Tauschmittel. Geld kann man das nicht mehr nennen. Wie JP Morgan mal sagte – Gold und Silber sind Geld alles andere ist Credit.

      Sparguthaben wird nicht getauscht oder dejene der es benötigt tauscht in Zukunft weniger. Technisch ist ein Sparguthaben sowieso nicht relevant. Banken liquidieren das eingelegte Zahlungsmittel sofort. Auf die Realwirtschaft hat das keinen Einfluss.

      Aus dem Argument heraus ist allein diese Währung zur Bewertung von Realvermögen herzunehmen eher schon unzulässig.

      Wenn sie heute Aktien anschauen, 10mal so hoch bepreist als vernünftig argumentierbar … 10% sind aber Totalenteignung aus dieser Sicht. Wer Aktien kauft wird an sich sowieso sofort um 90% enteignet.

      Da fällt mir glatt der gute Alois Irlmaier ein.

  2. Michael sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=UELDUdXcqj4
    Eine Doku über das Wirtschaftswunder. Der Schluss passt irgendwie ganz gut zum Thema.

    • bluestar sagt:

      @Michael
      Vielen Dank für den Link, sehr interessante Doku gegen Lügen, Märchen, Legenden und Halbwissen. Natürlich hat der Schluss eine besondere Würze.
      VG aus Sachsen

      • wolfswurt sagt:

        Der Professor Abelshaus sagt in den ersten zwei Minuten: “ …Fleiß ist eine Eigenschaft, die in Europa ziemlich gleichmäßig verteilt ist.“

        Fleiß ist weder in einer Familie noch in einer Dorfbevölkerung oder gar in der deutschen Gesamtbevölkerung und erst recht nicht unter den 500 millionen Europäern gleich verteilt.
        Wer so eine Aussage tätigt hat nicht alle Tassen im Schrank.
        Fleiß ist eine Eigenschaft, welche durch klimabedingte Zustände über Jahrtausende entstanden ist.

        Da solche Flachpfeifen in Ministerien sitzen, ist für die Zukunft das Schlimmste zu erwarten.

        • bluestar sagt:

          @wolfswurt
          Natürlich haben Sie völlig Recht, Fleiß, Organisationstalent, Disziplin, Ausdauer, Hartnäckigkeit, Opferbereitschaft usw. sind niemals gleichmäßig verteilt.
          Genauso wenig Gelassenheit, Humor, Genussfähigkeit, Zufriedenheit, Lebenskunst,
          Genügsamkeit, Familiensinn, Hilfsbereitschaft etc.
          In den Unterschieden und in der Vielfältigkeit liegt die Würze. Jegliche Gleichmacherei widerspricht den Gesetzen der Natur.
          Trotzdem finde ich die Doku insgesamt sehr interessant, da sie wesentliche festgesetzten Dogmen, Lügen und Legenden entlarvt.
          Das dabei einige Aussagen zumindest zweifelhaft sind und der wissenschaftliche Ansatz für Wachstum und Krise auf der Strecke bleibt ist bei jeglicher Doku in Deutschland zu erwarten.

  3. Ein Schweizer sagt:

    Vielen Dank für dieses interessante Video. Obwohl ich mich seit über 5 Jahren sehr intensiv mit dem Thema Finanzsystem/ Politik befasse, waren mir einige der dargestellten Gedankengänge noch nicht geläufig.
    Allerdings gefällt mir die Art und Weise des ‚gleichgültigen Stimmviehs‘ absolut nicht (das mag daran liegen, dass ich Schweizer bin?!).
    Wenn ich befürchte oder glaube, dass ich in absehbarer Zeit ausgeraubt werde, dann bereite ich mich doch so gut es geht darauf vor. Ja, das könnte ich so naiv wie dargestellt machen, dass ich vom korrupten System profitiere wollte (Blase am Aktienmarkt) und hoffe einen Gewinn einzufahre, um nach der Beraubung immer noch mehr zu haben als nicht dort eingestiegen zu sein… Ich bezweifle sehr, dass das ‚timingmässig‘ klappen würde?! Die ‚Marketmaker‘ werden es kaum darauf abgesehen werden, dass Kleinanleger ihren grossen Reibach machen… Und VORALLEM: Wären dann die Probleme gelöst? NEIN, nur wieder einige Jahre verschoben! Das kann’s ja wirklich nicht sein!
    Die andere Option ist, sich mit anderen zusammenzuschliessen und gegen diese räuberischen Tendenzen anzugehen. NOCH gibt es doch im Deutschen Grundgesetz den Art. 20!! Auf die nahe Zukunft gesehen hoffe ich sehr, dass Lenin mit seiner Aussage unrecht hat: „Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“
    Zumindest hier in der Schweiz könnte ein solcher Raubüberfall für die verantwortlichen Kriminellen sehr schlecht ausgehen. Wenn Worte nichts mehr nutzen, kommt das letzte Mittel der ‚Hardware‘ zum Zuge… Andernfalls kann man sich gleich freiwillig auf der Schuldengaleere zur lebenslänglichen Fronarbeit melden…

  4. bluestar sagt:

    @Ein Schweizer
    Sorry, aber Lenin hat die Deutschen maßlos überschätzt. Die Deutschen revolutionieren heute nicht mehr, sondern wählen regulär ihre eigenen Räuber und Enteigner.
    Das kollektive Gedächtnis reicht maximal von Frühjahr bis Herbst , das geistige Vermögen zur Analyse und Vorrauschau von Ereignissen ist unterentwickelt, das Verhalten infantil, mutlos, satt und unterwürfig.

    • wolfswurt sagt:

      Exakt!

      Allerdings mit der Einschränkung bis, ja bis zum Zeitpunkt X an welchem den Deutschen das ganze Hab und Gut scheißegal ist und alles kurz und klein geschlagen wird um einfach wieder Luft zum atmen zu haben.

      Das ist leider das deutsche Wesen.

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