Zahnherde: Leichenkammern der Mundhöhle

27. August 2011 | Kategorie: Aufgelesen

von Hans-Jörg Müllenmeister

Uralte Kulturen wie die Assyrer und Chinesen fanden vor mehr als 4000 Jahren empirisch eine Wechselbeziehung zwischen den Zähnen und Organen. Schon die alten Chinesen sahen Energieleitbahnen, sogenannte Meridiane, die jeder Zahn mit bestimmten Organen oder Geweben verbindet. Während man abgestorbene Gliedmaßen amputiert, weil sie sonst durch Leichengifte und freigesetzte Bakterien den Körper zerstören, verbleiben tote Zähne, die genau die gleichen Leichengifte abgeben, meist im Körper. Aber Achtung: devitale, also tote Zähne sind in jedem Fall tickende Giftbomben…

Zahnstörfelder lauern im Hinterhalt unseres „Speisezimmers“?

Störursachen sind z.B. Zähne mit entzündeter Pulpa, wurzelbehandelte tote Zähne, Wurzelreste im Kiefer, unbehandelte Zahnfleischtaschen Zahnbettentzündungen, also Parodontitis, nicht verträglicher Zahnersatz und Füllmaterial wie Amalgam, Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers, Zysten.

Nicht all diese Störherde lassen sich durch Panorama-Röntgenaufnahmen oder/und durch Kältereiz sicher aufspüren. Da hilft nur die IR-Thermographie. Damit ist ein verdächtiger Zahnherd aufzuspüren. Ein Zahn kann bereits zu 80 Prozent abgestorben sein, obschon der Vitalitätstest ihn als „gesund“ ausweist. Entzündungen des Kieferknochens sind in nur 50 Prozent der Fälle auf dem Röntgenbild erkennbar. Dazu muß man wissen, dass sich im Röntgenbild eine Aufhellung um eine Wurzelfüllung herum erst dann zeigt, wenn schon bis zu 40 Prozent der Knochensubstanz abgebaut ist.

Wie verursacht ein kranker Zahn Schäden im Körper?

Ein gesunder Zahn ist mit seiner Wurzel im Kieferknochen eingebettet und durch ein fasriges Haltesystem dämpfend aufgehängt. Im Inneren des Zahns ruht der Zahnnerv mit Blutgefäßen. Dieses Gefäß-Nervenbündel ernährt den Zahn. Gleichzeitig wirkt die Nervenreizung wie ein Warnsystem. Schmerzmeldungen zeigen defekte oder erkrankte Zähne an. Ist aber dieser Nerv stark gereizt, etwa durch einen gebrochenen, überbelasteten, kariösen oder entzündeten Zahn, kann er absterben. Zurück bleiben im verzweigten Wurzelkanalsystem totes Nervengewebe: ein Füllhorn der Bakterien und Leichengifte. Der Zahn steht aber mit dem umliegenden Gewebe in Verbindung. Über die Wurzelhaut und über die Markräume des Kieferknochens gibt es ständig einen Austausch mit dem Blutsystem des Organismus: Bakterien und Gifte können den Körper überschwemmen. Noch gravierender sind die angerichteten Schäden der Zähne, die unbemerkt abgestorben aber nicht wurzelbehandelt sind.

Giftstoffe mit Fernwirkung

Die feinen Dentinkanälchen, also die Seitenkanäle in der Zahnsubstanz unterhalb der Schutzschicht des Zahnes sind für Zellen der körpereigenen Abwehr – etwa für weiße Blutkörperchen – nicht durchgängig, wohl aber für Bakterien. Und eben diese sind praktisch immun gegen Antibiotika. Damit stellen die Seitenkanäle ein ideales Nährmedium für Keime dar, also für bakterielle Infekte. Wegen der Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen haben sie eine Fernwirkung. Vielen von uns ist das nicht bewusst. Einige dieser Giftstoffe und Bakterien verbreiten sich dann über die Mundhöhle oder die Blut- und Lymphbahn und können sich in Geweben des Organismus einlagern. Zahnstörfelder können oft über Jahrzehnte im Untergrund schlummern – diese „Wühlmäuse“ arbeiten im Geschädigten wie in einer Giftfabrik, die ständig Bakterien und Leichengifte in den Körper schaufeln.

Was lösen die Giftstoffe aus?

Zähne können den Körper über ihre „Ferngiftspritzen“ schädigen, auch wenn sie selbst kaum Beschwerden verursachen. So kommt es zu Infektionen des Herzens, Infarkten, Schlaganfällen, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Augenleiden, Lungenentzündungen, Bluterkrankungen, Entzündungen der Gelenke, Hirn-Abszessen, Alzheimer, chronische Müdigkeit, Depression, Allergien.

Insbesondere bei lang anhaltenden chronisch entzündlichen Prozessen sollten Sie im wahrsten Sinne des Wortes der eigentlichen Ursache auf den „Zahn fühlen“. Aber erst durch Sanierungsmaßnahmen findet der Körper seine Selbstorganisation im Immunsystem wieder. Flankierende Maßnahmen zur Immunstabilisierung sind die Giftausleitung und das Ausheilen von Knochenwunden im Kieferbereich. Sie sind notwendiger Bestandteil einer fachgerechten Störfeldsanierung.

Topographie der Störungen

Bestimmte Zähne lassen sich oft bestimmten Krankheiten zuordnen. Nicht umsonst heißt der Eckzahn Augenzahn, die Schneidezähne korrespondieren mit Niere und Blase, die oberen Backenzähne weisen zum Darm und die Weisheitszähne haben Einfluss auf die Funktion von Herzen und Kreislauf. Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen sollten deshalb unbedingt die Weisheitszähne untersuchen lassen oder die Lücken, die sie nach der Extraktion hinterließen. Oft bleibt nach dem Entfernen von Weisheitszähnen eine unbemerkte Entzündung im Kieferknochen zurück… (Seite 2)

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Ein Kommentar auf "Zahnherde: Leichenkammern der Mundhöhle"

  1. wolfswurt sagt:

    Aufklärungsarbeit in Ehren – aber bitte im Zusammenhang!

    Vor 4000 Jahren aßen Menschen Lebens!-mittel, welche der heutigen in ihrer Substanz völlig anders waren.
    Zahnprobleme stehen in direkter Verbindung mit der Ernährung die sich durch das „Speisezimmer“ in die Verdauungsorgane bewegt.
    Und selbstverständlich steht die „Gesundheit“ der Verdauungsorgane ebenso in direkter Verbindung mit den Nahrungsmitteln die sie zu verdauen haben.

    Die Zähne isoliert zu betrachten hilft in erster Linie denen, die an der Arbeit im „Speisezimmer“ verdienen.

    Wichtiger ist das Bewußtsein für natürliche Lebens!-mittel!
    Stellt sich dieses ein, und die Ernährung erfolgt, so dürfte sich das Problem Zahn erledigt haben.

    Man ist, was man ißt.

    Abgesehen natürlich von genetischen Anlagen, die nämlich die erste Geige spielen was den biologischen Zustand betrifft!

    PS:
    Im übrigen gibt es Naturvölker in denen die Alten ohne jemals eine Zahnreinigung eines europäischen Zahartztes genossen zu haben; 70 Jahre alt werden.

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