Würde Jesus wählen gehen?

8. November 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

„Halten Sie sich die Nase zu und gehen Sie zur Wahl.“ Das ist der Rat, den wir in letzter Zeit oft bekommen haben. Sogar unser Pfarrer ermutigte seine „Herde“ unbedingt zur Wahl zu gehen. „Für wen sollen wir stimmen?“, wollten wir ihn fragen.

Caligula oder Nero?

Wir schlossen unsere Augen. Wir versuchten es uns vorzustellen. Aber wir konnten uns Jesus Christus einfach nicht in der Wahlkabine vorstellen. Würde er sich wirklich auch die Nase zuhalten? Für wen würde er seine Stimme abgeben? Und warum sollte er überhaupt eine Stimme abgeben, wenn er die Nase zuhalten müsste, um es zu tun?

„Geben Sie dem Kaiser das, was des Kaisers ist“, sagte er, um einer Falle zu entgehen.

Wenn sie von Dir Steuern haben wollen, musst du bezahlen, meinte er sinngemäss.

Aber in welcher Version des Neuen Testaments würde Jesus an der Wahl des nächsten Kaisers teilnehmen?

„Sie müssen wählen“, sagten die Pharisäer. „Es ist Ihre Bürgerpflicht. Für wen sollen sie stimmen – Caligula oder Nero? „

Wir wissen, dass viele unserer Leser empört sind. Sie können sich nicht vorstellen, warum wir den Hebel nicht für Donald Trump ziehen würden. Sie sind sicher, er ist das einzige, was zwischen Amerika und dem Untergang steht.

Könnte sein. Aber hier im Tagebuch haben wir manchmal recht. Manchmal liegen wir falsch. Und immer zweifeln wir an allem

Würde Jesus den Hebel für Trump oder Clinton ziehen?

Stille der Maschinen

Inzwischen… kann man kaum noch Lärm hören … und auch keine Bulldozer sehen; Straßen werden kaum mehr neu asphaltiert; und auch Gräben nicht gegraben. Das ist zumindest das, was der weltweit größte Hersteller von Bergbau- und Baumaschinen, Caterpillar Inc., uns jüngst berichtete.

Das Unternehmen berichtet, dass der Umsatz in diesem Jahr wieder gesunken war – zum fünften Mal in Folge. Und es hat angekündigt, dass die Gewinnprognose wieder gesenkt werden müsse; zum dritten Mal in diesem Jahr.

Oh, Wehe! Die armen gelben Maschinen! Spinnen bauen ihre Netze im unverkauften Inventar und sind dabei noch zuversichtlicher geworden, längere Zeit unbelästigt zu bleiben. Der Umsatz ist seit 2015 um fast 20% zurückgegangen. Auch das Ergebnis ist gesunken.

Caterpillar vertreibt weltweit. So verkauft das Unternehmen nicht nur in Teaneck oder Tulsa. Auch in Tianjin oder Timbuktu herrscht anscheinend Ruhe. Seit der Krise von 2008 lag das Welthandelswachstum bei nur der Hälfte der Rate des vorhergehenden halben Jahrhundert.

Warum wuchs der Handel damals so schnell – vor dem Absturz? Weil einige Länder die Dinge besser machen als andere. Ein Mobiltelefon konnte zum Beispiel in Kalifornien konstruiert und in China zusammengebaut werden, wobei Komponenten aus Japan, Deutschland und Malaysia kamen; und die Rohstoffe aus Südamerika und Australien.

Das führte zu einer großen Nachfrage nach Schiffen und LKWs … und es brauchte viele gelbe Maschinen, die die Infrastruktur bauten, um sie in Bewegung zu halten. Aber jetzt scheint die ganze Welt und die Idee des globalisierten Handels abzukühlen.

Alternde Wirtschaft

Niemand weiß, warum…aber mehrere Hypothesen wurden insofern vorgebracht. Auf diesen Seiten, hier im Tagebuch, haben wir uns auf eine von ihnen konzentriert: Caesar, also genauer gesagt Deep State, hat unseren Handel, unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft pervertiert … mit seinem falschen Geld und seinen irren Ökonomen.

Er hat sich mit seinen Deep State-Kumpels zusammengetan, um Billionen von Dollars an die Insider und Zombies zu übertragen; die produktive Wirtschaft, die Sparer und Arbeiter wurden gleichzeitig bös bestraft. Er hat die Wachstumsraten der Realwirtschaft gesenkt, die Vermögenspreise inflationiert und die Gesamt-Verschuldung auf ein Blasen-Niveau erhöht.

Aber das ist nicht alles. Es gibt noch weitere große Probleme. Heute schauen wir uns hier eine andere Hypothese an: nämlich die Verschlechterung der Demographie. Das Stichwort lautet hier „Schrumpfvergreisung“.

Die Menschen in der entwickelten Welt werden älter. Einhergehend mit der Alterung geben sie auch nicht mehr so viel Geld aus. Sie bleiben zu Hause und gehen nicht mehr sot zum Essen aus; sie machen regional Urlaub und besuchen ihre Kinder und Freunde anstatt ins Ausland zu reisen. Und sie sind alles andere als begeistert von neuen Trends, neuen Produkten; sie erachten das Ganze als eher als mühselig als ein „must have.“

Ältere Menschen neigen nicht nur dazu, weniger zu verbrauchen, sie neigen auch dazu, weniger zu produzieren und weniger zu sparen. Dies verlangsamt das Wachstum weiter. Während sie altern, ziehen sie Kapital aus dem produktiven Teil der Wirtschaft heraus; sie verlassen die fleißigen Ameisen und schließen sich den Heuschrecken an.

Ein neues Papier aus der Fed sagt uns, dass „die demografischen Faktoren allein für den Rückgang von 1,25 Prozent bei den Realzinsen und des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts seit 1980 verantwortlich sind.“ Ist das wahr?
Wir bezweifeln es. Aber Demographie ist ein großes Thema. Die Altersrente und die medizinische Versorgung sind ein Anspruch auf den künftigen Wohlstand. Wenn die Wachstumsraten sinken, werden diese Programme der Regierung leiden … auf die eine oder andere Weise.

Die Auszahlungen an die Menschen werden – beides wird von der Regierung gezielt in Angriff genommen werden – entweder allmählich durch Inflation oder plötzlich durch Insolvenz gekürzt. Und wieder wissen wir nicht, was Jesus tun würde. Aber wir wetten darauf, dass wir wissen, was die alten Leute tun werden. Sie würden für den Teufel persönlich stimmen, wenn sie der Meinung sind, er würde ihre Renten und medizinischen Leistungen schützen. Caesar wird die Programme nicht kürzen; stattdessen werden sie pleite gehen.

Noch mehr von allem ist nicht die Lösung
von Bill Bonner

Inzwischen wissen selbst die normalen Arbeiter, dass die Ökonmen die Wirtschaft ruiniert haben. Die Hintermänner von Deep State und ihre Kumpels haben Billionen von Dollar für sich eingesackt. Sie sind mit dem Geld der Menschen der „main street“ verschwunden. Hinzu kommt eine breite Palette von schäbigen Wahlgeschenken. Die sind bestens versteckt in dem irrsinnigen Regelwerk der Bundesgesetze und -vorschriften. Die „insider“ haben sich alle Mühe gegeben, diese in dem Regelwerk von 80.000 Seiten zu verstecken. Allein die sog. Obamacare-Vorschriften sind achtmal länger als die Bibel!

Tausende von Pflaumen sind in diesem Pudding versteckt. Und irgendwo in der großen Parasitokratie sind just jene Lobbyisten und Insider, die wissen, wo ihre Kumpels sie für sie versteckt haben. In der selben Zeit ist aber der normale Mann auf der Straße ärmer geworden.

Die FEDs, mit ihren Wirtschaftswissenschaftlern als „Operateuren“, haben unser Geld verdorben … und sie haben die Zahlen so sehr verbogen, dass Sie wie ein Schmied Feuer und Hammer benötigen, um sie wieder halbwegs zu begradigen. Und inmitten dieser verstümmelten Zahlen versteckten sie eine Flamme, die so groß war, dass sie uns den Atem raubte; so groß, dass sie den Unterschied zwischen Himmel und Hölle nicht sehen können.

Mehr ist nicht die Antwort… Es war nicht nur die Wirtschaft, die sie ins Unglück stürzten. Niemand, aber auch wirklich niemand konnte die Präsidentschaftsdebatten beobachten, ohne zu merken, wie verdorben, wie verottet auch unser politisches System ist.

Aber die kurze Erklärung ist, dass billigste Kreditgeld alles möglich machen konnte und letztlich auch realisieren ließ. Und wenn es einfach mit billigstem Kreditgeld funktioniert, wenn man damit leicht durchkommt, braucht es schlicht keine alten und verschrobenen Konservativen mehr, die noch dazu mit erhobenem Zeigefinger sagen:

„langsam“ oder „nicht so schnell“

Die alten Konservativen nerven dann auch nicht mit Fragen wie:

„Wie werden wir das bezahlen?…

Woher wissen wir, ob sich das Ganze auch wirklich lohnt, sich bezahlt macht?

Wer zur Hölle denkst du, dass du bist, um so in das Leben anderer einzugreifen, es zu stören?“

Die Feds und ihre Ökonomen können nicht sagen, ob etwas wirklich gut oder schlecht ist … besser oder schlechter. Alles, was sie haben, sind ihre digitalen Zahlen. Sie können sie biegen, drehen, drehen, wenden, auspressen, überdehnen; so wie sie es gerade wollen. Plus oder minus. Mehr oder weniger. Die wahrlich einfältig gestrickten Ökomomen der Fed meinen, dass es im Allgemeinen wirklich immer besser sein muss – und auch sei – mit größeren Zahlen als mit kleineren zu hantieren.

So tun sie alles, was sie tun können, dafür, um das Borgen, das Ausgeben, das Machen und das Zwingen zu fördern. Das gilt auch für Kriege und Zerstörung, Verbrennen, Manipulieren, Wegwerfen, Subventionieren und Verbieten. Sie fördern alles, was möglich ist: nur um Aktivitäten zu schaffen, die sie messen, missbrauchen und irreführen können!!!

Wollen Sie alte Tabaksticks recyceln?

Wollen Sie auf Ihre eigenen Kinder aufpassen?

Wollen Sie zu Hause bleiben, ihren Garten bepflanzen und sich um ihre Hühner kümmern?

Wollen Sie ihr Leben so führen und leben, wie Sie es wollen, ohne dass irgendjemand von der Regierung sagt, was Sie tun müssen …?

Möchten Sie sich hinsetzen und ruhig darüber nachdenken, was für Sie und Ihre Familie wirklich wichtig ist … und vielleicht zu dem Schluss kommen, dass immer nur ein „MEHR“ nicht der Weg zum Himmel ist?

Was?

Sie wollen nicht in das Einkaufszentrum gehen und etwas kaufen?

Was sind sie eigentlich?

Eine Art Verrückter?

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Würde Jesus wählen gehen?(von Bill Bonner)
Noch mehr von allem ist nicht die Lösung (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

4 Kommentare auf "Würde Jesus wählen gehen?"

  1. Insasse sagt:

    „Sie wollen nicht in das Einkaufszentrum gehen und etwas kaufen? Was sind sie eigentlich?Eine Art Verrückter?“

    Was soll ich als Insasse (!) nun dazu sagen?… Ja, ich bin eine Art Verrückter! 😉
    Warum nur „eine Art“? Ich bin ja kein Total-Einkaufs-Verweigerer. Ich kaufe nur nicht, was ich nicht brauche (vom Auto einmal abgesehen). Aber gerade vom Konsum um des Konsums Willen, lebt das überaus kranke System zu einem Großteil. Und deshalb sind heutzutage nicht etwa die Konsumschafe die Verrückten, sondern diejenigen, die mit Augenmaß konsumieren. Die Welt steht Kopf…

  2. Avantgarde sagt:

    Auch Bill Bonner macht den logischen Fehler zu beklagen, daß die Alten „weniger sparen“.

    Ich hoffe doch sehr, daß sie das angesparte Geld ausgeben und nicht nur „weniger sparen“ damit es in den Kreislauf zurückfindet.
    Niemand kann am Ende des Lebens etwas mitnehmen – Gott sei Dank.

  3. Frank Frei sagt:

    Ich habe in der Statistik und im Marketing gelernt, das eine Auswahl keine richtige Wahl ist, wenn man nicht auch alle Angebote ablehnen kann.

  4. Reinhard Peda sagt:

    Sicher würde Jesus wählen gehen. Wenn das mal alle Nichtwähler tun würden? 30 oder mehr % ungültige Stimmen sind auch eine gewaltige Meinungsäußerung!

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