Inflation. Womit zu rechnen war…

13. März 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Die Inflation ist da und das Öl soll daran wieder schuld sein. Inflation verwechselt man gerne mit steigenden Preisen. Dabei bedeutet sie nur das Aufblasen der Geldmenge. Als Folge steigen dann die Preise für Waren und Dienstleistungen…

Seit Jahren schon wächst die Menge des weltweit umher fliegenden Geldes weit schneller als die Menge an Waren, was die Preise klettern lässt. Wer aber ist für die Geldmenge verantwortlich? Treibstoffe? Es ist der Treibstoff der Notenbanken. Sie bestimmen über die Zinssätze die umher jagende Geldmenge, aber nicht deren Ziel. Wegen der Probleme, die das früher zu billige Geld anrichtete, versuchen sie die Folgen mit noch billigerem Geld zu beheben. Dabei steigen auch die Preise für Aktien und Rohstoffe, was Banken und Spekulanten freut. Otto Normal muss bezahlen und wird höhere Löhne fordern müssen. Die nächste Blase wartet schon. Oder ist sie vielleicht schon da? In dieser Woche pausierte sie erst einmal.

Die EZB warnt vor hoher Inflation und Lohn-Preis-Spiralen. Und wer hat`s erfunden? Die Schweizer? Nein.

Die EZB sollte längst gewarnt sein, spätestens seit sie Müllpapiere am Markt kauft und damit zusätzliches Geld ins System schleust. Offiziell sind die Preise hierzulande um 2,1 Prozent gestiegen. Wie? Sie spüren etwas anderes? Damit sind Sie nicht allein. Teuerung ist heute eine Frage statistischer Formeln. Die USA sind schon einen Schritt weiter und ignorieren die Nahrungsmittel- und Energiepreise. Schließlich muss ja keiner essen, tanken und heizen. Die einen nennen so etwas moderne Notenbankpolitik. Und die anderen beim Einkaufen Betrug.

©Frank Meyer, Sonntagskolumne in den Lübecker Nachrichten




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2 Kommentare auf "Inflation. Womit zu rechnen war…"

  1. JayJay sagt:

    Ja, die offiziellen Statistiken zur Inflation, alles nur Augenwischerei, für das dumme Steuerzahlervolk. Dennoch weiß es eigentlich jeder besser. Gold & Silber Ahoi

  2. askanier sagt:

    Ist doch nett, dass jetzt wieder die Gewerkschaften mit ihren übertriebenen Lohnforderungen an einer Lohn-Preis-Spirale schuld sein sollen. Belassen wir es doch um Gottes Willen bei einer „Nur-Preis-Spirale“. Dann braucht der dumme Michel nicht auch noch dafür Schuldgefühle entwickeln.
    Mir sind beim Wochenendeinkauf mal wieder die vielen Verpackungen mit den ungewöhnlichen Inhaltsgrößen aufgefallen: 450g, 225g, 900ml and so on…
    Kleines Gedankenexperiment: würde sich daran etwas ändern, wenn ich weniger Lohn bekommen würde?

    In vino veritas!

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