Prof. Wilhelm Hankel: „Wir sind keine D-Mark-Nationalisten. Wir sind Demokraten!“

29. Mai 2011 | Kategorie: RottMeyer

Professor Wilhelm Hankel auf einem Vortrag in Berlin am 26.05.2011 in drei Teilen. Bewegend, hintergründig und ehrlich. Wilhelm Hankel spricht über die Zukunft, den Zerfall und die Unmöglichkeit des Euros vor 800 Zuschauern im Hörsaal.

Teil 1

Teil 2

Teil 3



Hier auch ein ausführliches Interview, was ich mit Professor Hankel vor einem halben Jahr geführt habe. (LINK) „Europa verlässt den Boden der Demokratie“


Die EURO-Lüge … und andere volkswirtschaftliche Märchen: Eine volkswirtschaftliche Märchensammlung

 

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2 Kommentare auf "Prof. Wilhelm Hankel: „Wir sind keine D-Mark-Nationalisten. Wir sind Demokraten!“"

  1. holger sagt:

    Sehr geehrter Herr Hankel,

    Sie sind nicht alleine mit ihren Gedanken. Nur möchte ich am Anfang sagen: Deutschland ist nicht anständiger als Griechenland auch. Wir haben nur eine andere Infrastruktur, Wetter, und Ost/Nordsee. Sie haben vollkommen recht damit, dass jede Nation auch eine eigenständige Währung braucht. Und ich heule und Tränen schießen ein, wenn ich Ihre Worte höre. Ich will auch meinen „Heiermann“ wieder haben. Und trotzdem bin ich auch Europäer. Aber in first order Deutscher.

    Dieser verdammte Euro macht mehr kaputt als heile, aber das sagten Sie ja auch schon. Von Anfang an, habe ich bis dato den Euro abgelehnt. Aber mit dem CHF werde ich auch nicht warm. Obschon ich davon einige habe. Es ist für mich unmöglich, mit einer fremden Währung mich zu identifizieren. Sie ist und bleibt anderen überlassen. Mit dem Euro hat man die Nationalitäten betrogen. Man hat den Charme genommen, der Lira, Peseta, Drachme oder was weiss ich schon, ausmachen. Als Kind habe ich mich darauf gefreut Geld wechseln zu können. Ob in Spanien oder Italien oder damals noch Yugoslawien.
    Man hat mit Einführung des Eurotz den Nationen ihre Identität geraubt. Das ist das perfide daran. Egal ob die Griechen nun „Betrüger“ sind oder nicht. Man hat ihnen eine Bonität gegeben, die niemals vorhanden war und/oder sein kann aber das sagten Sie ja auch schon. Griechenland oder die PIGS sind nun mal nicht Siemens, IG Farben oder Mercedes Benz. Und sie werden das auch nicht werden können. Morgen nicht, und Übermorgen überhaupt nicht. Jedes Land hat seine Eigenschaften und Vielfalt. Die Menschen haben je nach Region andere „Macken“ und Vorstellungen wie das Leben ablaufen sollte. Und genau das hat die Währungen geprägt. Mit allen Aufs und Abs. Der Eurotz hat diese „natürliche“ Situation der Schwankung vernichtet. Uns hat der Eurotz sehr viel Kaufkraft gekostet. Die DM war die Währung (sorry) der „West“-Deutschen schlecht hin. Selbst die Einführung der 5 DM Scheine war schon Müll.

    Kennen Sie den Groschen noch oder den Pfennig… na klar… Sie schon. Das war meine erste Kohle, die ich 1975 oder so, verdient habe. Als ich mit 6 Lenzen meine erste Maschine gebaut hatte, um Spulen mit Kupferdraht abzuwickeln, die meine Mutter in Heimarbeit versemmelt hatte. Oder ca. 3 Jahre später an der Tankstelle. Trinkgeld ca. 50 Pfennig nach dem Tanken und Scheiben reinigen. Na gut, die meiste Kohle ging in Pommes auf. Es war aber meine Währung. Und man hat sie mir genommen. Man hat mich um ein Stück Leben beraubt. Man hat mir das genommen, in dem ich das Vertrauen hatte. Die DM war ich und ich war die DM aber niemals, werde ich ein Eurotz werden.

    Und was das schlimme ist, ist, die DM stand für Qualität und „Perfektion“. Der Eurotz nur für Chaos und Schummelei. Eingeführt von… ach ich sags nicht… und warum? Darüber sollte man lieber auch Schweigen.

    Ich danke dem Frank für das einstellen der Videos, und wünsche Ihnen und „uns“ viel Erfolg. Ich fürchte nur, mit dem Erfolg wirds schwierig.

    Mit traurigen Grüssen
    holger

    (bin auch schon wieder weg)

  2. Frank2 sagt:

    Erstmal vielen Dank fürs Einstellen – da hat man gern mal zugehört!

    An einer Stelle irrt aber der Herr Professor. Er erwähnt an diese Dinge seien 2tes oder 3tes Semester. Ich habe deren neun und mußte mir diese Dinge vor kürzerer Zeit nachträglich aneignen. Die ganze Österreichische Schule wurde an meiner Uni nicht gelehrt (oder sollte ich ein früher Fall von Alzheimer sein?). Ich kam in diese Richtung bis J. Schumpeter und selbigen bezeichnet L. v. Mises als nicht der ÖS angehörig.
    Mit meinem heutigen Wissen würde ich behaupten wollen, daß an so mancher Uni zumindest unzureichend gelehrt wird. An J.M. Keynes kann ich mich gut erinnern, an L. v. Mises nicht.

    Für alle die sich für den Mann interessieren: Ich quälte mich lange mit seiner „Theorie des Geldes und der Umlaufmittel“ – schwerer Tobak. Dann fand ich ein altes einfaches Büchlein „Erinnerungen“ (1978) – mit einem Vorwort von seiner Frau mit Einleitung von F.A. v. Hajek. Hier wird das Denken und Handeln eines Mannes in seiner Zeit sehr schön klar. Man muß aber das Glück haben, es zu finden.

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