Wie sich Hillary und der Sonnenkönig unterscheiden

10. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

„Der Staat bin ich „, sagte Louis XIV, der Frankreich 72 Jahre lang regierte. „Die Regierung sind wir alle“, sagt Hillary Clinton, die hofft, die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden. Beides ist falsch.

Louis konnte trotz seiner „großen Reden“ nichts tun, ohne die Unterstützung von Tausenden von Apparatschiks, Machern und Funktionären. Dabei darf man seine Knochenbrecher und Henker selbstverständlich nicht vergessen.

Jederzeit hätte sein Gefolge ihn stürzen können… seine Armee oder vielleicht auch das gemeine Volk sich gegen ihn wenden und damit das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen können.

Hillary, so sie denn gewählt werden wird, wird in etwa die gleiche Position wie Louis haben. Nur, und leider viel mächtiger.

Louis hatte keine Spionage-Agentur, die in der Lage war, alle Schritte und Gespräche der Untertanen zu überwachen. Er konnte keine Drohnen in die Welt schicken, um unliebsame Menschen zu ermorden. Unvorstellbar für ihn, dass er sich vor die Fernsehkameras stellt und die ganze Welt belügt…oder einfach die Hälfte der Löhne der Untertanen konfisziert…oder mit einer Invasionsarmee fast auf der ganzen Welt aktiv ist.

Für Hillary (oder Donald Trump) werden mehr Menschen im Energieministerium arbeiten als in der gesamten Bürokratie des Sonnenkönigs tätig waren.

Wenn sie gewählt wird, wird sie die mächtigste Person in der Geschichte der Welt sein… unterstützt von der tödlichsten Armee des Planeten, der produktivsten Wirtschaft und der größten und extrem aggressiven Bürokratie.

Flinten, Drohnen und Bomben

In der Tat könnte es eine einzige US-Regierungsagentur, der Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS), eine von vielen unter dem Dach des US-Department of Agriculture, locker und leicht mit der ganzen Armee des Sonnenkönigs aufnehmen.

Laut dem Wall Street Journal gab APHIS zwischen 2004 und 2015 4,8 Millionen Dollar aus. Und kaufte damit Flinten, 308 Kalibergewehre, Nachtsichtgeräte, Propan-Kanonen, flüssigen Sprengstoff, Pyrotechnik, Schrot, Gaskanonen, Drohnen, ferngesteuerte Hubschrauber, Wärmebildkameras, militärisch wasserdichte thermische Infrarot-Oszillokope und vieles mehr.

Und entgegen des landläufigen Mythos wird Hillary nicht von allen von uns unterstützt. Und es ist auch nicht so, dass „alle von uns“ über die wichtigen Fragen, die uns alle betreffen, entscheiden werden.

Anders formuliert, wir werden alles andere als regieren. Nur einige von uns werden das tun. Der große Rest darf zuschauen, wie über ihn bestimmt wird.

Die Idee der „Regierung für uns alle“, ist absurd. Wir alle können uns nicht einander sagen, was zu tun ist. Und wenn wir uns alle einig wären, gäbe es keine Notwendigkeit für die Existenz einer Regierung.

Viele werden nun argumentieren, dass es in der Lebenswirklichkeit eben einer Regierung bedarf. Aber eine Regierung erreicht schnell den Punkt des rückläufigen Grenznutzens.

Das war das Thema unseres jüngsten Buchs Hormegeddon. Und es ist der Grund, warum Thomas Jefferson feststellte, dass „die Regierung, die am wenigsten regiert, die beste ist.“

Hillarys „Gouverneure“ werden aus dem gleichen Holz geschnitzt sein wie die Menschen, die den Sonnenkönig stützten … und jeden andern Monarchen, Diktator, Präsident, Kaiser, Commander-in-Chief von Nebukadnezar zu Barack Obama.

Die Nomenklatura … die Insider … die Elite … die Parasitokratie – Hillary wird von diesen Menschen, den wahren Entscheidern und von dem Schattenkabinett „deep state“ gestützt.

Das sind die Leute, die wirklich die Regierung kontrollieren und die meisten unserer größten Institutionen.

Gemeinsam werden sie den Rest von bis zum Geht-Nicht-Mehr filzen…

Frau Yellen wird kaum „The Donald“ wählen…
von Bill Bonner

Lassen Sie uns heute von Argentinien aus den Blick weiter nach Norden richten. Und zwar hin zu den Bergen Wyomings. Genauer gesagt nach Jackson Hole. Dort kamen ja jüngst mächtige Frauen und Männer, die über die Geldpolitik entscheiden und das Banksystem überwachen, zusammen.

Selbstverständlich war auch die Finanzpresse vor Ort und setzte sich auf den Rand der Stühle der Mächtigen, um genau hinzuhören, was Janet Louise Yellen, die Chefin der Fed, wohl sagen würde. Sie hatte sich ja immerhin in den letzten zwei Monaten nicht in der Öffentlichkeit geäußert.

Frau Yellen hatte einmal eine so glänzende Zukunft vor sich. Sie war eine spektakuläre Studentin – an der Fort Hamilton High-School in Brooklyn, an der Brown University, und schließlich in Yale. Sie bekam immer die höchste Punktzahl und die höchsten Auszeichnungen. Sie hatte so eine vielversprechende Zukunft. Darin waren sich alle einig.

Es war auch eine so große Chance.

Das unglaubliche Volumen von 13 Billionen Dollar an Staatsanleihen rentiert mittlerweile negativ (das hat es in den letzten 5.000 Jahren Geschichte der Menschheit nicht gegeben) …

… die Realwirtschaft macht kaum Fortschritte – trotz der weltweiten Konjunkturstimuli epischen Ausmaßes (jüngst kam die Nachricht, dass das US-BIP im zweiten Quartal nur mit einer Jahresrate von 1,1% gewachsen ist) …

… das durchschnittliche mittlere Haushaltseinkommen ist (angepasst an die reale Inflation) um etwa 20% gefallen, seit Yellen Präsident Clintons Council of Economic Advisors beitrat und mit ihrer „Hilfe“ begann, die Wirtschaftspolitik der USA zu gestalten …

… und last but not least sagt der republikanischen Präsidentschaftskandidat Donald Trump den Menschen direkt und hart ins Gesicht, dass das ganze System gegen die Menschen ausgerichtet und ein einziger Betrug ist.

Frau Yellen hat zwar bis jetzt noch nicht öffentlich gesagt, für wen sie im November abstimmen wird. Aber wir würden eher viele Dollars als Donuts darauf wetten, dass die Dame am Ende doch für eine gewisse HRC (Hillary Rodham Clinton) stimmen wird. Das letzte, was sie will, ist ein bewegliches „Geschütz“ im Weißen Haus.

Wer weiß, was Donald Trump mit der Fed alles tun könnte, wenn er gewählt werden würde?

Zumindest, und das äußerste Minimum ist, dass er fragen wird, was die ganzen Leute im Gebäude der Notenbank den lieben Tag lang alles tun. Und wie sie unser hart erarbeitetes Geld ausgeben.
Quelle: Kapitalschutz Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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