Wie Geld Freiheit kauft

21. April 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner – „Solange ich unter dem kapitalistischen System lebe, erwarte ich, dass mein Leben beeinflusst wird von den Wünschen der Menschen mit Geld. Aber ich will verdammt sein, wenn ich vorschlage, jedem umherziehendem Schnorrer zu Diensten sein zu müssen, solange dieser zwei Cents hat, welche er in eine Briefmarke investieren kann. Dies, Sir, ist meine Kündigung.“…

William Faulkner kündigt beim Postamt Oxford…

Einer der selten zitierten Vorteile davon, dass man Geld hat, ist dieser: Man ist weniger denen verpflichtet, die es auch haben. Je mehr man hat, zumindest theoretisch, desto mehr kann man die anderen ignorieren. Man muss nicht dieselben Cocktails wie diese trinken oder in dieselben Geschäfte eilen, damit man sich die gleichen Anzüge wie diese kaufen kann.

Mit anderen Worten:Mit ein bisschen Cash… kann man tun, was man will.

Und an denjenigen gerichtet, der sagte, dass Geld kein Glück kaufen könne: Dieser sollte mal die New York Times lesen. Da stand sinngemäß:

„Allgemein gesprochen sprechen die Daten dafür, dass die Leute mit zunehmendem Wohlstand auch angeben, glücklicher zu sein. Obwohl es nicht so einfach ist. Justin Wolfers, Volkswirt an der University of Michigan, welcher die US-Regierung bei Statistiken zum Thema glücklich sein berät, berichtet, dass arme Menschen in armen Ländern nicht unglücklich sind, nur weil sie wenig Geld haben.

Sie haben wahrscheinlich weniger Wahlmöglichkeiten, mehr Kinder, welche im Kindbett sterben, und andere gravierende Probleme. Und während reichere Nationen normalerweise glücklicher sind, gibt es laut Wolfers keine Beweise dafür, dass eine Künstlerin glücklicher wäre, wenn sie Hedgefonds-Traderin mit höherem Einkommen werden würde.“

Vermögen, nicht Cash Flow

Aber wir sprechen von Vermögen, nicht von Cash Flow. Das Problem mit Zahlungsströmen ist, dass sie nicht aus dem Nichts kommen. Sie kommen von jemand anderes. Und wenn bei denen nicht die Zahlungsströme fließen, dann vielleicht auch nicht bei einem selber. Solange man nicht ein Beamter oder Professor ist, ist ein Job nur ein Job. Man dient anderen. Wenn man das nicht zufriedenstellend tut, dann können diese einem das Einkommen verringern.

Mit Kapital ist es anders. Wenn man genug davon hat, dann muss man nicht mehr für jemanden arbeiten. Man kann angeln gehen, und unpatriotische Gedanken haben.

Das Kapital befreit einen auch von der Politik. Laut den neuesten Zahlen benötigen derzeit fast 50% der privaten US-Haushalte Geld von anderen, um ihr Einkommen zu haben. Das sind Nutznießer von staatlichen Programmen. Geld wird dann von anderen genommen und diesen Menschen gegeben.

Die Regierung hat sogar die Chuzpe, den Empfängern dieses Diebesguts eine elektronische Karte zu geben, welche „Independence Card“ – Karte der Freiheit – genannt wird. Unabhängig ist genau das, was diese Menschen nicht sind. Stattdessen sind sie wie feudale Knechte, so Charles Hugh Smith.

„Der Kern der amerikanischen Freiheit ist ein breit gefächerter Besitz von Vermögen“, schreibt er. Wenn man frei sein will, dann muss man seine Hände auf den „Produktionsmitteln“ haben. Andernfalls muss man lernen, wie man sich verbeugt.

Knechte können sich das nicht leisten

Stellen Sie sich vor, dass Sie von dem Haus, in dem Sie wohnen, 0% besitzen. Wie frei sind Sie dann? Oder stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus kaufen und benötigen eine Hypothek. Der Hypothekenmarkt ist fast 100% staatlich kontrolliert. Wie frei ist man dann?

Er erwähnt es nicht, aber stellen Sie sich vor, dass Sie von der Regierung abhängen, weil Sie Arbeitslosenunterstützung, Lebensmittelmarken oder Krankenversorgung benötigen. Sind Sie dann ein freier Mann? Oder ein Knecht?

Smith sagt, dass wir in einem Umfeld des „Neofeudalismus“ leben. Ein paar wenige Menschen besitzen eine Menge Vermögen. Die meisten besitzen sehr wenig. Seine Aufmerksamkeit konzentriert sich auf den Immobiliensektor, von dem er glaubt, dass die Regierung still und leise immer mehr Eigentum aus privaten Händen in die Hände der reichen, konzentrierten Eliten wandern lässt.

Wahrscheinlich hat er damit Recht. Aber es scheint mir so, dass noch mehr Neofeudalismus da draußen stattfindet….wo große Gruppen jetzt von der Regierung abhängen…und vom „leichten Geld“ der Fed…..um ihren derzeitigen Lebensstandard zu halten.

Ausgeglichener Staatshaushalt? Die Druckerpresse der Fed stoppen? Die Leitzinsen auf ein normales Niveau steigen lassen?

Vergessen Sie es. Knechte können sich das nicht leisten.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Wie Geld Freiheit kauft (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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