Wie die Elite die amerikanische Arbeiterklasse verriet…

30. Juni 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Uns geht es zunächst um die Voraussetzungen für Win-Win-Deals. Die Erfindung echten Geldes – basierend auf Gold – brachte einen Riesen-Schub für Win-Win-Deals … und Fortschritt. Warum? Es war Geld, dem man vertrauen konnte…

Wenn man mit Goldmünze für einen Arbeitstag bezahlt wird, muss man nicht der Person vertrauen, von der man bezahlt wird. Man muss sich nicht fragen, ob der Scheck, den man bekommt, auch wirklich gedeckt ist … oder was mit dem Geld in der Zukunft passieren wird. Du musst ihm nicht vertrauen; man vertraut in Gold. Dies ermöglicht es, Transaktionen freier zu machen – und beschleunigt den wirtschaftlichen Fortschritt.

Goldgedecktes Geld im Fokus

Goldgedeckte Dollars waren seit fast 200 Jahren vertrauenswürdig. Das führte unter dem Strich zu einem enormen Vertrauen der Menschen in die Integrität des Dollars. Kein Wunder also, dass es kaum bemerkt wurde, als die Gold-Deckung eliminiert wurde (das war am 19. März 1968 durch Präsident Johnson der Fall).

Aber so läuft es leider nun mal: Je mehr die Menschen Vertrauen in etwas haben, desto leichter ist es,sie am Ende doch zu neppen.

Von der Elite betrogen

Natürlich ist es auch immer so, dass bei einer Zunahme des Vertrauens und vielen Win-Win-Deals einige Menschen mehr als andere bekommen. Das liegt in der Natur der Sache. Der typische chinesische Tagelöhner verdient heute sechsmal mehr als 1999. Der Verdienst des typisch amerikanische Tagelöhners stagnierte im selben Zeitraum.

Und knallharter Wettbewerb auf dem internationalen Arbeitsmarkt führte dazu, dass er, der amerikanische Arbeiter, sich als Verlierer dieser Entwicklung fühlt. Jetzt will er Mauern bauen und Zölle einführen, um Ausländer und fremde Produkt abzuhalten. Er will Win-Lose-Deals, die garantieren sollen, dass er wieder Gewinner der Entwicklung wird. Er hat leider keine Ahnung, dass er von seiner eigenen Elite nach Strich und Faden hinters Licht geführt wurde.

Die ehemaligen Fed-Chefs Ben Bernanke und Alan Greenspan haben ihre Kontefeis auf dem Cover des Time-Magazins bekommen. Die meisten Leute denken, dass die beiden Helden seien und keinesfalls Schlingel. Die meisten Leute denken, dass sie die Wirtschaft von einer neuen großen Depression gerettet haben, indem sie den Leitzins absenkten und Billionen von Dollar im Rahmen des Programms der Quantitativen Lockerung (QE) in die Wirtschaft pumpten.

Fehlerhafte Analyse

Die meisten Leute – auch der aktuelle Präsident der USA – glauben, dass wir mehr gefälschtes Geld brauchen, um die Pumpe damit zu befüllen und die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bekommen. Fast niemand erkennt, dass es diese stimulierenden, Pumpen befüllenden und neue Kredit-Dollars waren, die am Ende just jene Trends befeuerten, die die US-Arbeiterklasse in den Ruin trieben.

Die Konkurrenten im Ausland nahmen das billige Kreditgeld an, um Marktanteile zu gewinnen und den US-Arbeitern die Jobs abzunehmen. Zu Hause, in den USA, hat die Elite ihre Crony-Geldverschwender-Deals … ihre Regulierungen … und ihre Win-Lose-Deals installiert. Alles mit Schein-Geld finanziert.

Die durchschnittliche medizinische Versorgung kostet dem Durchschnittsarbeiter jetzt siebenmal mehr als im Jahr 1980. Die durchnittlichen Haushaltsschulden haben sich seit 1980 verzwölffacht.

Kein Wunder, dass der amerikanische Arbeiter die Chinesen, die Mexikaner, die Liberalen … die Medien … und die Regierung für die Misere verantwortlich macht. Er wollte und will einen Wandel. Aber wer hätte gedacht, dass er letztlich mit seinem eigenen, nicht vertrauenswürdigen Geld betrogen wurde und wird?

Inflationsbereinigt hat der amerikanische Arbeiter in den letzten 40 Jahren keine signifikante Lohnerhöung gehabt. Und da gehen wir fast zurück bis ins Jahr 1971, als das neue lustige Geldsystem eingeführt wurde. Aber die Reichen haben ihr Vermögen – gemessen am inflationsbereinigten Dow – in der selben Zeit verzehnfacht. Wer hätte sich vorstellen können, dass nach 3000 Jahren die Elite so ein Geld einführt, welches das Vertrauen derart verrät; eine „Blende“, die so subtil wirkt, dass es kaum jemand merkt?

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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