Bank Bless: Wesentliche strategische Ziele erreicht …

30. November 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow, Zeitlos

von Bankhaus Rott

Die Commerzbank hat viele Namen. Loch Bless ist einer davon, ein anderer ist Gelbe Landesbank. Das Institut schiebt sich jetzt zurück ins Rampenlicht, denn was so mancher lange nicht wahr haben wollte, reift zur Gewissheit…

Um eine weitere deutliche Kapitalerhöhung wird man in Frankfurt wohl  nicht mehr herumkommen. Überraschend an der Situation ist lediglich, wie viele diese für überraschend halten.

Wenige Dinge am Finanzmarkt waren in den letzten Jahren derart absehbar wie der stetige Abstieg der Commerzbank. Die regelmäßigen Verlautbarungen zur „erfolgreichen Strategie“ wurden gefeiert und auf Konferenzen traf man zahlreiche Branchenvertreter, die tatsächlich mit so albernen Dingen wie »einem niedrigen KGV« hausieren gingen. Noch abstruser ist in der aktuellen Situation wohl nur die Argumentation mit einem tiefen »Kurs-Buchwert-Verhältnis«.

Gewappnet mit derartigen Minimalanalysen endeten manche Freudenausrufe nicht einmal nach der massiven Verwässerung des Aktienkapitals im Rahmen der letzten Kapitalerhöhung. Seit dem Tausch der stillen Einlagen des Staates in Aktien – meist fälschlicherweise als „Rückzahlung von Staatshilfen“ bezeichnet – hat nicht nur der deutsche Steuerzahler ordentlich Federn gelassen.  Geändert hat sich nicht das Geringste, es liegt weiter Südkurs an.

So kommt auch der kürzlich erschienene Bericht zum dritten Quartal im laufenden Jahr trostlos daher.

Positiv waren die Zahlen der Einheiten Mittelstandsbank (+€ 124 Mio. zum Vorjahreszeitraum) sowie Central & Eastern Europe (+€ 287 Mio. zum Vorjahreszeitraum). Leicht gesunken hingegen ist der Ertrag im Segment Corporates & Markets (-€ 5 Mio. zum VJZ). Nicht weniger als eine Katastrophe sind die Zahlen der Bereiche Portfolio Restructuring Unit (PRU) und Asset Based Finance.

Insgesamt steht für die beiden Segmente im laufenden Jahr ein Verlust von über 2,6 Milliarden Euro auf dem Zähler. Eine Anekdote am Rande ist wohl, dass ausgerechnet in der PRU die mit Abstand höchsten Gehälter anfallen. In der PRU lag die mittlere Vergütung inklusive Bonus laut dem letzten Vergütungsbericht der Bank bei mehr als € 370.000 je Mitarbeiter. (Seite 2)

 

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7 Kommentare auf "Bank Bless: Wesentliche strategische Ziele erreicht …"

  1. […] Rott & Meyer: Commerzbank: Wesentliche strategische Ziele erreicht […]

  2. saxo sagt:

    Mit anderen Worten: Die Kopfschmerzbank „Loch Bless“ ist klinisch tot! Oder? Naja, der deutsche Steuermichel freut sich natürlich, den Schrotthaufen zu übernehmen. Und Herrn Blessing seine Boni zu zahlen…
    Schon wieder einer, der reif ist für den „Laternenorden“.
    Merken „die“ überhaupt noch was? Wieviel soll ich denn noch essen, um genug kotzen zu können?
    Ich hoffe, daß dieses Gesocks hier mitliest(mitlesen läßt) und seine Schlußfolgerungen zieht! Vor einigen Jahrzehnten hat man einem solchen Versager dann nur noch wortlos eine Walther PPK mit gefülltem Magazin auf den Schreibtisch gelegt und sie wußten, was zu tun ist!!!

    Gruß

    saxo(nian)

  3. saxo sagt:

    Nur mal der guten Ordnung halber: Welche „wesentlichen strategischen Ziele“ hat denn die Kopfschmerzbank erreicht? Gab es überhaupt welche, außer dem bloßen physischen Überleben? Und das wurde erreicht? Mit einer beabsichtigten Kapitalerhöhung? Mit einer beabsichtigten weiteren Kapitalverwässerung? Mit einem weiteren Betrug an den Aktionären und vor allem Sparern?
    Konsequenz: Raus aus diesem Asset! Penny-Stock ist vollkommen überbewertet!

    Gruß

    saxo(nian)

  4. ACHIM sagt:

    Der Wert der Verzehrgutscheine, die auf der Hauptversammlung der Coba ausgegeben werden,
    soll bei 5 Euronen liegen munkelt man.
    Wenn das kein Schnäppchen ist….

    Manche müssen auch noch Ihren unsäglichen Mist zur COBA abgeben, mehr dazu:
    http://www.hgcn.de/pdf/Zwei_Meldungen.pdf

  5. m sagt:

    Sehr geehrtes Bankhaus Rott,
    erneut ein mehr als gelungener Artikel. Ich warte sehlichst auf eine Ausarbeitung zu Herrn Ackermanns´Bank, der sich bekanntlich schämen würde, wenn er Staatshilfen in Anspruch nehmen müsste.

  6. Kistrof sagt:

    Der Humor von Bankhaus Rott ist mein einziger Trost in diesem Schlamassel!

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