Wer steht diesmal auf der Klippe? Der Euro?

21. Oktober 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Kurznotiz von Michael, dem „Düsseldorfer“

Spielen wir hier eigentlich Mühle oder doch eher Schach? Angesichts der geschickten Aktionen einiger „Spieler“, dürfte es eine Kombination beider Brettspiele sein…

Vergessen wir doch einmal für einen ganz kurzen Moment das schrille Geschrei  von „Scheitert der Euro – scheitert Europa.“ Was die Märkte möchten, wenn sie denn könnten und dürften, zeichnet für mich ein ganz anderes Bild.

Im US-Dollar „könnte“ für einige Marktteilnehmer eine Überraschung drohen. Erinnern Sie sich? Die Spekulanten sitzen massiv short im Euro und die Kommerziellen bauen seit ein paar Wochen die Gegenposition dazu munter weiter aus…

Heute zeigt auch der japanische Yen gegenüber dem Greenback wieder seine „Muskeln“, was ja eigentlich, genauso wenig wie im Euro der Fall sein dürfte. Der Euro ist doch „Toast“ und der japanische Yen, der gehört längst in die Grütze, oder?

Ein kurzer Blick auf den Chart des US-Dollar-Index…. Er vergleicht sich gut mit dem Juni 2010, als die Eurogrippe in Euroland grassierte und die Gemeinschaftswährung auf 1,18 zum US-Dollar fiel.

Schulter-Kopf-Schulter.

Die Spitze dieser Bewegung  aus dem Frühjahr 2010 konnte man nach unten spiegeln, wo der US-Dollar-Index ein Jahr später auch bei knapp 74 Punkten aufschlug. Gleiches Bild zeigt sich aktuell in der Chart-Formation. Diesmal aber würde die Bewegung, wenn sich diese Chartformation vervollständigt, den US-Dollar auf ein neues Tief und den Euro entsprechend aufwärts drücken, statt in den Abgrund.

Doch sehen Sie selbst… Kann passieren, muss aber nicht… (Zum Vergrößern: Bild anklicken)

Was könnte das für die Gold – und Silberpreise bedeuten? Dazu mehr in der „Metallwoche“ am Samstag auf diesem Blog.



Es grüßt:
Michael, der „Düsseldorfer“

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8 Kommentare auf "Wer steht diesmal auf der Klippe? Der Euro?"

  1. spanienanna sagt:

    Wahrscheinlich Thema verfehlt.
    Mir ist es inzwischen schon egal wer erst stirbt, der Euro oder der Dollar.Es wird sicher noch einige Monate hinausgezögert Was macht eine Hillery Clinton, sie lacht über den Tod eines( Diktators) Menschen.
    Sind wir schon so verroht um das ansehen zu müssen oder soll es uns nur darauf vorbereiten , was alles auf uns zukommt

  2. Marcus sagt:

    Das bestärkt mich in meiner Meinung:

    1. EUR wird gegenüber USD zulegen, schon allein, weil fast alle anderer Meinung sind.

    2. Konjunkturell ist die Lage besser als die Stimmung, deshalb gibt es eine Jahresend-Rallye. Soll nicht heissen, dass es nächstes Jahr nicht steil bergab geht.

    3. Auch wenn es keiner hören will, USA / UK kommen zurück – auch wg. Punkt 1.

    Also rein in Aktien und Silber und und

    Nicht das ihr mich falsch versteht, ich bin auch mittel- und langfristig sehr besorgt – aber kurzfristig geht es bergauf, denke ich.

    Marcus

  3. stonefights sagt:

    Na dann beschäftigt euch doch mal damit, wird Freude bereiten 🙂
    http://www.querschuesse.de/target2-nachschlag/
    Und diesmal habe ich den link absichtlich voll qualifiziert, dass unsere Polizei morgen in der MW nicht sagen kann, er wusste nix, obwohl, er liest ja dort auch immer mit…
    lg, stonefights

  4. crunchy sagt:

    Michael, da halte ich VOLL dagegen: Nichts ist unmöglich, aber aus einer solchen Entwicklung: voll ausgebildeter Boden in Form eines Rechtecks und danach den Channel-Break, macht das hier gezeichnete Bild völlig unwahrscheinlich.
    Ich erwarte den US-Dollar-Index bei ca. 87! Auf diesem Niveau wird es auch keinen Chinesen mehr geben, der um QE 3 zu besorgt ist. Und dann beginnt das Spiel mit der Rohstoffrally von vorne.
    Vorher kann man EM (vor allem Silber) noch richtig günstig kaufen.
    Das werde ich für meinen Barrenbestand, den ich im April verkauft habe, auch tun.

    Und, wer glaubt, dass der Euro besser dastünde als der Dollar, ist ein guter Patriot, aber es ist reiner Glaube. Auch wenn überprüfbare Fakten diese Ansicht unterlegen, heisst das noch lange nicht, dass am Ende Gerechtigkeit herrschen wird. Der Markt entscheidet, wo´s lang geht und das waren bisher ?…? Nun, s.o., die Dollarbesitzer reden ein Wörtchen mit, aber auch sie sind an ausgleichenden Wellen sehr interessiert. In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass die Chinesen schon im ersten Quartal einen Rückgang ihrer kurzfristigen Dollarguthaben gemeldet hatten. Und dann folgte Operation Twist!
    Ergo: Immer schön flexibel bleiben, und „Kaufen und Halten“ nicht vegessen. Wenn man physiches Silber bei USD 50,- gekauft hat, darf man sich über etwas freuen, was man Anderen voraushat: Erfahrung!
    Denn diese ist viel wert für jemanden, der Silber bei USD 90,- (mein mittelfristiges Ziel) kaufen will, und diese noch nicht hat….!

    • Frank Meyer sagt:

      Wie errechnest Du Dein mittelfristiges Kursziel von 90 USD/oz bei Silber?

      • crunchy sagt:

        Das klingt jetzt ziemlich unprofessionell, weil mathematisch nicht begründbar:
        Gar nicht! Ich merke mir die Kursziele, die um das letzte Hoch als „sicher“ erreichbar galten (70,-), die dabei meist erwarteten mittelfristigen (ganz subjektiv) Kursziele : 120 – 170. Bei dem eingetretenen Einbruch merke ich mir die Unterstützungen, die zu Widerständen wurden und beim nächsten Anstieg unter Wegnahme von Impulskraft genommen werden müssen. Da jenseits von 50,- die Prognose dann schwieriger ist, versuche ich mir die kommenden Erwartungshaltungen vorzustellen. Die 50,- werden also, weil schon angehandelt, sicher rausgenommen. Danach erinnert man sich an die 70,-, die einen neuen Widerstandbereich, weil schon mal gehört, darstellen könnten. Nach der dort eingetretenen Konsolidierung wird man das nächste, große Kursziel angehen: Dreistellig! Was dann dem Bullen erstmal die Puste nimmt…!
        Sentimentanalyse wird zwar mittlerweile in Angriff genommen, ist aber immer noch, weil anders nicht beweisbar, statistisch zu begründen. Was bewirkt, dass man irgendwann in seinen Zahlen ertrinkt, oder in Anderem, was besser schmeckt.
        Wenn ich daran denke, das auch heute in der Wirtschaftswissenschaft, mangels Flexiblität, weiter mit Mahte gearbeitet wird, und die Psyche ganz aussen vor bleibt, obwohl man weiss, wie wichtig sie für egal welche Preisfindung ist, haben solche Typen, wie ich noch eine Chance auf Erfolg. Sorry für die späte Antwort. Habe die Frage nur gefunden, weil ich die US Dollar-Index Prognose nochmal überprüfte.
        Ich bleibe dabei. Mich interessierte allerdings auch, wie penibel Michael auf die techn. Indikatoren schaut: SEHR genau!
        Das hatte ich als Aktiver bei mir schon öfter als Manko erlebt: Die viel zu grosse Marktnähe. Ein Tipp noch: Wer wie ich, möglichst wenige Trades im Jahr machen will, das Zeug ist ja ganz schön schwer,
        schaut öfter auf die grossen Bilder. Die kleinen dienen nur der Kontrolle.

    • crunchy sagt:

      UND, was bitte sagt die Reine Lehre, tritt ein, wenn eine SKS ein Fehlsignal generierte? Butter bei die Fische!
      Bin mal gespannt, ob der wiklich hervorragende Techniker (kein Scherz) zugeben kann, dass das Grosse Bild seinen Namen verdient.

      Noch kann ja alles geschehen.

  5. VickyColle sagt:

    „Märkte, welche Märkte?“

    Zudem ist es bewußt „Malen nach Zahlen“, ohne „fundamentale“ Gründe
    … und wenn ich jedoch einen fundamentalen Grund sehe, warum der Euro steigen könnte (wohl wird), dann heist für mich dieser Grund: ZBs
    und die haben bekanntlich noch grössere Taschen als die Commercials. 🙂

    Gruss
    Vicky Colle

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