Weg mit dem Geld, bevor es zu spät ist

4. November 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Was ist das Wichtigste an einer Währung? Der Schein. Und dieser trügt. Dennoch jagt man den Verrechnungseinheiten hinterher wie Straßenbahnen oder der großen Liebe. Bewohner vom Mars hätten ihren Spaß daran, uns zu beobachten. Geld ist heute meist schwer verdient. Und schnell ist es wieder weg, besonders an den Finanzmärkten – manchmal mit einem Schlag…

Die Dinge überschlagen sich wie jemand der Treppen hinab stürzt. Für ein in die Jahre gekommenes Scheingeldsystem sind Schwierigkeiten nichts Ungewöhnliches, vor allem, wenn Notenbanken, Politiker und Finanzmärkte versuchen, das Beste für sich daraus zu machen. Vor Jahren noch gefeiert, ist der Euro heute zum Frustfaktor geworden und ein Unberechenbarer. Man sollte besser etwas anderes haben, wenn die Zeiten turbulent bleiben. Noch hat es sich noch nicht groß herum gesprochen, seine gesparten Euronen in etwas Dauerhaftes zu tauschen. Gold und Silber. Der Markt ist klein.

Edelmetalle haben den Turbulenzen, Zusammenbrüchen, Inflationen und Kriegen immer wieder getrotzt. Wie lange aber hält unser Papiergeldsystem? Keine Ahnung, aber möglicherweise werden viele von uns sein Ende noch erleben. Bei diesen vielen aufgestapelten Munitionskisten wird es wahrscheinlich irgendwann explodieren – ohne Feuerwerk. Unser Weltfinanzvermögen ist inzwischen über 200 Billionen US-Dollar groß. Vor zehn Jahren wog es noch 110 Billionen US-Dollar und damit zehnmal größer mehr als 1980 geworden. Es wächst wie Hefeteig auf Heizungen.

Ob die Vereinigten Schuldenstaaten von Amerika oder der Euro-Finanzbau von Europa – die Schulden der einen sind die Guthaben der anderen. So funktioniert unser Geldsystem aus Krediten. Die Politik betreibt wahrscheinlich keine Rettung der Schulden anderer, sondern das Beschützen der Guthaben, die sich in wenigen Händen befinden. Die Umverteilung von fleißig nach reich nimmt unterdessen groteske Formen an und die Geschwindigkeit zu. Scheitern ist keine Option. So werden die Folgen des „Rettens“ fatal. Normalerweise wird später daraus ein großes Geschrei. Schon jetzt regt sich Widerstand. Für die meisten wird es eine große Überraschung sein, wenn das Kartenhaus eingestürzt ist. Davon haben ja die Experten im Fernsehen gar nichts gesagt, heißt es dann. Ja, vielleicht ist es zuvor etwas warm unterm Hintern geworden, aber es war keine Wärmedecke, deren Heizspiralen langsam zu glühen begannen, es war der Brand der Kredite und Guthaben, die am liebsten aufeinander losgehen und sich versuchen auszulöschen. Man wird es zu spüren bekommen.

Auch der Euro wird, wie bislang jede andere Währung auch, nicht das ewige Leben haben. Vor dem Läuten des Totenglöckchens wird seine Kaufkraft gestorben sein und die Verwunderung darüber groß bei denen, die ihn als Papier in der Tasche oder als elektronische Verrechnungseinheit auf dem Konto besitzen. Ihn rechtzeitig zu verkaufen, heißt: Tauschen in… Doch in was? Mit so viel Mühe ist man ihm nachgerannt. Man hat ihn gespart und ihn nicht ausgegeben, wenn man es klug angestellt hat. (Seite 2)

 

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26 Kommentare auf "Weg mit dem Geld, bevor es zu spät ist"

  1. braindead sagt:

    Danke für eine weiteren exzellenten Artikel!

    Folgendes wäre mal eine Rundmail an alle Emailbesitzer wert (-;

    „Sparsamkeit bringt einen zurück ins normale Leben mit wahrscheinlich mehr Zufriedenheit und Demut, wenn man die kleinen Dinge zu schätzen weiß. “

    Wohl dem der rechtzeitig die Kurve bekam.
    (Hinweis: Es gibt genug die nicht u.a. die 4. Uhr im Sinn hatten und „nur“ schon wegen der normal angehäuften Schulden aus dem Hamsterrad nicht mehr herauskommen.)

    lG
    bd

  2. GuldenerMistkaefer sagt:

    Wie kommt man auf die Zahl 200 Bill.?

    Würde mich echt interessieren.

  3. Gladbacher sagt:

    „Daueraufträge für Fitnessstudios“:

    Einspruch, Euer Ehren: Regelmäßig Sport zu treiben, ist eine wichtige „Investition“ für die Gesundheit, Fitness, (geistige und körperliche) Leistungsfähigkeit und das persönliche Wohlbefinden. Am besten eine günstge Sportart/günstiges Fitnessstudio suchen und dann auch regelmäßig dabei bleiben! Ein wichtiger Tipp eines erfahrenen Läufers: Klmaotten sind fast egal, aber bitte nicht an guten Laufschuhen sparen, das rächt sich gewaltig.

    Sport also: Ja, überflüssiger Konsum: Nein.

    Schönes Wochenende!

  4. Lotus sagt:

    Herr Meyer, Sie haben vollkommen recht mit dem Zurückhalten unnützer Ausgaben. Ich denke, viele Bürger denken genauso. Jedenfalls die, die schon seit Jahren zu wenig verdienen bzw. auf staatl. Hilfen angewiesen sind. Und die anderen? Na ja man sieht doch, was in Konsumtempeln los ist. Dort läuft doch nur die Rolltreppe. Also stimmen sämtliche Zahlen nicht. Ich bin sicher, daß die wahren Zahlen von Statistiken im Kaufverhalten ganz anders aussehen. Die gefüllten Sparkonten stammen sicherlich noch aus Zeiten der 70iger und 80iger Jahre oder wurden mit Hilfe von Spekulationen erreicht.

    Ich kenne niemanden in meiner Generation, der so dämlich ist, den Lockrufen der Werbung zu verfallen. Die Mehrzahl macht sich Sorgen, vertraut keiner Versicherung, keiner Bank und keiner Kohl-Schröder-Merkel-Regierung. Die Lehrstücke im persönlichen Leben vergißt keiner. Das Problem an Statistiken ist, daß Reichtum und der Rest zusammengefaßt wird. Das Ergebnis sind die unwahren Durchschnittseinkommen, wovon jegliche Ableitungen politisch gestaltet werden. Damit identifiziert sich aber kaum ein Bürger.

    Was Gold angeht, haben Sie sicherlich recht, nur kann eine durchschnittliche Familie, ein Alleinstehender, ein junger Mensch mit Kind in der Mehrzahl nicht das Geld aufbringen. Diese Gruppe ist viel größer als Sie glauben. Statistiken haben auch hier für Verblendung gesorgt.

  5. Karl Napp sagt:

    Herr Meyer, sind sie dem buddhistischen Weg der Erkenntnis gefolgt? Was sagt Ihre Frau dazu?

  6. neuling sagt:

    200 Billionen US$ Welt-Geldvermögen halte ich für zu tief gegriffen.

    Wenn man in den Bundesbankberichten die Geldvermögen der verschiedenen Sektoren aufaddiert, kommt man alleine für Deutschland auf nahezu 30 Billionen US$.

    Wo findet man die Zahl 200 Billionen US$. Sie ist nämlich sehr wichtig, da sie auch das Welt-leistungsloses-Zinsaufkommen, in Relation zum Welt-GDP 60 Billionen US$, begründet.

    Wenn sich viele an die vorgeschlagene Konsumverweigerung halten würden, steigen die Geldvermögen noch mehr und die Umsätze fallen.

  7. Jodelhuber sagt:

    …sehr sehr gut!

    Ein erholsames Wochenende und Grüße

    Jodel

  8. […] Rott & Meyer: Weg mit dem Geld, bevor es zu spät ist […]

  9. wolfswurt sagt:

    Überfluß(Wohlstand) erzeugt Faulheit und Trägheit.

    Faulheit und Trägheit erzeugen Mangel.

    Mangel erzeugt Bewegung und Kreativität.

    Bewegung und Kreativität erzeugen Überfluß(Wohlstand).

    Überfluß ….und so weiter und sofort.

  10. Hans im Glueck sagt:

    Hallo Zusammen,

    Klasse Artikel Frank!

    Bei mir lüuft es so ab:

    Vorratskammer angelegt, man die beim Supermarkt haben vieleicht blöd geguckt, bei den ganzen Konserven und Glas-Dosen für 200€ 😉
    Ich kaufe immer was nach und verbrauche es von Zeit zu Zeit.

    In Em investiert und das schon vor zwei Jahren und zwar alles.
    Kaufe immer nach sobald der Preis fällt.
    Benzinreserve angelegt. Wasser Tank 1500 Liter angeschafft bzw. war schon vorhanden und natürlich noch weitere nützliche Dinge….

    Es grüßt,

    Hans im Glück

    • GuldenerMistkaefer sagt:

      Hi Hans,

      von welchen Beträgen die Du in Gold hälst, reden wir hier?
      200 EUR in Lebensmittel ist auch nicht gerade viel, für die Apokalypse – denke ich mal.

      Ich habe immer stärker das Gefühl, das die die keinen Cent auf der Bank haben, sich den Zusammenbruch herbeisehnen – und denken sie werden später die Gewinner sein.
      Aber, müssten sie mit ihrer Intelligenz, nicht auch schon jetzt die Gewinner sein?

      • Takuto sagt:

        Hans ist doch schon längst ein Gewinner, wenn er vor 2 Jahren gekauft hat. Ob Zusammenbruch oder langsames Inflationssiechtum, beides ist super für Edelmetalle. Und schließlich können 200 Euro in Dosen prima weiterhelfen, wenn die Banken und Läden dicht sind. Wo liegt also das Problem?

        • GuldenerMistkaefer sagt:

          Eben, wie ich geschrieben habe!

          Geht es hier um 10 Gramm Gold? Oder um 100 Unzen Gold?
          Mich interessiert nur, wie jemand tickt der hier schreibt sich mittels Konserven auf die Apokalypse vorzubereiten.

          Wenn die Bild titelt, jeder muß sich Aktien kaufen, ist es doch auch sinnvoll sofort seine Aktien zu verkaufen.
          Wenn hier jemand schriebt, das er für 550 EUR Gold gekauft hat, und sein restliches Bargeld in Konservendosen angelegt hat – würde es dann nicht auch Zeit sein ganzes Gold zu verkaufen?

          Da ich erst seit kurzem mitlese, wollte ich Informationen von einem Betroffenen.

  11. Johannes sagt:

    Nachdem ich EM`s schon habe, meine Lebensweise schon immer so war, dass ich weniger ausgebe, als ich einnehme, bin ich nach Jahren der Entbehrungen dazu übergegangen, mein Leben zu genießen.

    War heuer so oft wie noch nie davor am Meer, weil es mir einfach gut tut, auch wenn es nur übers Wochenende war.

    Ich genieße mein Leben, so lange mir das noch möglich ist, sei es finanziell oder aus anderen Gründen.

    Wie heißt es so schön? Am letzten Tag bereut man das, was man nicht getan hat. 😉

    Nur zu sparen und vor lauter Angst und Sicherheitsdenken aufs Leben zu vergessen, kann nicht der Sinn des Lebens sein.

    • holger sagt:

      Moin Johannes

      —>>>Nachdem ich EM`s schon habe, meine Lebensweise schon immer so war, dass ich weniger ausgebe, als ich einnehme, bin ich nach Jahren der Entbehrungen dazu übergegangen, mein Leben zu genießen.“

      Wenn es denn stimmt, das Guthaben=Schulden sind, dann ist das (fette von mir) ein „perverser“ Akt. Und hat aber auch rein gar nichts mit christlicher Nächstenliebe zu tun.

  12. Rainer sagt:

    Uuuups, und das Oktober Gehalt ist auch schon wieder ausgegeben, für nutzslose Dinge die auch keine Zinsen bringen. Seit Draghi bringt ja jetzt nichts mehr Zinsen. Wohl dem, der eine USA Immokrise nicht mitbekommen hat und jetzt als einzige Konsequenz wegen Griechenland Angst um das eigene IPhone hat. Das Oktober Gehalt ist wie gesagt weg und für alles andere gibt es die MasterCard. Andere wiederum fühlen sich wiederum unter Menschen wohl, die ganz komische Dinge sagen und auch tun. Gestern konnte man in einer Halle südwestlich des Münchner Olympia Center beobachten wie ein Frank Meyer an einem vorbei hetzt ohne guten Tag zu sagen, ein Silberjunge zu Silber rät, Ein Wiener Walter Tips und ein Herr Ziemann Interviews gibt. Man fühlt sich wohl unter solchen Menschen. Nebenbei kann man auch sein Oktobergehalt verprassen. Den Silber Phili findet man für lächerliche 28 Flocken, wenn man sucht. Von all dem bekommt man in der Münchner Kaufingerstrasse nichts mit. Die Menschen irren umher um nur mal kurz über Konsum die Welt zu retten, oder wenigstens ihr Oktobergehalt in Sachwerte zu tauschen.

  13. Der Danziger sagt:

    Habt ihr es schon mit bekommen die Erde erbebte gerade für mich als ich das hier laß: CME-goes-margin-DEFCON-1

    http://www.zerohedge.com/news/cme-goes-margin-defcon-1-makes-maintenance-margin-equal-initial-everything

    Black Monday here we come. Kriegen wir das noch in die Metallwoche herein?

  14. MARKT sagt:

    Sehr schöne und wünschenswerte Anregung.

    Aber was sagt der Inflationist in Ihnen dazu, und was sagen Ihre Inflationsjünger dazu?

    Entschuldigung für die PRovokation aber da ging der niedrige Instinkt mit mir durch.

    Nur zur Info: In meinem „normalen“ Leben gehe ich dem Beruf des Vermögensverwalters und Honorarberaters noch. Und ich kann hier allen versichern, viele Leute dennen es nach gut bürgerlicher Einschätzung gut geht (Nettovermögen 250.000,- bis 2.000.000,- €), denkt immer mehr so. Im Durchnitt ist vor allem bei den Leuten 60+, die in der Regel im Besitz der größeren Vermögen sind diese Haltung immer stärker verbreitet.

    Diese Leute haben einen Großteil Ihrer liquiden Mittel in den vergangenen 2Jahren in vorhandene oder weitere Immobilien gesteckt und halten den Rest in Bargeld (Tagesgeld, Termingeld, Staatsanleihen). Derzeit fällt fast ausschließlich die sehr junge Generation auf die Verlockung des Billigen Geldes herein und verschuldet sich in der „Hoffnung bzw. Spekulation auf Inflation“.

    Hier zeigt sich der Unterschied Lebenserfahrung und Bauchgefühl im Verhältnis zu Unaufgeklärtheit (Dummheit?) Naivität und Wettbewerbsdruck durch das „Hamsterrad“. (Wenn es der Nachbar, Bruder , Bekannte hat, warum sollte ich mir das nicht leisten können/wollen.)

    Je mehr sich von dem Druck des Hamsterrades freimachen können, und ihr Leben nach ihren wahren Werten ausloten, desto näher sind wir dem Zusammenbruch dieses Systems.
    Das Positive daran ist, das dieser eh nicht verhindert werden kann, und jemandem der darauf vorbereitet ist, und andere Werte als Konsumgüter kennt, besser mit dieser Situation umgehen wird, und gestärkt daraus hervorgehen wird. Den mit einem Zusammenbruch des Euros, oder des Weltfinanzsystems geht die Welt keinesfalls unter.

    Ein schönes sonniges Wochenende

    • Avantgarde sagt:

      „Das Positive daran ist, das dieser eh nicht verhindert werden kann, und jemandem der darauf vorbereitet ist, und andere Werte als Konsumgüter kennt, besser mit dieser Situation umgehen wird, und gestärkt daraus hervorgehen wird. Den mit einem Zusammenbruch des Euros, oder des Weltfinanzsystems geht die Welt keinesfalls unter. “

      UNTER GEGANNGEN ist die Welt in der 30ern auch nicht…

      Ich würde nicht unterschätzen welche Auswirkungen das alles noch haben kann.
      In Griechenland wurden ja schon mal die obersten Millitärs ausgetauscht – ob das nun Zufall war oder nicht – wer weiß das schon?
      Bis in die 70er regierte da immerhin die Armee – wie auch in Portugal.

      Es geht ja nicht nur darum, ob hier jemand einige Tausender reicher oder ärmer spekuliert – es werden gerade ganz schwerwiegende politische Entscheidungen getroffen.

      Argumentativ dürfte es für die Zukunft auch schwer zu vermitteln sein, daß nach all den Billionen für Bankenrettungen und Millionenboni für Firmen-an-die-Wand-Fahrer Otto-Normal sparen und den Gürtel weiter enger schnallen soll.
      Was denken wohl die 20% der Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten?

      Wie schlimm es tatsächlich kommt kann freilich keiner sagen – aber diese Krise hat für meinen Geschmack durchaus das Potential eine Zeitenwende herbeizuführen.
      Ob mit positivem oder negativem Ausgang lasse ich mal offen – wissen tut das letztlich niemand.

  15. samy sagt:

    Weg mit dem Gold, bevor es zu spät ist? 😉

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-retter-wollen-goldreserven-der-bundesbank-verpfaenden/5803324.html

    Hieraus: „Euro-Retter wollen Goldreserven der Bundesbank verpfänden

    Geraten größere Staaten in den Strudel der Schuldenkrise, droht der EFSF an seine Grenzen zu stoßen. Darum wollen die Euro-Retter zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen – und notfalls den deutschen Goldschatz verpfänden. …“

    Ja, ja, manchmal fehlen einem die Worte, da ist der Humor so trocken, der Lacher bleibt dann im Hals stecken.

    Ich freue mich schon auf die MW und immer weiter so 😉

    Ciao

  16. samy sagt:

    Hi, null problemo 🙂
    bin in letzter Zeit eh zeitlich total eingespannt. Darf gleich wieder los. Schicke dir morgen mal eine Mail. Ansonsten hoffe ich, dass ich hier wieder etwas mitkommentieren kann in den nächsten Tagen. Es ist ja zu spannend.

    VG

  17. MARKT sagt:

    keinerlei Widerspruch! Doch genau deshalb bleibe ich dabei, dass der informierte und interessierte mit einer „anderen“ Situation besser umgehen kann, als jemand der davon total überrascht wird.

    Wenn ich in einem Teil meines privaten Umfeldes anmerke, dass wir diese Welt, wie wir Sie derzeit kennen, wohl in 18 spätesten aber 36 Monaten wohl nicht mehr wiedererkennen werden, ein müdes bemitleidendes Lächeln ernte, wird mir bewußt wie die Mehrheit das ganze sieht.

    „Es ist noch immer gutgegangen“. (Überwiegend Leute zwischen dem 30. und 55 Lebensjahr)

    Außerdem will ich ja nicht auch hier noch einen Namen als Untergangsprophet. Bin nämlich meistens ein ganz lustiger Typ.

  18. Krisu sagt:

    Ich mache seit Anfang/Mitte Oktober einen Selbsttest, der zu der oben skizzierten Bescheidenheitsthese, wie ich es mal nennen möchte, irgendwie passt: Immer wenn ich zufällig im Vorbeigehen, beim Spazieren, in der Bibliothek etc. eine Pfandflasche rumliegen sehe, stecke ich sie ein und gebe sie beim nächsten Großeinkauf ab. Das Kleingeld landet in einem Sparschwein und jetzt schaue ich mal, wie lange es dauert bis die Bier-, Brause- und Red-Bull-Trinker dieser Wegwerfgesellschaft mir eine Silberunze finanziert haben werden.. Die Tendenz sieht schon ganz vielversprechend aus, die Leute scheinen noch genug Geld zum Wegwerfen zu haben, manche zumindest..

  19. FDominicus sagt:

    Es ist eines der Mysterien warum man den Politikern in dieser Krise noch Glauben schenken wollte oder es sogar tut. Gerade auch was EMs angeht bekommt man immer noch zu hören. „Für Gold gibt es keine Zinsen“. Ich frage mich was wohl das Riesengeschäft ist derzeit rund 3% Inflation mit ca 1.8 % Zinsen für 10-jährige Anleihen abzudecken. Von diesen 1.8 % sind auch noch 25% an den nimmersatten Staat zu übereignen. Ich kann das Geschäft nicht sehen wenn man rund 2% im Jahr „verliert“. Und dann erntet man merkwürdige Blicke wenn man es wagt das G Wort in den Mund zu nehmen. Es gibt da nur 2 Reaktionen. „Genial“ oder „bist du blöd Mann“….

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