Was unsere Wirtschaft völlig verdirbt

28. November 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

TV- Bildschirme sind flach. Manche Sänger sind flach. Kuchen kommen platt aus dem Ofen. Reifen werden platt. Preisboxer liegen platt da. So wie Tote. Früher oder später sind wir alle platt…

Thomas Friedman, einer meiner Lieblings Kolumnisten, hat ein Buch darüber geschrieben, „Die Welt ist flach: eine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts“ Auf Friedman kann man sich verlassen. Er hat zu nahezu jedem Thema etwas zu sagen. Er hat so viele Gedanken, die ihm alle nur so zufliegen. Er ist kein tiefgründiger Denker. Doch ich finde nichts Schlechtes an oberflächlichen Gedanken.

In vielerlei Hinsicht sind sie sogar besser. Sie sind einfacher zu verstehen und man kann sie einfacher bei Dinner Partys zum Besten geben. Und sicherlich wesentlich einfacher umzusetzen von Menschen der Tat. Das ist der tatsächliche Vorteil von jeglichem oberflächlichem Denken: Es ist der bleifreie Sprit, den zielstrebige Trottel in ihre Tanks kippen.

Vergiss die Feinheiten. Ignoriere die Paradoxa. Überdenke es nicht. Gib ihnen eine einfache Idee und sie werden es schon nutzen, um das größtmögliche Chaos aus allem zu machen.

Schwachsinnige Ideen

Friedman ist ein Weltverbesserer. Nicht in der Form, dass es die Dinge besser machen würde. Würde er dies tun wollen, könnte er beispielsweise seine Fenster anmalen, den Müll vom Gehweg aufsammeln oder mit einer dicken Politesse flirten. Aber nein. Er besteht darauf, anderen zu sagen, was zu tun ist. Er ist nicht wirklich ein Macher; er ist ein wirklicher Dorn im Hintern.

Er hat einen Plan für jede Situation und eine Lösung für jedes Problem. In jedem Fall gibt er vor in die Zukunft sehen zu können und sie besser machen zu können, bevor sie überhaupt passiert.

Bedenken Sie meinen Wahlspruch: Menschen, die andere dazu zwingen wollen, an ihren Ideen festzuhalten, sind stets die gleichen Personen, deren Ideen schwachsinnig sind. Hier können Sie mich gerne zitieren. Jahre nach der Veröffentlichung erklärte Friedman sinngemäß, was er in seinem Buch 1993 sagen wollte:

„Als ich das Buch ‚Die Welt ist flach‘ schrieb, sagte ich, die Welt sei flach. Ja wir sind alle miteinander verbunden. Facebook existierte nicht. Twitter war ein Geräusch, die Cloud war im Himmel, 4G war eine Parklücke, LinkedIn war ein Gefängnis, Applikationen hat man ans College geschickt und Skype war für die meisten Menschen ein Tippfehler.“

Friedman hatte Recht. Globalisierung, unter dem Schirm vom Pax Americana, war ein Trend. Er hat es erkannt. Er hat es herausdestilliert. Dann hat er ein Buch darüber geschrieben und es wurde ein Bestseller. Aber es ging wesentlich mehr mit der Globalisierung einher, als neue Technologien und amerikanischer Kapitalismus. In erster Linie wurde sie durch ein neues, korruptes Geldsystem finanziert. Im Rahmen des Bretton-Woods-Systems der Nachkriegszeit haben fremde Nationen ihre Währung an den US-Dollar geknüpft.und der Dollar war zu einem festgelegten Verhältnis an Gold gebunden.

Das Verderben des Geldes

Gold hat sich über Jahrhunderte als nützlich erwiesen. Vielleicht ist es kein perfektes Geld. Doch es ist das Beste, das bisher gefunden wurde. Manch Krypto-Währung, wie beispielsweise Bitcoin, könnte sich als nützlicher herausstellen. aber es ist Zukunftsmusik darüber zu entscheiden. Für mich, für jetzt, funktioniert Gold. Fiatgeld oder Papiergeld tut dies nicht. Da das Goldangebot limitiert ist, bleiben die Verbraucherpreise zumeist stabil.

Auch das Angebt von Krediten ist beschränkt, da die Währung beschränkt ist. Wenn die Nachfrage nach Krediten steigt, gehen die Preise dafür, also die Zinssätze, hoch und der kreditfinanzierte Aufschwung kommt zu einem Ende. Damals in den 1960er Jahren verfolgte Präsident Johnson einen teuren und hoffnungslosen Krieg in Vietnam und ein ehrgeiziges Verteil-Programm zu Hause.

„Waffen und Butter“ – er wollte alles. Als dann die Rechnung kam, hatten die Finanzgenies in Washington eine einfältige Idee: „Statt mit Gold zu zahlen, wie es üblich (und gesetzlich) ist, lasst uns das System ändern, damit wir unsere Schulden in Schuldscheinen zahlen können- wir nehmen einfach grünes Papier und nennen es Dollar“ „Moment mal!“, warfen bedachtere Leute ein.

„Ein reines Fiat-Geld-System hat noch nie funktioniert. Wenn man wirklich Geld machen könnte, indem man einfach grünes Papier bedruckt, dann würde es ja jeder machen.“ (Seite 2)



 

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