Was 2017 garantiert nicht geschehen wird…

30. Dezember 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Egon Wolfgang Kreutzer

Prognosen zu erstellen, ist schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Dieser kluge Satz kann unwidersprochen hingenommen werden, da es sich bei der sogenannten Zukunft ja um ganz spezielle Kombinationen einer unendlichen Zahl latent vorhandener Möglichkeiten handelt, die in jedem Augenblick von einer nicht wiederholbaren Einzigartigkeit sind, so dass eine zuverlässige Zukunftsvorhersage jemandem, der nicht über ein Zeitreisevehikel oder bestimmte bewusstseinserweiternde Drogen verfügt, welche die Zeit als Illusion erscheinen lassen, schlicht nicht möglich ist.

Gewiss, man kann davon ausgehen, dass sich manche Trends voraussichtlich fortsetzen, dass andere unterbrochen werden, weil sich Vorzeichen bereits abzeichnen, doch eine Gewissheit, dass eine konkrete Prognose sich tatsächlich auch so einstellen wird, besteht nicht, im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht eintrifft ist ausgesprochen hoch.

Es ist also – im Umkehrschluss – sehr viel wahrscheinlicher, dass Prognosen über Ereignisse, die nicht eintreffen werden, sich bewahrheiten werden, was mich dazu veranlasste, mich auf dieses sichere Ufer zu begeben und zehn bedeutende Ereignisse vorherzusagen, die 2017 nicht eintreten werden.

1. Die Re-Pangaeaisierung

Trotz aller Fortschritte der Globalisierung und trotz unaufhörlicher Wanderungsbewegungen der tektonischen Platten, wird der für die Globalisierungsbefürworter erstrebenswerte, ja beglückende Zustand des neuerlichen Zusammenfügens der Kontinente zum Urkontinent Pangaea im Jahr 2017 weder in Angriff genommen, noch vollendet werden können. Im Gegenteil, auch im Jahr 50.002.015 werden die Kontinente immer noch eigenständig auf dem Erdmantel herumschwimmen, ohne sich zwischenzeitlich je wieder getroffen zu haben.

Es werden also weiterhin luft- und seetüchtige Transportmittel benötigt, um Personen und Waren von Honululu nach Huludao zu befördern, was den Sinn und Nutzen der in Bau befindlichen neuen Seidenstraße doch stark in Frage stellen lässt.

Es wird eine sinnvolle Abschreckung auch weiterhin nicht ohne Interkontinentalraketen möglich sein, weil Pangaearaketen zweifelsfrei wirkungslos in den Ozeanen versinken würden, was der Waffenindustrie noch auf Jahrmillionen die Umsätze und Erträge mit den vorhandenen, ausgereiften Technologien sichert, ohne weitere Milliarden in Neuentwicklungen investieren zu müssen.

2. Der Untergang von Chittagong

So sehr die Gletscher auch schmelzen, so grün Grönland wieder sein wird, und so wenig Eis die Beringstraße auch bedecken mag, Chittagong, die Geburtsstadt von Muhammad Yunus, dem Erfinder der Mikrokredite, mit ihren 2,x Millionen Einwohnern, wird auch 2017 nicht Opfer der großen Klimawandelsmeeresspiegelanstiegskatastrophe, wie auch alle andern Inselchen, Archipele und Küstengebiete, die sich mehr als 2 cm über Normalnull befinden, 2017 nicht für alle Zeiten in den Fluten der angeschwollenen Ozeane versinken werden.

Sowohl für Ärzte ohne Grenzen als auch für die Cap Anamur, das Technische Hilfswerk und das Corps of Engineers der US-Army besteht wegen des heraufziehenden Weltversinkens 2017 kein Anlass zum Ausrücken. Die Ärzte ohne Grenzen dürfen sich in der EU ohne Grenzen tummeln, die Cap Anamur kann nicht weiter in Flussmündungen einfahren als bisher und die Pioniere der Weltmacht dürfen weiter da bleiben, wo sie gebraucht werden, an den Krisenherden des Nahen Ostens und an der russischen Landgrenze.

Entwarnung auf ganzer Linie!

3. Konklave wählt ersten muslimischen Papst

Allen redlichen Bemühungen der A.M. zum Trotz, die Islamisierung des Abendlandes weiter voranzutreiben und dabei ohne Rücksicht auf Verluste die Zahl der Parteimitglieder bis an die Schmerzgrenze abzusenken: Noch stehen die Bastionen der Nachfahren der kreuzfahrenden Christen wie eine Eins rings um den Petersplatz in Rom. Auch in höchste klerikale Ämter eingeschleuste V-Leute von BND, BKA und Verfassungsschutz, werden es 2017 weder schaffen, die Pfaffen von der Harmlosigkeit und Glaubenstreue der Muselmanen zu überzeugen, noch den machterhaltenden Urinstinkt auf die wachsende Zahl der Muslime in Europa zu lenken, so dass „die Kirche“ selbst mit Blick auf Marktanteile und Umsatzchancen jenen letzten Schritt vollziehen könnte, von dem es nach dem Willen der Vordenker im Hintergrund einst heißen soll: Der Islam gehört zum Katholizismus, die Katholiken gehören zum Islam!

Hier muss angemerkt werden, dass dieses Nichtereignis nur für 2017 bis 2019 sicher vorhergesagt werden kann. Möglich, dass es bereits 2020 eher zu den sehr unsicheren Prognosen zählen wird, deren Eintreten als nicht mehr ganz unmöglich eingestuft werden kann.

4. Donald Trump wird 2017 Iron-Man auf Hawaii

Sicher, der Mann hätte die Fähigkeiten, die Kraft, die Ausdauer und den Ehrgeiz, nacheinander erst 3,8 Kilometer zu schwimmen, danach für 180 Kilometer in die Pedale zu treten und abschließend einen Marathonlauf (42,2 km) zu absolvieren. Er hätte auch nicht das geringste Problem damit, nachdem er alle Mitbewerber um Längen geschlagen hat, damit für den Rest seines Lebens zu prahlen, wie es das Reglement vorschreibt, doch 2017 hat er einfach Besseres zu tun, als seine kostbare Zeit – und seien es, einschließlich Hin- und Rückflug mit der Airforce One nur gut acht Stunden – mit einem solchen überflüssigen Kräftemessen zu verplempern.

Trump steht im ersten Jahr seiner Präsidentschaft vor der Herkulesaufgabe, America wieder „first“ zu machen. Er hat sich zudem tagtäglich widerwärtiger Anfeindungen und Verleumdungen zu erwehren, er muss die Fed zähmen, die UN ignorieren, China plattmachen, über Putin auf Erdogan mäßigend einwirken, sich mit Le Pen und Petry arrangieren, neue CO2 Emissionen ermöglichen und die gesamte freie Welt gegen Erfolgshonorare verteidigen.

Wer das schafft, ist der größte Iron Man aller Eisernen Männer aller Zeiten. Das soll ihm erst mal einer der anabolikagestylten Muskelprotze auf Hawaii nachmachen. Die werden sich umschauen!

5. Mehr Neuzulassungen für E-Mobile und Hybriden als für Benziner und Diesel zusammen

Das große Ziel der E-Mobilität, mit dem erreicht werden soll, dass die Automobilindustrie endlich die Zeiten hinter sich lässt, in denen sie die Abgase einfach hinter sich gelassen hat, wird zwar nicht als monolithischer Klotz von Großprojekt geplant, jedoch sind auch hier, wie bei S21, BER, und ELBPH, die Schwierigkeiten größer, die Kosten unüberschaubarer, die Zeitstrecken länger – und vom Nutzen ganz zu schweigen.

Es kann nicht nur als gesichert gelten, es ist sogar vollkommen ausgeschlossen, dass 2017 in Deutschland mehr Automobile mit reinem Elektro-Antrieb und solche mit Hybrid-Antrieben neu zugelassen werden, als Fahrzeuge mit herkömmlichen Benzin- oder Dieselmotoren.

Es fehlt schließlich an allen Ecken und Enden. An welcher Ecke, an welchem Ende steht schon eine Schnellladestation für den eilenden Stromfresser bereit? Und stünden sie bereit, wo sind die Trassen, über welche der billige Offshore-Strom bis zum Stammsitz der Bayerischen Motorenwerke transportiert werden könnte, und wer sichert zu, dass – wenn die Trassen einst gebaut sein werden – nicht ein Windrad nach dem anderen vor dem Ende der prognostizierten Lebensdauer den Löffel, rsp. den Rotor wegwirft? Der plötzliche Spargeltod hat ja schon begonnen, noch steht weder eine Diagnose noch eine Therapie – einzäunen, soll man die Dinger jetzt, damit niemandem so ein Windrad auf das mit leeren Batterien in der Prärie liegengebliebene Einkaufsauto fällt.

Wie sollen aber, wenn einst die Windräder saniert, die Trassen errichtet und die Steckdosen allüberall aus den Laternenmasten ragen, die Kunden der Automobilindustrie motiviert werden, jetzt, nach all den vielen Pannen, überhaupt noch ein E-Auto zu ordern, wo doch die Diesel und die Benziner immer noch in der Anschaffung und im Verbrauch und im Wiederverkaufswert und in der Haftpflicht so viel preiswerter sind, obwohl sie mit einer Tankfüllung weiter fahren und in einem Bruchteil der Zeit frisch betankt sind?

Wenn es auch mit modernsten psychologischen Beeinflussungsmethoden (aka Nudging) möglich sein wird, bei der Wahl zum Deutschen Bundestag mindestens 20 Millionen potentielle AfD-Wähler umzustimmen oder von den Urnen fernzuhalten, das Auto war dem Deutschen schon immer lieber und wichtiger als Parteien und Regierungen, und da kennt er sich auch wirklich aus und lässt sich nicht so leicht ein X für ein U vormachen.

Nein – 2017 werden wieder viel mehr Benziner und Diesel zugelassen als alles andere!

6. Helene Fischer erhält den Literaturnobelpreis

Nach Bob Dylan nun Helene Fischer? Wegen der Frauenquote? Es wäre gut möglich, dass 2017 der Nobelpreis für Literatur an eine Frau geht, es wäre sogar gut möglich, dass es sich um eine Frau aus dem interpretierenden Gewerbe handelt, die ihr Publikum mit inspirierenden Liedzeilen aus eigener Feder entzückt – doch das wird nie und nimmer Helene Fischer sein.

Ein wichtiger Grund dafür ist ihre offen zu Schau gesungene Deutschsprachigkeit. Literatur ist nur dann Literatur, wenn sie mindestens in einer authorisierten englischen Übersetzung vorliegt, viel besser allerdings, wenn sie einer authochthon englischen Wurzel wie ein Ros entsprungen ist. Denn dann ist – nach der Nobelpreisverleihung – die internationale Zweit- oder Drittvermarktung mit Multi-Millionen-Umsätzen gesichert.

Ein anderer Grund mag daran liegen, dass die vor 32 Jahren in Krasnojarsk Geborene im ganzen Auftreten doch eher noch an die disziplinierten, bestausgebildeten und hochtalentierten Ballerinen des Bolschoj-Ballets erinnert, als an das, was ansonsten trällernd Quote macht.

Dieses Bodenständige, Ehrliche, Großartige, das der Fischer anhaftet, entspricht in dieser Reinheit und Klarheit allem anderen, nur nicht der political correctness! Wie sollen sich Kinder und Jugendliche an ihr ein Vorbild nehmen, wenn sie mit ihrem Leistungswillen und ihrem Können weiter von ihnen entfernt ist als der Mond von der Erde?

Es kommt hinzu, und zwar erschwerend, dass ihr Wirken immer im Ruch des Heimatverbundenen steht, dass sie dabei Werte hochhält, die in unserer Zeit als massiv rückwärtsgewandt und auf subtile Weise fremdenfeindlich und ho- mophob wirken. Das wird den Sensibelchen im Nobel-Komitee gar nicht gefallen.

Nein. Helene Fischer wird es nicht werden. Das walte der Zeitgeist!

Lady Gaga hat da weit bessere Chancen, obwohl sie es auch nicht werden wird. Denn 2017 ist wieder ein Romanhersteller an der Reihe. Bestens geeignet ein Mensch aus dem Nahen Osten, der in einem Schicksalsroman mit historischer Vorlage die Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich noch einmal aufleben lässt und sodann, zur Unterstreichung der Wichtigkeit seines Werkes, sowohl in Israel, als auch in der Türkei auf die Liste der unerwünschten Personen gesetzt wird, während der Wächterrat des Iran ihn in einer Fatwa für vogelfrei erklärt…. (SEITE 2)

 

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