Warum der Sumpf nicht trockengelegt wird…

8. März 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

In diesen Tagen im März 2017 widmen wir uns hier im Tagebuch der Thematik „Crash-Bewußtsein“. Wenn das Team Trump auch nur stolpert, werden die Anleger bitter enttäuscht sein. Allmählich, vielleicht auch plötzlich, werden sie erkennen, dass die Prämisse, auf der diese Rally am Aktienmarkt basiert, falsch war….

Schon jetzt sehen wir die ersten Anzeichen von Schwierigkeiten. Die Hintergrundstory haben wir Ihnen hier im Tagebuch ja schon oft vorgestellt. Wie sie ja auch hier aus dem Tagebuch wissen, regiert „Deep State“ die USA. Es ist die „Schattenregierung“, die alle wichtigen Entscheidungen trifft und immer an der Macht ist. Ziel von „Deep State“ ist es, seine Macht zu bewahren, auszubauen und diese zu nutzen, um echten Reichtum an sich zu reißen.

Sie wissen auch, dass echtes Wachstum nur erreicht werden kann, wenn die Last der Schulden und die Macht von „Deep State“ reduziert wird.

Präsident Trump’s Schlagwort mit der „Trockenlegung des Sumpfes“ war die Kurzschrift dafür, die Cronies, die Zombies und die Establishment-Insider aus dem Weg zu bringen, damit die Wirtschaft endlich richtig funktionieren kann.

Hillary als „Deep State“-Vertreterin

Wir haben eine „schöne Vorstellung“ davon, was passiert wäre, wenn Hillary Clinton gewählt worden wäre: nämlich mehr von demselben, was wir jetzt schon haben. Was wir uns fragten, war, ob Donald J. Trump als „großartiger Zerstörer“ die geheimen Absprachen zwischen der Regierung, der Crony-Industrie und den Zombie-Kunden auflösen würde.

Wir bezweifelten, dass er es tun könne, selbst wenn er es wollte. „Deep State“-Apparatschiks kontrollieren den regulatorischen Prozess. Sie kontrollieren alle wichtigen Regierungsstellen. Sie kontrollieren den Kongress. Sie kontrollieren die Spione und den militärisch-industriellen Komplex. Und sie kontrollieren das Geld.

Trotzdem sah es einen Augenblick danach aus, als ob Mr. Trump es schaffen könnte. Die Agenten schienen ihn schon ins Visier zu nehmen, wie das auch die Mainstream-Medien taten und immer noch tun.

Die Geheimdienste sind der intimste Teil von „Deep State“. Wollte Trump tatsächlich deren Macht beschneiden, wie Präsident Kennedy das ja vorhatte, bevor er ermordet wurde? Oder war es nur ein wenig „Trump Show“- ein bisschen Theater, um Trump als „harten Kerl“ darzustellen? Aber jetzt, da die groben Konturen des Trump-Budgetplans bekannt sind, haben wir die Antwort auf diese Fragen.

Jetzt wissen wir:

„Deep State“ muss sich keine Sorgen machen. Seine Finanzierungsbasis ist gesichert. Auch wenn es Präsident Trump gelingt, seinen Haushalt in den Griff zu bekommen, wird das Geld immer noch fließen. Es wird keine erheblichen Kürzungen für „Deep State“geben.

Associated Press berichtet:

„Das Weiße Haus sagt, dass Präsident Donald Trump’s bevorstehendes Budget einen satten 54 Milliarden Dollar Anstieg der Verteidigungsausgaben vorschlägt. Gleichzeitig werden entsprechende Kürzungen für inländische Programme und Hilfsgelder, die ins Ausland fließen, vorgeschlagen.“

Jubel im Sumpf

Die Preise ziehen in Nord-Virginia schon an. Man rechnet ja schon mit dem Fluss von zusätzlichen 54 Milliarden Dollar in den Sumpf. Restaurants und Bars schieben schon Überstunden und decken sich mit teuren Getränken ein. Der Bau in Fairfax und Loudoun erlebt einen Boom, da die Sumpf-Bauherren nun ihre McMansion-Pläne endlich aus den Schubladen herausholen. Anlageberater empfehlen Aktien in der Crony-Militärindustrie.

Und Berichte von den Republikanern im Kongress erzählen uns, dass der neue TrumpCare-Vorschlag nur marginale Kürzungen der Kosten der medizinischen Versorgung machen wird und in keiner Weise den Fluss des Reichtums an den medizinisch-versicherungsrechtlichen Komplex reduzieren wird.

Was gibt’s Neues?

Der Kriegsstaat wird mehr Geld bekommen. Der Wohlfahrtsstaat wird auf der Grundlage der bisherigen Gesetzgebung weiter wachsen. Es wird wohl nirgends grob gekürzt werden. Die Geldmänner zählen immer noch ihre Schekel. Die Kriegsleute bauen ihre Kampfflugzeuge. Und die Trickbetrüger bestimmen noch immer im Hintergrund das Geschehen. Der Sumpf wird nicht entwässert. Es wird keinen echten Boom geben.


Es wird zu keinem Machtkampf zwischen Trump und „Deep State“ kommen

von Bill Bonner

Es war eine außergewöhnliche Show. Gemeint ist die jüngste Rede von Präsident Trump vor dem Kongress.

„Unsere Kinder werden in einer Nation von Wundern aufwachsen“, sagte er.

Er sagte weiter, dass wir mehr Bildung bräuchten. Weitere Militärausgaben. Mehr Urlaub für Mütter und Väter. Mehr Wohlfahrt. Und noch mehr Kriegswesen.

Es gibt praktisch nichts, was die U.S.-Regierung nicht tun könnte, so Donald Trump.

„Jedes amerikanische Kind sollte in einer sicheren Gemeinschaft aufwachsen können“, sagte er weiter.

Seine Rede sei „präsidial“ gewesen, so die Kommentatoren.

„Stellen Sie sich die Wunder vor, die unser Land im 250. Jahr des Bestehens erleben könnte.“

„Die Zeit für kleinkariertes Denken ist vorbei…“

„Alles, was in unserem Land kaputt gegangen ist, kann repariert werden …“

„Ich bitte alle Bürger, diese Erneuerung des einzigartigen amerikanischen Spirits mitzutragen …“

Ja, der Präsident hat kein Klischee ausgelassen. Aber die Rede war auch „präsidial“ in einem anderen Sinne. Sie bestätigte unsere Vermutung, dass dieser Präsident das tun wird, was jeder Präsident in den letzten 50 Jahren getan hat: er wird den Sumpf erweitern, nicht entwässern.

Trump sagte folgendes:

„Ich schicke dem Kongress einen Budgetvorschlag, der es ermöglicht, das Militär wieder aufzubauen. Ich stehe für eine der größten Steigerungen der nationalen Verteidigungsausgaben in der amerikanischen Geschichte ein.“

Machtkampf fällt aus

Jetzt wissen wir Bescheid. Natürlich wissen wir nichts über die Zukunft. Wir haben keine Chance, in das nächste Kapitel des Zukunftsbuchs zu schauen oder die Seiten umzublättern, um zu sehen, wie die Geschichte endet. Es geht weiter … Tag für Tag … Seite für Seite; wir wissen auch nicht, wo und wie es enden wird und wie wir dahin kommen werden. Aber zumindest wissen wir jetzt mehr darüber, was Herr Donald J. Trump ist. Eine unbekannte Karte ist jedenfalls nun weg. Viele weitere unbekannte bleiben aber liegen.

Also, vom Tisch ist nun die Idee, dass es zwischen Deep State und dem Team Trump zu einem Machtkampf kommen wird.

Nötiger Frontalangriff gegen „Deep State“

Der einzige Weg, „Deep State“ in den Griff zu bekommen, ist seine Finanzierungsbasis zu attackieren. Und der einzige Weg, dies zu tun, besteht darin, insofern einen schweren Angriff auf zwei Fronten zu fahren. Das Falschgeld-System müsste reformiert werden. Das würde den fast unbegrenzten Fluss von Krediten an die zahlreichen Cronies limitieren. Und dann müsste das Volumen des US-Bundeshaushalt massiv verringert werden. Die Aufwendungen für Anwartschaften und das Militär müssten extrem beschnitten werden. Aus heutiger Sicht der Dinge wird nichts von dem passieren. „Deep State“ regiert weiter

Der Präsident scheint das öffentliche Spektakel – mit sich selbst in der Mitte des Ringes – zu genießen. Nichts deutet darauf hin, dass er wesentliche Änderungen am System vornehmen wird.

Das sind weder schlechte Nachrichten noch gute Nachrichten. Aber es ist eminent wichtig.

Es ist keine schlechte Nachricht. Und zwar deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass selbst ein ernster, nachdenklicher Präsident „Deep State“ unter Kontrolle bringen könnte.

Es ist keine gute Nachricht, weil es bedeutet, dass wir im Wesentlichen in die gleiche Richtung weitermarschieren werden.

Jedenfalls werden uns die vielen Win-Lose-Deals erhalten bleiben. Der einzige Unterschied wird der sein, dass einige der alten Gewinner durch neue Köpfe ersetzt werden….

Präsident Trump hätte ein echter Held werden können, wenn er wirklich ernsthafte Reformen durchgesetzt hätte, um „Deep State“ in den Griff zu bekommen.
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Eine andere Welt...(von Bill Bonner)
Die Partei des Krieges(von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

Ein Kommentar auf "Warum der Sumpf nicht trockengelegt wird…"

  1. DonSarkasmo sagt:

    Das, was man heute “Deep State“ nennt (früher die “Grauen Eminenzen“) hat es immer gegeben und wird es immer geben. Würde es tatsächlich jemandem gelingen diesen Sumpf auszutrocknen, dann würde der- oder diejenige und die zugehörigen Equipagen automatisch zum neuen “Deep State“ werden. Mit anderen Worten: Es wird immer einen Ober geben, der den Unter sticht. Und zwar von hinten.

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