Warum Bitcoin durch die Decke geht

15. August 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

„Es erscheint mir nicht real.“ Ein Cousin, der aus Maryland zu Besuch war, sprach wahrscheinlich für Millionen von Menschen. Das Thema war Bitcoin. Und er hatte Recht. Es ist nicht „real“ im herkömmlichen Sinne. Sie können es nicht berühren. Sie können es nicht sehen. Sie können es nicht stapeln und zählen. Sie können es nicht in Ihre Tasche stecken oder dem Schuhputzer damit ein Trinkgeld geben. Und doch: Bitcoin… als Geld… ist realer als der Dollar. Wie andere reale Dinge ist es ein Gefangener der Zeit.

Ehrliches Geld

Tag für Tag, die ganze Woche lang, wurden wir von Zahlen geblendet: „Ich habe letzte Nacht schon wieder 8.000 Dollar gemacht“, sagte unser Sohn heute Morgen mit zufriedener Miene. „Ich werde etwas davon verkaufen. Und es ist so einfach. Du gehst einfach online und kannst es da in Echtzeit rund um die Uhr machen.

Oh… und meine Civic tokens sind um 80 Prozent gestiegen.”

„Hä?“

Der junge Mann ist schon lange an den Bitcoins dran. In der Tat scheint er in ihrer Entstehungsgeschichte eine kleine und unbeabsichtigte Rolle gespielt zu haben.

„Ich habe mit Douglas Jackson am e-Gold-Projekt gearbeitet,“ erklärt er. „Wir haben versucht, zuverlässigeres, ehrlicheres Geld zu schaffen. Aber es gab ein Problem: Die Regierung konnte das Projekt ganz einfach schließen. Was sie auch tat.

Ich wusste es damals nicht, aber der Kerl, der Satoshi Nakamoto heißen soll, der Mann, der Bitcoin geschaffen hat, sagte, er habe beobachtet, was wir in Florida gemacht haben.

Als er sah, wie Dougs Projekt durch die Zentralbank geschlossen wurde, begann er darüber nachzudenken, wie man ein dezentrales Geldsystem erschaffen könnte, das die Regierung nicht schließen kann.

Es gibt einige spezielle Chatrooms, wo Computer-Nerds über diese Dinge reden. In einem davon hat er Anfang des Jahrtausends die Schlüsselelemente von Bitcoin ausgearbeitet. Und der Rest ist, nun ja, Geschichte.“

14.000 Prozent Gewinn

Bitcoin startete 2009 – vor weniger als 10 Jahren. Es hat jetzt eine Marktkapitalisierung von 54 Milliarden Dollar… und es wird fast jeden Tag mehr. !Es steigt, weil es echtes Geld ist“, fuhr unser Inhouse-Experte fort.

Und Menschen brauchen echtes Geld. Du hast kürzlich darüber geschrieben, warum das 21. Jahrhundert so ein Blindgänger ist. Du hast das auf das Thema „Zeit“ zurückgeführt. Aber du hättest genauso sagen können, es liegt daran, dass das „Falschgeld“-System der Zentralbank die Menschen in so viele Win-Lose-Deals zwingt. Es verfügt über nahezu unbegrenzte Mittel… Und darum verschwenden wir so viel Geld für Kriege und dummen Verordnungen – weil wir nicht wissen, wie viel Geld wir wirklich haben.

Wenn deine Ersparnisse scheinbar unbegrenzt sind, kannst du sie auch verschwenden. Da wir aber wissen, dass es eine Begrenzung auf reale Ressourcen – Zeit und Geld – gibt, wissen wir auch, dass der heutige Dollar nicht echt sein kann.

Darum steigen die Kryptos so sehr. Sie sind begrenzt, echtes Geld. Es ist das Geld, das die Menschen wirklich wollen und brauchen. Über Nacht stieg NEO um etwa 20 %. In weniger als 24 Stunden. Eine der anderen Münzen, die ich hab, stieg um 43 %. Es ist wild.

Ich verfolge das nicht genau genug, um zu wissen, was ich kaufen soll. Meistens mache ich das, was Teeka Tiwari empfiehlt Teeka ist ein Analyst, der mit unserer Forschungsgruppe in Florida zusammenarbeitet. Teeka empfahl NEO bei 13 Cent. Jetzt liegt es bei 23 Dollar. Das ist ein Gewinn von etwa 14.000 Prozent. Es klingt lächerlich. Aber das passiert gerade in dieser Krypto-Welt.

Und jetzt kapieren es langsam auch die Insider,“ fuhr unser Experte fort.

„Fidelity führt Bitcoin-Preise auf. Goldman Sachs macht auch Vorhersagen darüber; sie sagen, dass Bitcoin in diesem Jahr 3.900 Dollar erreichen wird. Und sie bieten ihren Kunden Bitcoin-Analyse an. Ich weiß nicht, wie in der Welt sie das machen können… So wie ich das sehe, ist das reines Rätselraten.

Just in dieser Woche kündigte Putins Regierung ein 100-Millionen-Dollar-Projekt im Bereich ‚Bitcoin` an. Es sei von ‚strategischer Bedeutung`. Und schon bald könnten die Zentralbanken damit anfangen, Kryptowährungen zu kaufen. Dann wirst du mal ein wahres Feuerwerk sehen.“

Gekommen, um zu bleiben

Ein dumpfer Wecker klingelte in unserem Gehirn. Warte. Natürlich! Die Notenbank wird ihr Falschgeld verwenden, um echtes Geld zu kaufen. Warum nicht? Sie haben nahezu unbegrenzte Kaufkraft. Sie können so viel Kryptowährung kaufen, wie sie wollen – und wen kümmert’s?

„Es gibt eine Obergrenze von 21 Millionen Bitcoins für die Bitcoin-Geldmenge. Irgendjemandem wird das gehören, es sei denn, das System geht in die Luft.

Es wäre verrückt von den Zentralbanken, das zu ignorieren. Es könnte die nächste Geldbasis der Welt sein.

Natürlich sind wir noch ganz am Anfang. Wie in den frühen Tagen des Automobils. Wir wissen nicht, welche dieser ‚Klapperkisten` überleben wird.

Und übrigens, ich lese das Feedback, das du von deinen Lesern bekommst. Ein Einwand war, dass Bitcoin nicht funktionieren wird, wenn wir keinen Strom mehr haben.

Das ist wahr. Aber stell dir vor, jemand würde sagen, dass er kein Auto kaufen will, weil er befürchtet, dass das Benzin eines Tages ausgehen könnte.

Natürlich gehen Dinge schief. In den frühen Tagen des Automobils gab es Hunderte von konkurrierenden Autofirmen. Die meisten von ihnen gibt es nicht mehr.

Die Autos haben nicht sehr gut funktioniert. Sie waren unbequem. Gefährlich. Die Straßen waren schrecklich. Und wer ein Auto fuhr, galt als sehr wagemutig. Aber das Auto war so eine wichtige Neuerung, dass es nicht mehr aufzuhalten war. So wird es auch mit den Kryptowährungen sein. Es ist eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Sie sind gekommen, um zu bleiben.“

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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