Wann wird mann je verstehen?

22. März 2014 | Kategorie: Gäste

von Robert Rethfeld

Die Diskussion um die Krim/Ukraine/Russland nervt. In manchen Fällen wird ohne jegliches historisches Verständnis debattiert. Es wird geschimpft, auf Ost, auf West, auf beide Seiten. Gefühle kochen hoch. Propagandaschlachten finden statt. Rechte Eiferer finden sich mit der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ in einem Lager. Es wird gedroht. Fakten werden geschaffen. Es wird sanktioniert…

„In der kommenden Ära ist es also zur Vermeidung großer Kriege zwischen den Kulturen erforderlich, dass Kernstaaten davon absehen, bei Konflikten in anderen Kulturen zu intervenieren. Das ist eine Wahrheit, die zu akzeptieren machen Staaten, besonders den USA, schwerfallen wird. Dieses Prinzip der Enthaltung, demzufolge Kernstaaten sich der Intervention bei Konflikten in anderen Kulturen enthalten, ist die erste Voraussetzung für Frieden in einer multikulturellen, multipolaren Welt.“

(Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen, W. Goldmann Verlag 2002, Seite 522)

Durch die intensive Recherche zum Buch „Weltsichten-Weitsichten“ (2004) hatte ich die Gelegenheit, Autoren wie Huntington, Toynbee oder Spengler zu studieren. Es drängt mich in der aktuellen Situation, einen Aufsatz zum Thema „Kulturkreise“ zu schreiben.
Merkmale und Definition von Kulturen

Zum Verständnis geopolitischer und geostrategischer Zusammenhänge erscheint das Denken in „Kulturen“ eine unabdingbare Voraussetzung. Elementare Merkmale von Kulturkreisen sind gemeinsame Werte, Überzeugungen, Institutionen und nicht zuletzt die Religion. Die Religion ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren. Auch wenn viele Staaten längst säkularisiert sind und die Kirchen leer sind, so wurde der heute gültige Wertekanon maßgeblich durch die Religion aufgebaut. Kulturen sind nach menschlichen Maßstäben langlebig. Auch wenn die Zahl der Kulturen je nach Autor schwankt: Landläufig lassen sich eine chinesische, japanische, indische, islamische, lateinamerikanische, afrikanische, westliche und orthodoxe Hochkultur identifizieren.

 Kulturen in Europa

Europa ist das Stammgebiet zweier Kulturen, die beide aus den Bruchstücken des römischen Reiches hervorgegangenen sind: Die westliche und die orthodoxe Kultur.

Die westliche Kultur ist den Überbleibseln des weströmischen Reiches entsprungen. Sie nennt den römisch-katholischen Glauben entweder als Ursprung oder in verwandter Form (Protestantismus) ihr Eigen. Feudalismus, die Renaissance, die Reformation, die Aufklärung, die Französische Revolution und die industrielle Revolution sind gemeinsame Erfahrungen. Nord-, West-, und Mitteleuropa zählen zum westlichen Kulturkreis. Hinzu kommen Nordamerika sowie Länder, die von Europa aus besiedelt worden sind (Australien, Neuseeland).

Die aus dem oströmischen Reich hervorgegangene christlich-orthodoxe Kultur umfasst Russland, Weißrussland, die Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien und nicht zuletzt Griechenland. Diese Staaten waren jahrhundertelang Teil des russischen oder osmanischen Reiches.

Der erste Weltkrieg

Die große Katastrophe des 20. Jahrhunderts – der erste Weltkrieg – entzündete sich an einer Bruchlinie des westlichen und des orthodoxen Kulturkreises mit islamischen Einsprengseln: in Sarajevo. Dort wurde am 28. Juni 1914 der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand ermordet. Bosnien-Herzegowina sollte aus Österreich-Ungarn herausgelöst und der Führung Serbiens anheimgestellt werden. Österreich-Ungarn versicherte sich für den Fall, dass es Serbien den Krieg erklären würde, der Rückdeckung des Deutschen Kaiserreichs. Serbien erhielt von Russland eine entsprechende Unterstützungszusage. Als Österreich-Ungarn am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg erklärte, löste dies auf beiden Seiten den Bündnisfall aus, die wiederum dahinter liegende Verpflichtungen aktivierten. Halten wir fest, dass ein Zusammenprall des westlichen mit dem orthodoxen Kulturkreis der Trigger für den ersten Weltkrieg war.

Momentum

An den Aktienmärkten steht das Wort „Momentum“ für einen scheinbar nicht enden wollenden Trend. Eine Aktie steigt, testet einen Widerstand, dann konsolidiert sie, überwindet schließlich den Widerstand, steigt weiter, gelangt an den nächsten Widerstand, überwindet ihn. Und so weiter und so fort.

Dieses Bild lässt sich auf Unternehmen (Facebook, Google), auf den Sport – beim Fußball nennt man es „einen Lauf haben“ – oder auf die Politik übertragen. Die Führungsrolle der USA des westlichen Kulturkreises nahm an Fahrt auf, nachdem die Europäer ihre Position im ersten und zweiten Weltkrieg schwächten.
Hitlers Momentum

Im Vorfeld des zweiten Weltkrieges hatte Hitler hatte immer wieder getestet, wie Franzosen, Briten, Amerikaner und Russen auf die schrittweise territoriale Ausweitung des deutschen Reiches reagierten. Ob in der Remilitarisierung des Rheinlands (1936), den „Anschluss“ Österreichs (1938) oder den Einmarsch in das Sudetenland (1938): Hitler erhielt als Rückmeldung den Eindruck von Desinteresse, Negation, und militärischer Unlust. Diese „Appeasement“-Politik endete erst im Frühjahr 1939.

Eurasische Union

Wladimir Putin betont bei jeder Gelegenheit die orthodoxen Wurzeln Russlands. Putin nimmt für Russland die Führung des orthodoxen Kulturkreises in Anspruch. Er möchte mit der eurasischen Union, die bereits als Wirtschaftsgemeinschaft besteht, ein Gegengewicht zur europäischen Union setzen. Die Gründung ist für das Jahr 2015 geplant. Russland, Weißrussland, Armenien und Kasachstan sind als Gründungsmitglieder vorgesehen. Putin sieht den Westen als dekadent und im Abstieg begriffen an. Er beruft sich auf orthodoxe Moralvorstellungen, die im Gegensatz zu westlichen Vorstellungen stehen. Der Umgang mit Homosexuellen, mit Kritikern des Kremls oder die Inhaftierung von „Pussy Riot“ sind Ausdruck dieser Einstellung. Offenheit und Toleranz werden als negative Werte des Westens begriffen.

Um eine eurasische Union dauerhaft und stabil bauen zu können, dürfte der eigene Kulturkreis das erste Ziel dafür sein, Verbündete und Partner zu gewinnen. Da Estland, Lettland, Litauen und Polen Staaten mit überwiegend evangelischer bzw. römisch-katholischer Tradition sind, dürfte Putin Blick nach Südosteuropa schweifen. Die orthodoxen Staaten Rumänien und Bulgarien sind Mitglieder der Europäischen Union. Die EU hat Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufgenommen. Es wird damit gerechnet, dass ein Beitritt nicht vor 2020 erfolgen kann. Die Kosovo-Frage bleibt ein Zankapfel.

Zypern ist ein orthodoxes EU-Mitglied, in dem sich Russen (nicht nur Urlauber, sondern auch Oligarchen und russische Unternehmen) wohl fühlen. Griechenland ist von Europa – insbesondere von Deutschland – enttäuscht. Es erscheint durchaus vorstellbar, dass eine Moskau-basierte eurasische Union Serbien, vielleicht längerfristig auch Zypern und Griechenland integriert. Rumänien und Bulgarien könnten in einem solchen Fall ebenfalls in Richtung eurasische Union zu tendieren. Putin könnte durchaus testen, inwieweit er Momentum in Richtung Südosten aufbauen kann… (Seite 2)


 

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27 Kommentare auf "Wann wird mann je verstehen?"

  1. Chris sagt:

    „Er(Putin) beruft sich auf orthodoxe Moralvorstellungen, die im Gegensatz zu westlichen Vorstellungen stehen. Der Umgang mit Homosexuellen, mit Kritikern des Kremls oder die Inhaftierung von „Pussy Riot“ sind Ausdruck dieser Einstellung. Offenheit und Toleranz werden als negative Werte des Westens begriffen.“

    Und hier ein von der Gruppe selbst gedrehtes Video, welches die westlichen Werte zeigt,

    http://vimeo.com/36506228

    diese westlichen Werte sollten dann auch im Senckenberg Museum und anderen gepflegt werden!

    Hier ein Link zu den weiteren künstlerischen Aktionen, bitte unbedingt vollständig anschauen, wer meint/schreibt Pussy Riot wäre als herausragendes Beispiel für unsere westliche Kultur und Toleranz zu nennen.

    http://bundes.blog.de/2012/08/27/pussy-riot-wirklich-geschieht-14608873/

    Danach wird einem auch klar warum Orthodoxie und Islam sich näher stehen.

    Wir müssen erkennen, wir sind die dunkle Seite der Macht!

    Nichts wird mehr bleiben, was Außenstehende am Westen noch attraktiv finden werden.

    Chris

    • bluestar sagt:

      @Chris
      Vielen Dank für die Links.
      Offenheit und Toleranz sind schon lange nicht mehr die gelebten Werte des Westens, auch wenn deren Regierungen dies gebetsmühlenartig behaupten.
      Machterhalt und Machtausbau der Herrschenden um jeden Preis ist das Ziel, egal was dazu nützlich ist und mit wem man sich dazu verbündet. Denn: Der Feind meines Feindes ist mein Freund lautet die Praxis.
      Ob das unreife Schlampen, Betrüger oder Faschisten sind spielt dabei überhaupt keine
      Rolle. Und zur eigenen Tarnung wird dieses Pack und weiterer Abschaum zu Demokraten, Menschenrechtlern oder Freiheitskämpfern erklärt.
      Lüge, Hetze, Nebelkerzen und Überwachung ist die tägliche Praxis Mächtigen des Westens.

  2. Argonautiker sagt:

    Guter Artikel, keine Frage. Er verschafft einen guten geschichtlichen und kulturellen Überblick

    Doch auch auf die Gefahr hin, daß ich mich in einigen Kommentaren wiederhole, die Krisen die wir derzeit haben, sind NICHT durch die Staaten und Kulturkreise erwachsen. Sowohl die Staaten wie auch die Kulturkreise haben zwar diese genannten Spannungen, aber sie leben normal auch mit ihnen, ohne das es eskaliert.

    Es ist die Hochfinanz welche diese natürlichen Spannungen der Staaten und Kulturkreise nutzen und entflammen lassen. Sie sind es, die daran profitieren werden, ohne sich selbst in die folgenden Kämpfe zu verwickeln. Sowohl in Ost, wie auch in West, hat die nationale Wirtschaft einen Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr DIE Gewinne erzielen können, welche die Kredite einfahren müssten. Also wird nicht mehr investiert, was zu einem künstlichen Mangel bei der Bevölkerung führt, der die natürlichen Spannungen zusätzlich anheizt.

    Wenn die Wirtschaft der Staaten, die Hochfinanz, auf nationalem Weg, nicht mehr befriedigen kann, zwingen sie, mittels der Staatsverschuldung, die Staaten zum Übergriff auf Andere, noch nicht integrierte Staaten.

    Die Ukraine hätte, wie sie richtig schrieben, ihre Spannung durchaus selbst lösen können, oder hätte eben weiter MIT Spannungen gelebt, aber sie wurden nicht gelassen, sondern durch Großinvestoren wie Soros und Konsorten in offene Kämpfe finanziert. Und auch wenn Soros vielleicht Amerikanischer Staatsbürger, (übrigens ungarischer Herkunft) ist, so spielt seine amerikanische Staatsbürgerschaft nur eine untergeordnete Rolle. Wenn es seinem Finanzimperium nützen würde, würde er diese auch wechseln. Und Soros ist weder alleine, noch der größte Spieler.

    Man sollte nicht vergessen, der 2.WK wurde in der City of London erdacht. Von dort wurde ein Banker geschickt (Hjalmar Schacht), der Hitler finanzierte, und dann Reichsfinanzminister wurde. Also auch Hitler war „nur“ eine Marionette, die der Hochfinanz, (damals IG-Farben und Andere) den Osten als Markt erobern sollte. Als es mit der Eroberung des Ostens, dann nicht so lief wie geplant, wurden die Gelder abgezogen und an Hitlers Gegner umgeleitet. Mit der Folge, daß der Krieg von Deutschland verloren wurde, und der Verlierer nun mal die Zeche zahlt.

    Wir werden schon wieder dazu gedrängt uns in den Osten einzumischen, aber nicht von den USA, sondern auch diese werden nur dazu gedrängt uns zu drängen. Es ist die Hochfinanz, welche zwar auch einen nationalen Status haben, aber weil sie die Schulden ihrer Staaten in ihren Händen halten, über den Staaten stehen, und dies zu nutzen wissen.

    Und man kann davon ausgehen, daß sie auf ähnliche Weise agieren werden. Sie werden anfinanzieren, und dadurch die „normalen“ nationalen oder kulturellen Spannungen, wo auch immer es möglich ist, erst entfachen und eskalieren lassen. Es ist für sie keine Schwierigkeit über Strohmänner von Drittstaaten aus, Andere zu finanzieren. Natürlich werden diese sich durch die versprochenen „unbegrenzten Mittel“, stark fühlen, und sie damit in einen nun scheinbar gewinnbaren offenen Konflikt locken.

    Als Finanziers, welche die Finanzmittel in Form von Krediten bereitstellen, ist es eine Leichtigkeit, final zu den Siegern zu wechseln. Haben sie vorher auch in den Verlierer investiert, werden sie sich ihre Kredite selbstverständlich durch die Reparationszahlungen Fürstlich rückvergüten lassen.

    Nationale und Kulturelle Uneinigkeiten, sind also nicht Ursprung, sondern lediglich der Boden in den die Saat des Bösen gelegt wird.

    Warum ich das Schreibe? Damit nicht wieder an so einen Blödsinn geglaubt wird, es gäbe die bösen Deutschen, oder die bösen Russen, oder die bösen Amerikaner. Sicherlich wird jedes Land auch ihre Arschlöcher haben, aber die wirklichen Initiatoren des Kommenden Desasters liegen nicht bei den Nationen oder den Kulturen. Sie sind nur dumm genug.

    Gruß aus Bremen

    • Peter Meier-Schlittler sagt:

      @Argonautiker: Besten Dank für den guten Hinweis von RR und den Kommentar von Ihnen. Ich denke das Problem/Auslöser, der letztlich Schuldige an der Eskalation in der Ukraine ist nicht die „Hochfinanz“ wie Sie erwähnen, sondern die Politik. Die „politische“ Dimension wurde erst erreicht, als sich die Politiker der EU/USA einmischten und nun konkret versuchten, die Ukraine „politisch umzupolen“ und in das politische Gebilde „EU“, bzw. der Nato anzunähern. Die wahren Verursacher des Desasters sitzen in den politischen Gremien in Berlin und Washington! Es ist stets die Politik, ggf. als Prostituierte der Wirtschaft, welche für solche Desaster und kriegerische Auseinandersetzungen verantwortlich ist und nicht die Wirtschaft!

      • Argonautiker sagt:

        @Peter Meier-Schlittler

        Was ich zum Ausdruck bringen will, ist, daß die Politiker durch die Hochfinanz gesteuert wird, weil die Hochfinanz die Halter der Staatsschulden sind. Und durch eben diese Staatsverschuldung ist die Politik in einem kapitalistisch orientierten Land, von der Hochfinanz eben steuerbar. Natürlich sind es die Politiker, welche die Gesetze und die Weichenstellungen öffentlich verkünden, aber sie sind nicht die wahren Weichensteller und Urheber. Sie müssen quasi das tun was ihnen die Hochfinanz eindringlich ins Ohr flüstert, weil die Hochfinanz derzeit in der Lage wäre, von ihnen die gegebenen Kredite zurückzufordern, was einem Staatsbankrott gleich käme, und damit auch die Existenz der Politiker selbst gefährden würde. Ich hoffe ich habe mich nun verständlicher ausgedrückt.

        Gruß aus Bremen

        • Peter Meier-Schlittler sagt:

          Ja, Ihre Antwort ist verständlich Argonautiker, aber die Konsequenz Ihres Gedankenganges für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ja, es sind die Politiker welche den Weg einschlagen der ihnen die Hochfinanz/Lobbysten „ins Ohr flüstern“, aber – das ist der entscheidende Punkt – die Weichenstellter/Entscheidungsträger und damit die Verantwortlichen sind die Politiker und nicht die Lobbyisten. Letztlich ist auch für die immensen Staatsverschuldungen die Politik verantwortlich und schuldig!

          • Argonautiker sagt:

            @Peter Meier-Schlittler
            Ich glaube ich beginne ihren Gedankengang zu verstehen. In gewisser Weise stimmt das auch was sie sagen, wobei ich schon fast sagen würde das sich ihr Standpunkt und der Meinige fast so verhält wie die Frage, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei.

            Wäre die Politik immer standhaft geblieben und wären immer die Bestimmer geblieben, dann hätte die Hochfinanz nicht irgendwann heimlich die Macht übernehmen können, und sie wären das geblieben, was sie eigentlich sein sollten. Die, die das Geld so im Fluß halten, das es dem Handel der Menschen dient. Eigentlich war Geld ja mal lediglich dazu angedacht, um „schwierige“ oder große Güter leichter handelbar zu machen. Geld war ja eigentlich nichts anderes als Gut in Bewegung. Irgendwann wurde es aber selbst zum Gut, und noch später zum Versprechen, und dann zur Kreditschuld.

            Hier ist mal ein Link, der das ausführlich am Dollar zeigt, wie die Entwicklung der Währung über die Jahrhunderte war, und wie sich die Währungen so zum heimlichen Regenten gemacht haben.

            http://der-klare-blick.com/?p=36062

            Mittlerweile haben sich die Politiker eben über die Verschuldung ihr Zepter aus der Hand nehmen lassen, und deswegen kann ich ihnen in gewisser Weise auch zustimmen, denn hätten sie das Zepter selbst in der Hand gehalten und nur mit dem gewirtschaftet was sie wirklich haben, anstatt sich auf Kredite der Finanzwelt eingelassen, dann wäre es nicht so, wie es jetzt ist. Da sie das aber nicht getan haben, könnte man nun fast sagen, der Diener (Finanz), hat sich zum Herrscher (Politik) aufgespielt und den Herrscher klammheimlich abgesetzt.

            Denn über die Verschuldung ist die Politik jetzt nunmal ganz einfach dirigierbar. Und es ist natürlich klar, daß wenn die Hochfinanz gerade selbst Schwierigkeiten wegen des ungenügenden Zinsflusses hat, werden sie die Politiker dahin nötigen, das zu tun was sie für richtig halten. Also sagt derzeit die Hochfinanz wo es lang geht. Aber Ursprung liegt sicherlich darin begründet, das wir schwache Herrscher hatten, die zu wenig gesagt haben, wer das Sagen hat, und wer der Diener ist.

            In welch geschickter Weise sich das im Laufe von Jahrhunderten eingeschlichen hat, zeigt der Autor des Artikels vom „Klaren Blick“ recht anschaulich. Finde ich jedenfalls. Ist aber recht lang.

            Gruß aus Bremen

  3. bluestar sagt:

    @Argonautiker
    Sehr guter Kommentar von Ihnen!!! Heilt den Mangel des Beitrages von R.R., nicht bis zu den wirklichen Ursachen von Kriegen und deren Profiteuren vorgedrungen zu sein.
    Schön, dass Sie wieder aktiv sind.
    VG aus Sachsen und ein schönes WE für Sie.

    • Argonautiker sagt:

      @bluestar

      Ja, es ist schon wieder absehbar, daß sich die Meisten wieder instrumentalisieren lassen und sich auf diese nationale und kulturelle Hetze gegeneinander einlassen, und die eigentlichen Initiatoren reiben sich im Hintergrund schon wieder die Hände, weil alles so gut klappt.

      Das erinnert mich an eine Figur in einem Asterix Heftchen. Ich weiß leider nicht mehr den Titel. Aber da gab es so einen Kleinen Hinterhältigen, der im Auftrag der Römer alle Gallier gegeneinander aufhetzte, indem er lauter Lügen unter ihnen verbreitete.

      Der ging immer zu den Galliern hin, und flüsterte ihnen eine Gemeinheiten ins Ohr, den ein anderer Gallier angeblich über ihn erzählt oder gemacht hätte. Natürlich alles Lüge, aber die Leute fingen an sich gegenseitig zu verkloppen, und er rieb sich dann die Hände, und Cäsar auch.

      Mist, leider fällt mir der Name dieses schmierigen Knirpes nicht mehr ein, aber er war, wie in den Asterix Heftchen ja so üblich, sehr treffend. Sowas wie Intrigantus, oder so ähnlich. Und genau das ist es, was derzeit ja wohl wieder fast überall abgezogen wird, man unterstellt die schlimmsten Lügen über Alle, die nur ein Ziel haben, sie Gegenseitig aufzuhetzen. Schlimm.

      Schaue übrigens schön öfters hier bei Rott&Meyer rein, aber ich hab einfach nicht zu Allem was zu sagen.

      Gruß aus Bremen

    • bluestar sagt:

      Sorry, ich muss noch etwas richtigstellen, denn meine Wortwahl war nicht korrekt.
      Der Artikel von R.R. ist sehr gut, interessant und äußerst lehrreich !!!
      Meinen Wunsch nach weiterer Analyse haben dann die Kommentatoren erfüllt.
      So stelle ich mir ehrlichen Gedankenaustausch vor.
      Herzlichen Dank an alle und einen schönen Sonntag.

  4. Reiner Vogels sagt:

    Sehr geehrter Herr Rethfeld,

    Ihr Artikel ist sehr gut. Er hat nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: Ihre Stimme ist die Stimme der Vernunft, und die Vernunft ist in der menschlichen Geschichte leider nur in ganz seltenen Glücksfällen entscheidend. Viel wichtiger ist der Kampf um Macht und Geld. Dazu hat Argonautiker ja viele richtige aktuelle Hinweise gegeben.

    Aus diesem Grund bin ich auch keineswegs optimistisch im Blick auf die weitere Entwicklung. Die Treiber des Chaos, nämlich die hinter der US-Regierung stehenden Finanzaristokraten werden nicht klein beigeben. Es ist ja kein Zufall, dass das Abkommen vom 21.2. schon nach ein paar Stunden zerrissen worden ist. An vernünftigen Kompromissen ist der Westen nicht interessiert. Er will den vollständigen Sieg. Signifikant ist auch, dass Steinmeier gestern sich in der Ostukraine mit dem mächtigsten der dortigen Oligarchen getroffen hat, während ihm die Tausende von Anti-Maidan-Demonstranten egal waren. Welch ein Sozialdemokrat!

    Den Sieg des Westens nun allerdings werden weder die Russland zugeneigten Massen in der Ost- und Südukraine noch Russland nicht so einfach erlauben.

    • Argonautiker sagt:

      @Reiner Vogels
      Richtig, fehlt nur noch, daß einer brülllllt, „Wollt ihr den totalen Krieg?“, und dann geht’s hinein in den Untergang. Würde heute halt nicht mehr heißen, wollt ihr den totalen Krieg, sondern eher so etwas „wie, „wollt ihr die totale Demokratie“, oder irgendwas, was sich eben gut brüllen lässt. Was, ist eigentlich egal, Hauptsache man kloppt sich dann und macht dabei möglichst viel kaputt.

      Es ist auch egal wer gewinnt, Nationalitäten können diese Leute wechseln wie ein Unterhemd. Wichtig ist, daß viel kaputt geht, was man dann wieder aufbauen kann, und, daß es einen Schuldigen gibt, den man dafür bezahlen lassen kann. Dann gibt man neue Kredite aus, und lässt den frischen Zinsfluß wieder mit unbeschränktem Zugriff, an sich vorbeifließen, und alles ist gut.

      Leider ist es so „einfach“, wenn es denn einfach ist, Menschen ins gegenseitige Abschlachten zu schicken, nur um seine Macht, Position und seinen finanziellen Reichtum zu erhalten.

      Ich sehe es also auch so, die Hochfinanz wird da nicht locker lassen. Wird es gar nicht können, weil dieses System eben ausgelaufen ist. Es wird zusammenbrechen, so oder so, also macht man es selbst, weil man dann mehr Kontrolle darüber hat, und sich für den Neustart in eine gute Position bringen kann. Niemand, von denen, die es könnten, will das System wirklich retten.

      Wenn die Politik heute sagt, wir werden alles tun, nur eine militärische Konfrontation ist indiskutabel, dann sollte man das ungefähr so bewerten, wie den bekannten Ausspruch, „niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“.

      Es ist auch richtig so, daß dieses System zerbricht, es ist jedoch sehr wichtig, daß es diesmal mehr Leute verstehen, was wirklich vorgeht, und sich danach nicht auf einen bloßen Neustart eines ähnlich gearteten Systems einlassen, sondern Nein sagen, und was Neues machen.

      So unangenehm mir das auch ist, aber es ist so, und deswegen sage ich es jetzt. Es nützt jetzt leider nichts mehr auf die Strasse zu gehen und für den Frieden zu demonstrieren. Kann man natürlich machen, schaden tut’s nicht, aber wichtiger ist, man sollte sich jetzt rüsten, damit man den Krieg übersteht. Also für Wasser, ein paar Nahrungsmittel, einen guten Unterschlupf etc. sorgen, wo man sich im Notfall zurückziehen kann, und wenn es dann vorbei ist, dann sollte man sich aufmachen und für etwas wirklich Neues eintreten.

      Gruß aus Bremen

  5. bluestar sagt:

    @Argonautiker
    Ich muss Ihnen leider in einem Punkt widersprechen, so unangenehm mir das auch ist.
    Es gibt heutzutage kaum Chancen einen Krieg in Europa zu überstehen.
    Da ja mittlerweile klar ist, wer die Beteiligten auf Wunsch der USA sind,
    werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kernwaffen eingesetzt. Ich habe in einer Abwehr- Spezialeinheit gedient , mir sind dadurch die eigentlich unvorstellbaren Folgen bestens bekannt. Leider wird darüber kaum die Öffentlichkeit informiert.
    Und wenn man dieses Inferno überleben sollte, glauben Sie mir, dann ist Leben grausamstes Vegetieren, gegen das die übelsten Katastrophenfilme Reportagen über lustige Kindergeburtstage sind.
    Deshalb haben wir nur eine Chance: Die von Ihnen und Rainer Vogels ausgemachten
    Kriegstreiber in der Öffentlichkeit zu entlarven. Denn deren geschicktes und verdecktes Handeln basiert auf der Unwissenheit und Dummheit der Massen.
    Gefahr erkannt – Gefahr gebannt heißt das Sprichwort. Ohne Erkenntnis der Ursachen gibt es keinen Fortschritt in der Bekämpfung der Gefahren. Solange es keinen Fortschritt im Denken der Menschen gibt, bleibt alles wie es ist, nein es wird sehr viel schlimmer werden.
    Wenn man allerdings die erdrückende Dominanz und Wirkung der Massenmedien analysiert, gibt es aktuell leider wenig Chancen auf Fortschritt.
    Trotzdem meine ich zu registrieren, dass einige Teile der Bevölkerung kritischer die Dinge hinterfragen wie noch vor 5 Jahren. Manche haben sich von den gleichgeschalteten Mainstream-Medien komplett abgewandt, wollen das Gehirn schützen und Wahrheiten erfahren.
    Wenn es da Ansteckungseffekte gibt und die Inkubationszeit überschaubar bleibt, können wir vielleicht hoffen…

    VG aus Sachsen an die Weser

    • Argonautiker sagt:

      @Bluestar
      Schön daß sie Widersprechen, weil der von mir angebotene Aufruf zur Vorbereitung ist sicherlich nicht die einzige Möglichkeit. Aber Eine.

      Im Grunde stimme ich ihnen zu, einen Krieg in Europa zu überstehen, ist nahezu unmöglich, aber genau diese Unmöglichkeit würde ich mal als Herausforderung sehen. Auch wenn es zum Einsatz von Nuklearwaffen käme, was ich ebenfalls annehme, so hat das Leben IMMER eine Chance. Und ich denke nicht, daß es, wenn es zu einem Desaster kommen sollte, auf Europa beschränkt bleiben würde, obwohl ich ebenfalls zustimme, daß es wahrscheinlich mal wieder einer der Hauptschlachtfelder sein würde. Es wird aber diesmal nahezu überall schwer werden.

      Ich bin in vielen Gegenden gewesen, in denen Kernwaffen eingesetzt, oder getestet wurden. Hiroshima, Nagasaki, Südsee Atolle, Bikini, Marshall Inseln, und ich will die Wirkung auch bei Leibe nicht klein reden, aber bin erstaunt wie zäh das Leben sich eben selbst an solchen Orten zeigt und sich doch wieder entwickelt. Und obwohl einigen Menschen sogar quasi eine Atombombe auf den Kopf gefallen ist, haben einige es doch auf wundersame Weise durchstanden und sind immer noch am Leben. Wenige aber es gibt sie.

      Es gibt eine schöne historische Geschichte. Ich glaube es war auf Martinique. In einem kleinen Städtchen Namens St.Pierre, gab es einen Säufer. Dieser hatte sich in Erwartung eines Festes, schon im vorhinein so voll laufen lassen, daß er anfing rumzupöbeln, sodaß man ihn einsperrte. Dann kam das Fest und man vergaß ihn im Gefängnis. Dann brach ein Vulkan urplötzlich aus, sodaß alle starben, nur der Mann im Gefängnis überlebte, weil die Wände recht dick waren und er nur ein paar leichtere Verbrennungen erlitt.

      Aber sie haben schon recht, selbst ein guter Ort und eine gute Vorbereitung ist kein Garant zu überleben, aber schaden wird es nicht, sich solch einen Ort herzurichten, um eine Ausweichmöglichkeit zu haben. Oder kennen sie einen Ort auf der Welt, der wahrscheinlich von allem unbeschadet bleiben wird? Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich wo anders hingehen sollte. Ich habe mich entschieden erst mal hier zu bleiben, und mich vorzubereiten.

      Aber ich stimme ihnen zu, Aufklärung ist das einzige Mittel was helfen könnte dem zu entgehen. Doch schauen sie sich die Entwicklung an. Sieht das danach aus, als würden wir darum herum kommen? Wir sind die Verschwörungstheoretiker, die Spinner, die Weltverbesserer, die von nichts eine Ahnung haben, und wenn man auf uns hören würde, würden wir wieder ohne Strom dasitzen, etc., etc. Ohne Strom dasitzen, wird die Masse nach einem Krieg soundso wieder, nur ginge es halt auch ohne gegenseitiges zerfleischen.

      Vergessen sie nicht, die, durch die wir da sind, wo wir sind, also die, die derzeit das Boot lenken, können nichts anderes als Geld vermehren. Also Vertrauen erwecken und dabei so elegant wie möglich abzocken. Sie hätten in einer anderen Welt mit weniger Möglichkeit zur Lüge, keine Chance. Also was werden sie tun?

      Vorbereiten ist schon gut, aber eben kein Garant. Oder haben sie eine Idee die Erfolgsversprechender ist?

      Gruß aus Bremen

      • Avantgarde sagt:

        „einen Krieg in Europa zu überstehen, ist nahezu unmöglich, aber genau diese Unmöglichkeit würde ich mal als Herausforderung sehen. Auch wenn es zum Einsatz von Nuklearwaffen käme, was ich ebenfalls annehme, so hat das Leben IMMER eine Chance.“
        ———-
        Spätestens jetzt beginnt so langsam der totale Unsinn. 🙁

        Wenn das alles so harmlos ist dann schlage ich vor den Wohnsitz in die Nevada Test Site oder Semipalatinsk zu verlegen, ein paar Kinder zu zeugen und vor dem Haus einen Garten zu betreiben.
        Nur mal so zur Übung – nach 10 Jahren sehen wir dann weiter.

        Ich meine das nun nicht persönlich sondern es scheint mir eine ganze Gruppe von Endzeit-Herbeijubler zu geben, die einem dann zu allem Übermut und Selbstüberschätzung womöglich auch noch erzählen, daß ihre paar Goldmünzen sie dann von allem erretten könnten.
        Ich kann so viel Unsinn nicht in 2 Minuten widerlegen – und will es auch gar nicht.

        Das Leben findet einen Weg.
        Ja – Pech halt, daß das dann nicht die höheren sondern die einfacher konstruierten Lebewesen sein würden.

        Mal abgesehen davon, daß ich nicht an einen perversen Mastermind-Elite glaube, der in der Lage ist alles zu steuern…..
        …..Geld ist doch nur Mittel zum Zweck.
        Und nichts anderes als eine Forderung – die erfüllt werden kann oder nicht.
        Und um das zu begreifen muß man auch nicht VWL studiert haben – das ist das 1×1.

        • bluestar sagt:

          Einen weltweiten Kernwaffenkrieg wird die Menschheit definitiv nicht überleben.
          Heute gibt es weltweit 19.000 Atomsprengköpfe. Die aktuelle Sprengkraft von einzelnen Bomben wird in Megatonnen TNT angegeben. Nur zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte etwa 13 Kilotonnen TNT. Also im Vergleich zu den heutigen Bomben ein Tischfeuerwerk wenn man das angesichts von ca. 90.000 Opfern überhaupt sagen darf.
          Das Problem ist schon die bloße Existenz dieser Waffen und die damit verbundene latente Gefahr einer technischen Panne. Andererseits hat die sichere gegenseitige Vernichtungsmöglichkeit Abschreckungsgefahr. Deshalb arbeiten die Amis ja fiberhaft an einer Einschränkung der Zweitschlagkapazitäten der Russen.

          • Avantgarde sagt:

            Mal abgesehen davon, daß wir nicht nur einmal an einer Totalkatastrophe mit einer sicheren Auslöschung der Zivilisation aus VERSEHEN vorbeigeschrammt sind…..

            ….wären selbst die Folgen eines „begrenzten“ ‚Einsatzes von Kernwaffen derartig schlimm, daß unsere extrem arbeitsteilige Zivilisation zusammenbrechen würde.
            UND:
            Worüber sich scheinbar kaum jemand Gedanken macht ist die Auswirkung von dauerhafter Belastung von Radionukliden.

            Alleine schon das abfeuern einer Panzerfaust in ein Abklingbecken(welches kein Containment besitzt) eines Atomkraftwerks – und wir haben eine Situation wie in Fukushima…….
            Ein Krieg zwischen den „entwickelten Industrie/ Dienstleistungsstaaten“ ist schlicht nicht mehr führbar.
            Bei Angriff – Selbstmord:
            So sieht es aus….

          • Argonautiker sagt:

            @ bluestar 23. März 2014 um 18:57

            Wissen sie das Leben dürfte es eigentlich gar nicht geben, aber es gibt es, und wenn das Leben für etwas gut ist, dann dafür, uns immer wieder damit zu überraschen eine Unmöglichkeit möglich zu machen. Eben weil es weit über die Vernunft hinaus reicht. Das Leben überwindet sogar gar nicht so selten unsere Vorstellbarkeit von Machbarkeit.

            Aber natürlich, wenn ich „nur“ die Logik, die Vernunft und die Vorstellungskraft bemühe, dann würde ich ihnen zu 100% zustimmen. Ein totaler Atomkrieg ist nicht überlebbar. Meine Erfahrung ist aber einfach die, daß es etwas jenseits der 100% gibt.

            Wobei z.B. niemand wirklich weiß, welche elektromagnetische Kraft wirklch bei der Explosion von diesen Bomben erzeugt wird, und wie viele Explosionen ausreichen, um Weltweit weitere elektronische Zündungen unmöglich zu machen, sodaß ein eventuell „ausufernder“ Atomkrieg vielleicht sogar durch sich selbst unterbunden werden könnte.

            Gruß aus Bremen

        • Argonautiker sagt:

          @Avantgarde
          Da fühle ich mich jetzt durchaus etwas unverstanden, beziehungsweise habe ich sogar den Eindruck, daß sie die selbe Methode anwenden, die man heute so gerne anwendet. Dinge aus dem Zusammenhang herauszunehmen, damit es herausgenommen, als Lüge oder Irrsinn erscheint, um den Anderen, oder das was er von sich gibt, somit als Idioten, oder idiotisch darstellen zu können.

          Ich habe durchaus erwähnt, das ich Atombomben sicherlich NICHT klein reden möchte, Sie sind absolut Lebensfeindlich, aber ich bin nun mal an den Orten gewesen, welche Kontaminiert wurden, und ich habe mit Menschen via Übersetzer gesprochen, die das überlebt haben. Was wollen sie denn tun falls eine Atombombe explodiert und sie wieder erwarten überleben? Trotzdem Tod umfallen, weil sie es sich nun mal so vorstellen, das man es nicht überleben kann?

          Ich Phantasiere hier also nicht, wenn ich sage, das selbst so etwas überlebbar ist. Sicherlich nur wenige, aber ich glaube nicht das meine Darstellung so ausgefallen ist, als bräuchte man sich keine Sorgen machen, das schaffen wir schon. Also frage ich mich, warum sie das, was ich Aussage, so darstellen wollen, also würde meine Intensität darin bestehen, Atombomben zu verniedlichen, und mir wie einem Idioten anbieten wollen, mich dann doch gleich neben einem Atomtestgelände ansiedeln zu sollen.

          Mir ist durchaus klar, um was es sich da handelt. Ich habe Filmaufnahmen in Nagasaki gesehen, die hat man hier nie gezeigt. Aus gutem Grund. Und zwar nicht eine kurze Sequenz, sondern es gibt Stunden von Material. Also unterstellen sie mir mal nicht solche Dinge, das ich phantasiere. Ich sage auch nicht daß wir Superwesen sind und uns so ein bisschen Radioaktivität nichts ausmacht, im Gegenteil.

          Ich frage mich jedoch warum sie unbedingt verneinen wollen, daß es auch nach einem direkten Treffer noch Überlebende gegeben hat, die bis heute leben. Und ich versichere ihnen, es waren keine Kakerlaken mit denen ich gesprochen haben. Es waren Menschen.

          Ich sehne das auch nicht herbei, aber ich bin durchaus wach und kann erkennen welche Entscheidungen getroffen werden und welche nicht, und ich kenne mich in der Geschichte durchaus etwas aus, sodaß ich mir vergleichende Urteile zu Vergangenem bilden kann, und sehe welche Entscheidung wahrscheinlich zu welchen Folgen führen.

          Und ich glaube auch nicht, daß es eine „Mastermind Elite“ gibt, die alles steuern können, zumal das Leben sowieso nur mäßig steuerbar ist, weil es eben viel zu widersprüchlich ist, um sich wirklich mittels Logik steuern zu lassen. Aber ich glaube, daß es Leute gibt, die das von sich glauben, das sie alles steuern können, auch wenn sie es nicht können, und die sind gefährlich.

          Und ich meine das, was ich schreibe, durchaus persönlich. Derjenige der seine Denken und Schreiben vom persönlichen abspalten möchte, kann das gerne tun, ich bleibe lieber bei mir.

          Es gibt für sie eigentlich keinen Grund mir meine Erfahrungen absprechen zu wollen und solche Dinge zu unterstellen, wie sie es tun.

          Lassen sie das.

          Es gibt Mittel und Wege ihre Meinung darzulegen ohne den Sinne meiner Zeilen zu verdrehen.

          Gruß aus Bremen

          • Avantgarde sagt:

            Mammamia da scheint aber auch gar nix mehr zu helfen.

            Klar gibt es immer wieder kleine Wunder und auch ein Kettenraucher kann mit 95 Jahren in der ARD noch Vorträge halten – die Frage ist aber eben wie viele von 100000 schaffen das wohl?

            Die Atombombe von Hiroshima hat immerhin um die 90T Menschen unmittelbar das Leben gekostet – und doch war sie im Vergleich mit allem was danach kam lediglich ein Bömbchen.
            Bereits die erste H-Bombe mit über 10MT hatte die 800-fache Zerstörungskraft der Hiroshimabombe.
            Die 1961 gezündete Zarbombe mit ca 57MT war um die 4000 Mal stärker als die Hiroshimabombe – der Atompilz ragte gut 50 km in den Himmel.

            So eine einzige Interkontinentalrakete kann leicht 10-20MT verteilt auf mehrere Sprengköpfe tragen.
            Weiterhin würde in Folge so eines Millitärischen Schlages bei uns sicherlich die Kühlung unserer Atomkraftwerke ausfallen – und in der Folge hätten wir dann alleine in Frankreich 59 Reaktorblöcke, die zu Atombomben mutierten – und zwar da bebrütet mit reichlich Plutonium……

            Da gibt es nix zu diskutieren: Das wäre das definitive Ende der Zivilisation in Europa.

            Und jetzt bitte noch mal über das Nachdenken was Sie da so leichtsinnig geschrieben haben:
            “einen Krieg in Europa zu überstehen, ist nahezu unmöglich, aber genau diese Unmöglichkeit würde ich mal als Herausforderung sehen. Auch wenn es zum Einsatz von Nuklearwaffen käme, was ich ebenfalls annehme, so hat das Leben IMMER eine Chance.”

            Da braucht man doch schon etwas sehr schwarzen Humor:
            http://www.youtube.com/watch?v=nMFkqsBfK8Y

            Nix für ungut

  6. Argonautiker sagt:

    Nun will ich es mir mit Avantgarde ganz verscherzen und setze noch einen drauf. Außerdem hoffe ich, daß es nicht allzuweit vom Blogthema abweicht, und sich dem Author und dem Bankhaus Rott und Herrn Meyer bei meinem Kommentar nicht vollends die Fußnägel aufrollen.

    Heute kam in den Nachrichten im Radio, das man unbedingt den TTIP bis Ende März unter Dach und Fach bringen müsse, weil man dann auch Gas aus den USA beziehen könne, und somit unabhängig von Russland wäre und dadurch das Demokratische EU Bestreben der Ukraine besser unterstützen könne.

    Erstens kann man natürlich auch ohne TTIP Gas aus den USA bekommen, denn wir bekommen auch jetzt schon unzählige Güter auch ohne TTIP aus den USA. Eine wirkliche Zwangsläufigkeit zwischen dem Einen und dem Anderen gibt es also nicht. Zweites wollte die Ukraine eigentlich nur ihre Korrupten Politiker loswerden, und unabhängig werden/bleiben. Von EU war ursprünglich bei den Ukrainern der ersten Stunde des Maidan nie die Rede gewesen. Das ist konstruiert. Also warum verbindet man TTIP mit dem Ukraine Konflikt? Da muss ich nun etwas ausholen.

    Man hört ja derzeit oft den Vergleich, Putin wäre der Neue Hitler. Ich möchte jetzt durchaus die vornehmlich Links orientierten Putin Freunde mal etwas provozieren und sagen, der Vergleich ist gar nicht so schlecht.

    **** das lassen wir hier mal.. Gruß vom Hausmeister****

    Man versucht derzeit Putin quasi systematisch als Schuldigen aufzubauen, denn einen Schuldigen braucht man eben nach dem Krieg. Jemand muss das Investment „Krieg“ im Nachhinein bezahlen, und das tut meist der Schuldige, also der, dem man den Anfang des Krieges in die Schuhe schieben kann. Man reizt Putin also derzeit so lange, bis ihm nichts mehr anderes übrig bleiben wird, als zu reagieren, oder sich freiwillig zu unterwerfen. Und das war auch mit Hitler so. Auch ihm ist man immer weiter auf den Pelz gerückt, hat ihn isoliert, sanktioniert, etc., etc., bis er dann angefangen hat, ehemals deutsche Gebiete wieder zu annektieren.

    Und wie schon gesagt, Hitler wurde zunächst aus der City of London via Herrn Schacht und dem IG Farben Kartell finanziert und das hat ihn sich stark fühlen lassen. Ich würde mich also nicht wundern, wenn Russland derzeit durchaus auch via Strohmänner/Firmen, aus der westlichen Hochfinanz subventioniert wird, die auch in den Ukraine Konflikt investiert haben. Wobei es dabei eigentlich nicht ganz richtig ist, zu sagen, das es WESTLICH gesteuert ist, weil die Hochfinanz sich nun mal eines global wirksamen Systems bedienen, deren Zentrale sich derzeit halt im Westen befindet, was aber eigentlich egal ist.

    Im Raubkapitalismus ist das nicht so ganz ungewöhnlich, zunächst zwei Gegner zum Kampf gegeneinander anzufinanzieren, um dann aus sicherem Abstand zuzuschauen, wer gewinnen wird, um dann, wenn die Gegner sich aneinander abgekämpft haben, sich auf die Siegerseite zu schlagen, oder besser noch, gleich Beide billig abzusahnen. Sie können davon ausgehen, daß wenn es das Kriegsgeschick so gelenkt hätte, daß Hitler erfolgreich im Osten gewesen wäre, die Hochfinanz die USA gesandt hätte und Hitler unterstützt hätte. Denn eigentlich hatte man Hitler ja dazu ausersehen, den östliche Markt zu erobern. Erst als das absehbar nicht gelang, verlagerte man die „Investitionen“ zu den Gegnern Hitlers.

    Ich sehe also durchaus Parallelen von Hitler zu Putin, man versucht derzeit einfach irgendwo einen Schuldigen für die „Inszenierung Krieg“ aufzubauen. Also den, der am Ende die Rechnung für das Investment „Zusammenbruch“ zahlen soll. Putin scheint geeignet dazu.

    Nun kommt die Verknüpfung von TTIP und dem Ukraine/Russland Konflikt ins Spiel, und das man dies noch unbedingt bis Ende März geschafft haben solle. Der TTIP beinhaltet, soweit bekannt, viele Dinge, die es den Großkonzernen der USA in Europa erlauben würde, hier so zu handeln, als wäre es ihr Land. Die EU ist bisher jedoch noch KEINE demokratisch gewählte Institution, das wird erst im Mai so sein. Es ist natürlich geschickt die neuen EU Handels Gesetze schon im Vorfeld im Geheimen und ungewählt über die Bühne bringen zu wollen, um sie dann nach der Wahl als Fakt präsentieren zu können, sodaß es so aussieht als wäre es ein demokratischer Vorgang.

    Angenommen es käme also dazu, Russland dazu zu bringen, einen Krieg anzufangen, dann würde Europa sicherlich mit zu den zerstörtesten Gebieten gehören. Man hätte in Putin und Russland einen neuen Schuldigen, der die Zeche in Form von Reparationszahlungen zu zahlen hätte, und die USA hätte mittels des TTIP quasi auf Europa wirtschaftlichen Zugriff, als wäre es ihr eigenes Land. Sie könnten auch hier ihre Standarts durchsetzen und neu Aufbauen wie es ihnen gefällt.

    Mal so in die Runde gefragt, denken sie, diese Gedanken sind zu weit hergeholt? Vielleicht. Was bleibt, ist die seltsame Tatsache, daß man den TTIP Abschluß mit dem Russland/Ukraine Konflikt in Verbindung setzt, obwohl es da eigentlich keine Verbindung gibt. Warum tut man das?

    Gruß aus Bremen

  7. Argonautiker sagt:

    @ Avantgarde 24. März 2014 um 18:37

    Da kommen wir wirklich nicht überein. Sie wollen diese Sequenz die ich geschrieben habe, einfach als Unfug darstellen und stellen nun ein Szenario nach dem Anderen auf, die das bestätigen, merken dabei aber nicht, daß sie die Szenarien lediglich in der Vorstellung so entwerfen, daß sie ein Überleben unmöglich machen.

    Sicherlich stimme ich ihnen zu, daß wenn das, was sie sich da vorstellen, so passiert, das wahrscheinlich nicht überlebbar ist, oder eben nur extrem wenige, oder wie sie schon sagten, je nachdem wie extrem es ausfallen könnte, sogar nur noch Mikroorganismen, oder sogar gar nichts mehr. Doch wer sagt, daß sich ein Krieg selbst wenn Kernwaffen zum Einsatz kämen so ablaufen würden, wie sie es sich vorstellen?

    Vielleicht schmeißt man ein zwei kleinere Bomben wie in Japan und kommt dann wieder zur Besinnung. Es ist vieles Vorstellbar. Und ich bleibe dabei, das ein Krieg auch hier durchlebbar ist. Aber, um auch ihrer Vorstellung gerecht zu werden, ich kann mir natürlich auch einen Szenario vorstellen, wo das nicht möglich ist.

    Trotzdem glaube ich eben nicht, daß man den Krieg so in den Exzess treiben würde. Wir sind schon Menschen, und als man damals gesehen hatte, was man mit Hiroshima und Nagasaki angerichtet hatte, hat man auch aufgehört. Das sind schon beeindruckende Filmdokumente die ich in Nagasaki gesehen habe. Wenn man so etwas in Real erlebt, dann glaube ich, hat das durchaus eine Wirkung auf einen, sodaß man zur Besinnung kommt. Menschen sind zwar durchaus recht grausame Wesen, aber nicht unendlich grausam.

    Gruß aus Bremen

  8. bluestar sagt:

    @Argonautiker
    Was ihre finale Einschätzung des Menschen angeht da bin ich bei Ihnen.
    Nur haben wir aktuell eine völlig andere technische Situation wie damals, wir sitzen sozusagen in der Falle. Wenn die ballistischen Zweitschlagkapazitäten ausgelöst werden ( Angriff oder Fehlalarm), dann hat der Mensch keinerlei Einfluss mehr auf die Steuerung des Prozesses.
    Ich würde sagen wir sollten unsere Kräfte auf die Verhinderung von Kriegen durch Aufklärung konzentrieren. Die Kriegstreiber und Profiteure haben Sie ja bestens entlarvt.

    • Argonautiker sagt:

      @Bluestar

      Ich denke schon, daß ich verstehe was sie meinen, und wie ich schon erwähnte, wenn ich lediglich meine Ratio bemühe, dann würde ich sagen, sie haben zu 100% Recht, nur sagt mir einfach meine Erfahrung, daß 100% nie eintreffen. Noch das Technik immer so funktioniert, wie sie sollte, oder was auch immer. Es gibt immer etwas was nicht so läuft, wie es laufen sollte. Sowohl im Positiven wie auch Negativen.

      Und sie sind durch ihre Dienstzeit sicherlich gut informiert, und ich glaube ihnen auch, wenn sie sagen, daß man einen Zweitschlag so einstellen kann, daß keinerlei Einfluß mehr darauf genommen werden kann, und dann das komplette Arsenal abgefeuert wird. (habe ich übrigens auch gehört, das Putin so auf den geplanten Abwehrschild der USA reagiert, beziehungsweise vorgebeugt hat)

      Nur wenn das passiert, das bei einem Zweitschlag wirklich automatisch alle atomaren Potentiale abgefeuert werden die man hat, und die auch zur Explosion gebracht werden können, dann denke ich mal, dann ist man auch woanders auf der Welt nicht mehr sicher. Und das, was ich mit meiner scheinbar anstößigen Aussage, die ich von mir gegeben habe, ja ausdrücken wollte, ist ja nicht, „ach wird schon gut gehen“, sondern das wir eben durchaus, wie in einem anderen Land, AUCH in Deutschland eine Chance haben. Die Chancen sind vielleicht gering, und vielleicht sogar geringer als anderswo, aber da. Oder, im schlimmsten Fall, sie sind eben auch woanders eventuell nicht da.

      Ich verstehe aber auch, wenn man, wie sie, Deutschland verlassen hat. Nur glaube ich eben nicht, daß das dann automatisch ein Garant zum Durchkommen ist. Es ist aber eben auch eine Möglichkeit der Vorbereitung. Ich wünsche ihnen, daß diese für sie zum Gelingen gerät. Ich frage mich nur, warum man unbedingt so darauf beharren will, das dies in Deutschland ganz bestimmt nicht geht? Ganz zu schweigen davon, daß all das, was wir hier tun, eben Vorstellungen sind. Was dann wirklich passiert, bleibt abzuwarten.

      Und natürlich bin ich für Aufklärung, ich glaube auch nicht, daß meine Kommentare im Ganzen da einen Zweifel aufkommen lassen, daß ich ebenso dafür bin, aufklärend zu wirken. Nur habe ich eben den Eindruck, daß die Hochfinanz halt gerade aus mehreren Gründen unter Druck steht, und ein Grund ist sicher auch der, WEIL man überall anfängt sie zu durchschauen und zu verstehen was vorgeht, sodaß sie eben unweigerlich in die Eskalation der Krise Zwingen müssen, um ihrer „Enthauptung“ durch die Völker zu entgehen, weil sie sich dann gegenseitig verkloppen anstatt sie zu lynchen.

      Ich für meinen Teil denke aber eben, daß auch von denen, die es in der Hand haben, niemand einen totalen Atomkrieg will, und deshalb eben auch eher ein ganz konventioneller Krieg gestartet wird, der dann aber eben ebenso wie in WK2 durch ein paar atomare Einsätze wieder beendet wird. Ist ja dann genug kaputt, was man wieder aufbauen kann. Aber auch das ist nur ein vorgestelltes Szenario, es kann auch ganz anders werden.

      Aber eins ist Gewiss, mit dem was dann übrig wäre, würde man dann klar kommen müssen oder eben aufgeben und sagen, nein dann sterbe ich lieber. Durchaus auch eine Entscheidung. Ich werde mir das auch anschauen müssen, und entscheiden müssen welchen Weg ich dann gehen werde, so ich denn noch bin.

      Eine Frage noch. Warum versucht man Immer Szenarien zu entwerfen, die nicht durchlebbar sind? Ist das sinnvoll? Natürlich kann das sein, und wenn das so ist, wird man halt sterben. Doch was soll der Sinn darin sein ständig zu sagen, nein das geht nicht? Das lähmt. Das nimmt nur Kraft, und das ist für alles kontraproduktiv. Fürs Leben, wie fürs Sterben.

      Noch ein Szenario Vorschlag. Die Lenker gehen nicht auf Konfrontation, sondern lenken ein, gestehen, daß das alles ein Riesen großer Betrug war, bitten um Verzeihung und geloben Änderung und Wiedergutmachung, und die Völker verzeihen und fordern nicht ihren Kopf, sondern anstatt dem abendlichen Fernsehprogramm, setzt man sich zusammen und berät was man nun gemeinsam tun kann. Dort wo sich Gemeinsamkeiten erkennen lassen, bildet man Gemeinschaften, und dort wo sich Unvereinbarkeiten zeigen, bildet man gegenseitig tolerierte Grenzen, und man hört nicht vorher auf, bevor auch der Letzte Gehör gefunden hat.

      Fünf sagen dazu, ja toll, drei finden das total scheiße, sieben sagen ist mir doch egal, gib mir mal die Chips rüber und schalt endlich um.

      Ein Krieg eint ungemein bei denen die ihn durchstanden haben.

      Gruß aus Bremen

      • Argonautiker sagt:

        @Bluestar
        Ups, habe da was verwechselt, sie haben Deutschland ja nicht verlassen, sie kommen ja aus Sachsen an der Weser. Gemeint sind also die, die Deutschland verlassen haben, weil,….

        Es sitzt übrigens seit längerem ein Kommentar noch in der Warteschleife und wartet auf Freischaltung, darin steht dann drin, warum ich mir nun ziemlich Gewiss bin, daß es eben zum Krieg kommt, und der Rubikon eben schon überschritten ist. Keine Ahnung warum der nicht durchkam? Vielleicht doch zu provokativ?

        Wie sie vielleicht mibekommen haben, hat man ja nun gesagt, daß man den TTIP unbedingt bis Ende März zum Abschluss bringen müsste, damit man dann Gas von der USA beziehen könnte um so unabhängig von RUS zu sein um die Sanktionen besser durchsetzen zu können. Man nutzt also die Ukraine gerade um den TTIP möglichst schnell durchzuwinken.

        Gruß aus Bremen

  9. bluestar sagt:

    @Argonautiker
    Krieg eint nur im Krieg, danach kommt in der Regel der alte Konflikt
    im Kampf um die Beute, auch kalter Krieg genannt.
    Keiner will ihn wirklich, vor allem die nicht, die ihn mit dem Leben bezahlen werden. Politiker sind doch verbal nur deshalb so mutig, weil sie selbst nicht kämpfen müssen.
    Wenn die Granaten pfeifen, sind solche Schwächlinge die Ersten die eine dicke Windel brauchen. Deshalb meine friedenssichernde Forderung: Politiker zuerst an die Front !!!
    Zum Thema TTIP: Wer keinen Appetit auf gechlorte Hühner, Hormon-Fleisch, Pestizide Gengemüse und sonstigen AMI-Dreck hat, der kann seine Stimme in einer Petition erheben.
    https://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/unterschreiben/
    VG aus Sachsen

    • Argonautiker sagt:

      @Bluestar
      Die Petition habe ich schon unterschrieben, denn letztendlich denke ich, daß das eine leise Annektion von Seiten der USA in Richtung EU ist. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß wenn der TTIP jetzt noch so unbedingt vor der EU Wahl zwangs durchgeboxt wird, es sogar bald zu einer neuen gemeinsamen reinen Buchgeld Währung zwischen der (USA+EU) kommen könnte.

      Ich habe mal einen kurzen Beitrag gesehen, da hatte sich Merkel annähernd verplappert und man konnte es durchklingen hören, daß es diesbezüglich wohl schon mehr als Gespräche gibt. Habe den Link dazu aber jetzt leider nicht parat.

      Versteh was sie meinen, wenn sie sagen, Krieg eint nur IM Krieg. Ich denke das stimmt zu mindestens für die, während sie auf der gleichen Seite kämpfen.

      Aber das was ich meine fand schon erst nach dem Krieg statt. Ich habe es selbst ja nicht erlebt, aber ich kenne die Geschichten der Nachkriegszeiten von meinen Eltern (WK2) und Großeltern (WK1), und da scheint es wohl gerade direkt nach dem Krieg einen enormen Zusammenhalt gegeben zu haben. Wir waren alle wie Brüder und Schwestern, habe ich da viel gehört. Für die Politik, denke ich gilt eher daß was sie angeführt haben. Aufbau des neuen Kalter Kriegs.

      Ist ja auch irgendwie klar, denn Krieg ist eben für die Kämpfer nie schön. Wer tötet schon gerne? Und je länger er dauert, desto mehr wünscht man sich wieder Frieden, also wird das schon eine besondere Stimmung sein, so kurz danach. Für Politiker, die eben heutzutage ja nicht mehr an vorderster Spitze mit in die Schlachten ziehen, ist das was ganz anderes.

      Und da stimme ich ihnen auch gerne zu. Wenn dich einer in den Krieg schicken will, sag: „ja gut, aber geh schon mal vor, ich komm dann gleich nach, dann erledigt sich das meist von alleine“.

      Leider ist das halt nur ein schönes naives Gedankenspiel. Kriegsverweigerer wurden einfach erschossen, und das würden sie wohl auch in einem jetzigen Krieg wieder so tun.

      Es sieht wohl so aus, als käme der Eine Kommentar von mir wirklich nicht durch. Warum auch immer. Vielleicht auch einfach Technik, denke aber, daß er vielleicht doch zu provokant und gewagt für diese Seite ist.

      Habe den aber auch auf einem anderen Blog veröffentlicht, dessen Thema auch sehr interessant ist und der da wohl ähnliche Verbindungen sieht.

      http://www.dorfling.de/index.php/home/chef-blog/politik/583-auf-konfrontationskurs-bis-zum-knall#

      Gruß aus Bremen

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