Wann kommt die Deutsche Post- und Commerzbank?

30. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt wie gefährlich Emotionen an den Finanzmärkten sein können. Kaum steigen die Kurse der europäischen Bankaktien an, schwafeln schlichte Gemüter wieder von der Gesundung des Sektors…

Ausgerechnet von einem Zinsanstieg erhoffen sich die Hobbyanalysten die Rettung.

Wer sich einige Jahre mit den Finanzmärkten beschäftigt hat schon so manches Problem und so manchen Heilsbringer erlebt. In der Tech-Blase zur Jahrtausendwende wurden angesichts lächerlicher Bilanzen frisch erfundene Kennzahlen wie die „Price-to-Clicks-Ratio“ oder auch das kostenlose Anbieten von Dienstleistungen zur Bewertung herangezogen. Derartige Schwummrigkeiten sollten Eigenkapital und Cash Flows ersetzen können. Im schönen Jahr 2008 war es dann der „strukturelle Bid“ aus der Schöpfung massiver Volumina an Derivaten, die die Risikoprämien endlos unten halten sollten.

Jetzt sind es die Zentralbanken, die Kursrückgänge ewig verhindern können und die Welt, vor allem aber das Geld retten sollen. Solche Hoffnungen sollte man sich ersparen. Sie werden über kurz oder lang immer enttäuscht. Man kann es mit den alle Jahre wieder vor der Wahl angekündigten Steuersenkungen, die wie immer nach der nächsten Wahl kommen sollen, vergleichen.

Derzeit en vogue ist die Hoffnung auf eine Normalisierung der Zinskurve, von der man sich die Gesundung der Bankbilanzen erhofft. Das ist bemerkenswert, denn gleichzeitig herrscht große Panik vor einem Zinsanstieg. Solcherlei Inkonsistenzen sind am Finanzmarkt und vor allem in der Finanzmarktunterhaltung völlig normal, was regelmäßig analytisch begabte Mitmenschen in den Wahnsinn treibt.

Nun würden wir eine Normalisierung der Zinskurve und damit höhere Zinsen begrüßen, allerdings verbinden wir diese nicht mit einer wundersamen Spontanheilung der Banken. Steigende Zinsen sorgen für Druck auf viele Assetpreise. Das gilt umso mehr als viele Anleger sich dazu haben hinreißen lassen, Anlagen auf Preisniveaus zu kaufen, die auf der Annahme weiterer circa 7000 Jahren niedriger Zinsen ausgehen. Das ist mittlerweile Konsens, daher darf man sich daran erinnern, dass ein Trend immer dann dreht, wenn alle davon überzeugt sind, er werde nie wieder drehen. Mancher zu mutige Hausfinanzierer wird das und die entsprechende Preisdynamik noch zu spüren bekommen.

Immerhin herrscht in einem Punkt Einigkeit. Es gibt reichlich zu gesunden im Bankensektor. Bevor man sich der wirren Hoffnung hingibt, alle Londoner Banken würden demnächst Heerscharen von Bänkern nach Frankfurt oder Paris schicken, sollte man sich den desolaten Zustand der Branche anschauen. Gerade Europa ist das, was man im englischen Sprachraum als overbanked bezeichnet. Das gilt zum einen was die Anzahl der Bankangestellten zur Bevölkerung und die Zahl der Filialen angeht. Das ist ein Problem der laufenden Kosten, dass sich derzeit durch das System frisst. Viele Stellen werden wegfallen. Akuter ist derzeit das Problem der Bilanzen. Die Bilanzsumme der europäischen Banken im Verhältnis zum BIP ist um einiges höher als dies in den Staaten der Fall ist.

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Die Grafik ist ein paar Jahre alt, aber am Verhältnis hat sich kaum etwas und an der Grundaussage nichts geändert, zeigt aber, warum man so oft das Wort overbanked hört, wenn man über den europäischen Sektor spricht. Im Verhältnis zum BIP ist der Sektor in Europa gut fünf Mal so groß wie in den Staaten.

Auch die Kreativität, sich die Bilanzkennzahlen schönzurechnen, ändert nichts an bestehenden Problemen. Die Banken haben generell zu wenig Eigenkapital sind aber schon mit zu wenig Eigenkapital nicht rentabel. Eine Zwickmühle. Die folgende Grafik zeigt den echten Hebel (Eigenkapital/Alle Assets) versus dem aufgehübschten, bei dem die Anlagen mit ihrem vermeintlichen Risiko gewichtet werden. Der echte Eigenkapitalanteil liegt bei rund 5%, der geschönte bei 13%. Dummerweise helfen die schönen Risikogewichte nicht weiter, denn auch ein Papier mit einem Risikogewicht von 0% kann ausfallen.

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Trotz des Bärenmarktes der europäischen Bankaktien und des geradezu textbuchtauglichen Beispiels der Commerzbank sind die Folgen eines Eigenkapitalmangels und der entsprechenden Gegenmaßnahmen noch nicht bei allen durchgesickert. Die Commerzbank hat über zahlreiche Kapitalerhöhungen mit allzu freundlicher Unterstützung des Steuerzahlers einige Löcher gestopft. Der Effekt der ständigen Ausweitung der Anzahl ausstehender Aktien ist wenig erstaunlich, wenn auch das Ausmaß wenig erfreulich ist.

Bei der Commerzbank, zu Zeiten des Vorstandsvorsitzenden Blessing auch „Das Ungeheuer von Loch Bless“ genannt, stieg die Anzahl ausstehender Aktien seit Januar 2000 um gut das 14-fache an (Zu dieser Bank und dem „unvorhersehbarem Niedergang“ siehe unter anderem „Wesentliche strategische Ziele erreicht“ aus dem Jahr 2011 und „Kiffen, Kohle, Klubkultur„). Der Kurs der Aktie fiel seit der Jahrtausendwende um mehr als 97% und ist damit ein spannendes Untersuchungsobjekt für die Freunde des „cost averaging“. Viel weniger bleibt bei einer ordentlichen Pleite auch nicht übrig. Bei der Deutschen Bank hat sich die Zahl der Aktien seither verdoppelt, der Kurs orientiert sich aber offenbar schon deutlich stärker an der Zukunft.

Schaut man sich die Deutsche Bank an, bei der man eine Kapitalerhöhung höflich formuliert nicht ausschließen sollte, und zwei Branchenkollegen an so zeigt sich folgendes Bild.

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Der Effekt ist immer der gleiche. Garniert man das Ganze mit einer etwas orientierungslosen und zugegebenermaßen schwierigen Suche nach einem dauerhaften Geschäftsmodell und zigtausend Mitarbeitern mit Verträgen, die einen raschen Personalabbau, wenn nicht unmöglich, so doch arg teuer machen, fällt es schwer, euphorisch zu werden…

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11 Kommentare auf "Wann kommt die Deutsche Post- und Commerzbank?"

  1. Argonautiker sagt:

    Der erste Satz in diesem Kommentar sagt eigentlich alles:

    „Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt wie gefährlich Emotionen an den Finanzmärkten sein können.“

    Da stellt sich als Mensch, der zu weitaus mehr als 80% ein emotionales Wesen ist, (Frauen sogar bis zu 120%), die Frage, muß man, um an den Finanzmärkten tätig zu sein, zwangsläufig mehr unmenschlich, als menschlich sein, oder sind nicht einfach die Finanzmärkte schlichtweg ungeeignet für Menschen, und sind es folglich auch die Finanzmärkte, die den Menschen in seinem emotionalen Wesen ruiniert?

    Ich denke wir sollten Merkel dankbar sein, daß sie uns so kontinuierlich und bravourös, immer mehr vom Sumpf des Emotionalen befreien sucht, indem sie den Finanzmärkten alle Türen geöffnet hat, um die Menschlichkeit vollends zu ruinieren. Es ist eben entscheidend wichtiger für die Wirtschaft, wenn man Waffen baut, um Menschen, und von Menschen Erschaffenes zu zerstören, außerdem wird es dann ja auch wieder emotional, wenn man irgendwo, wo einst seine kleine Welt war, weinend auf einem Schuttberg sitzt, das Radio strahlt, und man nicht weiß, wer von den Seinen noch am Leben ist, oder irgendwo röchelnd seinen letzte Atemzug macht. Da muß man den Spendern solch großer emotionalen Momente doch einfach dankbar sein.

    Sie ist aber auch wirklich äußerst brillant, die Gute, jedenfalls wenn es um den Umgang mit den Emotionsarmen geht, welche um ihr eigenes finanzielles Glück zu mehren, nicht scheuen, ganz selbstlos, unendlich viel Leid, mit vollen Händen an all die Anderen zu verteilen. Ja, mit denen kann Frau Merkel gut. Leider versagt sie kläglich, wenn sie einem Kind die Hand geben soll, weil sie scheinbar nicht so recht weis, wie man das macht, und wozu man denn überhaupt einen emotionalen Kontakt aufbauen sollte, wenn kaufen doch so viel leichter geht.

    Heißt die Wallstreet, der oberste Hort aller Finanziers, vielleicht deshalb Wallstreet, weil alle die dort tätig werden, klammheimlich eine steinerne Wand aufbauen, welche sie von der Welt der schmuddeligen emotionalen Menschen trennt? Oder heißt die Wallstreet, Wallstreet, weil man dort innerlich so nach und nach versteinert, bis nur noch eine in Stein gemeißelte Figur übrigbleibt, die man dann zweckmäßig gleich irgendwo als Gedenkstein hinstellen kann, ohne erst einen Bildhauer zu bemühen?

    Nein, ganz so verheerend emotionslos ist die Wallstreet dann doch nicht, man findet auch Joviale dort. Mein Auto, mein Haus, mein Boot, meine Bank, (natürlich Zentral die Bank),…, ach ja, und ein, oder zwei Länder hat man auch gerade gekauft, die gab es gerade günstig, nachdem man festgestellt hatte, daß sie von Maden zerfressen waren. Ist aber nicht weiter schlimm, der Kammerjäger ist schon bestellt.

    Ach, was würde die Welt nur ohne uns Blaublütigen von der Wallstreet machen, wobei die Blüten der Wallstreet ja eher grün sind. Na ja, wie dem auch sei, es ist immer so eine spannende Zeit, fast schon wie zu Weihnachten, nur das man nicht auf den Weihnachtsmann wartet, sondern auf den Kammerjäger. Dauert vielleicht noch etwas, weil bevor der Kammerjäger kommt, muß man nun ja erst mal alles dicht machen. Das geschieht ja gerade.

    Falls Sie zu den Maden gehören sollten, empfiehlt es sich fortan sicherlich die ein oder andere Gasmaske immer griffbereit zu haben, man weiß ja nie, wann der Kammerjäger nun kommt. Kleiner Scherz am Rande, so was würden die natürlich nie machen, die wollen nur spielen.

  2. MFK sagt:

    Verstehe ich nicht, das Bankgeschäft ist doch ganz einfach, jedenfalls wenn man dem Finanzfachblatt Die Zeit glauben darf: „Das Gros der Branche jedenfalls verdient daran, das Geld von Privatleuten über niedrig verzinste Spar- und Girokonten einzusammeln und es gegen üppige Margen an Unternehmen und Konsumenten weiterzureichen, in Form von Ratenkrediten, Bankdarlehen oder Baufinanzierungen.“
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/banken-geschaeftsmodelle-commerzbank-deutsche-bank-volksbanken-verluste

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo MFK,

      besten Dank für den Link. Der Wirtschaftsteil der Zeit erinnert des Öfteren an eine ernst gemeinte Kopie des Postillion. Und der Herr Cryan nimmt von Tante Erna die 100 Euro und verleiht sie an Onkel Hubert. Sicher, sicher, so läuft das …

      Dieser Bericht ist geradezu grotesk, erklärt jedoch möglicherweise zum Teil, warum die meisten nicht einmal die Problematiken Illiquidität und Insolvenz auseinanderhalten können. Im Grunde bitter, aber auf diesem Niveau schon fast wieder unterhaltsam. So umschifft man elegant Dinge wie die teils viel zu hohe Liquidität, die für zusätzliche Schmerzen sorgt. Solange noch die Meinung vorherrscht, „das müsste denen doch helfen“ ist es bis zur Einsicht noch ein langer Weg.

      Aber zur Zeit ist ja nur eines wichtig. Immer daran denken: Niemand hat die Absicht eine Kapitalerhöhung durchzuführen!

      Stets liquide Grüße
      Bankhaus Rott

      • konnt_ja_keiner_ahnen sagt:

        Etwas mehr Respekt meine Herren!
        Die Verfasserin des Artikels hat schon Preise gewonnen!
        http://www.nadineoberhuber.de/pageID_2675361.html

        • Bankhaus Rott sagt:

          Hallo konnt_ja_keiner_ahnen,

          holla. Sollte die Berichterstattung so sorgfältig und tiefschürfend weitergehen, dürften bald noch der Karlspreis und der Friedensnobelpreis folgen! Angesichts des auf der Seite dargestellten Sammelsuriums an Themen hätte Detailswissen ausgerechnet bei Finanzthemen allerdings in der Tat überrascht. Vielleicht ist es einfach das Resultat der zielgruppenoptimierten Texte, vielleicht auch lediglich ein Ausrutscher. Mit dem Satz „Hurra, wir werden 1000 Jahre alt!“ ließe sich allerdings vorzüglich ein Dossier zum Thema Riester-Rente einleiten.

          Beste Grüße
          Bankhaus Rott

  3. Bankhaus Rott sagt:

    Hallo Argonautiker,

    wir schrieben nicht von Empathie sondern von Emotionen.

    Sich an den Finanzmärkten nicht von Emotionen leiten zu lassen mit „nicht menschlich sein“ gleichzusetzen, ist für unseren Geschmack dann doch ein etwas grober Keil. Der Finanzmarkt selbst ist nichts anderes als eine Maschine. Es werden Transaktionen abgewickelt, das war es dann auch. Mit einer Maschine zu diskutieren ist im Fall der Fälle eine schlechte Idee. Beim Markt verhält sich das ähnlich, eine Eigenschaft, die sich nicht nur auf den Finanzmarkt beschränkt. Dieser hat, das sei hier noch einmal angemerkt, nicht den Zweck, irgendjemandem irgendwelche Erträge zu liefern, weil er diese morgen, in einem Jahr oder in 30 Jahren braucht. Dumm ist, wenn man sich vom positiven Verhalten abhängig macht, womit wir aber den Verantwortungsbereich der Politik und Wähler betreten. Unfair sind insofern nicht die generellen Mechanismen sondern die Idee und das schon quasi-religiöse Eintrichtern derartigen Unfugs und dessen Folgen.

    Sich nicht von Emotionen leiten zu lassen ist in vielen Berufen eher Ausdruck von Professionalität als von Unmenschlichkeit.

    Beste Grüße
    Bankhaus Rott

    • Argonautiker sagt:

      Wertes Bankhaus,
      ich habe es auch nicht als Empathielosigkeit oder Unmenschlichkeit bezüglich des Bankhauses Rott gemeint. Wäre ich dieser Ansicht, wäre ich kein regelmäßiger Leser Ihrer Seite. Sollte das so rüber gekommen sein, bitte ich um Verzeihung.

      Es ist vielmehr die Frage gemeint, ob die Berufe, die der Emotionslosigkeit bedürfen, um professionell zu sein, dem Menschen wirklich so dienlich sind, wie sie es vorgeben zu sein. Ich glaube nicht, daß man Emotionslos sein muß, um professionell zu sein. Wenn es aber Berufe gibt, für die man wirklich emotionslos sein muß, dann stelle ich diese Berufe als dienlich für den Menschen in Frage.

      Sollten die Finanzmärkte, und von denen verstehen Sie sicherlich mehr als ich, also wirklich nur noch eine Maschine darstellen, dann hege ich aller größte Zweifel daran, ob diese Maschine dem Menschen dienlich ist, oder ihn nicht zu unterwerfen droht. Nicht weil Maschinen dem Menschen mitunter eben auch dienlich sein können, sondern, weil sich, wenn jeglicher Wert in Geld gemessen wird, derjenige der die Werte erzeugt, folglich an der Maschine des Finanzmarktes gemessen wird. Da schwingt sich jedoch mal wieder der Diener zum Herrn auf, was ich nicht als sinnvoll erachte.

      Ich glaube jedoch ich verstehe was Sie mit ihrem Einwand meinen, daß sich nicht emotional leiten zu lassen, ein Zeugnis von Professionalität sein kann. Allerdings kann man eben schon emotional sein, ohne in Hysterie oder ähnliches zu verfallen. Ich denke also eher, daß Sie eine bestimmte Qualität von Emotion meinen, die in Gewissen Situationen unangebracht ist, und da stimme ich Ihnen durchaus zu, die gibt es.

      Ich mag auch die sogenannte wissenschaftliche Herangehensweise nicht, die denkt, wenn sie die emotionale Subjektivität ausschaltet, und durch eine maschinelle Meßbarkeit ersetzt, Objektivität erreicht zu haben. Ich denke sie irrt da, denn wer sagt, daß eine maschinelle Meßbarkeit, die Objektive Sicht der Wirklichkeit ist, und nicht bloß eine Entsubjektivierung der Wahrnehmung darstellt. Die daraus entstehende Frage ist, was ist erreicht, wenn man die Welt nach rationellen, maschinellen Gesichtspunkten ausrichtet, wo wir doch subjektive, emotionale Wesen sind?

      Das Ausrichten an vollkommen emotionslosen Entscheidungen trifft seit der Computerisierung leider auch immer mehr in der Finanzwelt zu, weil Entscheidungen immer mehr von Maschinen getroffen werden, sodaß die Welt noch funktionaler und rationaler wird, als es die hinbekommen haben, die ich die Blaublütigen nannte.

      Man kann jeder Situation auch emotional begegnen. Entscheidend über wohl oder Wehe ist lediglich die geeignete oder ungeeignete Art der Emotion. Emotionalität kann in die Irre leiten, aber auch goldrichtig liegen. Rationale Herangehensweisen jedoch auch.

      Beste Grüße und ein schönes Wochenende

  4. heyjay sagt:

    Ich fragte mich eh schon öfter, wie die Coba die Staatshilfen jemals zurückzahlen will, da ich denke, es ist keine gute Idee in einem Umfeld, in dem der Aktienkurs beständig sinkt, weitere Millionen Stücke loswerden zu wollen…

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo heyjay,

      ja, der große Mythos mit der umfangreichen Rückzahlung der Staatshilfen hält sich wacker. Vermutlich weil auch die Standard-Presse es nicht so mit dem Dreisatz hat.

      So schrieb die FAZ zur Zeit der stillen Beteiligung des Staates (via Soffin):
      (FAZ) 13. März 2013, 12:35 Uhr: Rettung in der Finanzkrise
      Commerzbank zahlt die Steuerzahler aus
      In der Krise musste der Staat die Commerzbank mit Milliarden Euro raushauen. Jetzt zahlt das Geldhaus seine Schulden zurück. Auf die angekündigte Kapitalerhöhung reagieren Anleger panisch, der Aktienkurs bricht dramatisch ein. “

      Da der Bund gerne fleißig an den Kapitalerhöhungen teilnahm, aus denen er wiederum Geld erhielt, sank der Staatsanteil nur marginal. So liest man auf den Seiten der CoBa:
      Auf unseren Großaktionär Bundesrepublik Deutschland entfallen rund 15%, auf BlackRock, die Deutsche Bank sowie The Capital Group Companies unter 5%. Zusätzlich werden ca. weitere 45% der Aktien von Institutionellen Investoren gehalten. Der Anteil der überwiegend in Deutschland ansässigen Privataktionäre beläuft sich auf ca. 25%.
      (Stand: September 2016)

      Bevor man sich so etwas bei der FAZ genauer anschaut, geht man lieber glücklich weil frisch gerettet zum Feuilleton über.

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

      • heyjay sagt:

        Wertes Bankhaus,

        jaja, frei nach dem Motto wenn ich die Augen zumache, siehst du mich nicht!
        Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich eine erneute „Rettung“ der CoBa seitens der Politik verkaufen lässt, geschweige denn ein Schuldenerlass.

        So bleibt die Frage, wie die Leiche im Keller beseitigt werden soll, ohne sie aus dem Keller herauszuschaffen. Mir fällt dazu nur ein, eine KE nur mit freundlicher Unterstützung der Privatanleger zu schaffen. Oder haben Sie noch eine Idee?

        Viele Grüße!

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