Wählerfrust und unterschätzte AfD – Märkte zwischen Bundestagswahl, Fed und Syrienkrieg

19. September 2013 | Kategorie: Gäste

VSP-Onlinekonferenz vom 17. September 2013 mit VSP-Chefökonom Hannes Zipfel

Schwerpunktthema sind die Märkte im Spannungsfeld zwischen der Bundestagswahl am kommenden Sonntag (22.9.), den anstehenden wichtigen geld- und personalpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank und dem Syrienkonflikt.

Hannes Zipfel analysiert mögliche Koalitionskonstellationen im nächsten Bundestag und deren Auswirkungen auf die zukünftige Europolitik sowie die Börse; zugleich liefert er eine VSP-Wahlprognose.

Zipfels Fazit: Der Wählerfrust ist hoch, und die AfD wird in ihrem Wählerpotenzial unterschätzt. Die FDP schafft den Wiedereinzug in den nächsten Bundestag nicht; stattdessen wird die eurokritische AfD zum Schlüsselfaktor bei der Koalitionsbildung. Die realistischste Chance hat in dieser Gemengelage eine Große Koalition von CDU/CSU und SPD.

Quelle: VSP AG


Die Themen der Sendung

Börse & Bundestagswahlen
Wichtige Entscheidungen bei der FED: US-Notenbank vor wichtiger Weichenstellung;
Das Personalkarussell im Taubenschlag
Syrien, Öl, Gold & DAX:
Ökonomische & politische Fakten zum Syrienkonflikt; DAX mit neuem nominalen Allzeithoch.
Fazit

 

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6 Kommentare auf "Wählerfrust und unterschätzte AfD – Märkte zwischen Bundestagswahl, Fed und Syrienkrieg"

  1. Michael sagt:

    Egal ob Fälkchen oder Täubchen, ein Vögelchen zwitschert im Oberstübchen des Finanzsystems. Der Konsensus ist der Vögelchen im Oberstübchen.

    Erholsames Wochenende.

  2. dork sagt:

    Die Schuldenkrise zeigt die ersten positiven Folgen:
    Kroation sagt aus Geldnot die Teilnahme am ESC ab …. bitte noch mehr Länder und dann den ganzen ESC canceln! Ein Schritt zu weniger Verdummungs-TV! :-))

  3. Chris sagt:

    Sehr geehrter Herr Hannes Zipfel

    Die Börse kann man ja vorsorglich shorten.

    Die Spendensumme lag sogar über einer halben Millionen EUR (Privat)spenden:

    „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Förderer der Alternative für Deutschland,

    die „Geldbombe“ der Alternative für Deutschland war ein riesiger Erfolg! Wir haben innerhalb von 48 Stunden Spenden von mehr als einer halben Million Euro erhalten – genau 523.305 Euro.

    Dieser Betrag ist höher als die online ausgewiesene Summe. Der Grund dafür ist, dass wir größere Spenden zunächst nicht ausweisen konnten, da es Störangriffe auf die Seite gab, die darin bestanden, dass die Störer mit falschen Namen und den Kontodaten von unbeteiligten Dritten große Summen „spendeten“. Wir mussten deshalb alle größeren Spenden erst manuell überprüfen, bevor wir sie der online-Summe zurechnen konnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr

    Bernd Lucke“

    Besser ein Absturz jetzt, als ein ungleich höherer Absturz später.
    Im Augenblick kann ich als Privatperson nicht (zu)kaufen, ohne ständig zittern zu müssen, die Gewinnprognosen der Großunternehmen werden bereits zurückgenommen.

    Meiner Überlegung nach dürften bei einem guten Abschneiden der AfD auch die Pfandbrief-/Grundschuld-/Hypothekenzinssätze in Deutschland wieder sinken, in den letzten Monaten hatten die Schuldzinsen sich je nach Laufzeit, ja fast verdoppelt. Unsere Binnenkonjunktur hängt zur Zeit stark vom Bau ab.
    Wie beurteilen Sie diesen Punkt.

    Grüße

    Chris

  4. MARKT sagt:

    „Meiner Überlegung nach dürften bei einem guten Abschneiden der AfD auch die Pfandbrief-/Grundschuld-/Hypothekenzinssätze in Deutschland wieder sinken“

    das glauben Sie aber doch nicht ernsthaft?

    „Unsere Binnenkonjunktur hängt zur Zeit stark vom Bau ab.“
    Tatsächlich richtig, bauen aus Angst vor Verlust der Geldwerte ist als Konjunkturmodell genauso zum Scheitern verurteilt, wie wenn Leute zu einem horrenden Preis bauen nur weil die Zinsen niedrig sind und einem so ein „Schnäppchen“ vorgegaukelt wird. IRland, Spanien, USA, GB, Australien, Niederlande lassen grüssen.

    PS Sollten Sie in der Baubranche ihre Schäfchen derzeit noch nicht „ins Trockene“ gebracht haben, dürfte es die nächste Zeit eher eng werden.

    • Chris sagt:

      Nein, zur Baubranche gehören wir nicht, aber als Freiberufler müssen wir zum Teil auf Immobilien zwecks Absicherung setzen. Wir wollen ja der Allgemeinheit nicht gleich zur Last fallen bei Auftragsmangel, Pflege, mehr als einjähriger Krankheit und Alter. Also müssen wir in verschiedene Anlageklassen einschließlich Familien- und Freundeskreis investieren.
      Ich hätte gerne ein Objekt in der Schweiz erworben, im Tausch gegen Vordertaunus, aber die Schweiz ist für uns Deutsche zu teuer. Alternativ ein Selbstversorgungsobjekt mit großem Garten und kleinem Wald auf dem Land oder an der Küste. Hier im Vordertaunus konnten wir zwar einige Ideen verwirklichen, aber nicht alle.
      Doch ich rechne mit einem Sinken, es hat bereits seit der letzten FED-Sitzung begonnen. Die deutschen Bundesanleihen könnten wieder attraktiver werden, vergleichbar der Schweizer Anleihen.

      Grüße

      Chris

  5. MARKT sagt:

    Bleibt die Frage, ob das Abschneiden nun stark war oder nicht. Meiner Meinung wäre als was mit einem Einzug in den Bundestag verbunden gewesen wäre „stark“. Zumindest aber der Einzug im doch eher konservativen Hessen hätte man als Erfolg verstehen können. Aber auch darüber gehen die Meinungen schlussendlich ausseinander. Aus meiner Sicht sinkende Zinsen nun, bis kurz nach Bekanntgabe einer großen Koalition. Aber wehe die kommt nicht. (für den der sinkende Zinsen erwartet)

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