Von Gruselgeschichten und realen Werten…

29. Oktober 2016 | Kategorie: Slideshow

von Andreas Hoose
„Niemand wird uns retten, als wir selbst. Niemand kann es und niemand darf es. Wir selbst müssen den Weg gehen“ (Buddha)

Ist es wirklich Zufall, dass derzeit die scheinbar aus dem Nichts auftauchenden „Gruselclowns“ die Schlagzeilen beherrschen, während die wirklichen Gruselgeschichten unserer Zeit von den Medien den Anstrich einer gewissen „Normalität“ verpasst bekommen?

Die Nato etwa entsendet plötzlich verstärkt Schiffe und Flugzeuge ins Mittelmeer? Wen kümmert´s?

Russland warnt den Westen vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten?

Egal. Hauptsache, wir haben das neueste Pokemon-Monster.

Dabei kann schon heute jeder wissen, worauf das alles hinauslaufen wird, sollten jene Pläne umgesetzt werden, die sie seit vielen Jahrzehnten in der Schulblade schlummern: Die Zeichen stehen auf Waffengang.

Doch anstatt Farbe zu bekennen, und ihre Stimmen zu erheben gegen diesen Wahnsinn, ziehen es viele „Fachleute“ jetzt wieder vor, sich von der US-Notenbank einwickeln und an der Nase herumführen zu lassen:

In Kürze wird (wieder einmal) das Thema „Zinswende“ die Gemüter erhitzen. Schließlich steht eine Notenbanksitzung vor der Tür. Was für eine bedeutungsschwere Veranstaltung!

Zu dem lächerlichen Theaterstück, das die „Währungshüter“ in schöner Regelmäßigkeit aufführen, heißt es im folgenden Artikel:

„Zinssteuerung ist das psychologische Spiel mit den Marktteilnehmern. Es gilt Erwartungen, Hoffnungen und Spekulationen zu managen und unter dauernder Anspannung und Aufmerksamkeit zu halten. So unglaublich es klingt, es ist die massenpsychologische Steuerung der Wahrscheinlichkeiten der Handlungen der Marktteilnehmer. Gesteuert wird es über die Derivatemärkte, beispielsweise über die Zins-Futures. Futures ist das treffende Wort für diese Art Märkte und Handelsvehikel, denn sie handeln in der Gegenwart eine Zukunft, die es nicht geben wird“. (Quelle)

Um eine Zukunft, die es hoffentlich ebenfalls nicht geben wird, weil sie einem veritablen Gruselkabinett entsprungen sein könnte, war es in einem Video gegangen, über das ich kürzlich zufällig gestolpert war:

Unter dem Titel „Aufmarsch der Mensch-Maschinen“ wurde darin von einem kalifornischen Startup Unternehmen berichtet, dem es gelungen sei, winzige Chips in ein menschliches Gehirn zu verpflanzen. Damit sei es möglich, so erläuterten es die beiden vortragenden Finanzexperten mit wichtiger Mine, Kapazität und Rechenleistung dieses Organs dramatisch zu steigern.

Und weiter, denn dieser Hinweis darf bei solchen Gelegenheiten natürlich nicht fehlen: Anleger, die jetzt auf diesen Zug aufspringen würden, könnten mit den Aktien dieser Unternehmen zu unermesslichen Reichtümern gelangen.

Natürlich. Andere Probleme haben wir ja auch nicht.

Im folgenden Artikel wird das Thema aufgegriffen – und der Bogen gespannt zu einer visionären Zukunft, die ganz nach dem Geschmack einiger selbsternannter Eliten sein dürfte: Der Mensch wird zur Maschine.

Sind wir alle eigentlich inzwischen so völlig verblödet, dass wir nicht erkennen, was hier gespielt wird?

Nicht ganz. Und damit kommen wir zu den erfreulicheren Dingen:

Ein wenig erinnerte mich besagtes „Gruselvideo“ mit seinen gechipten Gehirnen und den eilfertigen Expertenprognosen an einige Fernsehspots aus Kindertagen. Es muss in den 1970er Jahren gewesen sein, als ähnlich umtriebige Forscher prognostizierten, ungefähr im Jahr 2000 würden in allen Großstädten flächendeckend Fließbänder installiert sein – damit die Menschen keinen einzigen Schritt mehr zu Fuß gehen müssten.

„Zu phantastisch? Sie werden es erleben!“, so lautete seinerzeit die Drohung, an die ich mich noch lebhaft erinnern kann.

Wie gut, dass unsere Wirklichkeit heute völlig anders aussieht, denn die erlebte Realität lässt interessante Rückschlüsse auf die Werthaltigkeit aktueller Prognosen zu:

Während heute immer mehr Menschen in Sport und Bewegung an der frischen Luft den willkommenen Ausgleich zu ihrer sitzenden Bürotätigkeit suchen, anstatt auf Fließbändern durch verstopfte Großstädte zu wandeln, wird uns wohl auch der „Maschinenmensch“ aktueller Vorhersagen erspart bleiben.

In meinem Bekanntenkreis jedenfalls stelle ich den genau gegenteiligen Trend fest: Die Menschen wollen nicht weniger, sondern mehr Natürlichkeit in ihrem Leben. Und anstatt noch mehr Technik, noch mehr Handys, Tablets, Google, Facebook, Twitter und ähnlichen Firlefanz, wünschen sich viele, wieder mehr mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.

Interessant ist, dass Medienanalysen genau diese Entwicklung bestätigen: Die Zeitschrift „Landlust“ etwa, mit dem schlichten Untertitel „Die schönen Seiten des Landlebens “ ist in einer Periode dramatischen Leserschwunds bei nahezu allen (!) Zeitungen und Zeitschriften eines der wenigen Printmedien, das seit geraumer Zeit konstante Auflagenzuwächse zu verzeichnen hat.

Immer mehr Menschen scheinen intuitiv zu spüren, dass sie eben doch ein Teil der Natur sind – und keine Maschinen. Weil diese Erkenntnis einhergeht mit Signalen, die darauf hindeuten, dass sich auch die geistige Umnachtung zu lichten beginnt, besteht Anlass zur Hoffnung:

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Wenn wir erkennen, dass unsere Welt von realen Werten zusammengehalten wird, und zwar exklusiv, nämlich von Wasser, Feuer, Erde, Licht, Luft, Bodenschätzen und Arbeitskraft, während das erkennbar immer stärker wankende Papiergeldkonstrukt mit all seinen Lügen, illusionären Versprechungen und realen Kriegsgefahren vor allem erdacht wurde, um uns zu unterdrücken und auszubeuten, dann könnte uns dies einen großen Schritt voranbringen.

Womöglich gelangen wir doch noch zu der Erkenntnis, dass eine Geldreform auf der Basis realer Werte keine unausdenkliche Katastrophe und auch kein Gruselszenario wäre, sondern lediglich eine unvermeidliche Weichenstellung in eine friedliche und lebenswerte Zukunft…

Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief

 

2 Kommentare auf "Von Gruselgeschichten und realen Werten…"

  1. FDominicus sagt:

    Sie finden die Warnungen in Blogs niemals aber in der System aka Lückenpresse. Darum wünsche ich mir ja immer, daß es mit den Systemmedien endlich schneller zu Ende geht. Selten wurde es klarer wie heute, daß System ist darauf ausgelegt die aktuell Regierenden gar nicht mehr zur Rechenschaft ziehen zu können. Früher gab es die Thronfolge durch Erben heute sind wir bei Thronfolge durch Parteien, und seit 70 Jahren sind die einzigen Parteien die an der Regierung waren immer die CDU/SPD gewesen.

    Wie man aber sieht, haben es auch die Grünen hier in BW geschafft nur wer ist mit dabei – genau die CDU. Es gab nur CDU/SPD Regierungen und nur weil eine Ausnahme kurz nach dem Krieg eben auch von der CDU gestützt wurde konnte sich das „Wirtschaftswunder“ ereignen. Ein Erfolg von denen heute ganz speziell immer noch die sozialdemokratischen Parteien zehren.

    Ohne eine leistungsfähige Wirtschaft wären die schon so weit wie in Venzuela. Den einzigen Reichtum den wir haben (Braun/Steinkohle) ist ja auch auf der Abschußliste. Noch schlimmer ist aber der unbedingte Wille der Deutschen sich ein schönes Plätzchen im Staatsdienst zu sichern. Man will mit Produktion nichts zu tun haben, sondern nur deren Gewinne für sich verbrauchen. Betrachtet man den Schuldenberg kann man hier von einem durchschlagenden Erfolg sprechen. Nicht nur die Erfolge der aktuelle Produktion werden durch Bürokraten und gewählte Staats(ver)treter versaubeutelt sondern auch noch Teile der zukünftigen Produktion immerhin derzeit schon 2/3 einer kompletten Jahresproduktion. Ist es genug?

    Nein auch das reicht nicht, noch hilfreich dazu kommt eine Entwertung des Geldes von derzeit mindestens 80 – 90 % seit Etablierung der DM. Reicht da immer noch nicht ? Nein bei weitem nicht. das gesamte Schulsystem sozialisiert mit „aberwitzigen“ Erfolgen: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schleswig-holstein-britta-ernst-zur-verbesserung-beim-bildungstrend-a-1118745.html Oder man lesen mal bei den sciencefiles vorbei. Ein komplett durchsozialisiertes Krankensystem auch hier mit tödlichem Erfolg: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aok-krankenhaus-report-2014-19-000-tote-durch-behandlungsfehler-a-944615.html. Eigentumsrechte sind sind noch nicht ganz Makulatur aber schon so gut wie komplett. http://www.bdb-bfh.de/bdb/downloads/Mietwohnungsbau_in_Deutschland_-_08-2012.pdf Dort geht es abwärts von > 400 Tausend auf wenger als 200 Tausend. Was fällt unseren Politikern dazu ein?
    Mietpreisbremse: https://www.mietpreisbremse.bund.de/

    Finden Sie nicht, daß sich da einiges fatales ansammelt?
    „Womöglich gelangen wir doch noch zu der Erkenntnis, dass eine Geldreform auf der Basis realer Werte keine unausdenkliche Katastrophe und auch kein Gruselszenario wäre, sondern lediglich eine unvermeidliche Weichenstellung in eine friedliche und lebenswerte Zukunft…“

    Immer schön Optimist bleiben? Welche Anzeichen können Sie denn dafür erkennen?

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