Von Altgeld und Bargold

10. Oktober 2010 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Gold hat es in dieser Woche schon wieder in die Schlagzeilen geschafft, als es erstmals die Marke von 1300 US-Dollar pro Feinunze knackte. Kein Tag ohne einen neuen Rekord. Die Experten sind auch schon wieder unterwegs und geben Tipps…

Seltsamerweise sind es diejenigen, die früher Gold als etwas für Dummköpfe bezeichnet haben. Heute sagen sie, es wäre echtes Geld. Wahrheiten sprechen sich eben langsam herum.

Soweit man US-Notenbankchef Ben Bernanke verstehen konnte, will er die Anzahl der Dollarnoten kräftig erhöhen. Jeder einzelne Schein ist dann eben weniger wert und der Verwässerungseffekt zeigt sich dann im höheren Goldpreis. Wenn der US-Dollar in die Binsen geht, muss man immer mehr von dem Zeug für eine Unze auf den Tisch legen. Gold schützt. So einfach ist das. Wie es dem Dollar geht, kann man täglich an den Preisen des Goldes ablesen. Das gelbe Metall ist das Thermometer im Finanzsystem. Das sagt Alan Greenspan, der sich früher als US-Notenbankchef um die US-Währung gekümmert hat. Und er muss das doch wissen. Oder?

Vielleicht ist es Ihnen auch aufgefallen, dass fast überall die Goldaufkäufer für ihre Dienstleistungen werben? „Machen Sie Ihr Gold zu Geld“, steht in den Anzeigen. Manche Experten vermuten deshalb, es wäre ein untrügliches Zeichen für einen Hochpunkt des Goldpreises. Doch Moment! Sie liegen schon wieder falsch. Erst wenn auf den Schildern steht: „Machen Sie aus Ihrem altem Geld bares Gold“, ist dieser Zeitpunkt wahrscheinlich gekommen, dann, wenn es viel mehr Dummköpfe gibt als Gold. Aber das dauert noch . . .

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