Volker Schnabel: Warum soll ich eigentlich noch Steuern zahlen?

24. Oktober 2017 | Kategorie: RottMeyer, Videoblog

von Metallwoche

Seit über 40 Jahren steigt die Weltverschuldung immer höher. Allein seit dem Jahr 2007 stieg die Weltverschuldung bis heute um weitere 87 Billionen US-Dollar auf jetzt ca. 233 Billionen US-Dollar insgesamt weltweit. Und das Kreditmonster ist hungrig und will ständig gefüttert werden.

Bloß nicht nach unten schauen, denn sonst droht dem System das gleiche Schicksal, wie in den „Road-Runner-Cartoons“ beim Lauf über die Klippe…

Da kommt doch so ein jugendlicher Schwiegermuttertraum aus Frankreich mit seinen (Finanz)Visionen für ein zukünftiges Europa gerade recht, oder? „Wir reden immer über Marktwirtschaft“, sagt Volker Schnabel und fragt sich: „Wie ist das eigentlich vereinbar, dass wir eine Planwirtschaft auf Seiten des Geldes haben, auf der anderen Seite aber von einer Marktwirtschaft in der Wirtschaft reden? Das kann nicht miteinander kompatibel sein.“

Im ersten Teil geht es um die Aktienmärkte, die Zinsen, die weltweite Verschuldung, die „digitale Druckerpresse“, die EZB und auch um die deutschen Target2 Salden. Im zweiten Teil dann natürlich auch um Gold und die Edelmetalle. Zugeschaltet aus Hamburg ist uns Volker Schnabel vom Vermögensverwalter Mack & Weise. Viel Spaß! Wir haben dieses Interview am 11. Oktober 2017 aufgezeichnet. Es erschien zuerst auf der Metallwoche.

Internetauftritt von Mack&Weise

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2 Kommentare auf "Volker Schnabel: Warum soll ich eigentlich noch Steuern zahlen?"

  1. Frank Frei sagt:

    Wenn man „Soll“ innerhalb eines Rechtssystems versteht kann davon keine Rede sein. Dabei darf man „Recht“ nicht mit „Gesetz“ verwechseln. Wo genau der Unterschied zwischen Recht und Gesetz liegt haben wir in Deutschland leider schmerzlich erfahren müssen.
    Dabei berufe ich mich persönlich auf Art. 1 i.V.m. Art. 20 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Danach ist jeder Mensch frei, und darf in keine Organisation gezwungen werden.
    Damit mich hier keiner falsch versteht. Ich zahle gerne freiwillig für Krankenhäuser, Schulen, Strassen, Renten etc.. Aber eben nur freiwillig. Ich zahle nicht für Kriege, Bankenrettungen …

  2. dork sagt:

    Ich denke, das von Stelter skizzierte Szenario (Ezb kauft Staatschulden auf und erlässt sie dann) wird nicht kommen, weil dann die ganze Umverteilungsmöglichkeit, Epressbarkeit und Privatisierbarkeit der Staaten, deren Bürgern und deren Vermögen/Sachwerte/Firmen/Immobilien nicht mehr so schön geht. (qui bono).

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