VETO!

14. Juli 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Ronald Gehrt

So ein erbarmungswürdiger Unsinn. Was ist das nur, was da nun als „Einigung“ verkauft wird? Haferbrei mit Essig, angepriesen als Haute Cuisine? Vielleicht wäre das sogar noch nett formuliert. Ein wenig denke ich, das ist ein Schierlingsbecher für Griechenland und Europa insgesamt…

Und den geübten Beobachter macht da schon stutzig, dass nun fast alle Beteiligten unisono krähen, dass es ein guter, ein großer Tag für Europa ist, der Tag, an dem man sich geeinigt hat, Verhandlungen über das dritte Hilfspaket aufzunehmen, sofern Griechenland dies und jenes tut, die Parlamente zustimmen und es am Mittwoch nicht regnet oder eine Sonnenfinsternis kommt oder oder oder. Es gibt zwei Aspekte, die von vornherein befürchten ließen, dass da bestenfalls ein „nettes“ Ergebnis herauskommen würde, wobei wir uns erinnern, dass „nett“ die kleine Schwester von „Scheiße“ ist.

Erstens: Wenn man eine Horde Menschen unterschiedlicher Meinungen in ein Zimmer sperrt und diese unter Zeit- und Erfolgsdruck eine Entscheidung über ein extrem komplexes Thema treffen müssen, kommt Mist dabei heraus. Da ist es völlig wurst, ob es sich um Schulkinder oder Spitzenpolitiker handelt, das ist ein menschliches Problem. Gerade, wenn man vor einem eigentlich fast unlösbaren Problem steht, braucht man a) Zeit und b) Ruhe, um jeweils eine sinnvolle Lösung zu ersinnen, die dann mit den anderen abgeglichen werden muss. Ein Gipfel, der blooooß über die Bühne sein muss, bevor am Montagmorgen die Börsen öffnen, ist das Gegenteil davon.

Zweitens: Wenn man vorher so „schlau“ ist, die jeweiligen Bürger hochzupushen, ob die Griechen auf der einen oder die angeblichen „Aderlass-Bürger“ der restlichen Eurozone auf der anderen Seite, hat man die in solchen Situationen nicht hinter sich, sondern im Nacken sitzen. Und da man da entsprechend unqualifizierte, dann aber umso starrere Haltungen gezüchtet hat, kann das kein Vorteil sein.

Das Ergebnis haben wir nun auf dem Tisch. Das ist ein großer Tag für Europa, an dem sich nun alle Eurozone-Bürger verschaukelt fühlen. Die Griechen, die weit weniger Forderungen auf den Rat ihres Ministerpräsidenten hin erst vor gut einer Woche abgelehnt hatten, bekommen jetzt umso härtere Auflagen, die wohl auch noch von einem Parlament abgesegnet werden, in dem die Opposition für und die Regierungspartei gegen ihren Boss stimmen und die Stimme des Volkes vor der Tür bleibt. Und die anderen, weil sie feststellen, dass die Schulden Griechenlands im Fall des dritten Hilfspakets auf flotte 1.000 Euro pro Nase egal welchen Alters in der EU ansteigen und man noch extra am Wochenende daran erinnert wurde, dass das Land in den letzten Jahren die meisten Zusagen nicht eingehalten hatte … was ja, schon fast vergessen, der Grund war, warum die Troika die restliche Summe des zweiten Hilfspakets einbehalten hatte.

Staatsvermögen in Höhe von 50 Milliarden soll in einen Fonds übertragen werden, der dieses dann privatisiert. Verwaltet von Griechenland, aber unter der Aufsicht von EU-Behörden. Wobei das „geplant“ ist. Beschlossen ist noch nichts, von wegen „Einigung“. Denn man hat sich ja nur geeinigt, Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket aufzunehmen, vorausgesetzt, in Griechenland wir im Eiltempo beschlossen, was die Gläubiger als Voraussetzung fordern. Was auch ein Grund ist, warum man an den Aktienmärkten nun auf seinem am Donnerstag und Freitag errichteten Jubel-Sockel steht und irgendwie keiner weiß, ob er nun weiter kaufen oder aussteigen soll. Aber zurück zu diesem Fonds:

50 Milliarden ist eine Summe, die bedeuten könnte, dass z.B. der Hafen von Piräus, der Flughafen von Athen oder die Peloponnes plötzlich Apple oder Google gehören … vielleicht zu krass gedacht – vielleicht aber auch nicht. Ist das ein Weg, um Griechenlands Bevölkerung das Gefühl zu geben, dass weitere Einschnitte sie am Ende auf einen guten Weg bringen? Irgendwie erinnert das an die Abwicklung der DDR-Betriebe durch den Treuhandfonds. Und da lag wenig Segen drin.

Und dann hätten wir noch ein anderes, entscheidendes Problem: Griechenland ist überschuldet. Wenn Sie und ich zur Bank latschen um ihren Lebensunterhalt durch einen Kredit zu sichern, mit dem Sie wenigstens die Zinsen der bisherigen Kredite abzahlen, damit der k.o. ein wenig herausgezögert wird, setzt man Sie vor die Tür oder rät zur Privatinsolvenz. Warum nicht bei Griechenland?



Käme das dritte Hilfspaket, lägen wir bei gut 400 Milliarden Euro Schulden für ein Land mit 11 Millionen Einwohnern. 36.000 Euro Staatsschulden pro Nase. Das ist ein Wort. Okay, was kaum jemand weiß: Bei uns sind es pro Bundesbürger über 26.000 Euro. So toll stehen wir also auch nicht da. Aber andererseits: Deutschland hat auch massive Forderungen an andere Länder, da sieht es bei Griechenland eben anders aus. Aber egal – der Punkt ist: Während die Verzinsung der Neuverschuldung für andere Länder wie Deutschland in den letzten Jahren immer billiger wurde und werden wird, bleibt sie in Griechenland immens hoch. Und für den Bestand? Nehmen wir nur mal einen Zins von zwei Prozent an – im Schnitt ist er faktisch höher – gingen bei 400 Milliarden Euro schon mal acht Milliarden pro Jahr nur für Zinsen drauf. Von einem dritten Hilfsprogramm, das über drei Jahre 86 Milliarden ausmacht, wären also gleich mal 18 Milliarden für Zinsen flöten.

Dazu kommt, dass das Gros des Geldes dafür aufgebracht werden muss, die Wirtschaft wiederzubeleben (oder zumindest im Wachkoma zu erhalten), weil die gleichzeitig verordneten Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen Wachstum unmöglich machen und den Konsum noch brutaler abwürgen als zuvor. Per Saldo wird Griechenland daher auf immer und ewig am Tropf hängen und immer und immer wieder Zuschüsse brauchen. Es sei denn …

… man tut eben dasselbe wie im Fall der Privatinsolvenz. Wohlverhaltenspflicht, Neustrukturierung des Finanzhaushalts mit einer simulierten „Stunde Null“ und … Streichung der Schulden. Neiiiiinnn … höre ich es aus allen Ecken grölen. Unser schönes Geld! Schauen Sie: Wenn Sie Selbständiger sind, werden Sie es vielleicht verstehen. Der Rest nicht, völlig klar. Aber es ist besser, in der einigermaßen absehbaren Zukunft einen kleinen Teil wiederzukriegen als angeblich alles in dreihundert Jahren, wenn die Inflation die Rückzahlung erleichtert und der Gläubiger nichts mehr davon kaufen kann. Denn nur wenn diese elenden Schulden weg sind, kann Griechenland wieder eine einigermaßen wettbewerbsfähige Wirtschaft aufbauen. Und Reformen können greifen, weil sie bezahlbar sind und einen Effekt haben, statt nur zu simulieren, dass man für die Kredite auch was tut. Vor allem kann man nur so erreichen, dass nicht in der Zukunft immer und immer noch mehr überwiesen werden muss.

Ob man dazu aus dem Euro heraus muss oder nicht? Natürlich ist die Währung zu stark für ein Land, dessen Wirtschaftsstruktur vorher nur überleben konnte, weil man die Drachme wenn nötig sukzessive abwerten konnte. Aber eine eigene Währung würde die Importe heftig verteuern und das Plus an Wettbewerbsfähigkeit möglicherweise aufzehren. Nein, der Euro sollte sogar bleiben. Es ist die Schuldenlast und deren Zinsen, die den Weg zur Rettung verbauen, weniger die Währung. Raus aus den Schulden wäre somit ein deutlich sinnvollerer weg als raus aus dem Euro. Und ein auf lange Sicht für alle billigerer.

Und nur, weil da Stücker 25 Leute Angst vor dem Montag hatten und noch viel mehr Angst vor dem Echo der Bevölkerung, die man vorher dummerweise genauso konditioniert hat, wagte am Wochenende offenbar niemand, an genau diesem Kernproblem auch nur zu rühren. Dabei würde nüchtern betrachtet eigentlich jeder zu dem Schluss kommen:

Wenn ich jetzt noch mehr Geld gebe, um zu erreichen, dass ich weiter Zins bekomme für Geld, dass meine Ururururenkel vielleicht mal wiederbekommen und das dann wegen der Inflation weit weniger wert ist, ist das ein völlig bescheuertes Geschäft. Griechenland neues Geld zu geben mit Konditionen, die das Land auf noch mehr Geld angewiesen sein lassen, um Zinsen zahlen zu können für Kredite, die man gewährte, um schon vorher die Überschuldung nicht zur Pleite werden zu lassen … ist diese „Lösung“ wirklich ein guter Tag für Europa oder doch nur ein weiterer Hinweis darauf, dass Mut zur Wahrheit nicht in den Stellenbeschreibungen von Ämtern in der Spitzenpolitik steht?

Mit besten Grüßen
Ronald Gehrt – www.baden-boerse.de




 

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21 Kommentare auf "VETO!"

  1. Frage sagt:

    Wie kommt man auf 18 Mrd Zinsen? 3 Jahre mal 8 wären 24, was das Ergebnis der Rechnung zwar sinn- aber nicht hoffnungsvoller macht… 😉

  2. dickbrettbohrer sagt:

    „Wenn man eine Horde Menschen unterschiedlicher Meinungen in ein Zimmer sperrt und diese unter Zeit- und Erfolgsdruck eine Entscheidung über ein extrem komplexes Thema treffen müssen, kommt Mist dabei heraus. “

    Widerspruch! Kein Mist kommt heraus, sondern das, was die Strippenzieher wollen. Wer einmal einer Gruppe Menschen vorstand – gleich ob es Erwachsene oder Schulkinder waren – weiß, wie manipulierbar Masse ist. Niemand weiß bei Konferenzen genau, worum es geht – außer dem, der sie formell oder informell leitet. Und diese Person kann die Teilnehmer zu jedem „demokratischen“ Ergebnis lenken. That’s easy.

  3. Insasse sagt:

    „Nein, der Euro sollte sogar bleiben. Es ist die Schuldenlast und deren Zinsen, die den Weg zur Rettung verbauen, weniger die Währung. Raus aus den Schulden wäre somit ein deutlich sinnvollerer weg als raus aus dem Euro. Und ein auf lange Sicht für alle billigerer.“

    Das ist meiner Ansicht nach eine Fehlanalyse. Richtig wäre raus aus dem Euro und damit auch raus aus den Schulden. Andernfalls wird es bei der jetzigen, sehr demütigenden Situation für die Griechen bleiben. Die Griechen müssen nämlich, um Geld von den EU-„Partnern“ zu erhalten, weiterhin im Sklavenmodus (= Wachkoma) verharren und ausführen, was Ihnen aus Brüssel befohlen wird. Besser wird es ihnen als EU- und Euro-Mitglied nie gehen, denn das alte Problem bleibt bestehen, dass GR im Euro nicht wettbewerbsfähig ist und nicht wird. Warum sollte sich daran durch die bloße Entschuldung etwas ändern, Herr Gerth? Und einem Land von außen eine Verwaltungsstruktur zu oktroyieren, welche angeblich zu mehr Effizienz in organisatorischer und wirtschaflicher Hinsicht führen soll, ist für meinen Geschmack eine unzumutbare Lösung. Ohnehin kann man einen Staat nicht von außen effizienter machen. Das muss der Staat, also letztlich seine Gemeinschaft von Bürgern schon selbst bewerkstelligen. Ein solcher Wandel ist unmittelbar mit der Mentalität und damit Kultur des Landes verbunden und kann nicht durch Dritte erzwungen werden.

    Es bleibt festzustellen: Es kann nicht zusammenwachsen, was kulturell und wirtschaftlich nicht zusammenpasst. Die EU wird in der jetzigen Form keinen Bestand haben. Sie wird sich – zumindest in der derzeitigen Zusammensetzung – komplett auflösen. Meiner Ansicht nach wird auch keine Kern-EU übrigbleiben. Die unendlichen EU-Gipfel zeigen, wie weit auch D und FR auseinanderliegen.

    Sollte ein solcher Ansatz anschließend noch einmal von der Politik verfolgt werden, kann dies nur unter Beteiligung solcher Länder stattfinden, die wirtschaflich eine ungefähr gleiche Ausgangssituation haben. Ob nach dem völlig destruktiven EU-Experiment aber überhaupt ein europäisches Land noch einmal „Lust“ auf eine Fortsetzung hat, wird sich zeigen. Es kommt schließlich der Umstand hinzu, dass sich nicht nur GR entschulden muss, sondern auch alle anderen Länder, die jetzt noch als „Retter“ dastehen, inklusive D. Nach der großen Entschuldung werden alle (National-) Staaten für lange Zeit ganz andere Probleme haben, als an neuen Staatenbündnissen zu basteln.

    • Argonautiker sagt:

      Der Euro ist ein Werkzeug. Ein Handelswerkzeug. Ein Wergzeug hat nie ein eigenes Motiv. Es hat auch kein Motiv andere in Schulden zu bringen. Menschen haben Motive. Menschen nutzen Werkzeuge. Menschen können Werkzeuge nutzen, um Andere mittels Schulden zu versklaven. Dazu können sie die unterschiedlichsten Werkzeuge nutzen.

      Nun ist es zwar so, daß sich einige Werkzeuge besser zum versklaven eigenen, als andere, aber es bleibt dabei, daß das Werkzeug nicht das Motiv hat. Deshalb ist die Art der Währung auch nur zweitrangig. Sollte jedoch ihre These stimmen, dann bedeutete dies, daß dadurch, daß man die Währung ändert, auch das Motiv derer ändert, die das Motiv zur Versklavung haben. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

      Viel wahrscheinlicher ist, daß die, welche das Motiv haben, andere zu versklaven, dann ganz einfach das neue Werkzeug, also die neue Währung nutzen, um ihr Motiv fortzusetzen.

      Ich befürchte jedoch, daß diese längst ein noch wesentlich wirksameres Werkzeug planen, um möglichst viele oder sogar alle zu versklaven. Ich hatte das schon mal in einem anderen Kommentar angerissen:

      Es könnte durchaus sein, daß das griechische Drama nur so lange gespielt wurde, bis der TTIP durch war. Griechenland ist zwar von einem Drama zu einer Tragödie mutiert, aber die Entscheidung zum TTIP hat wesentlich weitreichendere Folgen für die EU, was die Sauerrei, die mit Griechenland gemacht wurde, nicht bagatellisieren soll.

      Ich weiß es kling bösartig, aber es sieht so aus, als wäre die Griechenland Tragödie, auch unter Kenntnishabe Tsirpas längst zugunsten der Investoren entschieden gewesen, und nur so lange Medienwirksam hochgeköchelt worden, bis TTIP im EU Parlament durchgepaukt werden konnte.

      Ebenfalls exakt nach dem EU Entscheid kommt plötzlich von Schäuble ein Ausspruch der ebenfalls mehr als aufhören lassen sollte. Er sagte, daß er glaube, das die EU zusammenbricht, wenn sie am Euro festhalten wird. Was für Töne von einer Regierung die noch vor kurzem lauthals verkündete, fällt der Euro fällt die EU.

      Wohlgemerkt alles nachdem die EU brandaktuell TTIP zugestimmt hat, was einem angleichen der Amerikanischen und Europäischen Gesetzeslage an die Amerikanischen Handelsgesetze entspricht.

      Das riecht mir alles sehr nach einem Anbahnen zu einer Währungsreform, eventuell mit Anbindung an den Dollar aus, oder der Erschaffung einer gemeinsamen Währung, oder etwas in der Art, was letztendlich jedoch mit einer Übernahme der EU durch die US geführten Unternehmen gleichkäme.

      Ob diese Währung sich dann noch besser als Werkzeug dazu eignet die Menschen zu versklaven, überlasse ich mal jedem selbst. Aber entscheidend bliebe, daß das neue Werkzeug eben auch nur das Werkzeug ist. Um wirklich etwas zu ändern, müßte man das Motiv ändern, und das sitz bei Menschen und nicht in einer Währung.

      Ein Schuldenerlaß hingegen wäre eine Motivänderung. Zumal es ja auch so ist, daß es diese Schulden eigentlich nicht gibt, weil:

      Letztendlich ist seit der Lösung des Geldes durch die Deckung von Gütern folgendes zur Normalität geworden. Nicht gedecktes verliehenes Falschgeld erwartet von den Kreditnehmern, das sie echten Gegenwert in Form von Zinsen zurückerstatten. Und wenn sie dem nicht nachkommen, werden sie kriminalisiert, also beschuldigt nicht dem Gesetz zu entsprechen und notfalls enteignet. Dabei wird vollkommen ausgeblendet, daß dieses ungedeckte, aus dem Nichts erzeugte Geld, keinerlei erbrachter Leistung oder Gut entspricht.

      Über den Zinseszins entsteht so eine kontinuierliche Ausdehnung von Schuld, bei dem sich das aus dem Nichts erschaffene Geld allen wirklichen Gütern bemächtigt, indem es vorgibt Anspruch darauf zu haben.

      Letztendlich nutzen einige Banker da die Vorherrschende Meinung, daß Geld einem wirklichen Wert entspricht, also einer real geleisteten Leistung oder einem real existierenden Gut. DAS WAR EINMAL. Dem ist aber schon lange nicht mehr so, denn bei diesem Kreditgelt handelt es sich um ein Geld, welches von diesen Gelderzeugern einfach so gedruckt wurde, und sie fordern über die Kreditvergabe von Dritten, das diese, die Nutzung dieses wertlosen Geldes, mit realen Leistungen oder realen Gütern bezahlen.

      Das heißt man erlaubt den Banken Wertloses zu Verleihen, und stellt es unter Strafe, wenn man dieses Geld nicht so behandelt als wäre es wirklich werthaltiges, gedecktes Geld, welches man mit Zinsen zu bedienen hätte.

      Ich finde es durchaus richtig, daß ein Volk irgendwann sagt, ich zahle auf Falschgeld keine Zinsen mehr, und nehme es auch in Form von Krediten nicht mehr an, um es mit realen Leistungen zu bedienen.
      Im Gegenteil, es wäre an der Zeit, daß der Mensch und in ihrer Summe, die Völker, ihre Souveränität zurück erobern, und gleiches mit Gleichem vergelten, also wenn die Hochfinanz Geld aus dem Nichts erschaffen darf, dann darf der Mensch auch nur noch Scheinleistung entgegenbringen.

      Klar führt das in den Untergang, aber wer hat’s erfunden? Man kann es der Hochfinanz nicht ständig erlauben einfach so Geld aus dem Nichts zu drucken, und davon köstlich zu leben, und es dem Volk verbieten, daß sie es nicht irgendwann ebenso tun wollen.

      Wie war das noch mit der Gleichheit vor dem Gesetz? Hier wird vom Gesetz legitimiert, und beschützt eindeutig mit zweierlei Maß gemessen. Die Einen dürfen Betrügen und vorgeben, was sie, oder ihr Geld, nicht sind, und die Anderen müssen so tun, als hätte der Kaiser Kleider an, und ihm hofieren.

      Geschützt werden sie von bewaffneter Polizei, und Militär, die ebenso dumm sind, und diesen Betrug schützen, während man sie selbst ebenso betrügt.

      Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, ist durchaus lebbar. Dabei ist die Art der Währung nur von zweitrangiger Wichtigkeit. Ein bloßer Schuldenerlaß bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Motivation zur Versklavung würde natürlich die Wurzel ebenfalls nicht beseitigen, und es würden sich schon bald neue Schulden bilden.

      Es könnte also durchaus anstehen, das man im Zuge einer Währungsreform, ebenso die Schulden erläßt, und dadurch zunächst als Retter dasteht, die Motivation zur Versklavung aber aufrecht erhält. Man hatte durch die Insolvenzverschleppung, und einer guten Plazierung nahe der Notenpresse, ja genügend Zeit und Mittel, um sich Sachwerte zu sichern, die man dann in jede neue Währung beleihen kann, um im Neuanfang gleich eine führende und versklavende Position einzunehmen.

      Konkurrenz oder Nächstenliebe, als Maxime des Zusammenlebens, das wäre die eigentlich zu beantwortende Frage. Ansonsten stimme ich Ihren Thesen weitgehend zu.

      Sorry ist nun etwas lang geworden.

      Schönen Gruß aus Bremen

      • frosch sagt:

        hallo
        Danke, der kommentar entspricht meinem verständnis und meiner erkenntnis. Ich glaube aber genau in dem wunsch der versklafung liegt das motiev für diese kriese und bis dieses ziel erreicht ist wird sie auch weiter am laufen gehalten. Die boshaftigkeit der wenigen dahinter wird erst dann richtig sivhtbar werden. Die frage ist nun aber ist es schon zu spät für einen widerstand dagegen, und wenn nicht, wi müsste dieser aussehen.

        • Argonautiker sagt:

          Hallo Frosch, danke für den Widerhall

          Für Widerstand ist es nie zu spät, die Frage ist nur, wie der aussehen kann. Wenn man so etwas groß aufziehen will, dann endet man da, wo Hitler endete, weil man in die Schlacht gegen eine Übermacht ziehen muß, sodaß man, wenn man das Böse meint in der Schlacht besiegen zu müssen, noch böser als das Böse werden muß, was dann ja auch bei anfänglich eventuell gar nicht so schlechten Absichten, bei Hitler und dem 3. Reich so endete. Hitler wollte auch diese Finanzmaffia zerstören, die über den Versailler Vertrag Deutschland knebelte, und dann ist er, und alle die, die mit ihm waren, selber darüber böse geworden. Das geschieht im Kampf schneller als einem lieb ist.

          Das Böse zerstört sich am Ende selbst, weil hat es erst mal alles im Außen besiegt, zerstört, und unterworfen, dann hört dieser Drang ja nicht auf, folglich zerstört es sich danach selbst. Also ist der Beste Widerstand meines Erachtens, abwarten, und im Kleinen beharrlich bleiben, sich genau in solche Geschehen eben nicht mit hineinziehen zu lassen. Man sieht es ja derzeit überall, es ziehen Fronten auf, wie man das als wohlmeinender Mensch gar nicht haben möchte. Man könnte sagen Giganten formieren sich zur finalen Schlacht.

          Der Beste Widerstand ist derzeit meines Erachtens derzeit also ein Ausweichen ins Kleine und Unscheinbare, denn dann sehen einen die Zyklopen nicht, und wenn man geschickt genug ist, und eigenständig sein kann, dann kommt man vielleicht davon, während man Die Schlachten läßt, die schlachten wollen, oder eben nicht anders können.

          Leider sind die wenigsten Menschen eigenständig, also werden sich wohl die meisten auch irgendwelchen Massenbewegungen anschließen, da das auftauchen von Giganten ja Angst macht, und man am liebsten noch größer wäre, als der Gigant, also formieren sie sich auch zu Vielen, was sie unweigerlich groß werden läßt, und damit erst recht ins Visier der Giganten kommen läßt.

          Ich werde jedenfalls nicht mein Vaterland verteidigen, weil es das derzeit gar nicht gibt. Ich wüßte nicht, was ich da verteidigen sollte, da das Böse, also die Hochfinanz global agiert, also sowohl aus Deutschland wie auch all den Anderen Ländern heraus, und die Völker gegenseitig in Schlachten zwingen, indem sie Schuld zuweisen, die dann die Guten meinen bestrafen zu müssen, indem sie sie vernichten und unterwerfen. Siehe Griechenland.

          Im zusammenrotten werden sich die Völker gegenseitig Schuld zu weisen und schlachten, obwohl die einzelnen Menschen wahrscheinlich gar nichts gegeneinander haben. Da will ich mich nicht dran beteiligen. Mich und die Meinigen und meinen Grund und Boden werde ich hingegen schon verteidigen, egal gegen wen, soweit es denn geht.

          Selbstverständlich könnte man das Ganze jedoch auch wirklich bereinigen. Man bräuchte nur den Handel wieder auf osmotischen Boden stellen. Osmose bedeutet Güteraustausch zu beider Seiten Ausgeglichenheit. Das entspräche einem unterstellen des Ego’s unter die Nächstenliebe. Also Eigendurchsetzung nicht Gegeneinander, sondern Miteinander.

          Verstöße ein Handel dagegen, könnte man ihn per Gesetz anfechtbar machen lassen. Es würde also genügen, die alten aus sich bestehenden Gesetze wieder einzuführen, die derzeit durch Regeln und Verträge einiger Weniger zu Gunsten ihres Egos verquält werden, von Menschen, die eben außer Unterwerfen, nichts wirklich gut können. Die Siegertypen.

          Es klingt banal, aber das würde wirklich genügen. Es ist auch nicht von mir erdacht, denn ich bin nicht der Erfinder der Osmose. Sie besteht aus sich, und sie ist die Basis des Güteraustausches zwischen den Lebewesen.

          Es mag vielleicht 7Mrd Menschen geben, aber ein Lebewesen allein, besteht schon aus mehr Einzelzellen als es Menschen auf der Welt gibt, welche alle nach diesem Prinzip untereinander handeln. Und sie tun gut daran.

          Es wäre also wirklich immer noch möglich den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Das dumme ist nur, es fehlen die Menschen dazu, denn der größte Teil der Menschen stellt das Ego höher als die Nächstenliebe. Es sind leider nicht nur die wenigen Hochfinanzakteure, die können das Falsche nur am Besten. Es sind sehr, sehr Viele. Folglich leben wir in der Welt in der wir leben.

          Wir sind also definitiv in der Unterzahl. Realistischer sehe ich also eine Haltung die sich eventuell überwinden, aber nicht brechen läßt, und im einzelnen Widerstand leistet, wo er es eben kann, und nach den aus sich bestehenden Gesetzen lebt.

          Die USA als immense Übermacht, hat die Vietnamesen nie besiegt. Warum? Weil sie sich nicht in einen Kampf der Massen gegen Massen haben ziehen lassen, sondern weil sie die Massen gezwungen haben, gegen die Einzelnen zu kämpfen. Dazu braucht es mutige und eigenständig Menschen, die nicht nur in einer Herde ihr Heil suchen.

          Schöne Grüße

      • Ralf sagt:

        @Argonautiker
        Zutreffende Analyse, sehe ich genauso. Aber was nützt das? Die Oberherrschaften bereichern sich nicht nur in unvorstellbarem Maße, sie schaffen sich eine neue Menschheit nach ihrem Bedürfnis, immer schön buchstabengenau gemäß ihrer noachidistischen Bibelinterpretation, die jeder lesen kann, aber wer macht sich diese Mühe? Die Oberherrschaften sind Banker und sie kontrollieren die Massenmedien, die Parteien, die Oppositionellen, die Universitäten, die Gymnasien, die Kirchen, die Gewerkschaften, die Nichtregierungsorganisationen, die Geheimdienste, die Polizei, das Militär, die „Denkfabriken“ und alles andere, was wichtig für sie ist. Hitler war mit allem wofür er heute steht nur an die Macht gekommen, weil die Oberherrschaften es wollten. Im sogenannten „Westen“ sind die Völker de facto ausgerottet. Familie, Sippe, Stamm und Volk – alles nahezu verschwunden. Es gibt nur noch „Menschen“, weiter nichts als Biomasse, beliebig manipulierbar wie ein Kuchenteig. Mit anderen Worten, die Bewohner des „Westens“ haben als Menschen ihre Würde verloren, sie werden nicht wie Menschen behandelt, sondern wie eine Herde Schafe, die in den Schlachthof getrieben wird, ohne daß sie es merkt. Mit absurden Ideologien aufgeladen kämpfen sie beschränkt wie Schafe für die Bedürfnisse der Oberherrschaften und gegen ihr eigenes Interesse, soweit es über Nahrung, Kleidung und Sex hinausgeht. Eine Befreiung von unten wird es nicht geben und ich fürchte, die gab es noch nie und nirgends. In ihrer noachidistischen Bibel können wir lesen, ein Volk ohne Führung ist verloren. Nachdem es die Völker nicht mehr gibt, müssen wir sagen, Menschen bzw. Schafe ohne Führung sind verloren. Spätestens wenn in Europa der Hunger wiederkommt, werden die Oberherrschaften ihre selbst geschaffene Biomasse gegeneinander aufhetzen und niemand wird das Schlachten verhindern.

        • Argonautiker sagt:

          Stimme ich zu.
          Aber das das Ego, was dies alles hervorruft, wird fallen, und zwar weil es die Position Gottes einnehmen will, die im Gegensatz zum Ego, dem Prinzip Luzifers, alles eint. Das ist nun mal so. Das wäre auch so, wenn es nicht in der Bibel stehen würde. Luzifer das Ego kann diesen Platz nicht einnehmen, weil er vor lauter Ego immer etwas nicht sieht, und darüber stürzt er über kurz oder lang.

          Schauen Sie der Handel hat in der Welt ja eigentlich schon eine Gesetzmäßigkeit. Eben das Osmotische Prinzip.

          Der größte Handelsplatz der Welt liegt ja weder in London, noch am New Yorker stock market oder in Frankfurt, nein der größte Handelsplatz findet intrazellulär statt. Ja richtig gehört, denn natürlich findet in jedem lebenden Wesen auf Zellebene ein äußerst reger Warenaustausch statt. Zwar jenseits unserer bewußten Wahrnehmung und Eingriffsmöglichkeit, aber sie findet unzweifelhaft statt.

          Basis dieses Handels ist das, was wir mit Osmose bezeichnen. Ein Austausch von Nahrungsmitteln, die durch Ausgleich von unterschiedlichen „Güter“ Konzentrationen stattfindet. Osmose ist das Prinzip welches sagt, was du zu viel, und ich zu wenig haben, tauschen wir aus.

          Dieses Gesetz werden auch die Ober Egos dieser Welt nicht ändern, weil auch sie Menschen sind, und nach diesem Prinzip funktionieren. Das heißt, selbst wenn sie die ganze Welt unterjochen werden, werden sie an sich selbst scheitern, denn sie vergessen, daß es eine Welt gibt, die Jenseits der Bewußtheit liegt, die eben vom Unbewußten aus gesteuert wird, also all das, auf das der Mensch keinen Einfluß hat und das ist meist wesentlich größer, mächtiger, ausgereifter, als all das, was sich die Bewußtheit des Menschen ausdenken kann.

          Die Bewußtheit wäre auch heillos damit überfordert, Milliarden von Einzellzellen zu unserem komplexen Wesen zu steuern. Es gibt aber scheinbar eine Kraft, die dies vermag, nennen sie es Gott, oder mein Gummibärchen in mir, der Name ist dabei vollkommen egal, allerdings ist es ja unzweifelhaft, daß das so ist.

          Wenn sich diese Kraft nun der Osmose als Basis des Handels bedient, täte auch die Bewußtheit gut daran, dieses Prinzip auch in der bewußten Handels Welt anzunehmen. Aber es gibt eben immer ein Paar Überegos die das nicht glauben wollen, und viele, wie Sie sie nennen, verirrte Schafe, die ihnen folgen.

          Diese Überegos versuchen nun mit Regeln diese gesetzten Gesetze zu ihren Gunsten zu umgehen und versuchen die Mensch davon zu überzeugen, an ihre Regeln, anstatt an die gesetzten Gesetze zu glauben. So entsteht dann quasi ein Ego gesteuerter Mark Katechismus mit einem Parallelgott. Das geht ohne Zweifel schief. Die Bewußtheit des Menschen wird nie die Steuerung der Gesamtheit übernehmen können.

          Wenn unser Körper, also das Zusammenspiel der Milliarden von Einzelzellen nach dem Prinzip leben sollte, was die Ober Egos derzeit zur Marktwirtschaft deklariert haben, er würde nicht lange überleben. Folgt man also weiter deren Regeln, der Gewinnoptimierung, dann wird man untergehen, und zwar zu recht, weil Gewinnoptimierung zu lasten Anderer nicht dem Prinzip der Lebenden Welt in einem Organismus entspricht. Gewinnoptimierung zu Beide Seiten Gunsten lautet das Motto.

          Schauen sie sich die Geschöpfe der Welt mal an, und nun versuchen sie sich mal das Geschöpf bildlich vorzustellen, was da durch die Regeln der Marktwirtschaftbetreiber entstanden ist. Ein riesiger Kopf, der meint weil er steuert, dürfe er mehr als 50% des Gesamtumsatzes des Marktorganismus einnehmen, behaftet mit partiell riesigen Fettgeschwüren, die durch ungenutzte aber aus Egogründen zurückgehaltenen Gütern entstanden sind, alle Adern mit Aneuyrismen ausgehöhlt in denen Privatschätze verkrusten, mit einem ausgezehrten verhältnismäßig kleinen Körper, der das kaum mehr erwirtschaften und tragen kann. Glaubt einer wirklich, daß dieses Wesen noch lange existieren wird, egal wie viel Kontrolle und Peitschenhiebe die Steurer verteilen?

          Das Ego, so es sich nicht der Nächstenliebe unterwirft, fällt final über sich selbst. Das ist nun mal so, weil auch das Wesen des Körpers eines Egoisten vornehmlich auf dem Prinzip der Nächstenliebe funktioniert. Schafft er also eine Welt, in der es nur noch um ihn als Dominator in jeglicher Hinsicht geht, achtet er die Gesetze seines eigenen Tempels nicht.

          Ich bin also zuversichtlich, auch wenn es unzweifelhaft zu einer Katharsis kommen wird. Doch vielleicht wird sich dieses Siechtum, als Erfahrung dann so tief in die Seele einprägen, daß sie das Ego wieder erkennen wird, wo es sich nicht der Nächstenliebe unterwirft, sodaß sie deren Lockrufen widerstehen kann.

          Schönen Gruß

          • Ralf sagt:

            @Argonautiker
            Danke für Ihre tröstenten Worte und auch Danke und Respekt an Frank Meyer, der unsere Gedanken zulässt. Ich bin selbst erschrocken über die Düsternis mit der ich die Politik des „Westens“ beschreibe. Privat bin ich eher fröhlich und zuversichtlich. Habe jüngst neben drei Apfelbäumen 40 andere Bäume gepflanzt, die möchte ich gerne wachsen sehen. Eins ist sicher, Liebe ist schöner und auch gesünder als Hass, der unsere Oberherrschaften beherrscht. Wer klug ist, lässt sich niemals vom Hass vereinnahmen, auch diesen Punkt sehe ich genauso wie Sie. Die Liebe im Herzen gibt mehr als die Millionen auf dem Konto. Viele Grüße

  4. Lickneeson sagt:

    Am Anfang war man ja nur noch genervt von täglichen Wasserstandsmeldungen zum Thema Griechenland. Aber was die Regierung in Athen sich in den letzten Monaten erlaubt hat ist schlicht eine Frechheit, ein Verhalten das einem gestörten 6- jährigen würdig ist.

    Das Sparpolitik bei einem am Boden liegenden Land wahrscheinlich falsch ist sei mal dahingestellt. Aber Tsipras & Co erinnerten ja an den „schwarzen RItter “ aus dem bekannten Monthy Python Film. Mit abgeschlagenen Armen und Beinen bietet er dem Gegner frech ein Remis an…

    Hinzu kommen die absurdesten Anschuldigungen, besonders gegen Deutschland, peinlich und mitleiderregend. Wer es 5 Jahre versäumt endlich die alten Seilschaften zu kappen, Reiche ordentlich zur Kasse zu bitten und den Verteidigungshaushalt um 50 % zu kürzen darf sich nicht wundern, wenn die Gläubiger diese Regierung nicht ernst nehmen, bzw. sich täglich über „neue Geistesblitze aus Athen“ wundern.

    Die Krönung aber ist der „shit storm“ via Twitter seit gestern, in der ein Putsch gegen die griechische Regierung unterstellt wird. Hihohahahihiho!!!!! Den vielen Dummköpfen da draussen schenke ich mein Beileid. Verschwörungen sind ja immer spannend, weil meist ungeheuerlich. Und es ist ja so einfach im Netz einem „Schwarm nebst Wortführern“ zu folgen und den „Tätern“ verbal ordentlich auf die Fresse zu geben. Dort gibt es z, B, ja auch keinen Blogwart, der ein wenig das Niveau der Beiträge sicherstellt. News und deren Verarbeitung sind eine subjektive Sache, aber manchmal frage ich mich, ob einege nicht lesen können oder grundsätzlich Denkprobleme haben.

    Umfrage von gestern: blabla ..den Griechen mehr Geld geben blabla..?

    ca. 60 % der Deutschen sagt ja
    ca. 40 % nein

    blabla…“glauben Sie, das Griechenland das Geld zurückzahlt?

    ca. 70 % sagt nein
    ca. 20 % sagt ja….

    Dafür hätte ich gerne eine Erklärung…..

    MfG

    • waltomax sagt:

      Simple Erklärung:

      Nach dieser (sicher getürkten) Umfrage sind die Deutschen schlicht doof. Sie geben gerne Geld an Leute, von denen sie vorher schon wissen, dass diese einen Kredit nicht bedienen können.

      Die ARD meint, es durchwegs mit Vollidioten zu tun zu haben.

    • Skyjumper sagt:

      andere simple Erklärung: Die meisten Deutschen wissen dass sie dass Geld nicht zurückbekommen und wollen trotzdem zahlen. Das mag man dumm finden (ich tu’s), aber viele die man Fragt halten das tatsächlich für die angebrachte Unterstützung. Und mal ehrlich: Wer sich tatsächlich als „Europäer“ sieht darf gegen diesen Finanzausgleich auch nichts haben. Machen wir ja in Deutschland auch (noch), siehe Länderfinanzausgleich. Dass das ganze letztlich nicht ohne einen massiven Wohlstands- udn Niveauverlust ausgehen wird ist vielen vermutlich im Umfang nicht bewußt. Und die Politik (nicht nur in DE) tut auch alles um diese Erkenntnis zu unterdrücken.

      @Lickneeson
      Vorsicht vor der Falle. Nicht alles was man Ihnen in den vergangenen 6 Monaten so an täglichen „Wasserstandsmeldungen“ in die Ohren gepustet hat stimmt. Und schon gar nicht im Zusammenhang. Die Kunst des „Nichtlügens“ besteht ja gerade darin mit objektiv richtigen Splittern einen definitiv falschen Eindruck zu vermitteln.

      Ich hätte die Griechen schon vor 2 Jahren auflaufen und tatsächlich pleite gehen lassen: Aber wenn man sich im Glanze der Öffentlichkeit hinstellt und posaunt man wolle Griechenland HELFEN, dann darf man sich nicht wundern wenn „der Grieche“ genauso öffentlich dann auch darauf besteht dass man ihm hilft und ihn nicht schlachtet.

      • Lickneeson sagt:

        @skyjumper

        Ja, die „Wahrheit“ aus dem Medienkompott zu filtern fällt recht schwer, manchmal belastet dabei die eigene (bereits fertige) Meinung den objektiven Blick. Auch ich hätte Griechenland schon früher ausgeschlossen. Denn sie bleiben eines auch mit 10 Hilfspaketen – pleite.

        MfG

  5. Onyx13 sagt:

    Hallo,
    ich denke es ist sehr einfach wie es der Redakteur geschrieben hat. Was sein sehnlichster Wunsch ist das Perpetuum Mobile zu basteln. Es sind weder Schulkinder noch Genies die eingesperrt werden, es sind Charaktermasken die Interessen vertreten sollen. Das haben sie spitzen mäßig gemacht.
    Wieso soll sich Griechenland entwickeln und Konkurrent werden? Dafür soll auch noch gezahlt werden? Nein, wie üblich in der Waren produzierenden Gesellschaft gibt es auch Pleiten. Es ist doch nicht zu vergessen das die EU als Wirtschaftsblock besser in der Konkurrenz bestehen wollte. Das wird jetzt wieder ein bisschen mehr hergestellt. Da nützt es herzlich wenig hier aufzeigen zu wollen das in einem endlichen Markt die Unendlichkeit eine Chance hat. Es kann jetzt schon mal der Bleistift für Italien gespitzt werden, für noch mehr komische Rechnungen.

    Gruß

  6. waltomax sagt:

    Zunächst mal meinen Dank an „toter_Esel“ für seine Erklärungen zu den CDS und sein Beispiel mit dem Zecher, der nicht zahlen kann und den Wirt auffordert, ihm Geld zum Zahlen zu bringen. Der entgegnet, er habe selber keines. Daraufhin bestelle der Gast eben noch mehr. Und der Wirt bringt es, damit das Spiel weitergehe. Was steckt dahinter?

    Tatsächlich ein “ Spiel“, das nur solange funktioniert, bis man Verluste realisieren und abschreiben muss. Denn dann sind alle nicht mehr nur pleite, sondern bankrott. Das ist der Schlüssel zu der merkwürdigen Finanz – Groteske, welche da auf internationaler Bühne aufgeführt wird. Besonders mit Griechenland.

    Am Ende ist „die große Abschreibung“, welche dem Schuldgeldsystem an sich den Boden entzieht, aber nicht vermeidbar.

    Solange der Bankrott noch in seiner „Latenzphase“ ist, kann man billig Edelmetalle erwerben und sich auch sonst vorbereiten.

    Danke für den Aufschub, Herr Schäuble…

    Und danke an das hiesige Bankhaus sowie an alle die Foristen, die es so gut vermögen, den komplizierten Sachverhalt auch Leuten wie mir zu erklären…

  7. waltomax sagt:

    Ergänzend ist zu bemerken, dass der „Exportweltmeister“, der gegenwärtig seinen teilweise bankrotten Kunden das Geld gibt, um bei ihm Waren und Dienstleistungen einzukaufen, seine „Handelsüberschüsse“ letztlich als Verlust abschreiben muss. Und das bei einem quasi nicht mehr existierenden Binnenmarkt, der über 15 Jahre durch stagnierende Löhne und zunehmendes Lohndumping trockengelegt wurde.

    Auch dazu meine herzlichen Glückwunsch.

  8. MFK sagt:

    Ich denke auch jeder kann erkennen, dass die Verhandlungslösung so nicht umgesetzt werden kann/wird. Erstens löst es die Probleme der Griechen nicht, im Gegenteil wird es sie verschlimmern, zweitens werden die nötigen Zustimmungen u.a. der Griechen selbst, aber auch aller Geberländer ausbleiben. Manchmal muss man eben einen Umweg gehen, um ans Ziel GREXIT zu kommen. Ein alter Fuchs wie Schäuble weiß das natürlich.

  9. bluestar sagt:

    @Lickneeson
    „Wer es 5 Jahre versäumt endlich die alten Seilschaften zu kappen, Reiche ordentlich zur Kasse zu bitten und den Verteidigungshaushalt um 50 % zu kürzen darf sich nicht wundern, wenn die Gläubiger diese Regierung nicht ernst nehmen, bzw. sich täglich über “neue Geistesblitze aus Athen” wundern. “
    Naja, die vergangenen 5 Jahre war ja wohl die CDU-Schwesternpartei ND an der Macht, mit der von Ihnen beschriebenen katastrophalen Bilanz. Das wird natürlich in den MSM gern verschwiegen, Zusammenhänge sind halt Gift für Deutschen.
    Tsirpas und Co. kommen mir vor wie kleine Kinder die die Welt verbessern wollten, irgendwie sympathisch aber absolut naiv, ungeschickt und vor allem unentschlossen.
    Die Chance auf einen harten Grexit mit Schuldenschnitt und humanitärer Anfangshilfe der EU jämmerlich verspielt, reihen sie sich ein in die Riege der Blockparteien Europas – viel Luft, viele Versprechen fürs Wahlvolk, danach Machterhalt, keine zählbaren Ergebnisse, Unterwerfung den wirklichen Machthabern. So werden alle politischen Bewegungen vom System der Macht aufgesogen und neutralisiert. So funktioniert Demokratie.

    • Lickneeson sagt:

      „Naja, die vergangenen 5 Jahre war ja wohl die CDU-Schwesternpartei ND an der Macht, mit der von Ihnen beschriebenen katastrophalen Bilanz. Das wird natürlich in den MSM gern verschwiegen, Zusammenhänge sind halt Gift für Deutschen.“

      Schon klar, ist mir nicht entgangen. Tsipras + Co. haben nur die „Verhandlungsmodalitäten“ neu definiert.

      MfG

  10. Eppner sagt:

    In GR geht es vordergründig um Privatisierung von Rohstofflagerstätten/-Ausbeutung (Öl, Gas, Land, sollte seit 2010 bekannt sein). Dazu Land in die Pleite treiben, Pistole auf die Brust und Treuhand. Ist jetzt ja offensichtlich so. Wem nutzt es? Irgendwelchen der reichsten 700 Familien dieses Planeten? Europa wird zepflückt, weiter privatisiert und geplündert? In der Ukraine ists doch grad genauso. Aber so ist halt das System.

  11. toter_esel sagt:

    Ich finde die Analyse von Ronald Gehrt absolut zutreffend. Mit DER Schuldenlast im Nacken könnte GR auch mit einer Parallelwährung niemals wieder auf die Füsse kommen.

    Dass es sich bei der griechsichen Tragödie um ein Ablenkungsmanöver wegen TTIP handelt, glaube ich nicht. Es geht um Pöstchen und Macht. Macht nix.

    Mich beschäftigt eher die Frage, was die Elite mit dem Zeitgewinn erreichen will. Möglicherweise hofft man nur, dass am Ende ein anderer den Schwarzer Peter hat. Frau Merkel muss man aus dem elitären Kreis ausschliessen, dazu genügt ein Zitat von gestern: „Ich glaube, dass Griechenland damit Chancen hat, auf den Wachstumspfad zurückzukehren“. Ihr Horizont („Wachstum schafft Arbeitsplätze“, „Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft“) und tektonische Platten verschieben sich ungefähr im gleichem Tempo. Die Auswirkungen sind auch ähnlich: #boycottgermany ! Mit Merkel & Schäuble haben wir Deutschen gute Chancen, wieder so beliebt zu sein wie vor 70 Jahren.

    Prof. Stark, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt sagte 2014: „…daß die Zentralbanken weltweit – einschließlich der höchsten Chargen und fachkundigsten Experten – komplett jede Kontrolle und jeden Überblick über die Lage verloren haben. Niemand weiß, wie lange das noch gutgeht und wohin es führt. Seit 2008 ist man nur noch im Notbetriebmodus. Das Einzige, was den ganzen Laden noch irgendwie am Laufen hält, ist das Produzieren von Geld.“

    Diese Aussage erklärt eine ganze Menge.

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