Arbeitslosigkeit in den USA erreicht 18 Prozent

7. Februar 2009 | Kategorie: Kommentare

Die Sprache bezüglich der Wirtschaft erfährt immer wieder kleine „Korrekturen“. So meldet HR-Info, in den USA wären 598.000 Arbeitsplätze im Januar verloren gegangen – verloren gegangen wie Schlüsselbunde, Geldbörsen oder Gedanken. Es klingt netter, als zu berichten, 598.000 Leute wären arbeitslos geworden. Das nur nebenbei. Und selbst 598.000 „verlorengegangene Stellen“ ist noch netter als die Realität, wenn man wie jeden Monat hinter diese Zahlen schaut und sie ins richtige Licht setzt. Wie wäre es mit der Schlagzeile: Arbeitslosigkeit in den USA erreicht 18 Prozent?

Die Arbeitslosenrate U3 beträgt offiziell 7,6%. U3 ist die freundlichste Zahl aus der Datenreihe des Bureau of Labour Statistics (Quelle). Nach dem etwas interessanteren U6-Bogen muss man schon etwas genauer suchen. (Quelle). Dieser beinhaltet nämlich auch alle Personen, die U3 ausblendet und informiert etwas genauer über die aktuellen Zustände am US-Arbeitsmarkt. Es ist eben alles eine Frage der Definition. U6 kommt dabei der Realität wohl am nächsten:

Total unemployed, plus all marginally attached workers, plus total employed part time for economic reasons, as a percent of the civilian labor force plus all marginally attached workers.

U6 meldet eine offizielle Quote von jetzt 13,9 Prozent.

Nach der statistischen Methode aus dem Jahr 1980, auffindbar auf der viel beachteten Internetseite Shadow Stats (Quelle), liegt die Arbeitslosenquote jetzt bei 18 Prozent.

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