Uwe Bergold: Epochale Rohstoffpreisblase wird Anfang der 2020er Jahre auftauchen…

19. August 2015 | Kategorie: Auf die Ohren, RottMeyer

von der Metallwoche

Bereits Anfang Mai dieses Jahres schrieb Uwe Bergold in einem Artikel zum Rohstoffsektor und den Goldminen: „Der vierte und finale apokalyptische „Reiter“ der Krise wird in Form einer epochalen Rohstoffpreisblase, Anfang der 2020er Jahre auftauchen.“

In der vergangenen Woche erschien jetzt ein neuer Artikel und in diesem erneuert Bergold die Einschätzung einer noch vor uns liegenden historisch einmaligen Rohstoffpreisblase.

Müssen wir uns Sorgen machen? Leidet Uwe Bergold aktuell an einer massiven, kognitiven Wahrnehmungsstörung und sieht auf der Autobahn der Finanzanalysten jede Menge Geisterfahrer, die ihm entgegenkommen? Fragen wir doch gleich mal nach…

Zugeschaltet ist uns Uwe Bergold, Gesellschafter der Global Resources Invest GmbH & Co.KG, der pro aurum value GmbH und geschäftsführender Gesellschafter der GR Asset Management GmbH. Er ist verantwortlich für die Anlagestrategie von drei Investmentfonds mit dem Fokus auf groß-, mittel- und kleinkapitalisierte Edelmetall- & Rohstoffaktien. Am Mikrofon: Michael der „Düsseldorfer“, der nach dem Interview „vergessen hat“ die weitere Aufnahme zu stoppen…Viel Spaß!

Quelle und erstveröffentlicht: Metallwoche

Neues zum Gold und Silbermarkt in der Metallwoche am Mittwoch



Themen der Sendung

Alles in Ordnung in der Oberpfalz

Goldinvestitionen: Hier muss differenziert werden zwischen USD und Euro

Die nächste Goldminenhausse:  Werden die (Klein)Anleger dabei sein?

Rohstoffe: Für viele Anleger wird es einen Schock geben

Die vier apokalyptischen Reiter: Ein Blick zurück nach vorn…

Phantomdiskussion: Was Anleger zur ständigen Warnung vor steigenden Zinsen wissen müssen!

Wo gibt es jetzt Auffälligkeiten bei den Minenwerten?

Welches Risiko ist größer: Investiert oder nicht investiert zu sein?

Was muss vor einem Mineninvestment „stimmig“ sein?

Krisenherde: Wurde zu oft „Feuer“ gerufen?

Das Problem: Die meisten Leute warten immer auf einen „Event“

Je länger die Prozesse laufen…

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2 Kommentare auf "Uwe Bergold: Epochale Rohstoffpreisblase wird Anfang der 2020er Jahre auftauchen…"

  1. Michael sagt:

    Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst sind sämtliche nicht investierten Finanzvermögen vom Realzins ausgeschlossen. Das Problem wird werden. Was kauft man von großen Finanzvermögen? Wenn viele kleine Vermögen würden existieren wäre vermutlich zumindest noch ein Rest an Nachfrage nach Assets vorhanden. Die Höhe der Finanzvermögen steht im Zusammenhang mit dem Güterverbrauch der Bereitstellenden und der ist begrenzt. Alles andere ist nur das Ausfüllen des möglichen Kreditvolumens. Jetzt kann es sein dass in dem Kreis symbolhaft gedacht ein großes Quadrat drinnen ist, das andere geometrische Objekte behindert zu wachsen, aber bei der Abdeckung im Moment alles rammelvoll. Man könnte die Vermögen auflösen und in der Welt investieren. Diese Option gibt es schon noch. In Summe muss man den Verbrauch im Westen zurückfahren. Das Problem wird eher, dass man nicht die Güter dazu verwenden kann deren Produktion jetzt schon die Ressourcen überstrapaziert. Deswegen braucht die Welt 100% neue Produkte praktisch. Die Fähigkeit eine solche Strategie umzusetzen ist vermutlich bestimmend bezüglich des im Video angedachten Szenarios. Der Zug ist vermutlich schon lange abgefahren. Anstatt neue Produkte zu machen wurde 20 Jahre alter Wein in neuen Schläuchen serviert. In der Logik des Kapitalismus endet die Fähigkeit in eine Unternehmen zu investieren am Tage an dem der Preis gefunden ist, der Umkehrschluss ist zulässig in dem Moment. Damit ist der Product Mix der Welt im Prinzip stabil. Durch die Derivate kann man immer und ewig das selbe zum selben Preis produzieren. Damit hilft die Neubewertung in den Rohstoffmärkten nur bedingt. Früher hat man ein paar Preise gedreht und es hat sich etwas bewegt.

  2. Unter einer Rohstoff-Blase verstehe ich, daß die Preise für das Assets unnatürlich stark überhöht sind und man gerade dort besser nicht investieren sollte. Wenn ich das Interview aber richtig verstehe, ist doch gemeint, daß man jetzt in Rohstoffe investieren soll, weil der Preis irgendwann explodieren soll? Und zwar so schnell, daß man dann nicht mehr reinkommt.

    Ist es überhaupt eine Blase, wenn der Preisanstieg zustande kommt, weil Geld zunehmend wertloser wird? Statt einer Preis-Explosion ist das doch dann ein Geld-Implosion.

    Prinzipiell stimme ich mit der langfristigen Einschätzung überein. Aber der historische Rahmen der genannten 75-90 Jahre bis zum Neuanfang kann heutzutage durchaus abweichen. Im Prinzip „warten“ wir doch schon seit über 10 Jahren auf den großen Knall?

    Und wer weiß schon, wie lange die ungute Kumpanei von Politikern und Banken noch gehen kann. Das ist ja in dieser Form seit den genannten Aufzeichnungen ab 16xx noch nie da gewesen. Früher hat irgendwann der überschuldete Fürst / König versucht, die Geldgeber über’s Ohr zu hauen, indem er die Zahlungen verweigert hat bzw. er einfach nicht mehr zahlen konnte. Was dann letztlich zu einer Währungsreform geführt hat. Heute sind die Politiker ja „klüger“. Sie müssen ja nicht wie der Fürst früher alles selber ausbrocken, was er sich eingebrockt hat. Die Verantwortung wandert als Staffelstab immer weiter während der Politiker mit „kleinen“ Pöstchen seinen Reibach macht. Bei 0% Zinsen ist zudem jede Darlehenssumme „bezahlbar“.

    Was soll passieren, solange der Souverain nichts merkt, weil er noch immer den Superstar sucht? Panem et Circenses … Rom hat auch etwa 400 Jahre bis zum endgültigen Untergang gebraucht … und die Methoden sind heutzutage wesentlich ausgefeilter!

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