Über den Wandel hier in Frankreich…

29. August 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Jüngst war es hier auch wieder recht kühl. Frankreich ist – zumindest optisch – im Sommer schön. Sonnenblumen oder Lavendel blühen auf den Feldern. Die Heuballen liegen auf den Feldern. Blumen können in jedem Topf und Garten bewundert werden. Wenn Sie nur etwas schielen, sehen Sie ein Gemälde von Monet oder Van Gogh.

Aber es ist nicht alles idyllisch.

„Die Landwirtschaft ist eine Katastrophe hier“, sagte ein Nachbar gestern.

„Das ganze Gegend hier ist im Wandel“, fügte ein anderer hinzu. „Diese Familienbetriebe sind praktisch ein Überbleibsel aus einer früheren Zeit.“

Funktionierende Kommune

Eines der Argumente, das uns vor 22 Jahren in die Gegend lockte, war die Landwirtschaft und die vielen Bauernhöfe. Die Höfe waren eine eigene Kommune mit Menschen, die seit Generationen auf dem Land gelebt hatten. Jeder hatte seine eigenen Werkstätten und Scheunen. Dort konnte der Traktor repariert werden und auch mal ein neues Tor gebaut werden.

Und die Gemeinde wies um die Landwirtschaft herum eine stabile Sozialstruktur aus. Jeder Hof hatte sein großes Steinhaus – oft ein Schloss – wo der Besitzer lebte.

Es gab auch kleinere Häuser – für die Landarbeiter. Die waren zwar weniger imposant, aber hatten mehr Charme als die Häuser der Bauern. Wir haben eine Wohnung über dem Stall … und eine andere über der Werkstatt. In der lebten im zweiten Weltkrieg Flüchtlinge.

Und in den umliegenden Städten lebten die Mechaniker, Kaufleute, Metzger, Bäcker, Gipser, Maler, Ärzte und Anwälte. Also alle anderen Berufsgruppen, die man halt in ländlich-landwirtschaftlich geprägten Gegenden so brauchte. Jede Familie kannte ihren Platz. Jeder hatte seine Arbeit. Und alle erwarteten, dass das alles fast unendlich so weitergehen wird.

Eines Morgens, kurz nachdem wir ankamen, stand ein kleiner, korpulenter Mann mit blonden Haar und dem Lächeln eines Retrievers vor der Tür und erklärte uns, wie das System hier läuft:

„Bonjour“, stellte er sich vor: „Ich bin Ihr Stuckateur.“

Auf den ersten Blick schien dies wirklich eine Neuigkeit für uns zu sein. Wir wussten, dass es Putzarbeiten zu erledigen gibt. Aber wir wussten nicht, dass es schon jemanden gibt, der die Arbeiten ausführt.

„Wie kommt es dazu?“, fragten wir.

„Mein Vater war hier der Stuckateur. Und mein Großvater. Wir haben hier immer Verputzarbeiten an diesem Haus gemacht. „

Schön für uns. Ohne es zu merken, hatten wir bereits ein Korps von Klempner, Schreiner, Maurer und Maler an der Hand. Jeder wusste, was seine Rolle war. Nur einer ließ uns im Strich – der Maler, dem seine Trinkerei in die Quere kam und so keinen guten „Job“ machen konnte.

Eine sterbende Stadt

Wir haben viel von der Arbeit selbst erledigt. Aber es gab auch eine Menge zu lernen. Unser Team von Fachleuten hat es nicht leicht mit uns. Und sie waren auch nicht billig. Aber sie haben uns geholfen, eine Katastrophe zu vermeiden.

Herr Goupil zum Beispiel, arbeitete stundenweise und dazu noch quälend langsam. Er verlegte Bodenfliesen so, als ob er eine Bombe zusammenbauen würde. Jede Fliese musste an der exakt richtigen Stelle sein – ohne Hilfe von Abstandhaltern aus Kunststoff oder Gitter.

Wir hatten die alten handgemachten Terrakotta-Fliesen heraus gerissen und sie wurden wiederverwendet. Die Fliesen waren unregelmäßig. Einige waren noch mit dem Abdruck von einer Katze versehen. Sie waren vorher auf einem Lehmboden platziert.

Die Fliesen waren wahrscheinlich 150 Jahre alt. Herr Goupil verlegte sie so vorsichtig, als ob er erwartete, dass sie weitere 150 Jahre halten sollen.

Herr Goupil ging vor ein paar Jahren in den Ruhestand. Niemand nahm seinen Platz als Nachfolger ein. „Die Menschen wollen meine Arbeit nicht mehr haben. Oder sie können es sich nicht leisten“, erklärte er.

„Sie kaufen billige Dinge aus dem Do-it-yourself-Geschäft. „

Dann hörte auch der Schreiner, Herr Lardeaux, auf. Die gleiche Geschichte.

Dann war es der Metallarbeiter.

„Die Menschen lassen sich keine Fenster mehr machen“, erklärt Herr Lardeaux. „Sie gehen den einfachen Weg und kaufen sich fertige.“

Nach und nach stirbt die Stadt.

Und jetzt sind auch noch die Höfe dran.

Höfesterben in Frankreich
von Bill Bonner

„Ich habe zwei Töchter“, erzählte uns ein Nachbar. „Eine zog nach Paris. Die andere lebt mit ihrem Freund an der Küste. Keiner von ihnen ist daran interessiert, den Hof zu übernehmen. Ich werde ihn verkaufen, wenn ich in den Ruhestand gehe.

„Aber so läuft es überall. Die nächste Generation hat kein Interesse mehr. Der Sohn von Herr Delacroix arbeitet in einer Art Computer-Design-Firma in Toulouse. Herr Pickard hat zwei Söhne. Einer von ihnen lebt in Paris und verkauft – soweit ich weiß – Autos dort. Der andere versuchte zwar, den Hof zu übernehmen. Aber letztlich erachtete er es dann doch als zu schwierig für ihn.“

„Das ist schon eine echte lokale Tragödie. Das hat die Familie auseinander gerissen. Der Sohn und seine Frau sprechen nun noch nicht einmal mehr mit ihren Eltern.“

„Aber das ist eine andere Sache. Um einen Bauernhof zu betreiben braucht es ein Paar. Sie können es nicht allein auf eigene Faust bewältigen. Sie benötigen eine echte Bäuerin… auch wenn es nur darum geht, den Papierkram zu erledigen. Es ist unglaublich, wie viel Papierkram mit all diesen Vorschriften und Regularien bewältigt werden muss.“

„Der junge Jean wollte den Hof ja tatsächlich übernehmen aber seine Frau hatte einen Vollzeit-Job in der Stadt. Er musste sich also um all den Papierkram kümmern und dann ja auch noch um das Vieh und alles andere, was so zu erledigen ist. Es war einfach zu viel für ihn. „

Die Landwirte jammern. Über das Wetter. Über die Banken. Über die Regulierungsbehörden und die Umweltschützer.

„Ja … Landwirte beschweren sich immer“, so unser Nachbar, „aber dieses Mal ist es mehr als das.

Es ist das Ende einer Ära.“

Der Frühling war in Frankreich besonders nass in diesem Jahr. Die Felder wurden überflutet. Pflanzen verrotteten. Die Ernteerträge beim Getreide betragen nur in etwa die Hälfte normaler Ernten. Im Norden sollen sie sogar noch schlechter ausfallen.

Schlechte Ernten waren früher gleichbedeutend mit höheren Preise. Das linderte zumindest den Schmerz ein wenig. Aber heute sind die Preise für Getreide abhängig vom Weltmarkt, also unter anderem von der Lage in Kanada, den USA, der Ukraine, Australien und Argentinien.

Diese anderen Länder produzierten aber so viel Getreide, dass unter dem Strich die Preise sehr schwach und tief waren. Das Jammern der Bauern in Frankreich wird dadurch noch größer.

„Es ist fast unmöglich, den Lebensunterhalt mit einem dieser kleinen Betriebe zu verdienen. Die Kosten sind zu hoch. Die Preise sind zu niedrig. Und wenn Sie ein schlechtes Jahr haben, stellt ihnen die Bank den Betrieb ein.“

„Die Hälfte der Betriebe in dieser Gegend stehen schon jetzt bzw. in den kommenden Jahren zum Verkauf.“
Quelle: Kapitalschutz Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

 

3 Kommentare auf "Über den Wandel hier in Frankreich…"

  1. Martin Ebner sagt:

    Auf dem Land bricht gerade eine ganze Kultur weg. Natürlich auch in Deutschland: http://bayernhochsechs.de/hoefesterben-ausstellung-in-muehldorf-am-inn/

  2. Argonautiker sagt:

    Wohl wahr Herr Bonner. Und all das, weil einige Leute reich und mächtig sein wollen, aber inhaltslos sind, und vielleicht ist genau diese Inhaltslosigkeit auch der Grund für diesen Wunsch.

    Wenn man es genau betrachtet, hat reich und mächtig Sein nämlich keine eigenständige Definition, denn ist einer reich und mächtig, wenn er Millionen hat, aber alle anderen Milliarden haben? Reich und mächtig Sein definiert sich immer zu etwas. Es ist eigentlich unselbständig, neidisch schielend auf Andere. Folglich muß man um reich zu werden, nicht wirklich was Erschaffendes tun, sondern nur diese Verhältnisse zueinander zu seinen Gunsten verändern. Da kommen die Spekulanten ins Spiel.

    Spekulanten sind in etwa so aufrichtig, wie Bauern, die Kartoffeln horten und dann verkaufen, wenn sie wissen, daß sie bald faulen werden, weil sie sie schon zu lange gelagert haben. Würde ein Bauer so etwas tun, wäre das sicherlich anfechtbar. Tut ein Spekulant so etwas, gilt er für clever. Man hat dann rechtzeitig abgestoßen. Ein Spekulant nährt sich davon indem er das möglichst teuer verkauft, was bald im Wert sinken wird, und das möglichst billig einkauft, was bald wertvoll sein wird. Ein Spekulant handelt keine Waren, ein Spekulant handelt Werte.

    Wenn Menschen Jahrzehnte lang davon profitierten, weil Geld anders funktionierte, wie man es ihnen erklärte, um dann, wenn ihr Betrug aufzufliegen droht, das Geld abstoßen, und weil es niemand mehr so richtig will, es an Alle Anderen zwangsverteilen, während sie sich in andere Werte einkaufen, dann entspricht das ungefähr dem, wenn ein Bauer merkt, daß seine Saat nicht mehr keimfähig ist, weil sie zu alt geworden ist, und diese dann in betrügerischer Absicht zu möglichst hohem Preis an Andere verkauft, um sich aus dem Erlös möglichst viel mehr und auch günstiger, besonders gute keimfähige Saat zu kaufen. Wieso wäre das bei einem Bauern anfechtbar, bei einem Spekulanten aber nicht? Die Regeln machen es möglich. Ein Spekulant handelt nicht wirklich, er wechselt nur sein Positioniert sein, und versucht sich dadurch zu verbessern.

    Es gibt vielerlei Handel, die man jedoch grundsätzlich in zweierlei Handelsarten unterscheiden kann. Den Handel, der selbst etwas tut, indem er seinen Sinn darin sieht, Waren die an einem Ort üppig sind, zu dem Ort zu bringen, wo diese Waren knapp sind und gebraucht werden, und das was dort üppig ist, dort hin bringt, wo dies fehlt. Ein offener ehrlicher Handel, der für Alle von Vorteil ist. Und dann gibt es eben den spekulativen Handel, der sich zwischen diesen aufrichtigen Handel einklinkt, um den Wert der Ware auf unterschiedliche Art und Weise möglichst zum eigenen Gunsten zu verändern. Niemand anders hat dadurch Vorteile. Nur er. Einseitige Vorteile bedingen jedoch Nachteile für Andere.

    Z.B. kann man Waren kaufen, sie zurückhalten um die Nachfrage und damit den Preis zu erhöhen, um sich mit dem Erlös etwas besseres einzuhandeln, und sich auf diese Weise selbst hochzuhandeln, ohne dabei einen wirklichen Sinn für Andere zu erfüllen, ja schlimmer, dieser Nutzen erzeugt unweigerlich beim Anderen Verluste weil es Grundlos teurer wird. Die Parasiten.

    Wenn diese Art von Menschen dann wegen ihres „Erfolges“ glauben, daß es ihr gutes Recht ist, so zu handeln, weil sie damit ihre Clevernis gegenüber Anderen unter Beweis stellen, weil sie vermeintlich schlauer sind, und damit nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht haben, sich zu deren Königen zu machen, dann hat das zwar Logik, ist aber inhaltlich falsch, weil sich die zu Königen machen, die die Welt nicht erschaffen, sondern die, die die Welt nur benutzen.

    Wenn Hochfinanzbanker, die lange Zeit vom Betreiben der Zentralbanken profitiert haben, weil sie mittels Geld Geld machen konnten, nun, weil das System nichts mehr abwirft, dort aussteigen, und in physische Werte gehen, und die Gesetzgeber, diesen Vorgang unterstützen, indem sie Regeln machen, die die sparenden Menschen zu Gläubigern, also Anteilshabern des bankrotten Bankensystems machen, welche sie regelrecht zwingen, diese von den Hochfinanzbankern erschaffenen Schulden zu übernehmen, dann weiß man ganz genau, mit was für Menschen man es zu tun hat.

    Wenn diese Gesetzgeber der Welt, dann über die Zeiten hinweg, die Welt unter sich so aufgeteilt haben, daß kein Örtchen mehr frei von ihrem Betrug ist, an dem es sich anders leben läßt, dann ist das globale Sklavenhaus perfekt. Perfekt dafür, daß die großen Schlachten geschlagen werden können, denn eins ist dieser Unart Menschen gleich, sie sind Nimmersatt und wollen immer mehr haben, und so stoßen sie mit ihrem Bestreben unweigerlich an die Grenzen Anderer ihrer Art.

    Dieses Desaster entstand einzig dadurch, daß die Regeln jeweils so geschaffen wurden, welche die Erschaffer benachteiligen und das Benutzen der Erschaffer förderte, folglich geht diese Welt zugrunde, weil irgendwann das Benutzen über das Erschaffen überwiegt. Aber was wollen die Benutzer benutzen, wenn nichts mehr erschaffen wird? In den letzten 2000 Jahren hat es sich dadurch dazu entwickelt, daß die größten Betrüger als die größten Ehrenmänner gelten, und die größten Verbrecher spielen sich als Gesetzgeber und Gesetzhüter auf.

    Eine Lösung daraus könnte dadurch erreicht werden, indem der aufrichtige Teil der bewaffneten Bevölkerung, also Armee und Polizei dieses Vorgehen nicht mehr decken, denn man benutzt auch sie lediglich, denn diese Leute können außer manipulativ zu benutzen nicht wirklich etwas, aber das können sie wirklich gut. Bleibt dieser bewaffnete Teil der Bevölkerung den Benutzern der Welt treu, beteiligen sie sich am Erhalten einer Welt, vor der sie sie eigentlich mal beschützen wollten. Wohl gemerkt die Aufrichtigen unter ihnen. Man muß die Menschen nicht mehr nach ihren Positionen beurteilen, sondern nach ihrem Inhalt.

    Das Erschaffen von Positionen hat es ermöglicht, daß schlechte Menschen in gute Positionen kommen konnten. Ein Mensch sollte jedoch deshalb zum Regenten, Richter, oder Hüter gemacht werden, weil er zur Gerechtigkeit fähig ist, und nicht umgekehrt, indem man eine Positionen schafft, und wer die inne hat, bestimmen kann, was gerecht ist und was nicht. Der Inhalt des Gerecht Seins des Menschen muß höher stehen, als die Funktion der Position des Amtes.

    Ein Bäcker wird deshalb Bäcker, weil er gut backen kann, und das auch die Anderen so finden. Erschüfe man die Position des Bäckers, und man hätte das was da gemacht wird, ohne sein eigenes Urteil fällen zu dürfen, auf jeden Fall als gute Backwaren anzunehmen, dann würden sich bald alle beschweren, was so ein Blödsinn soll. Niemand würde auf so eine Idee kommen das für richtig zu empfinden.

    Leider hat man in den entscheidenden Bereichen des Lebens genau diese Unart eingeführt. Man hat in Regierungs- und Verwaltungsebene Positionen erschaffen, die vor den Inhalt gesetzt sind. Was aus dieser Position gesprochen wird hat man als Mensch widerspruchslos anzunehmen. Die Position verleiht den Positionsinhabern angebliche Kompetenz. Man hat den Menschen entmachtet darüber zu urteilen, ob er das auch so sieht.

    Man kann ihnen von diesen Positionen aus sagen, daß die, die die Welt nur Benutzen, höher wertig sind, als die Erschaffer, indem man die Regeln von dort so machen kann, daß die immer gewinnen. Warum sollte ein Mensch noch etwas Erschaffendes tun, wenn man ihm die Erträge dieser Leistung mit dem umändern von Regeln einfach wegnehmen kann? Und deshalb ist das entstanden, was Bill Bonner mit seiner sterbenden Welt beschrieben hat. Und die stirbt nicht nur in Frankreich.

    Ein König über eine Region muß deshalb König über die Region sein, weil er es umzusetzen vermag, diesen Teil der Welt zu aller Gunsten zu regieren. Schafft man für eine bestimmte Region, zum Beispiel Deutschland, hingegen die Position eines Königs, und muß sie besetzen, obwohl es derzeitig solch einen Menschen gar nicht gibt, der das kann und tut, dann wird das übel enden.

    Was ist die Wirklichkeit?

    Man hat mittels Verträgen zum Beispiel ein Europa geschaffen, obwohl es offensichtlich niemanden gibt, der eine Region von der Größe Europas zum Wohl jedermanns regiert. Und ich befürchte, daß man, weil das weder in Europa noch in den USA oder sonstwo wirklich klappt, gleich eine Weltordnung erschaffen will, obwohl es niemanden gibt, der das zum Wohl aller kann. Und weil das derzeit niemand kann, wird man auch da mittels Regeln folglich festlegen müssen, was das Wohl für jedermann ist, und da schreiben gerade zigtausend Bürokraten zum Beispiel in Brüssel dran, die man auch einfach so in diese Position gehoben hat. Man baut einen Mechanismus, dem sich das Leben zu fügen hat.

    Die inhaltliche Fähigkeit, also ein so sein, sollte jedoch ein Amt hervorrufen. Weil der Mensch ein guter Architekt ist, kann er gute Häuser bauen, auch ein Europa. Hier versucht man das Pferd immer falsch herum aufzuzäumen, man hat ein Ziel, aber es mangelt an Inhalt, also schafft man Positionen durch Ämter. Aber gesetzte Ämter erzeugen ein System, für die eventuell gar keine Fähigkeit vorhanden ist. Nein, ich fühle mich nicht gut regiert.

    Wer darüber zu befinden hat? Der einzelne Mensch. Er muß nicht nur sagen können, ob er gut regiert, gerichtet und gemaßregelt wird, oder nicht, sondern er braucht das Recht, sich einer für ihn ungeeigneten Regierung und Regelsetzung auch entziehen zu können und sein Brot selber backen zu können. Er ist schon schlau genug, zu erkennen, ob er es wirklich selbst besser kann, oder eben nicht.

    Ist die Regierung wirklich so gut, wie sie vorgibt gut für Alle zu sein, dann wäre der Mensch schön blöd, das nicht anzunehmen. Ich bin froh daß es Bäcker gibt, die ihr Handwerk verstehen. Tut der Bäcker aber nur so, als wären seine Backwaren so gut und sie sind es nicht, was sollte es für einen Sinn machen, das annehmen zu MÜSSEN? Es wäre nichts als die Verhinderung der Entwicklung zu einer geeigneteren Wirklichkeit.

    Leider ist es genau das, was wir haben. Um des Erhaltes ihres eigenen Reichtums und Macht willens, verhindern die, die derzeit ohne entsprechende Fähigkeit in ihren Positionen sitzen, die Entwicklung und Genese der Welt. Widerlich. Es gibt kein treffenderes Wort dazu, weil genau das das Gefühl ist, was einen Menschen beschleicht, wenn er Parasitäres gewahr wird. Ekel. Ein dicker aufgeblähter Parasit saugt das letzte Leben aus der Welt und nennt das dann Wachstum und Fortschritt.

  3. FDominicus sagt:

    Es ist eine Preisfrage und wer sich frag wo das Geld bleibt der findet die Antwort auch in den Preisen für Land wenn man in SH mehr als 30 000 € / ha hinlegen muß, dann braucht es sehr sehr lange bis man dieses Geld wieder drin hat. Und ich befürchte auch, die meisten Käufer sind unbeding mehr Bauern, die etwas Wohlhabenderen wissen, das man am Ende etwas zu Essen braucht…..

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