Über den Armutseffekt…

24. März 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Heute klatschen wir hier im Tagebuch „Deep State“ Beifall. (also der „Schattenregierung“, die das Land regiert, egal wer im Oval Office sitzt oder welche Partei den Kongress kontrolliert)  Was für ein kluger Haufen von Schurken. Zuerst unterstützen sie Jeb und Hillary, um sich dann (noch in der Wahlnacht!) hinter Donald J. Trump zu formieren.

Hillary war und ist ja ein bewährte Freundin der Wall Street und des Militärs. „The Donald“ … so stellte sich heraus … ist ein noch größerer Freund. Der Rest ist zumindest aus der Sicht von Deep State ohnehin nur viel Lärm um nichts.

Nach der Wahl gab Herr Trump mit seinen Tweets bekannt, dass „Deep State“ wohl ihn ausspioniert habe.

Nun … natürlich ist dem so. Deep State spioniert uns ja alle aus. Trump tat dabei so, als ob Deep State beonders ihn, den Republikaner Trump, ins Spionage-Visier nahm, weil er ja Deep State bedrohen würde. Die Mainstream-Presse, die tendenziell eher auf Seiten der Demokraten steht, nahm diesen perfekten Köder genau so an, wie man es von ihr erwartet.

„Es gibt keinen Deep State“, sagen sie. Donald sei nur ein „Verschwörungstheoretiker“.

Hier ist Tim Naftali von CNN:

„Die Aussagen des Pressesprechers des Weißen Hauses, Sean Spicer, dass ein super-geheimer, nicht durch Wahlen legitimierter „Deep State“ existiere und angeblich absichtlich den neuen Präsidenten sabotiere, sind giftige öffentliche Wahnvorstellungen.

Das „Deep State“- Konzept ist Unsinn, ein Produkt der sowjetischen kalten Kriegspropaganda und letztlich nur links- und rechtsextremes Verschwörungsdenken.“

Könnte es für Deep State je besser laufen? Es hat den besten Zugriff auf Macht und Geld in der Geschichte. Und jeder, der die Existenz von Deep State öffentlich erwähnt, wird diskreditiert.

Generell findet man ja Wahrheit nur sehr schwer im öffentlichen Raum. Selbst eine Nuance davon findet man nur sehr selten. Und ein bisschen davon ist alles, was wir haben. Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen…

Es gibt zwei Gruppen von Menschen in unserer Wirtschaft:

diejenigen, die ehrlich arbeiten, sparen und investieren und wahren Reichtum schaffen… und diejenigen, die versuchen, diesen Reichtum der ersten Gruppe abzunehmen. Die Macher … und die Wegnehmer eben.

Die Macher machen Win-Win-Deals miteinander. Man tauscht einen Arbeitstag aus. Ein weiterer betreibt mit 50 Dollar seiner Ersparnisse Handel. Beide lernen. Beide kommen voran.

Die Wegnehmer haben auch eine Vielzahl von Geschäftsmodellen. Einige sind „freiberuflich“, sie überfallen Spirituosengeschäfte oder stehlen Kreditkarten. Aber meistens führen sie ihre „Trades“ legal mit der Unterstützung der Regierung aus.

Sie nisten sich in den“Wohlfühl-Programmen“ wie der Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) und der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) ein.

Sie graben sich auch im Verteidigungsministerium ein. Und besonders in den dunklen Ecken der Spionage-Organisationen – wo sie Macht über Menschen bekommen, indem sie sie ausspionieren … ihre Geheimnisse kennen, sie bedrohen und belästigen.

Extrem viele Sumpflebewesen

Aber es gibt noch viele andere Leute im Deep State. Nicht nur die Agenten. Der Sumpf ist voll von ihnen. Einige verwenden Regularieren, um den Reichtum anderer wegzunehmen. Einige verwenden dafür die Gesetzgebung. Wieder andere nehmen dafür das Geldsystem der Feds her. Viele davon – vermutlich sogar die Mehrheit – sind sich nicht einmal bewusst, dass sie an einer betrügerischen Sache teilnehmen.

Sie gehen zu den besten Universitäten. Sie können über das „dynamische stochastische Modell der Fed“ reden. Oder sie investieren einfach wie das große Genie Warren Buffett.

Sie denken, sie machen Geld, weil sie schlau sind. Aber sie häufen keinen wahren Reichtum an. Sie nehmen es einfach von den gewöhnlichen Arbeitnehmern, die es verdient haben,weg. Und zwar mit der verborgenen Hilfe des Fake-Geldsystems der Feds.

Armutseffekt

Und hier pausieren wir, um zu erforschen, wie der sog. „Vermögenseffekt“ der Fed funktioniert.

Billiges Geld soll dafür sorgen, dass Aktien- und Anleihenkurse steigen. Die Besitzer dieser Vermögenswerte fühlen sich dadurch reicher und sind daher bereit, mehr Geld auszugeben. Das ist zumindest die Hypothese. Mit genügend Hochschulausbildung wird ein Ökonom diese Hypothese bejahen. Aber ein Philosoph … oder ein normal denkender Mann sieht sofort, dass das totaler Unsinn ist…

Wenn Sie die Vermögenspreise erhöhen, indem sie die Zinsen senken und so einen „Reichtumseffekt“ produzieren, stellen Sie auch proportional gleichzeitig auch einen „Armutseffekt“ her. Stellen Sie sich den Kerl vor, der sparen muss, um im Ruhestand zusätzlich 10.000 Dollar an Zinseinkünften zu haben. Bei einem Zinssatz von 10% müsste er $ 100.000 ansparen. Aber bei einem Zinssatz von nur einem Prozent muß er eine Million Dollar ansparen. Das schafft er zu Lebzeiten schlechterdings.

Reiche werden reicher

Und während dieser Zeit fehlt das Geld, das zusätzlich gespart werden muss, der Konsumwirtschaft. Das konterkariert ja das Mehr an Spendierfreude der reichen Vermögenswertbesitzer.

Aus diesem Grund haben acht Jahre Niedrigstzinspolitik ein solches anämisches Wirtschaftswachstum hervorgebracht. Die Reichen werden reicher. Relativ gesehen werden Familien ohne Aktien- und Anleiheportfolios ärmer.

Basierend auf dem Dow stiegen die Aktien der Reichen in den letzten 35 Jahren um das 20-fache. Der Real-Lohn des armen Kerls stieg in dem Zeitraum nicht. Und das BIP wuchs nur um das sechs-fache..

Mit anderen Worten, die Leute, die Aktien besaßen, stellten fest, dass ihre Vermögenswerte dreimal schneller als der reale Reichtum der Wirtschaft gewachsen sind. Jetzt können sie mehr von den Sachen des armen Mannes kaufen, einschließlich seines wichtigsten Vermögens: seiner Zeit.

Das System hat die Wirtschaft nicht reicher gemacht. Es hat einfach Reichtum von der Mittelklasse zu den Reichen verschoben. Es ist kein „Reichtumseffekt“. Es ist einfach nur Diebstahl.

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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