Trump schickt Merkel in Rente…

11. November 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Andreas Hoose

Der erste Teil unserer politischen Prognosen für die kommenden Monate hat sich in dieser Woche erfüllt: Donald Trump hat die Wahlen in den USA klar gewonnen.Der „überraschende“ Wahlausgang in den USA könnte auch hier zu Lande ein politisches Erdbeben auslösen…

Was in den Medien jetzt als unvorhersehbares „Jahrhundertereignis“ kommentiert wird, war selbstverständlich genau so geplant:

Der verhasste Außenseiter Donald Trump bekommt von den Kartellen zielgerichtet den undankbarsten Job zugeschanzt, der in der Geschichte der Vereinigten Staaten jemals zu vergeben war: Er wird zum Konkursverwalter einer Nation „befördert“, deren Abstieg und Zerfall sich systembedingt (!) deutlich beschleunigen wird.

Bei der zu erwartenden „Wiederwahl“ Trumps sprechen wir hier über einen Zeitraum von acht Jahren, mit dem großen Finale um 2024. Und weil das alles einer übergeordneten Strategie folgt, werden Sie auch vergeblich auf eine Anfechtung des Wahlergebnisses durch das Clinton-Lager hoffen.

Aus deutscher Sicht viel interessanter ist jedoch die Frage, wie es hier zu Lande politisch weitergehen könnte. Und damit kommen wir zu Teil zwei unserer Prognosen:

Meiner Einschätzung nach wird Angela Merkel unter Präsident Trump nicht noch einmal für das Kanzleramt kandidieren.

Der Milliardär hatte die deutsche Flüchtlingspolitik mehrfach „irrsinnig“ genannt und Merkel vorgeworfen, Deutschland zu ruinieren. Der Bundesrepublik prophezeite Trump Aufstände und „radikalislamischen Terrorismus“. Die Angriffe Trumps waren nicht nur sachlich, sie waren auch persönlich.

Unter diesen Voraussetzungen wird Merkel sich jetzt feige davonmachen. Taktisch nicht ungeschickt, oder auch „rein zufällig“, hatte die Kanzlerin ihre Entscheidung über eine erneute Kandidatur ja lange genug hinausgezögert. Mit der „Inthronisierung“ Donald Trumps haben die Kartelle jetzt signalisiert, wie entschieden wird: Die Kanzlerin kann gehen.

Die ersten Schritte ihres Rückzuges konnten wir noch am Mittwochnachmittag bewundern: In einer ersten Stellungnahme nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses hat Angela Merkel die künftige Zusammenarbeit mit den USA an klare Bedingungen geknüpft. Will heißen: Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wirft Merkel das Handtuch. Oder sie macht auf beleidigt und tritt zur Bundestagswahl 2017 einfach nicht mehr an. Aus heutiger Sicht ist dies die wahrscheinlichste Option.

Was grundsätzlich natürlich zu begrüßen ist, könnte in der Union zu einer echten Existenzkrise führen. Denn die Frage, wer oder was nach Merkel kommen soll, ist völlig offen:

Weit und breit ist NIEMAND in Sicht, der den Job übernehmen könnte. Das zumindest hat die Kanzlerin geschafft.

Das kommende Jahr mit den Bundestagswahlen im Herbst dürfte daher auf der politischen Bühne dieses Landes hochinteressant werden…

© Andreas Hoose Antizyklischen Börsenbrief

 

Ein Kommentar auf "Trump schickt Merkel in Rente…"

  1. bluestar sagt:

    Falls sie nicht wieder antreten sollte, werden jene 59% der deutschen Wähler untröstlich sein, welche sich laut einer Forsa-Umfrage noch diesen Montag für eine 4. Kandidatur ausgesprochen haben.
    Aber heute gab es ja bereits ein Telefonat mit Donald. Vielleicht wird ja alles gut, wer es von der FDJ-Sekretärin bis ins Kanzleramt schafft…
    Ansonsten finde ich die Gedanken von Herrn Hoose zur übergeordneten Strategie und Beförderung zur Konkursverwaltung sehr interessant. Es bleibt auf jeden Fall spannend und hoffentlich friedlich.

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