Tot. Toter. Gold

15. April 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Von Frank Meyer

Ich habe mich eben auf dem Friedhof der Zertifikate umgeschaut. Was für ein Gemetzel. Die Leichenwagen der ausgeknockten Papiere werden in Extra-Schichten in die Gräber verteilt. Vielleicht ist der Spuk am Metallmarkt bald vorbei. Auferstehung der Papierunzen ausgeschlossen. Warum kauft man eigentlich Gold? Oder hat es gekauft?

Die Sache ist schwierig, weil sie zu einfach sein kann. Es ist heute normal, einfache Dinge komplex zu handhaben. Zeitgeist. In der Nacht gab es eine weitere Welle der Verkäufe im asiatischen Handel. Nicht dass es entsprechende Meldungen dafür gab. Aber das kennen Sie schon aus den Nachrichten. Nach dem Debakel am Freitag schicke die dpa eine Standardnachricht heraus, warum es mit den Preisen abwärts ging. Über das Wochenende konnte man sich dann überall die Gründe verinnerlichen. Angeblich waren geplante Verkäufe der zypriotischen Notenbank in Höhe von 13,9 Tonnen daran schuld. Und ein zu früh veröffentlichtes Notenbankprotokoll und der Inhalt der anderen Protokolle aus der Vergangenheit. Was hätte ich gelacht, wenn die Charts nicht so ernst ausgesehen hätten.

Das Zeug ist tot. Mausetot. Gold war schon immer tot. Jedenfalls meines. Haben Sie schon mal lachende oder heulende Unzen gehört? Heute und morgen werden die entsprechenden Begründungen wiederholt. Ja, so ist es, wenn Blasen platzen. Jetzt muss ich doch lachen.

Wie Sie wissen, habe ich eine andere Meinung zum Thema Blasen. Für mich sind die Blasen wo anders angesiedelt, vielleicht sogar in der Vorstellung, mit Edelmetallen stinkreich zu werden. Vielleicht werden die Finanzblasen noch doppelt oder vielfach so groß. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass die Blasen kein ewiges Leben haben und irgendwann ihre Nadeln findet. Deshalb pflege ich meine Gehässigkeit ihnen gegenüber und bringe etwas der Guthaben aus ihnen in Sicherheit. Schließlich kann man nicht nicht in einem Markt sein.

Wie dem auch sei, ein Philharmoniker bei 21.50 Euro mag heute teuer und morgen noch viel billiger werden. Was kümmert es mich? Eine Krügerrand-Münze für 1.130 Euro? Ist das teuer? Ist das billig? Auch das weiß ich nicht, komme aber von einem Gedanken nicht los: Was sagen Preis und Wert? Was ist das eine oder das andere? Ich möchte hier nicht die Definitionen wiederholen. Das müssen Sie schon selbst in Erfahrung bringen. Die Erfahrung darüber wird entscheiden, ob man eine Sache richtig oder falsch macht.

Niemand weiß, wer die Kurse ins Rutschen gebracht hat. Die Wölfe? Commercials? Managed Money? Die Notenbanken? Es spielt auch keine Rolle. Die Charts? Ein Windzug? Vielleicht waren es ja auch die Chinesen. Keine Ahnung. Wir wissen bloß, dass sie Gold gerne und in den letzten Monaten massiver gekauft haben. Warum sollte ihnen ein niedriger Preis nicht passend kommen, gerade wenn sie Masse wollen? Geld haben sie genug. Und sie werden vermutlich Zugang zu Papiermarkt haben und dort agieren können.

Ich habe heute aus Kontrollwecken eine Unze auf die Waage gelegt. Seltsamerweise hat sich im Gewicht nichts geändert, nur der Preis steht viel tiefer. Natürlich tragen viele Goldbugs die Preise täglich und Gewissenhaft in ihre Excel-Tabellen ein und fühlen sich dann ärmer. Viel ärmer. Vielleicht ist das morgen anders und sie sind noch ärmer – oder etwas reicher. Seltsam, dass man ein Vermögen in einer Währung berechnet, aus der man zuvor geflüchtet ist und dann sich eben reicher oder ärmer fühlt, besser oder schlechter.

Die Kinder schreien wieder – nach Charts, nach Gründen, nach der Zukunft, nach bessere Kursen. Mir gefällt das, waren die Kinder des Gold – und Silbermarktes immer die Stimmen der Gefühle und Wünsche. Für mich sind sie immer ein guter Indikator für die Stimmung. Viele werden vor Sorge und Geschrei vergessen, darüber nachzudenken, warum sie den Gold – und Silbermarkt betreten haben – und weil es einfacher ist, mit Klickunzen, die heute früh ausgebucht worden sind. Tot. Abgerechnet wird später. Vielleicht ist dieser Crash, wenn man ihn so nennen kann, auch der Beginn des großen Bärenmarktes mit einem prozentualen Verlust von über 20 Prozent wie auf CNBC und dann anderswo verkündet – und damit eine weitere der vielen Prüfungen.

Heute, morgen oder in den nächsten Tagen trennt sich die Spreu vom Weizen.Und das ist vielleicht gut so wie die Erfahrungen, aus denen man künftig lernen kann, um die gleichen Fehler dann vielleicht bald wieder zu machen. Wir sind alles Übende. Jetzt etwas ärmer in Euronen, aber reicher an Erfahrung – mit der Option, handeln zu können oder zu plärren.

Weitere ausführliche Analysen und Extra-Sendungen gibt es heute auf der Metallwoche


 

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21 Kommentare auf "Tot. Toter. Gold"

  1. FDominicus sagt:

    Mein Unzen, Gramm, viele Gramm haben sich seit meinem letzten Besuch auch nicht geändert. Das Zeug glänzt immer noch und ist immer noch genauso klein und schwer wie vorher. Schaue ich da auf meine Konten, bin ich mir nicht sicher was ich dort sehe? Mein Eigentum oder vielleicht doch nur Manövriermasse für unsere friedensnobelpreistragende EU?

    Ich komme für mich zu den gleichen Schlußfolgerungen wie Sie.
    1 g Gold ist 1 g Gold und da ändert die Berechnung in Zwangszahlungsmitteln gar nichts. Es ist doch nur eine Frage der Erstellung. Wenn die EZB morgen einen 1 Fantastilliarde großen Schein auf den Markt bringt sind dann Billionen genau wieviele Promille? Und auch dann bleibt das Gramm immer noch das Gramm…

    Mal sehen wohin die Reise wirklich geht. Alte Binsenweisheit: „Abgerechnet wird am Schluß“

  2. Lickneeson sagt:

    Alles richtig, lieber Frank.

    Aber für die Kleinlemminge unter den Goldbugs IST es ein Unterschied, ob sie die 10 Unzen für 250 , bzw 1600 Dollar gekauft haben.

    Nur so ein Gefühl…

    MfG

  3. Michael sagt:

    Na, Gott sei Dank. Endlich mal wird mal etwas günstiger … Dirk Müller hat das Verhalten an den Realgutmärkten, als Beginn der deflationären Schockwelle eingestuft vor langer Zeit. Ich habe ja schon wieder soviel Papier rumkugeln … ewiges Elend. Allein was von den Bankanleihen zurückkommt … Ich kauf nur mehr im Apple Store und bei den Metallern … 900 USD beim Gold will ich sehen. Dann wieder – Aufi auf die Mitzi.

  4. Stuelpner sagt:

    War wieder einer der typischen Frank Meyer Artikel die, mal wieder die Geschwindigkeit rausnehmen und den Blick in Richtung der wichtigeren Dinge freigeben.

    Die Essenz des Artikels scheint aber doch der Satz zu sein:
    „Seltsam, dass man ein Vermögen in einer Währung berechnet, aus der man zuvor geflüchtet ist und dann sich eben reicher oder ärmer fühlt, besser oder schlechter.“

    GA
    Stülpner

  5. Michael sagt:

    Es wie bei der Zunamiwelle. Zuerst geht das Wasser zurück und man denkt sich es ist Ebbe … und dann kommt die große Überraschung. Wie 2008, wenn ich so beim Fenster rausehe und Vibrations die ich vom Gesamtbild empfange … in den Assetklassen. Vogerl zwitschern auf der Stromleitung … irgendetwas liegt in der Luft.

  6. Herzog.Waydelich sagt:

    Lieber Frank,

    Ja, diese Sichtweise der Gramm hatte ich auch immer. Das beruhigt die Nerven.

    Es ist überhaupt erstaunlich, wie ruhig ich die letzten 12 Monate die Sache sehe. Denn erstens kann ich die Gesamtweltlage eh nicht ändern und zweitens benötige ich meine Rücklagen -Gott sei dank- garnicht. Was hätte ich also davon, wenn der Goldpreis heute bei 2300 Dollar stünde, ich aber immernoch nicht in den Ruhestand gehe? Nun, wahrscheinlich verspürte ich innerlichen Druck etwas ändern zu müssen und würde Gold verkaufen -zur Risikostreuung sozusagen. Insofern bewahrt mich der aktuelle Rückgang von einem Luxusproblem 😉

    Aber wer sagt mir, dass 2025 der Goldpreis bei 2500 Euro steht? Niemand, nichtmal ich selbst. zu diesem Zeitpunkt wird es den Euro wohl eh ,icht mehr geben. Aber eines ist mal sicher. Anders als 2009, als ich mit Aktien einige Verluste einfuhr und dann die Reißleine zog, anders als damals bin ich überraschenderweise tiefenentspannt was den Goldpreis angeht. bei den Aktien ist es ja immer die Angst, dass da irgendwas unternehmensintern schief läuft, wovon Insider schon wissen und daher verkaufen. Ein Drohender Kraftwerksgau, Schadensersatzforderungen, Fahrzeugrückrufaktionen oder gleich Bankpleite. Nein, heute bin ich ganz relaxt. Denn Gold hat zum Glück kein eigenes Geschäftsmodell. Da kann nichts schief gehen.

    Ab und an hilft es auch, die richtige Münzauswahl getroffen zu haben. Nicht nur die Krüger oder Pandas mit Pressdatum 2012. Ich habe mir eine Auswahl von kleinen, hauptsächlich europäichen Münzen zugelegt. Diese wurden zwischen 1850 und 1960 gepresst. Franzosen, Italiener, Engländer, Kaiser Willhelm, Belgier, Österreicher, Ungarn, … Und wenn man dann mal bedenkt, was die Inhaber dieser Münzen alles erlebt haben:.Angst, Krieg, Tot, Vertreibung, Schwarzer Freitag, hyperinflation, Hungersnot, Raub, Währungsreform. Die Münzer erzählen einem soviel, man muss nur zuhören können. Und sie erzählen Geschichten von Durchhalteparolen, Lug, Aus der DDR hab ich auch Münzen. Geprägt teilweise noch zu Zeiten, wo die Selbstauflösung schon fast mit den Händen greifbar war. Meine Lieblingsmünze ist „40 Jahre DDR“. Warum zum Teufel hat man die noch pressen lassen? Als Abschiedstournee? Ich denke eher, dass es die Ausweglosigkeit war. Man machte das Spiel solange mit bis der letzte das Licht ausschaltete. Genauso wird es heute auch wieder sein.

    Die Menschen wollen an den Endsieg des Papiersystems glauben, denn darin fühlen sie sich wohl, kennen sich aus. Das führt gar zu der Perversität, dass sie ihre vermeindlichen Guthaben noch auf der Bank lassen. In Deutschland kann ich noch sagen ok, aber in den PIIGS? Entschuldigt meine Wortwahl, aber ich müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ich als Ortsansässiger da noch Bankguthaben unterhalten würde. Insofern bin ich wirklich für 100% Haircut bei Spareinlagen, denn eine gewisse Grundintelligenz sollte die Bedingung sein, wenn man an unserem Wirtschaftsleben teilnehmen will. ohne Kenntnis der Regeln darf ich auch nicht zu einem Pokerturnier.

    aber auch diese bewundernswerten Miteuropäer möchten an den Euroendsieg glauben. Allem Interessierten dürfte klar werden was das heißt, wenn mal die Weltwirtschaft kollabiert. Das wird kein Zuckerschlecken werden! Gott sei Dank wurden uns Monate durch die Zentralbanken geschenkt und hoffentlich kommen weitere dazu. Das weltweite,fast unlimitierte Gelddrucken kauft uns einen schönen Sommer. Und diese unbeschränkte Liquidität versetzt die Steippenzieher im Hintergrund in die Lage, jeden beliebigen Kurs eines Assets zu produzieren, egal in welche Richtung. Wenn sie wollen gibt es auch Gold für 900 Euro, einfach weil sie soviele Short-Futures erwerben bis der Kurs erreicht ist. genauso kann man Apple und jede beliebige andere Aktie auf 10.000 Dollar pushen. Dafür muss man Geld einsetzen, was man selbst produziert. zeil Erreicht, Inflationsthermometer und Wirtschaftswachstumindikator zeigen die „richtige“ Richtung. Der Verlust für das System ist gleich 0., ist ja eh frischgedrucktes Geld. Inflation sieht man keine und das ist genau die Gefahr. Es funktioniert so schön mit Gelddrucken. Und inflationsseitig (eigentlich (teuerungsratenseitig) passiert ja auch nichts. Wunderbar. dann generiere ich mal 2% Witschaftswachstum im Euroraum. aber bald stehen Wahlen an, da wäre es für die poliische Stabilität besser wenn es 3% werden. Moment, sagt sich der Ami, wir hätten gern mal wieder eine fast-Vollbeschäftigung. Also wir machen noch ein wenig weiter. Und im Land der aufgehenden Sonne hält man es dann vielleicht für vertretbar, erst bei vollständiger Schuldentilgung bei der alternden Bevölkerung, also vollständigem Aufkauf aller Staatsschilden durch die BOJ, das Bremspedal mal überhaupt zu suchen. Was will ich damit verdeutlichen? Rotationsgeschwindigkeit der elektronischen Notenpressen reduzieren? Ja gerne sagt Notenbank A, aber ich steig als letzter aus dem Zug aus, bremst ihr schon mal. Was interessiert es die Amis, wenn die Japaner plötzlich 4% Inflation haben? Nix. denn wenn sie dann auch aufhören würden bevor deren Wirtschaft brummt, na dann gute Nacht. Und das ist nur ein Beispiel. Nein, die Notenbanken können garnicht mehr stoppen. Das ist nur die ‚gute Nacht Geschichte‘ für die Öffentlichkeit. Und um die tatsächliche Teuerungsrate zu verschleiern, manipuliert man mal lustig an allen Anzeigeinstrumenten. Blöd nur, dass man als Notenbank die Höhe über Normalnull jetzt leider auch nur noch durch den Blick aus dem Fenster erahnen kann.

    Dennoch bin ich dankbar für das getane. Ich habe nämlich keine sehr positiven Vorstellungen von dem, was uns nach dem Systemende erwartet. Zumindest gehe ich davon aus, dass ich mit meinen Münzen dann im Tausch für andere Wahren brauchen werde. Wie seit 5.000 Jahren. Gold doch ein Relikt aus der Steinzeit? Tauschhandel? empört höre ich die Kritiker „Wir leben doch in einer hochtechnologisierten Welt!“ -Eben, das ist ja das Problem. Deshalb streichle ich ja auch ab und an meine realen Goldmünzen. Und höre mir die Geschichten an, von 1871, 1918, 1923, 1933, 1945, 1989 …

    Es grüßt herzlichst

    Herzog Waydelich

  7. Avantgarde sagt:

    Friedhof der Kuscheltiere ist ein Schlummermärchen dagegen 🙂

    Tja Frank…nun sind die 1500 halt doch gebrochen und es geht rasant weiter.
    Gibt es Erinnerungen?
    http://www.rottmeyer.de/eine-keil-warnung-fur-gold/

    Und ich wage den Daxlern gleiches vorauszusagen – auch hier kann der Markt ja angeblich mangels Alternativen nur steigen und jeder Rücklauf ist ein Nachkaufen wert.

    Gold/Silber ist halt auch kein Wundermittel – weder 2008 noch heute.
    Man sollte es zwar haben – aber keinesfalls alles auf eine Karte setzen.
    Wer noch nix hat käme jetzt schon mal zu etwas realistischeren Preisen als noch vor ein paar Monaten – aber ich denke es könnte durchaus noch günstiger werden.

    Und selbst bei dem von manchen so gerne herbeigeredeten Zusammenbruch unseres „Systems“ könnte das „Wundermittel“ ganz schnell entzaubert werden.

    Als Währung zwar zur psychologischen Teildeckung geeignet – zu mehr nicht.
    Aber das laß ich glaub jetzt lieber.

  8. Shindo-Trade sagt:

    die Theorie:

    Das System ist tot, toter, Geldsystem.

    die Praxis:

    man läßst die Praxis einfach nicht zu. Und ja das geht. Ich wunder mich nach wie vor über die Ruhe in den Ländern…

    wir erleben hier „Gottes Werk“ frei nach Mr. Blankfein. Es ist ein ungleicher Kampf. Er war es immer. Die Herren hinter den Vorhängen haben unbeschränkte Bilanzmittel, sie haben unbeschränkte Vernetzung UND sie kennen „den Menschen“ in und auswendig. Die Masse steht und stand immer auf der Verliererseite. Sie lässt sich steuern, sie ist eine Schafherde und wird es bleiben BIS sich sich geschichtlich, kollektiv in die Hirne gebrannt endlich entsinnt, dass nicht der Schäfer und seine Hunde die Macht inne halten, sondern sie selbst.

    ERST wenn es weh tut in den vielen großen und kleinen Geldbeuteln sind die Menschen bereit die rote Pille zu schlucken und den Preis dafür zu bezahlen. Erst wenn „Zypern“ an die Tür klopft wird das ernst.

    Dann kommt die Stunde der Absicherung. Da hilft keine SEC, kein GATA, nur das sture aussitzen und absichern, nachkaufen und bunkern. Gramm für Gramm, Unze für Unze.

    Das spannendste Unterfangen wäre eine Sichtung der Keller von Blankfein und Co. von den Morgans den roten Schildern und all den Konsorten welche hier den Schäfer mimen. Wir werden es nie erfahren.

    Ja, das sind wahrlich harte Empfinden die hier ausgelöst werden… nur wer kauft denn auf…. jemand tut das, ganz genüsslich.

    Schon 2005 war mir bewusst – wir alle werden verlieren, viel, die nächsten Jahre. Manche werden alles verlieren. Gold und Silber waren und sind in keiner Blase. Mehr noch werden wir – da wir weiter und weiter schlafen etwas viel gewichtigeres verlieren – unser aller Freiheit! Das wiegt noch wesentlich mehr als Gold und Silber aber erst wenn der letzte Kreisverkehr europäisch genormt, verordnet, glatt gebügelt wurde, der Genderwahnsinn die Auguren völlig entfesselt manifestiert in ihrem Wahn, wenn die letzten Spareinlagen verheizt wurde, wird die Masse begreifen was und wohin uns das System weiter bringt.

    Ich hoffe noch, denn diese stirbt zuletzt, aber Chapeau an die Herren des „Werkes Gottes“…. die machen wahrlich einen brutalen und äußerst sezierenden Job! Chapeau an die Goldmänner und ihren zahlreichen Vasallen, Chapeau Mr. Soros, ihr Gutmenschen und Philanthropen.

    Eines noch – beachtet die, welche nichts mehr zu verlieren habt, es werden mehr und sie werden kommen. Ich möchte keinen politischen Namen tragen in der nächsten Dekade. Alles hat seinen Preis.
    Zum Gold abschließend – eine Schippe müssen wir wohl noch hinnehmen, der finale Hieb um die Psyche der Anleger nachhaltig zu zerstören. Der Schlüssel dafür wird das weitere dahindümpeln der Kurse sein. Eine reine Vermutung. Aber die Elliott Wellen sind vermutlich untrüglich und die nächste Welle nach oben wird kommen – nur wann? Darin liegt wohl der Schlüssel um die Psyche der Anleger nachhaltig zu zerstören. Wird es IHNEN gelingen – ich habe keine Ahnung – ich hoffe jedoch, die Menschen und Anleger sind mittlerweile – auch Danke Herrn Meyer und Co. – aufgeklärt genug, um dieses System zu durchschauen. Ich hoffe sie werden zu Schäfern ihres eigenen Lebens.

  9. stonefights sagt:

    Ich bin auch komplett tiefenentspannt.
    Gerade bellt der Nachbarhund über den Zaun, scheinbar hat er keine Unzen.
    Wie sagte mein Neffe vor 3 Jahren: „Was ist, wenn dein Szenario nicht aufgeht.“ Ich antwortete ihm: „Dann wäre ich der glücklichste Mensch, der viel Geld verloren hätte…“.
    Ich wählte damals bewusst den Konjunktiv.
    Gerade habe ich meine neue Jahresrechnung zu diversen Versicherungen erhalten. Sch…, schon wieder 100% im letzten Jahr verloren, auf ein Neues…
    Und ? Weine ich, weil meine Hütte nicht abgebrannt ist ?
    Weine ich, weil meine Karre immer noch keine Beule hat ?
    Nein, ich freue mich darüber.
    Vielleicht wird diese Tiefenentspannung ja auch durch die all monatliche Massage gefördert, die immer noch für Celluloses Vertrauen erbracht wird. Solange ist alles gut.
    Und trotzdem, oder vielleicht genau wegen meiner erschreckenden Entspanntheit bin ich immer noch überzeugt, dass irgendwann einmal die Nachbarin bellen wird, ob ich ihr ein paar Scheide Holz oder was von meinem Apfelbaum abgeben würde. Ja ich würde…
    LG stonefights

  10. purity sagt:

    Was kann man mit Gold schon machen? Barren, Münzen, Schmuck und nur ein kleiner Teil geht in die Industrie. Daher finde ich den Preis immer noch zu hoch.
    Silber ist für meinen Geschmack viel interessanter.
    Jetzt ist nur die Frage, wann sollte man nachkaufen? Wie hoch sind die Erzeugerpreise der Silberminen? Wann müssen da welche dicht machen und so die Angebotsseite verknappen, da sie nicht mehr in der Gewinzone arbeiten?
    Und welche Rolle spielen die Papiermärkte?
    Viele Markteilnehmer glauben an eine Manipulation des Preises nach unten durch z.B. JP Morgan. Gleichzeitig glauben sie, dass das Silber bald so knapp wird, dass der Preis in die Höhe schnellen muss.
    Ist JP Morgan also blöd? Und versucht den Preis nach unten zu drücken obwohl er bald nach oben gehen muss? Verlieren die gerne Geld?
    Aber zurück zur Hauptfrage:
    Liebe Leser, wann kaufen Sie nach? Ich hatte gedacht eine Beruhigung abzuwarten und wenn wir dann unter 20 Euro stehen nachzukaufen.
    Also beim Silber unter 20 Euro 😀 wobei ich da ja auch wieder über Gold nachdenken würde 😉

  11. crunchy sagt:

    Was war hierzu mein letzter Kommentar: Gold ist viel weiter als Silber gefallen. Ich halt erst mal die Füße still.
    Na, langsam kommt wieder Blut unter die Sohlen. Die 24 Dollar hatte ich bereits in 2011 mehrfach diskutiert. Ein Ziel darunter nur theoretisch. Fast unergründlich für mich, ist der Preis, zu dem sich die Produzenten am Markt für Papiersilber eindecken wollen, ein Punkt, an dem es sich für die asiatischen Konsumenten nicht mehr lohnt, die Erde aufzubrechen und den Erzimport zu zahlen.
    Bitte nicht festnageln: Ich sehe da aktuell USD 21/22!
    Also, was mache ich? Ich denke an Frank, nehme meine Küchenwaage,
    normiere sie auf Oz., lege 10 Unzen darauf, und stelle fest:
    10 Unzen sind noch immer 10 Unzen!
    „Don´t fight the Fed!“ Gilt nur für Menschen, die sich dem Papiergeld verschreiben. Das kann die Fed ohne Ende drucken,
    Gold und Silber nicht.

  12. getroffen111 sagt:

    Das Argument das eine Unze eine Unze ist und bei fallenden Kursen nicht an Gewicht verliert physikalisch richtig aber unternehmerisch gesehen absolut hirnrissig.Selbstverständlich spielt es eine Rolle wieviele Unzen ich für meine sauer verdienten Baumwollschnipsel erhalte.Selbstverständlich verliere ich an Kaufkraft denn momentan bekomme ich nun mal weder beim Bäckeimmer oder beim Autohändler oder sonstwo Waren für Gold.Edelmetalle sind immer erst in die jeweilige Währung umzutauschen bevor ich dafür Waren erhalte.In dem Szenario wo ich Gold für Lebensmittel tausche halte ich lieber die Lebensmittel.
    Es gibt sicher keinen grund zur Panik,auch ich werde nix verkaufen aber jeder der sich einredet ein fallender Preis sei eine tolle Sache hätte auch im Papiergeld und Rentensystem bleiben können.
    hartgeldpunktcom ist das beste Beispiel für den Fanatismus einiger Goldbugs.Prognostiziert eine Bank fallende Kurse so ist das ein kontraindikator,denn Sie lügt für den eigenen Profit setzt Sie auf einen steigenden Preis hat sie Recht.Geht Gold in den Keller wird ,,gedrückt“ steigt Gold wird es,, nach oben gelassen“.

  13. Avantgarde sagt:

    Tja – ich weiß nicht, ob es hilft oder in die Richtung geteiltes Leid für einige hier geht…

    Eine der großen Ikonen der Neoliberalen Ron Paul dürfte in den letzen Tagen ein recht ansehnliches Sümmchen verloren haben.
    http://www.businessinsider.com/ron-paul-investment-gold-2013-4
    So halbiert man mal eben seine Werte statt sie abzusichern.

    Nun wird der Ron Paul sich das auch finanziell leisten können.
    Ich kann indes nur hoffen, daß nicht all zu viele Normalos all ihr Hab und Gut in einen vermeindlich sichern Hafen gesteckt haben.

    Bei Hartgeldpunkt haben aber sicherlich alle bereits zur Jahrtausendwende gekauft – Verlierer gibt es dort nicht – wie immer…

    Dem Leser, der sich fast ausschließlich auf EM-Seiten tummelt sei gesagt.

    „Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten“
    (Bertrand Russell)

    • Shindo-Trade sagt:

      Mmh und ich glaubte ja immer dass so viele Experten der großen „Geldhäuser“ immer vor diesem Teufelszeug Gold gewarnt haben 😉 so macht sich halt wie immer jeder seine eigenen Gedanken.

      Das „best counting“ Ziel mit 1350 ist erreicht. Das „worst“ knapp unter 1200 kann noch kommen. Muss aber nicht. Aus Sicht des psychologischen Ziels der kompletten Demoralisierung der Massen, gegen dieses „gelbe etwas“, gehe ich mal von aus, dass wir auch noch dahin kommen werter Avantgarde. Man bedenke doch wer einem da gegenüber thront. Mehrere private Notenbanken, mit Werkzeugen welche sonst niemandem im Markt zur Verfügung stehen. Don’t fight against them.

      PS: der gute Ron hat sicher seine Aktien und Scheine abgesichert. Das macht man in solch einem Markt mit solch fiesen Mitspielern. Hat sich nur noch nicht vollumfänglich herum gesprochen. Schade, denn mit Willhelfer der FED mögen solche Marktteilnehmer nicht, die müssen die – klug vorab gehandelt – nämlich auszahlen;-)

      Die nächste Welle nach oben steht übrigens schon bereit. Es wird dauern, aber sie kommt. Sehr mächtig. Nicht einmal die FED kann sich dauerhaft gegen das Systemende wehren. Sie können es nur orchestrieren und das zeigen sie jeden Tag. Wenn die Musik aufhört zu spielen, sind die Kurse der Metalle irrelevant und wir reden hier so oder so über ganz andere Themen.

      • Avantgarde sagt:

        Die sogenannten Edelmetallexperten waren aber so ziemlich alle der Meinung, daß die Metalle noch viel zu billig seien und sie einen Schutz gegen einen Haircut böten…
        Nun gab es den goldenen Silberschnitt.
        🙂

        Wenn Du meinem Link im ersten Posting folgst, dann wirst Du feststellen, daß ich und auch andere die 1200 bereits im Visier hatten.
        So eine grössere Korrektur wurde bisher verschleppt – mit Demoralisierung hat das nix zu tun.

        Die Fed (bitte nicht FED) ist übrigens nicht privat sondern sozusagen halbstaatlich, die EZB ist eine absolut staatliche Institution.

        Es gibt keinen Grund gegen die Zentralbank zu kämpfen – sei froh, daß die Zentralbanken gegen die Greater Depression bisher erfolgreich ankämpfen.

        So eine Greater Depression will weder ich noch die anderen hier erleben – zumindest dann nicht wenn man sich in etwa ausmalen kann was das bedeuten könnte.

        Im Portfolio von Ron Paul fanden sich keine Puts – aber das ist auch egal.
        Er sollte mir nur als passendes Symbol für eine fatale Fehleinschätzung dienen – bei Peter Schiff sieht es vermutlich ähnlich aus.
        Nun kann der gute Ron Paul das zum einen gut verkraften und zum anderen hält er seine Positionen vermutlich schon viele Jahre.

        Ich halte es jedenfalls für unverantwortlich wenn einige professionelle Krisenhartgeldpunktler den Menschen raten all ihre Lebensversicherungen und Sparverträge zu kündigen um alles in Edelmetalle oder/und Minen zu stecken.

        Die Minen sind da übrigens noch eine ganz besondere Katastrophe.
        Immer gepriesen als Hebel auf den Goldpreis – stimmte tatsächlich – nur eben in die andere Richtung.
        Barrick, Goldcorp,Newmont…. – ein einziges Desaster.

        In Wahrheit haben die, die vorgaben ihre und andere Ersparnisse sichern zu können nun am aller meisten verloren!
        Ja, ja… – da gibt es nix zu deuteln.

        Aber ich hab es inzwischen aufgegeben – macht was ihr wollt!
        Dabei hab ich gar nix gegen Edelmetalle – als Beimischung mit Verstand – und nicht als irrer ideller Kauf wegen irgend eines wahnsinnigen Systemkampfes oder so was….

        • Frank Meyer sagt:

          Also nix um reich zu werden? So richtig stinkreich? Eine Unze für`s Haus? Oder eine halbe? Das muss für viele enttäuschend sein.

          • Avantgarde sagt:

            🙂 Ich glaube ein ganzer Strassenzug war die Vorgabe…

            Die Ironie ist:Wer tatsächlich unten zum Jahrtausendwechesl rein ist und oben das alles in pöse Dollars/Euros getauscht hat ist vielleicht tatsächlich reich geworden.

            Mit einem KO-Papierzerti zur richtigen Zeit vielleicht auch stinkreich – wobei die Richtung dort sogar egal wäre.
            Vielleicht wurden ein paar über das letzte Wochenende reich… – nein ich leider nicht. 🙂

  14. spanien sagt:

    Und wenn es nicht gestorben ist, dann lebt es heute noch! Goldige Zeiten!!!

  15. Goldie sagt:

    Ein wenig durchweht diesen Artikel jene Art von Schicksalsergebenheit, die man nächstens am Tresen findet bei Männern, denen die Frau weggelaufen ist und die 8 Bier brauchen, um das zu begreifen. 😉

  16. retracement sagt:

    Schon etwas seltsam den Preis für etwas in einem System zu diskutieren, daß man erst ausserhalb des Systems nutzen kann/möchte? Fast so seltsam wie sich mit Parteien innerhalb der bestehenden Landschaft zu beschäftigen.
    edit: Wählerstimmen sind so gesehen auch nur Klickunzen. Kaum abgegeben sind sie in der Urne 😉

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