Oh my God! (Kolumne aus den Lübecker Nachrichten)

8. Dezember 2009 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Frank Meyer

Im Himmel soll es gebrannt haben, in der Hölle fiel Schnee, als Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein sein Tun als „Gottes Werk“ bezeichnete. Die Götter da oben haben sich aus Angst vor Goldman versteckt, und die da unten haben gleich mal drei Hochöfen geschlossen…

Der kleine Arbeiter im Weinberg des Herrn schüttelte den Kopf und schnupperte den Hauch von Hybris, der inzwischen wieder manch Bankenturm umweht. Die Umbenennung von Goldman Sachs in „Godman Sachs“ scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Gab es göttlichen Beistand für den DAX? Eher nicht. Unternehmen melden sinkende Umsätze und magere Gewinne und sichern zugleich mit harten Einschnitten ihre Existenz, was die Börse mit Pluszeichen quittiert. Börse und Realität haben nichts mehr miteinander zu tun, sagen Händler. Hatte es das jemals? Heute pfuscht die Politik in den Angelegenheiten herum. Stünden jetzt Wahlen an, wäre die „Quelle“ wohl nicht ausgetrocknet. Das Traditionsunternehmen ist auf dem Weg in die Hölle. Bleibt als Erinnerung der letzte Katalog, der mit bayrischen Millionen Euro noch gedruckt wurde und heute bei Ebay „in memoriam“ versteigert wird.

Haben Sie gewusst, dass die Commerzbank inzwischen ein ganz großer Schiffsfinanzierer ist? Ich auch nicht. Ob sich die Hessen damit auskennen? Vermutlich hilft bei Schwierigkeiten wieder der Staat – wie beim Rest der Banken. Das sind doch mal gute Nachrichten. Und auch die Tatsache, dass „Kiel oben“ liegt, rückt angesichts der Überzahl an Schiffen auf den Meeren in ein ganz neues Licht. Ich gehe jetzt erst mal beten. Vielleicht ist noch was im Opferstock.

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