Steigende Zinsen sind Gift für die Börse

10. August 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Claus Vogt  Unsere Modelle zur Beurteilung der Aktienmärkte zeigen bereits seit Monaten die höchste Gefahrenstufe an. Speziell die Weltleitbörse der USA ist fundamental deutlich überbewertet. Die Stimmungsindikatoren zeigen weit verbreitete Sorglosigkeit sowie ein Übermaß an Spekulation. Die Markttechnik ist in allen relevanten Zeitfenstern stark überkauft…

Gleichzeitig signalisieren die makroökonomischen Frühindikatoren, dass sich die US-Wirtschaft am Rande einer Rezession bewegt, und die Unternehmensgewinne sind bereits leicht rückläufig. Schließlich zeigen sich sowohl im globalen Maßstab als auch innerhalb der US-Märkte zahlreiche negative Divergenzen, wie sie für die Endphase einer zyklischen Hausse charakteristisch sind.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

Bis jetzt hat das alles keine Rolle gespielt. Die Aktienmärkte scheinen geradezu unverwundbar zu sein. Der Glaube an die Macht der Gelddruckmaschine und an die Fähigkeiten ihres Bedienungspersonals haben dazu geführt, dass sich erneut eine gewaltige Spekulationsblase entwickeln konnte.

Natürlich wird auch diese Blase platzen, daran gibt es keinen Zweifel. Nur die Frage nach dem Wann ist nach wie vor offen.

Wenn sich die Börsen in einem derart riskanten und fragilen Zustand befinden wir zurzeit, bedarf es nicht unbedingt eines starken Auslösers. Selbst kleine Veränderungen, die in robusteren Zeiten völlig unbedeutend sind, können sich als die Nadel erweisen, welche die Blase zum Platzen bringt.

Bringen die gestiegenen Zinsen die Blase zum Platzen?

Ein gutes Beispiel für diese Tatsache ist der spektakuläre Aktiencrash des Jahres 1987. Damals zeigten unsere Modelle ebenfalls die höchste Gefahrenstufe an. Allerdings waren die fundamentale Überbewertung und die Gesamtverschuldung deutlich geringer als heute, und die Derivatemärkte, die jetzt wie ein riesiges Damoklesschwert über den Märkten hängen, steckten noch in den Kinderschuhen. Dennoch kam es am 19. Oktober 1987 zu einem Kurssturz von mehr als 20%. Zwanzig Prozent an einem einzigen Tag.

Noch heute herrscht keine Einigkeit darüber, was genau den Markteinbruch ausgelöst haben mag. Allerdings gibt es einen häufig ins Feld geführten Kandidaten für den Auslöser jenes Börsenkrachs: steigende Zinsen.

Dass steigende Zinsen prinzipiell Gift für die Börse sind, ist allgemein bekannt und unumstritten. Dennoch neigen zahlreiche Marktteilnehmer im Eifer des Gefechts dazu, einen Zinsanstieg zu ignorieren oder als „in diesem speziellen Fall unbedeutend“ abzutun. So war es im Jahr 1987, so war es 2007, und so ist es auch heute wieder.

Die folgenden beiden Charts zeigen Ihnen die Zinsentwicklung 10-jähriger US-Staatsanleihen. Zuerst in den Jahren 1985 bis 1987, und dann von 2011 bis heute. Ist es nicht erstaunlich, wie sich diese beiden Bilder gleichen? Ich bin gespannt, was die Anhänger des Gelddruckmaschinenkults dieser Entwicklung entgegenzusetzen haben.

Zinssatz 10-jähriger US-Staatsanleihen, 1985-1987

sa1

Wahrscheinlich waren steigende Zinsen der Auslöser des spektakulären Aktiencrashs im Oktober 1987. Quellen: www. decisionpoint.com

Zinssatz 10-jähriger US-Staatsanleihen, 2011-2013

sa2Werden steigende Zinsen der Auslöser für das Platzen der aktuellen Aktienblase sein? Quelle: www. decisionpoint.com

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr
Claus Vogt  Homepage von Claus Vogt

P.S.: Die kommenden Monate versprechen sehr aufregend zu werden… (Seite 2)

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7 Kommentare auf "Steigende Zinsen sind Gift für die Börse"

  1. Michael sagt:

    Ich denke nicht, dass niedrige Zinsen mit etwas anderem zu tun haben, als
    a) Immobilienblase
    b) Blase an den Aktienmärkten
    c) Staatsanleihenblase

    irgendwie über Wasser zu halten. Damit indirekt die Derivate.

  2. Gandalf sagt:

    Hallo Michael!

    Aussagen über den Wert hoher nideriger/hoher Zinsen machen nur dann Sinn, wenn Geld ein (Wirtschafts-) Gut ist wie alle anderen Writschaftsgüter (was natütlich im gegenwärtigen staatlich „angeordneten“ Schwundgeldsystem nicht der Fall ist).

    Wäre Geld ein nicht(staatlich)-manipuliertes (= ent-nationalisiertes) Wirtschaftsgut,dann wäre der Zinssatz der ‚Preis für das Wirtschaftgut‘ – Also eine Information(!) über die Knappheit der jeweiligen Ware.

    Zinssätze würden in einem solchen System ‚Zeit-Präferenzen‘ anzeigen:

    Hohe Zinsen:
    Menschen präferieren derzeit „schnelle Ausgaben, schnellen Konsum“, es wird wenig an Zukunfstinvestitionen gedacht. Unternehmen haben Mühe Gelder für langfristige Investitionen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Sie müssen hohe Zinsen bieten, damit jemand auf seinen Gegenwartskonsum verzichtet(!).

    Niedrige Zinsen:
    Es wurde in der Vergangenheit viel investiert („gespart“). Für Unternehmer heisst das: Es stehen viele Ressourcen bereit mit denen sich ‚jetzt'(!) gute Geschäft (Tauschhandlungen) machen lassen.

    Nun können Sie sich ausrechnen ws passiert, wenn „irgendwelche Falschmünzer, sowie Geld- und Gottspieler“ daherkommen und in einer Zeit in der eigentlich langfristig investiert werden müsste, um den Kapitalstock zu erhalten (also hoher Zins) die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden!

    Die Unterrnehmen bekommen falsche Informationen über den tatsächlichen Zustand!

    Man „glaubt“ das unermessliche Ressourcen vorhanden sind und haut auf die Paucke, investiert in Ideen, die sich in einer „gesunden Preiskonstellation mit hohen Zinsen“ niemals rechnen würden (wie z.B. Immobilien in der Wüste)

    ..und dann gehen auf halber Strecke die Ressourcen aus.. weil sie schlicht nie vorhanden waren…

    ..und dann haben Sie Ihre Blasen.

    • 4fairconomy sagt:

      @ Gandalf

      „wenn Geld ein (Wirtschafts-) Gut ist wie alle anderen Writschaftsgüter…“ Wie richtig. Wirtschaftsgüter, von denen man zuviel besitzt um sie selber nutzen zu können, zeichnen sich dadurch aus, dass sie möglichst bald ausgetauscht werden wollen, um an andere Güter zu gelangen (auch Zukunftssicherheit!). Das Horten eines Wirtschaftsgutes (z.B. Kartoffeln, Möbeln, Dienstleistungen usw.) ist selten sinnvoll oder sogar möglich – ersteres ausser zur Preismanipulation. D.h. es besteht grundsätzlich ein Druck, die Güter, die man nicht benötigen kann, anzubieten.

      Womit das 2.Zitat passt: „Wäre Geld ein nicht(staatlich)-manipuliertes (= ent-nationalisiertes) Wirtschaftsgut,dann wäre der Zinssatz der ‘Preis für das Wirtschaftgut’ – Also eine Information(!) über die Knappheit der jeweiligen Ware.“ Es besteht die Gefahr, dass solches Geld sehr bald ein Gut wird, welches privaten Manipulatoren unterstehen würde, wie z.B. die Geschichte mit Morgan gezeigt hat, der das goldgedeckte Geld bewusst verknappte, um die Kaufkraft des Geldes, welches er besass, zu steigern.

      Geld muss ein öffentliches Gut sein, welches 1. nicht hortbar ist und 2. nicht von Privaten künstlich verknappt werden kann. Dann kann Geld zum Wohle aller funktionieren. Vorstellbar ist auch, dass genügend staatlich anerkannte (zwecks Steuern- und Mietszahlungen) Parallelwährungen Manipulationen verhindern.

      Gerade kürzlich ein Fall von Marktpreismanipulation:
      http://www.srf.ch/news/wirtschaft/hat-goldman-sachs-den-alu-preis-angekurbelt

      Zu erinnern wäre auch an den Libor-Skandal…

      Und an vielen, vielen privaten Preismanipulationen mehr…

      Es sind nicht nur die Staaten, welche die Preise manipulieren! Das ist ein weiterer blinder Fleck bzw. unhaltbares Dogma der Austrian: alles Schlechte kommt vom Staat, der Markt organisiert alles gerecht und bestens. Dies stimmt sicher nur bei gut gewählten Rahmenbedingungen, welche vor leistungslosen Gewinnen von Marktmächtigen schützen!

      • Gandalf sagt:

        @4fairconomy
        (Sie können scheinbar nicht genug bekommen – gell?)

        Zitat:
        „D.h. es besteht grundsätzlich ein Druck, die Güter, die man nicht benötigen kann, anzubieten.“

        klar – und Betrüger, wie Sie entscheiden dann, was ich z.B. als Alterssicherung benötige oder nicht.

        Zitat:
        “ Es besteht die Gefahr, dass solches Geld sehr bald ein Gut wird, welches privaten Manipulatoren unterstehen würde, wie z.B. die Geschichte mit Morgan gezeigt hat, der das goldgedeckte Geld bewusst verknappte, um die Kaufkraft des Geldes, welches er besass, zu steigern.“

        Ich habe Ihen schon einmal nachgewiesen, das „Morgan“ genau die selbe Art Betrug begangen hat, die Sie zu begehen gedenken: Mittels (staatlich garantierten) ‚Zwangsgeld‘ die Bürger ausbeuten. Sie unterscheiden sich prinzipiell in nichts von „Morgan“.

        Ein auf sich allein gestellter Privater jedoch, der Betrug begeht, wird vom Markt gnadenlos abgestraft. Man nimmt sein Geld nicht. Daher setzt sich in einem freien Geldsystem das Beste und betrugsresistenteste Geldsystem durch. Und weil das Betrüger (wie Sie) fürchten wie der Teufel das Weihwasser, sind Sie auf staatliche Hilfe angewiesen um ihr Falschgeld an den Mann zu bringen, bzw. darauf angewiesen, das jemand ihre „bunten Zettel“ als Geld betrachtet. Werthaltiges Geld wird in einer freien Marktwirtschaft stets vom Markt „erfunden“ (und überwacht) und nicht von Betrügern. Daher hat das schottische, goldbasierte Freebanking System ja auch so lange und so erfolgreich funktioniert (bis Aufmerksamkeit bei den Herrschenden erregte)

        Zitat:
        Geld muss ein öffentliches Gut sein, welches 1. nicht hortbar ist und 2. nicht von Privaten künstlich verknappt werden kann.

        Unlogischer Unsinn. Freies Marktgeld kann nie knapp werden, da es der Markt immer wieder neu erfindet, sollte ein Teil „verschwinden“

        „Private“ gibt es wie San am Meer. Wenn von einem Privaten ausgegebenes Geld von diesem in betrügerischer Absicht künstlich verknappt werden würde, würde dieser sich selbst in’s Bein schießen und die Menschen würden sofort das Geld eines der unzähligen anderen Privaten nehmen. Geld ist in in einem freien System niemals knapp, da die jeweilige Geldmenge sich dort automatisch zum Geldwert anpasst. (Auch das habe ich Ihnen unzählige male an praktischen Beispielen nachgewiesen. Sie schienen sich ein Spaß daraus zu machen, widerlegten Unsinn immer wieder zu wiederholen, bis der andere aufgibt)

        Es gilt auch hier: das beste Geld setzt sich durch und nicht das Geld der Betrüger, die sich mit dem Staat in’s Bett zu legen versuchen um mittels des Gewaltmonopols ihren Betrug gewaltsam und hinterhältig durchzuziehen.

        Zitat:
        „Gerade kürzlich ein Fall von Marktpreismanipulation:
        http://www.srf.ch/news/wirtschaft/hat-goldman-sachs-den-alu-preis-angekurbelt

        Zu erinnern wäre auch an den Libor-Skandal…

        Und an vielen, vielen privaten Preismanipulationen mehr…“

        …Manipulationen von Betrügern, deren Betrug nur funktioniert, weil sie politsche Rückendeckung von (sozialistischen) Politikern haben. In einer freien Marktwirtschaft wären sie sofort pleite, da niemand mit Betrügern Geschäfte machen MUSS und daher regelmäßig auch nicht wird. (Genausowenig wie mit Ihnen)

        Zitat:
        „Es sind nicht nur die Staaten, welche die Preise manipulieren! Das ist ein weiterer blinder Fleck bzw. unhaltbares Dogma der Austrian: alles Schlechte kommt vom Staat, der Markt organisiert alles gerecht und bestens. “

        Auch wieder so eine verlogene Nebelkerze von Ihnen. Kein Marktwirtschaftler hat je behautpet, das eine freie Martwirtschaft (= Marktwirtschaft frei von politschem Einfluss) alles „Bestens“ regeln würde. Freie Marktwirtschaf ist ledigliche eine bewährte Methode wie man mit Knappheiten effektiv (und gerecht) umgeht. Martkwirtschaftler unterstellen kein „Heheres Menschenbild“, sondern nehmen die Menschen so wie sie sind – und geben Ihnen die Chance selbst für ihr Auskommen zu sorgen.

        … Was ihnen Sozialisten und sonstige Betrüger zu verwehren versuchen die mit fiktiven Menschenbildern und vorgelogenen Paradiesen haussieren gehen, die sie auf Kosten anderer gedenken zu verteilen. Perfide Brandstifter, die sich als Feuerwehrmänner ausgeben.

        Sie haben auf eine andere Frage noch nicht geantwortet:

        Wie kaufen Sie mitells ihren ‚Bedürfnissen‘ beim Ölscheich Ihr Öl ein? Glauben Sie im Ernst sie können ihm mit Ihrem Falschgeld betrügen? (Oder gedenken sie ihn zu überfallen, wie es die USA machen, wenn niemand ihre Dollars mehr will)

        • 4fairconomy sagt:

          @ Gandalf

          „Freie Marktwirtschaft“ – ist eine Utopie, ein dummer Begriff, der nicht weiter hilft. Marktwirtschaft wird immer in einem gesellschaftlichen Kontext stattfinden, wo es Regeln, Usanzen des Zusammenlebens usw. gibt. Oder soll z.B. jeder die Flüsse und das Grundwasser beliebig mit giftigen Stoffen, welche er bei der Produktion von Gütern verwendet, belasten dürfen? Sind Gesetze, welche dies verbieten, eine Einschränkung der freien Marktwirtschaft? Endet die Freiheit des einen, wo die Freiheit des anderen beginnt? Wer stellt dafür die Regeln auf und beachtet deren Einhaltung?

          Das Freebanking mit nicht-staatlichen Währungen, finde ich einen sehr guten Ansatz und ein Versuch damit wäre sicher sinnvoll und zu unterstützen. Es gibt schon ein paar Hacken, welche zu klären wären: auch hier könnten sich Monopole bilden, gegenseitige Abhängigkeiten, Druckversuche usw. entstehen ( „du darfst nur meine Währung annehmen und benutzen, wenn du diesen Vorteil haben willst oder du kein schaden haben willst“). Also auch hier müsste beobachtet werden, ob es nicht zur Bildung von Marktmacht kommen könnte von Währungsanbieter. Ein weiteres Problem ist die Staatsfinanzierung. Die Staatseinnahmen würden aus vielen verschiedenen Währungen bestehen. Es ist kein unüberwindbares Problem, aber eines, welches gelöst werden müsste. Aber ansonsten hätten in einem Freebanking-System auch umlaufgesicherte Währungen platz. Insgesamt durchaus ein interessanter Ansatz.

  3. crunchy sagt:

    Niedrige Zinsen, auf lange Zeit, sind DAS „New Normal“, schon gemerkt?
    Da schrillen die Glocken, keiner hört sie.
    Das New Normal hat historisch schon immer die Wende eingeläutet.
    Diese Wende wird fundamental sein. Eine Anpassungskrise (Deflation), wie sie nur alle paar Jahre 70-80(?) vorkommt.
    Da wird ein Derivatekollaps, wie auch schon früher, dazugehören.
    Für Leute, die pünktlich ihr IPhone wechseln, eine Katastrophe!
    (Das wäre perfektes Timing: Es soll doch im Herbst ein Neues kommen?)

    Also: Worüber aufregen?

  4. Gandalf sagt:

    @4fairconomy

    Zitat:
    „“Freie Marktwirtschaft” – ist eine Utopie, ein dummer Begriff, der nicht weiter hilft. Marktwirtschaft wird immer in einem gesellschaftlichen Kontext stattfinden, wo es Regeln, Usanzen des Zusammenlebens usw. gibt.“

    Wenn Sie genau gelesen hätten, was ich geschreiben habe, dann müssten Sie auch hier nich twiede rein eAtnwort zusammenreimen, die nicht zu meinen Aussagen passt!

    Diese war: „freie Martwirtschaft (= Marktwirtschaft frei von politschem Einfluss) “

    Ich sprach klipp und klar von „frei von POLITISCHEM Einfluss“!!?? Sie reden vopn „gesellschaftlichen Kontext“ – den es selbstverständlich in einer freine Marktwirtschaft gibt: Das Privatrecht! Privatrecht ist NICHT Politik!
    (Eine Diskussion mit Ihnen könnte viel angenehmer sein, wenn Sie nicht ständig ungenau lesen und Begriffe verdrehen würden oder logisch widerlegbare und widerlegte Aussagen wie ein Paternoster herunterbeten und ständig wiederholen)

    Zitat:
    „Oder soll z.B. jeder die Flüsse und das Grundwasser beliebig mit giftigen Stoffen, welche er bei der Produktion von Gütern verwendet, belasten dürfen?“

    In einer Privatrechtsgesellschaft schützen Eigentumsrechte vor Mißbrauch und Versklavung und Betrug zu Lasten Dritter. Kein Privater hätte interesse an der Verseuchung seines Grundstückes, da es dann wertlos würde und er in Haftung für die Entsorgung käme. Es ist also wichtig, das in einer Privatrechtsgesellschaft Gesetze auch eingehalten werden – und nicht wie im Sozialismus im Namen des Gemeinwohl beliebig verbogen werden dürfen. (Siehe auch die Umweltschäden in der DDR und Sowjetunion im Vergleich zu einer privatrechtlichen Rechtsordnung). Nur umkeinMißverständnis aufkommen zu lassen. Auch uin einer Privatrechtsgesellschaft wird es natürlich IMMER Verbrecher geben.- Aber die Betrogenen haben die Chance dagegen einzuschreiten und künftige Schäden Verbrechen sukzessive zu minimieren.

    Zitat
    „Sind Gesetze, welche dies verbieten, eine Einschränkung der freien Marktwirtschaft? Endet die Freiheit des einen, wo die Freiheit des anderen beginnt? Wer stellt dafür die Regeln auf und beachtet deren Einhaltung? “

    Regeln stellen die Menschen untereinander auf, – wie z.B. inerhalb der erfolgreichsten ‚aqnrchischen Organisationsform‘ die wir in der BRD haben: dem „nicht- eingetragenen Verein“ (Freiwillige Feuerwehren sind übrigens regelmäßig so organsiert. Es funktioniert wunderbar, was ich als Mitglied einer solchen bestätigen kann: Wer anschafft – zahlt auch und umgekehrt. Daher schafft nicht jeder für sich an, sondern es wird nur das angeschafft, was den anderen Mitgliedern nutzt. Selbstregulation eben. Bei einer juristischen Person ist das anders: Hier kann der Vortstand „bestellen“, – was dann die anderen zahlen müssen.

    Zitat:
    „Es gibt schon ein paar Hacken, welche zu klären wären: auch hier könnten sich Monopole bilden,“

    Monopole können sich regelmäßig nur mittels politischer (staatlicher) Unterstützung bilden und halten. Private Monopole scheitern an den Monopolkosten, die beim Niederhalten der Konkurrenz entstehen. (Daher suchen ja Konzenrne stets Nähe zu Staat und Politik: Um die Monopolkosten ‚per Staatsgewalt‘ auf die Allgemeinheit abzuwälzen und die Rendite einzustreichen).

    Ein privates Monopl wäre buchstäblich „ein Engel“: Optimale Produkte für den Verbraucher, die dauerhaft konkurrenzlos günstig sind.

    Zitat:
    “ Ein weiteres Problem ist die Staatsfinanzierung. Die Staatseinnahmen würden aus vielen verschiedenen Währungen bestehen. “

    Möglicherweise anfänglich und nur für einen Zentralstaat. Aber ich denke das ich schnell das „beste Geld durchsetzen“ wird. (Vor dem 1. WK gab es ja schon eine Art Euro, die alle Staaten gleich gern nahmen: 1 Gramm Gold war in Berlin genauso 1 Gramm wie in London oder Paris

    Zitat:
    „Aber ansonsten hätten in einem Freebanking-System auch umlaufgesicherte Währungen platz. Insgesamt durchaus ein interessanter Ansatz.“

    ..sehen Sie 4fairconomy – mit Aussagen dieser Art können wir beide gut miteinander leben. Danke

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