Europas Schulden in Gold & Silber

16. September 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

 von Frank Meyer

Gold kostet weniger als 1.800 US-Dollar pro Feinunze; Silber weniger als 40 US-Dollar. Eigentlich bin ich auf der Suche nach Verhältnissen. Nicht dass Sie mich falsch verstehen, ich versuche nur, hinter die Dimension der Billionen zu kommen, die Billionen europäischer Staatsschulden…

Schnell musste ich feststellen, dass der Umgang mit einer Zahl und 12 Nullen daran (durch Nullen geschaffen) sehr beschwerlich ist. Mein Taschenrechner hatte ein forsches ERROR parat, als ich 32.000.000.000.000 Euro eingeben wollte. 32 Billionen Euro entspricht der Gesamtverschuldung der Eurozone, sagte Thorsten Polleit und meint damit die Schulden der Staaten, Privaten und Banken. Eine Blase? Ich weiß es nicht, denn sie könnte größer werden. Zumindest bemüht man sich darum, in dieser Sache erfolgreich zu sein.

Zahlen kühl und ist tückisch. Doch dann entdeckte ich im Computer einen Rechner, der auch besondern große Zahlenkolonnen verträgt. Was glauben Sie, wieviele Nullen in einer Exel-Tabelle Platz finden! Und dann verglich ich diese Zahl mit der Größe des Goldmarktes.

Ach ja, in den letzten Tagen gab es viele Warnungen wegen des so hohen Goldpreises, dass ich mir nicht mehr so sicher war, ob die „Goldblase“ vielleicht doch platzen könnte. Der Chart sieht zum Fürchten aus, sagen BlaBlaBlasen-Experten.Sie erkennen nicht, dass die Währung das Problem ist.

Fast wäre ich ihnen auf den Leim gegangen. Und dann fiel Gold, vielleicht nur wegen der erneuten Preissubvention für Goldbugs. Gold ist schließlich so teuer geworden, dass ich es fast nicht mehr mag.

Wenn das Leben aus Preisen bestünde, befänden sich die für Kranken- und Rentenversicherungen auf Allzeithoch. Auch Versicherungen sind so tückisch wie Sonntagsreden der Politiker. Je höher die Preise sind, desto komfortabler behandelt und sicherer fühlt man sich. Qualität hat ihren Preis. Oder? Mehr Leistung, mehr Komfort und ein gutes Gefühl. Beim Gold ist das anders. (Seite 2)

 

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33 Kommentare auf "Europas Schulden in Gold & Silber"

  1. wolfswurt sagt:

    Lieber Herr Meyer,

    natürlich sind die Schulden gezwungen zu steigen.
    Sie wissen doch auch das die Ursache in der Schöpfung aus dem Nichts liegt.
    Und dieses Nichts fordert auch noch Zinsen.

    So geht es stetig bergauf mit der vermeintlichen Schuldenlast oder gab es seit 1913 jemals einen Rückgang?

    Der Rückgang der Schuldenlast in Deutschland war 1923/24 und 1948.

    Der Rückgang von Schulden einerseits bedeutet das atomisieren von Vermögen andererseits.

    Wer will das schon?

    Drum laßt die Schulden wachsen und sperrt euch nicht ständig dagegen.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt…

      • Edwin Glaser sagt:

        100% Widerspruch

        Dieses Schulden/Guthaben Hickhack hängt mir inzwischen zu beiden Ohren raus.

        Mein Vermögen atomisiert sich sowieso zum jedem Monatsende. Ja und?

        Lasst uns einfach am 30. September alle Schulden und Guthaben ausbuchen. Ich will endlich mal wieder was anderes lesen.

        • Waldfee sagt:

          @wolfswurt, meyer, glaser

          alle habt ihr Recht. Aber Herr Glaser besonders. Ich kann es auch nicht mehr hören. Jeder gibt seinen Senf zu irgendwie immer den selben Themen. Das soll keine Kritik sein (zumind. nicht an Ihnen Herr Meyer) aber es ist dennoch ermüdent, immer das gleiche zu lesen. Ich hab in unserer Lokalpresse auch den einen oder anderen Artikel veröffentlicht. Aber mittlerweile laß ich es, mich weiter auszulassen. Ich müsste sonst immer wieder das gleiche gegen diese eingebildeten Mietfedern kommentieren. Und das ist nicht wirklich lustig.

        • wolfswurt sagt:

          Ausbuchen und dann?

          Das gleiche Spiel von vorne?

          Wieder den Monat lang dem Papiergeld hinterher rennen?

          Wer nicht versteht welch unnatürlicher Mechanismus dem Geldsystem inne wohnt, der sollte wahrhaftig etwas anders lesen.

          Natürliches Wachstum beschleunigt sich ab dem Zeitpunkt der Entstehung des Lebens(Geburt) um dann langsam abzusinken(Zerfall).

          Geldwachstum mit Zins und Zinseszins wächst langsam um dann expotential zu steigen und aprupt abzureisen(Crash).

          Natur und Zinsgeld ist gegenläufig.

          Ein griechischer Philosoph bemerkte dazu: der Zins ist die widernatürlichste Sache der Welt und die ihn verlangen gehören mit dem Tode bestraft.

          Wie heißt es aus Volkes Munde so schön: Wer nicht hören(oder lesen) will muß fühlen.

    • Karl Napp sagt:

      Die Gesamtverschuldung der Eurozone beträgt natürlich nicht 32 Billionen EURO. Die Zahl mag die Staatsverschuldung sein, aber dem stehen virl höhere Vermögen der Privaten entgegen. Hier ist auch anzusetzen. Wessen Vermögen werden da gerade gerettet? Doch wohl die der großen Vermögensinhaber. Dann müssen diese auch die Kosten dafür tragen. Statt dessen wird üer Target2 auch noch die Kapitalflucht der griechischen Oligarchen letztendlich der EZB aufgebürdet und von dort landet sie bei den Steuerzahlern und hier zu einem beträchtlichen Teil auch bei dem deutschen Steuerzahler. Es lebe der Kapitalismus – oder Sozialismus?

  2. Silberdax sagt:

    Bereiten wir uns auf die Währungsreform vor:
    http://www.bueso.de/

  3. Alchemist sagt:

    Tag zusammen.

    Man setze sich mal auf eine Bank am Ufer der Mosel. Nach kurzer Zeit kann man beobachten, wie ein Lastkahn mit Schotter von links einem Lastkahn mit Schotter von rechts begegnet. Gleiches gilt für Kies, Kohle, Schrott uam.

    Das Bild kam mir gerade wieder in den Sinn als ich Ihren Artikel las (vielen Dank Herr Meyer, immer gut zu lesen!). Ich bin da kein Experte, schon gar nicht mit gegeltem Haar, von daher mal ne Frage: Wenn alle Staaten verschuldet sind, bei wem haben die denn dann Schulden? Kann es sein dass Frankreich bei Deutschland verschuldet ist und Deutschland bei Frankreich? Oder über zwei oder mehr Ecken? Gehen Gelder von links nach rechts und von rechts nach links über die Grenzen wie der Kies auf der Mosel? Oder wo hat Deutschland sonst den ganzen Kies geliehen? Letztlich sicherlich bei den Bürgern dieser und der nächsten Generation(en), klar, aber primär? Rein technisch?

    Würde mich mal interessieren, wie gesagt, kein Experte und nur unbefriedigendes Halbwissen…

    Viele Grüße,
    der Alchemist

    • bts_freak sagt:

      Naja, wenn das so wär, wär es natürlich prima. Dann könnten wir ja alle unsere Schulden zurückgeben und wären schuldenfrei.
      Grob gesagt läuft es ungefähr so: Der Staat ist bei dem verschuldet, der den Schuldschein in der Hand hält (Bundesanleihe). Das kann ein anderes Land sein, zum größten Teil sind es aber die Bürger das Landes selber. Zum Großteil über (Lebens-)versicherungen, Finanz(spar)produkte der Banken aber auch über die Schatzbriefe direkt. Die meisten wissen gar nicht, dass Ihr Finanzprodukt 8Bausparvertrag/Sparvertrag/Lebensversciherung/etc.) im Hintergrund zum Großteil Anleihen enthält.
      Daher könnte man die Situation nur lösen, in dem man alle Ersparnisse (Finanzprodukte) einfach als ungültig erklärt und sagt, dass diese nun nie mehr zurückgezahlt werden und unwirksam sind.
      Das genau passiert bei einer Währungsreform und ist streng genommen eigentlich auch der einzige Ausweg, der bleibt. Nur darf man das natürlich nicht zugeben…
      Achja, die Gesetze dazu stehen alle schon, da brauch man nur mal ins Gesetzbuch schauen.

    • karlie sagt:

      ———Wenn alle Staaten verschuldet sind, bei wem haben die denn dann Schulden?——–

      http://www.forbes.com/wealth/billionaires/list

  4. DukeNukem sagt:

    Hallo Leute!

    Bin erstmals vor ein paar Tagen von Cashkurs auf diese Seite gelangt. Wirklich schön dass es Leute wie Herrn Meyer, Herrn Müller etc. gibt die das System kritisch hinterfragen und nicht nur ´´politisch korrekt´´ rumschwadronieren!
    Erschreckend finde ich wie unwissend die Leute in meinem Umfeld drauf sind. Keiner macht sich Sorgen ums Geld, um die Staatsverschuldungen und den anderen Dingen die im Argen liegen! Naja, wenns zu spät ist werden auch die aufwachen 😉

    Wahnsinn was da tagtäglich neu an Schulden angehäuft wird… und noch wahnsinniger dass die Politiker uns erzählen: alles wird gut!

    Schöne Grüße
    Duke

  5. CFritzsch sagt:

    Apropos, zieht Gold Blitze an:
    Ja, sollte es, denn es ist ein super guter el. Leiter.

    Schönes WE
    CF

  6. KommissarSchneider sagt:

    Ich bin übrigens nach langen Jahren der Beschäftigung mit dem Geldsystem davon abgekommen das der Zinseszins die „Ursache“ aller Probleme ist. Klingt erst mal ketzerisch aber ich glaube das Grundübel ist folgendes:
    Schulden haben immer eine zeitliche Tilgungsfrist, gegenüberliegende Guthaben aber nicht.
    Das führt dazu das Schuldner pleite gehen müssen (!) weil die Guthabenbesitzer, aus falsch verstandenem Spareifer zu lange auf ihren Geldguthaben „hocken“. Damit aber der Schuldner dann doch nicht pleite geht, verschuldet sich eben der Staat und erzeugt erstmal ersatzweise Guthaben das der Schuldner nutzen kann zur Tilgung.

    Und zum Zins hab ich folgende Überlegung:

    Ein Bäcker nimmt einen Kredit von 100 Euro, bezahlt seine Mitarbeiter und backt 100 Brötchen, pro Stück verkauft er Sie für 1 Euro. Er kann auch alle verkaufen, klar Schuld und Guthaben dafür ist ja prinzipiell da. Nun soll er aber noch 5 Euro Zinsen an die Bank zahlen.

    Und nun kommts. Er muss jetzt so gut sein das er es schaftt 105 Brötchen mit dem Kreditaufwand von 100 Euro zu backen. Er hat also schon mal den “Zins” als reale 5 Brötchen, nun muss der “Zins” nur noch monetarisiert(!) werden. Und zwar nicht durch den Bäcker selbst (wär ja dumm) sondern nun muss ein Konsument im Publikum die 5 zusätzlichen realen Brötchen so gut finden das dieser Konsument bereit ist sich in Höhe von 5 Euro zu verschulden. Dann bekommt der Bäcker seine 5 Euro Guthaben und zahlt seine Zinsen an die Bank. Und jetzt stehen den 5 Euro Guthaben des Bankeigentümer die 5 Euro Konsumentenschuld gegenüber. Jetzt muss nur noch der Bankeigentümer dem Konsument etwas im Gegenwert von 5 Euro abkaufen und Zinsguthaben und Zinsschuld “verpuffen” im Nichts.

    Ist das Problem nicht deshalb das Unternehmen ihre Zinsen zwar locker zahlen könnten wenn Sie ihre Überproduktion bei der Bank in realen Werten als Zins zahlen könnten. Da aber die Bank den Zins in Geld will müssen sie jemanden finden der ihre ja real vorhanden Zinswarenüberschüsse monetarisiert(!), weil die Bank eben den Zins in Geld will, nicht in Waren.

    Also ganz kurz: In Waren gerechnet ist der Zins vorhanden, es muss nur jemand bereit sein diesen auch zu monetarisieren um ihn zu einem Zins zu machen den die Bank akzeptiert.

    Und wenn endlich mal die „Reichen“ Zinsguthabenbesitzer ihren gegenüberliegenden Zinsschuldner das Guthaben zur Tilgung zukommen lassen würden hätten wir keine Probleme. Nur bleiben derzeit die Zinsguthabenbesitzer auf ihrem Guthaben sitzen (sparen) und der Staat erzeugt durch Staatsschulden erstmal Ersatzguthaben das die Zinsschuldner zur Tilgung benötigen. Denn einem Zinsschuldner sitzt ja immer die Tilgungsuhr im Nacken, einem Guthabenbesitzer aber wird keine zeitliche Frist zu Ausgabe seines Guthaben gesetzt.

    Die Zinsguthaben müssen endlich verkonsumiert werden! Wenn das nicht passiert verschwinden Sie sowieso im Rahmen einer Insolvenz des Zinsschuldners!

    Beste Erklärung hierzu: Jörg Buschbeck auf dem Geldkongress. Hat mir nach Jahren der Geldsystemkritik noch mal die Augen geöffnet.

    http://www.youtube.com/watch?v=Lp_BvqcCGwA

    • Avantgarde sagt:

      „Die Zinsguthaben müssen endlich verkonsumiert werden! Wenn das nicht passiert verschwinden Sie sowieso im Rahmen einer Insolvenz des Zinsschuldners!“

      ….oder wieder zurück verteilt werden, da durch das hoch akkumulierte Kapital der Zins für den einzelnen gar nicht mehr verkonsumiert werden kann.

      Ganz genau!

      Das Kreditgeldsystem hat eben immer eine Gegenposition.
      Eine „sichere“ Anlage gibt es nicht.

      So geht der Produzent mit dem Konsumenten unter.

      Der Rentenanspruch einer Gesellschaft ist immer erst mal NULL – die Zahlung erfolgt aus dem was erwirtschaftet wird.
      „Private Kapitaldeckung“ ist auch keine Alternative – hilft aber den Kumpels der Versicherungsgesellschaften und erhöht sogar noch den Verschuldungsdruck auf die Staaten weil mehr Kapital darin Anlage sucht.

      Die Verteilung der Mittel ist der Schlüssel für das Überleben eines solchen Systems.
      Sobald die, die viel Kapital akkumulieren konnten auf ihre Forderungen bestehen bricht das System – oder anders gesagt es kommt zur Deflation.

      Guthaben sind halt insgesamt gesehen nicht ausschließlich „Gut“ – sie können nur entstehen wenn jemand anderes bereit ist mehr auszugeben als er erwirtschaften kann.

    • Karl Napp sagt:

      Da fehlt aber noch eine Komponente. Der Bäckermeister will ja auch nicht umsonst arbeiten. Wer zahlt den dem Unternehmer seinen Unternehmerlohn? Die Konsumenten als Angestellte können es nicht sein.

      • KommissarSchneider sagt:

        Ist doch kein Problem. Sein, sagen wir mal 1 Euro Unternehmerlohn wird ähnlich dem Zins erzeugt. Und zwar muss er mit 100 Euro Kreditaufwand 106 Brötchen backen. Und scheinbar sind die 6 Euro für den Brötchenkauf nicht da. Stimmt, deshalb müssen dem Konsument die 6 Brötchen auch so „lecker“ erscheinen das er bereit ist sich für 6 Euro zu verschulden. Dann ist auch 6 Euro Guthaben da. Dann kauft der Konsument die 6 Brötchen. Der Bäcker behält 1 Euro Guthaben ein und 5 Euro Guthaben leitet er an die Bank weiter.

        Und jetzt stehen sich 6 Euro Guthaben (5 bei der Bank, 1 beim Unternehmer) den 6 Euro Konsumentenschuld gegenüber.

        Und jetzt müssen nur noch Bank und Unternehmer dem Konsumenten für 6 Euro etwas abkaufen und der Konsument kann seine Schuld bezahlen und sein Kredit verpufft im Nichts. Wer jetzt sagt hier ist ein Zinseszins der vergisst das dieser immer kleiner wird wenn die Kredite vollständig verpuffen (durch Rückzahlung). Der exponentielle Zinseszinseffekt den die meisten sehen ensteht NUR wenn die Guthaben stehenbleiben! Das ist das Grundproblem! Die Guthabenhortung!

        Denn gehortete Guthaben fehlen dem gegenüberliegenden Schuldner zur Tilgung! Er muss jetzt pleitegehen weil seine Tilgungsfrist abläuft, außer er findet irgendwo anderes Guthaben. Und das erzeugt eben der Staat durch Neuverschuldung um den Altschuldnern die Tilgung zu ermöglichen, da der Altguthabenbesitzer aus falsch verstandenem Spareifer auf den Altguthaben hockt.

  7. RandomName sagt:

    Lieber Herr Meyer,
    Das Gegenüberstellen des Wachstums oder der Mengen von Schuld und Gold (und Silber) sind bei Goldbugs und Kritiker der momentanen (Zentralbank-) Politik beliebt.
    Mehr konnte ich aus dem Artikel nicht lesen.

    Ich stellte mir nach dem Lesen des Artikels die Frage, wie sich dieses Verhältnis von Schuld und Gold über einen längeren Zeitraum in einem anschaulichen Chart aussieht.
    Besonders die Zeiträume von 2000-2011 oder von 1925-1950 halt ich für interessant.
    Beim ersten Zeitraum würde ich vermuten, dass der Goldpreis in der Folge eines stärkeren Wachstums der Schulden auch gestiegen ist.

  8. JayJay sagt:

    Schöner Kommentar @Frank, aber das kannst du doch nicht tun, bei so viel Nullen (in den Schulden) die ich da lesen musste, da tut einen ja der Kopf weh. Das schaffen einfache Goldbugs – bzw. Silberbugsgehirne nicht, um diese Berge von Schulden zu verstehen. Wo soll das noch enden.
    Naja, jetzt drucken die größten Zentralbanken zu es Politikers bzw. des Großkapitals Gnaden, neue von hunderten Milliarden Papierdollars und die Welt ist, für den normal RTL, Sat1, Prosieben schauenden Steuerzahler wieder in Ordnung.

    Gold & Silber Ahoi

  9. auroria sagt:

    Ich empfehle den Windows Taschenrechner (Start – ausführen – calc ; Ansicht auf wissenschaftlich), der verträgt auch 10^20000 und ist damit auch für eine Hyperinflation bestens gerüstet.

  10. Fnord23 sagt:

    Hallo Frank Meyer,
    mich hat`s diesen Sommer fast erwischt. War im Urlaub und hatte wie immer ein paar Unzen Notfallvorsorge ( fast schon Paranoia) am Mann. Der Blitz schlug ca. einen Meter hinter mir in den Rasen. Ob`s die Unzen waren. Ein Teufelszeug…..Oder war es mein Glück?

    Zum Thema Geld und Zins mal ein paar Gedankengänge:

    Wenn Geld nur mal rein unter dem Aspekt als Warenersatzstoff gesehen wird, dann müsste es die gleichen Eigenschaften haben wie diese. Eine Ware hat im allgemeinen den höchsten Wert im Moment der Fertigstellung. Das Geld, was ich im Moment des Tausches gegen diese Ware erhalte, verhält sich ähnlich – Geldwertverfall durch Inflation.

    Geld ist aber auch eingefrorene Arbeitszeit/Lebenszeit. Man klaut euch kein Geld, sondern unwiederbringlich Lebenszeit. Das ist das Problem. Und wer Rendite macht, der erwirbt Lebenszeit eines anderen Menschen. Schöner Gedankengang.

    Der Zins ist notwendig! Wer hier anderes behauptet, der leihe mir bitte 50.000 Euros – zinsfrei. Oder sein Auto – mietfrei natürlich. Frank hat meine Mail.

    Ich sehen das Problem eher bei den Leitzinsen: Totaler Markteingriff. Zinsen sollten sich, wie der Preis einer Ware, nach Angebot und Nachfrage frei bilden können. Im Moment muss er, wie die Herren am Hebel es wollen, 0 + x% sein. Also positiv. Ich weiß, real sind wir durch den Geldwertverfall auf Grund Inflation im Minusbereich. Aber wer weiß das schon da draußen?

    Wie wäre es denn, wenn es die Leitzinshammel nicht mehr gibt und der Zins pendelt?
    Er würde bei Unternachfrage nach Kredit auch schon mal kurzfristig im negativen Bereich sein.
    Huu, das riecht nach Marktwirtschaft! Da ham die was dagegen.

    Zur Steuerung der Geldmenge, wäre eine neue Gewalt im Staate ein Lösung: Die Monetative? Die Menschen dahinter müßten Gott gleich sein.

    Der Staat sollte zinsfrei Geld schöpfen?

    Natürlich würde sich das Kapital wieder zusammen klumpen. Es muss also mit geeigneten Mitteln umverteilt werden. Entsprechende Lösungsansätze gibt es wohl. z. B. BGE/Bodenrente etc.
    Die mit den Geldklumpen, die das verstanden haben, fordern jetzt eine höhere Klumpenbesteuerung. Selbsterhaltungstrieb oder vernüftig – bei dem Ausblick.

    Die Sache mit dem freien Zins und der Marktwirtschaft ist ehrlicher als diese LeitzinsInflationsverars…und wird wohl nicht kommen, weil das einhergeht mit extremen Machtverlust der Eliten.

    So machen wir eben weiter mit der privaten Geldschöpfungs- und Staatsverschuldungsorgie. Wobei wir ja keine Schulden.. sondern eine Vermögenskrise haben.

    In einem marktwirtschaftlichen System würden sich inflationäre und deflationäre Phasen aufheben.
    Wir haben aber ständig Inflation. Der deflationäre Druck wird immer größer und steht als Schock vor der Tür. Darum muss man das System mit immer größeren Summen im Inflationsmodus halten.

    Zur Geldschöpfung: Ich denke der technologische Fortschritt des Industriezeitalters war auf Grund der einfachen Geldschöpfung möglich. Unsere tolle Produktwelt gäbe es so nicht.Ideen können leicht vorfinaziert werden.

    Auf der Strecke blieb der Mensch als Mensch.

    Nur so mein Gedankenstand per heute. Kann morgen schon anders aus sehen.

    VG aus Sachsen

    • holger sagt:

      Moinsen Fnord23

      —>>>Geld ist aber auch eingefrorene Arbeitszeit/Lebenszeit. Man klaut euch kein Geld, sondern unwiederbringlich Lebenszeit. Das ist das Problem. Und wer Rendite macht, der erwirbt Lebenszeit eines anderen Menschen. Schöner Gedankengang.“

      Da möchte ich gerne widersprechen. Aus dem einfachen Grund, weil Geld im tiefsten aller tiefsten Sinne etwas mit Energietransformation zu tun hat. Das einfachste Beispiel ist wohl dieses, wenn keiner etwas tut (100% Generalsitzstreik zu Hause) dann bewegt sich nix mehr. So kann man sich auch die verschiedenen Auswüchse, die das Geldsystem in der Geschichte hervorbringt erklären. Hier spielt dann auch der Faktor Zeit eine Rolle.

      Aufgrund der heute möglichen elektronischen Übermittlungswegen via Wire oder Less, im Mikro-Sekundenbereich, hat sich das Geldwesen stark verändert. Die Reaktionszeiten haben sich immer weiter minimiert und können automatisch ausgeführt werden. Genau das, sehen wir auch in der Produktion. Mein Lieblingsbeispiel ist die Brötchen-Backstraße. Hier wird es auch deutlich, dass die Energieumformung Mensch, durch die Energieumformung Maschine ersetzt worden ist. Wenn man eine Energiebilanz über 24 Stunden zieht, Mensch zu Maschine, ist die Maschine eindeutig im Vorteil. Nicht nur im Primär-Energieaufwand, sondern auch in dem Zeitaufwand.

      Wenn man sich nun das Geld als Energieeinheiten vorstellen kann, dann wird man sehen, dass sich das mit dem Guthaben=Schulden und umgedreht sehr schnell in Luft auflöst. Es gibt keine negativen Energieeinheiten. Der zu erbringende Zinsdienst ist am Anfang eines Kredites immer Null. Die zu Tilgende Summe ist auch nicht Negativ, da diese bei Erwerb eines Gutes, dem Produzenten übertragen wird. Um den Kredit zurück zahlen zu können, müssen dem Debitor Energieeinheiten zur Verfügung gestellt werden können. Bei einem Produktionsarbeiter bedeutet das, dass das Unternehmen genügend Strom beziehen kann, um die Produktion aufrecht erhalten zu können. Darauf ist aber auch ein Kraftwerk angewiesen, genügend dieser Einheiten zur Verfügung zu stellen und zu verkaufen.

      In unserer Zeit gibt es nun ein Problem. Die anfallenden Zinsen passen nicht mehr zu den Produzierten Energieeinheiten. Dieses berühmte Waxdumm kann nur geschehen, wenn sich gleichzeitig auch die Energieeinheiten steigern. Also Strom produziert wird, der dann irgendwo genutzt wird, um irgendetwas zu produzieren, was dann gegen Geld eingetauscht wird oder werden kann.

      Wenn ich ein Haus auf Pump kaufe, sagen wir 200.000 Ocken. Dann sind das real ausgeführte Energieeinheiten die ich Erwerbe. Die Zinsen, sagen wir 10%/Anno also 20.000 Ocken, sind Energieeinheiten, die erst zur Verfügung gestellt werden müssen. Von wem auch immer.

      Und hier liegt das Problem im Horten von Geld und der schwäbischen Hausfrau. Auch im Fall Griechenland, wird das klar, man kann sich nicht durch Sparen regenerieren. Eine Konsolidierung ist Mumpitz. Unser ganzes Leben funktioniert nur, dass sich überflüssige Energiemengen vervielfältigen. Entziehe ich einem Organismus die Energieeinheiten durch Sparen, wird er absterben. Spare ich am Wasser bei meinen Pflanzen, machen die irgendwann die Biege. Stellt man die Stromversorgung eines Betriebes ein, weil er nicht mehr die Energieeinheiten mit Geld bezahlen kann, dann kann der nichts mehr produzieren und meldet Insolvenz an.

      Und nun entzieht man der Masse (durch Konzentration) Energieeinheiten und wundert sich, warum auf den Feldern die Ernte immer weniger wird. Die Kunst besteht darin, wie bei den Pflanzen, die Energieeinheiten vernünftig und dosiert an die Wurzeln zu verteilen. Damit die Pflanzen nicht verdursten oder ertrinken. Man kann sich nun entscheiden, welche Pflanzen man gießen möchte. Und zwar in der Dosis, dass diese dann auch in der Lage sind Früchte bereit stellen zu können. Genau das passiert aber nicht.

      Auf der einen Seite wachsen die Energieeinheiten für wenige ständig an, und auf der anderen Seite gehen sie bei vielen Richtung Null. Aber negativ können die nicht sein. Es ist unmöglich, dass die Guthaben der einen, die Schulden der anderen sind. Auch die Zinsen nicht, denn die können nur gezahlt werden, wenn eben die Energieeinheiten Positiv sind.

      Und auf diese kleinen Gedankengängen könnte man, wenn man denn wollte, einen „Kapitalismus“ aufbauen, der (würg was für ein ekelhafter Begriff) Nachhaltig funktionieren würde.

      Und wenn ihr nun die Goldnuggets in der Tasche habt, dann ist dieses Nugget nix anderes, als ein Energiespeicher reinster Form. Ähnliches gilt für Silber. Deswegen werden beide Metalle incl. Kupfer auch gerne in der Elektro-Industrie eingesetzt.

      Schaut man in das Perioden-System-Elemente (PSE) rein, ist es kein Zufall, dass Kupfer, Silber und Gold in einer senkrechten Linie stehen. Ohne diese Drei, würden wir nicht heute im Internet uns Unterhalten können. Und ohne diese Drei, würde das ganze Wirtschaftsleben sich nicht so entwickelt haben, wie wir es dato genießen dürfen. Und nun müssen wir nur noch einen Schritt weitergehen. Das System Geld, muss Quasi über den Tellerrand springen und die gewonnenen Energieeinheiten im vernünftigen Maß verteilen. Ob das in dieser Epoche möglich sein wird, ohne Aderlass, ich weiß es nicht. Aber irgendwann wird es passieren.

      LG wie immer aus der Geschlossenen

  11. neuling sagt:

    Wenn sie mir erlauben die eine oder andere Billion als Rundungsfehler zu tolerieren, dann möchte ich Ihren Artikel so zusammenfassen.

    Die jährlich neu geschürfte Menge Gold und Silber zum heutigen Kurs, reicht mal gerade den weltweit anfallenden Zinsen auf Staatsschulden eine Zuflucht zu bieten, ohne den Preis nach oben zu ziehen.

    Nun sind Staatsschulden und die darauf entfallenden Zinsen aber nicht die ganze potentielle Nachfrage nach Wiederanlage, sondern mal eben nur ein grobes Drittel.

    Alles ohne Taschenrechner überschlagen.

  12. KommissarSchneider sagt:

    Die obigen Beiträge das Geld was mit Energieumverteilung oder gespeicherte Lebenszeit ist sind vielleicht nicht unbedingt ganz falsch aber meiner Erachtens gehen Sie völlig am Kern vorbei.

    Geld ist heute ein juristischer Vertrag (der Kreditvertrag) den ein Schuldner unterschreibt und für den er mit dinglichen Sicherheiten (Eigentum) haftet. Nach (!) der Verschuldensunterschrift (Nicht Vorher) darf die Bank dann das Guthaben erzeugen. Ist auch kein Problem den jetzt existiert ja ein Schuldner der vertraglich verpflichtet ist an das Guthaben heranzukommen.

    Geldguthaben hat also auschließlich deshalb einen Wert weil alle Schuldner vertraglich verpflichtet sind wieder an das Guthaben herankommen zu müssen. Darüber wacht der Rechtstaat. Im Notfall wird halt gefändet aus den Sicherheiten des Schuldners.

    Geld ist das unsichtbare juristische Band das den Guthabenbesitzer und den Schulner verbindet.

    • holger sagt:

      Komissar Schneider

      das ist so nicht richtig. Ich als Debitor bin zu gar nix verpflichtet.

      —>>>Geldguthaben hat also auschließlich deshalb einen Wert weil alle Schuldner vertraglich verpflichtet sind wieder an das Guthaben herankommen zu müssen. Darüber wacht der Rechtstaat. Im Notfall wird halt gefändet aus den Sicherheiten des Schuldners.“

      Nein… Kein Debitor ist verpflichtet dazu, wieder das 100%tige Eigentumsrecht zu erlangen. Das ist auch gar nicht gewollt. Dann wird halt gepfändet. Und wenn 100% gepfändet worden sind, was bleibt dann dem Kreditor? Eigentumsrechte, und darauf kann er sich noch nicht mal eine Waffel backen. Denn wenn das Eigentumsrecht, keine Energie mehr umsetzen kann, dann ist es seinen Wert-Los. Viel komplizierter ist das alles gar nicht. Da brauch ich keinen Stützel, keinen Smith und keinen sonstigen Marx und Murx.

      LG adG

      (edit) es geht nicht um die Tilgung eines Eigentums-Rechtsanspruch, sondern nur darum, wie werden die Zinsen erwirtschaftet. Und dann die Frage wie… können diese Zinsen erwirtschaftet werden.

  13. KommissarSchneider sagt:

    @holger

    „das ist so nicht richtig. Ich als Debitor bin zu gar nix verpflichtet.“

    Wie bitte? Schuldner sind zu nichts verpflichtet? Sorry, aber wenn das eine Diskussionsgrundlage sein soll dann muss ich ab hier aussteigen.

    „Kein Debitor ist verpflichtet dazu, wieder das 100%tige Eigentumsrecht zu erlangen.“

    Wenn ich das richtig verstehe meinst du das der Schuldner nicht 100% der Guthaben wieder einsammeln muss. Aber private Schuldner müssen das ganz sicher. Oder kannst du mit 60% Guthaben die 100% Schuld zurückzahlen? Nein, die anderen 40% musst du auch noch besorgen.

    „Dann wird halt gepfändet. Und wenn 100% gepfändet worden sind, was bleibt dann dem Kreditor? Eigentumsrechte, und darauf kann er sich noch nicht mal eine Waffel backen. “

    Ich glaube du gehst immer davon aus das der Schuldner der pleite geht ein „armer Schlucker“ ist bei dem kein verpfändbares Eigentum zu holen ist. Mag sein das das im Einzelfall mal so ist aber die Masse der Schuldner hat sehr wohl ordentlich Eigentum. Pleite Staaten wie Griechland haben Zugriff auf das Eigentum ihrer Bürger. Und dort wäre prinzipiell ne ganze Menge zu holen. Mann sieht das ja in Ansätzen aber eben auch die Gegenwehr der Bürger. Bei privaten Schuldnern im eigenen Land hat man Zugriff aufs Eigentum. Bei einem fremden Staat wirds schwierig bis unmöglich. Deshalb sind Auslandsstaatschulden auch prinzipiell bei einer Pleite verloren. Kein Zugriff aufs Eigentum möglich. Früher hat man dann halt dann das Militär geschickt zur „Pfändung“. Wurde dann verschleiert durch „das sind die Bösen…“.

    • holger sagt:

      –>>> Oder kannst du mit 60% Guthaben die 100% Schuld zurückzahlen? Nein, die anderen 40% musst du auch noch besorgen.“

      Sag ich doch. Aber wenn die 40% nicht zur Verfügung gestellt werden, kann man sie eben nicht erreichen. Ist doch ganz einfach.

      Nehmen wir an, eine Immo kostet im Bau 200k. nun wird die Finanzierung dermaßen gestaltet, dass auch noch 200k an Zinsen anfallen zusätzlich der Tilgung der 200k. Ergo müssen die Banker die 200k an Zinsen zusätzlich produzieren (Hebel) wie anders sollte der Bauherr, denn nun an die Zinsen kommen? Wenn nicht das Geld (Zinsen) einkalkuliert wären? Also muss ich dem Markt: Tilgung und Zinsen bereit stellen. Gehört nun die Hütte mir im Eigentum ohne Belastung, habe ich 400k aufgebracht. Steigt diese nun im Wert? Nein… sie steigt nicht.

      Und wenn ich nun ständig weniger an Cash in den Markt bringe, dann komme ich Zwangsläufig in die Eigentumsrechte und zur Liquidation. Weil eben die Menge an Geld für die Zinsen nicht da ist.

      Wenn man das erstmal als Debitor kapiert hat, dass eben nicht genügend Geld da ist, seinen Verpflichtungen nach kommen zu können, lässt man es einfach. Das Verschulden. Weil Verschulden heißt nichts anderes, anderen das Recht auf Eigentum ein zu räumen. So ist das.

  14. KommissarSchneider sagt:

    @holger

    Nimms nicht persönlich aber ich habe das Gefühl das du bei der Geldsystemkritik auf einer gewissen Stufe steckengeblieben bist. Ging mir auch mal so.

    Aber der Zins und der Zinseszins sind wirklich NICHT das ursächliche Problem! Das Problem ist die Guthabenhortung! Und deren „Lösung“ ist die ersatzweise Schaffung von Guthaben durch den Staat (Staatsverschuldung). Nur sieht dann im Endeffekt die Ersatzguthabenschaffung des Staates (und damit die wachsende Staatsverschuldung) scheinbar aus wie die exponentielle Zinseszinskurve. Aber DIE URSACHE ist eine andere!

    Ich habe doch oben mit meinem Bäckerbeispiel gezeigt das Zins und auch Zinseszins kein Problem sind wenn Sie früh genug verkonsumiert werden (also den Zinsschuldnerzufließen)

    Hier noch mal der Vortrag von Jörg Buschbeck. Auch er verzweifelt daran das die allermeisten Geldsystemkritiker auf der (erstmal ja logisch klingenden) Zinseszinsproblematik steckenbelieben.

    http://www.youtube.com/watch?v=Lp_BvqcCGwA

    • holger sagt:

      Dann schöne Grüße von mir an Buschi 😀 … so unrecht hat er ja nicht. Drückt sich bloß ein wenig gequält aus. Habe ich ihm schon öfters gesagt, und fühlte mich genötigt, ein Übersetzer zu schreiben. 😉 Damit man überhaupt versteht, was der Jörg so von sich gibt. Also… Buschis Theorien sind mir bekannt. Und ich kann auch 90% unterschreiben.

      LG adG

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