Staatsschulden, die niemand zurückzahlen kann, und die wohl auch niemand zurückzahlen will.

polleit degussa 18. August 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer
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von Prof. Thorsten Polleit

Im „Kampf“ gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise wollen Regierungen und ihre Zentralbanken sicherstellen, dass Schuldner weiterhin zu tiefen Zinsen ihre fälligen Kredite erneuern und zudem noch neue Kredite aufnehmen können…

Auf diese Weise soll vor allem „Zeit gekauft“ werden: Zeit, um Ausgabeeinschränkungen und Strukturreformen auf den Weg zu bringen, die die Schuldentragfähigkeit der Staatsfinanzen wieder herstellen sollen. Doch dieser Weg wird wohl kaum zum Erfolg führen.

Das zeigt sich bereits daran, dass immer mehr Euroraum-Länder in den Abwärtsstrudel geraten: Auf Griechenland folgten Portugal, Spanien, Italien und nun gerät auch Belgien in die Schlagzeilen.

Ökonomisch ist eine solche Verschlechterung der allgemeinen Kreditqualität im Zuge einer Kreditkrise nicht verwunderlich. Denn eine Verschuldung, die im Zuge eines Papiergeldsystems aufgebaut wurde, kann gar nicht zurückgezahlt werden.

Der Grund ist der Folgende: Die Kredite wurden zu einem künstlich gedrückten Zins vergeben, und die Investitionen, die damit finanziert werden, können nur dann profitabel sein, wenn die Zinsen künstlich niedrig gehalten beziehungsweise auf immer niedrigere Niveaus gedrückt werden.

Und genau das haben die Geldpolitiken bislang getan. Es stellt sich eine Dauerschuldnerei ein: Fällige Kredite werden durch neue Kredite ersetzt. Damit die Kreditzinsen niedrig bleiben, muss das Kredit- und Geldangebot immer weiter und immer stärker anwachsen.

Nun aber sind private Kreditgeber, allen voran Geschäftsbanken, nicht mehr willens oder in der Lage, die Dauerschuldnerei weiter zu finanzieren. Der Kreditstrom versiegt, die Kreditpyramide beginnt in sich zusammenzufallen.

Die im Zuge eines Kreditbooms aufgebaute Produktions- und Beschäftigungsstruktur entpuppt sich nun nämlich als unprofitabel. Ganze Industriezweige gehen in die Pleite, Arbeitsplätze werden gestrichen. Ganz besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang die Staatsschulden.

Bekanntlich schwellen die Staatsschulden in fast allen entwickelten Volkswirtschaften seit Dekaden immer weiter an. Der Grund: Regierende, die die Stimmenmehrheiten der Wähler erlangen wollen, finanzieren ihre Wahlversprechen vorzugsweise durch Kredit.

Gleichzeitig sind Wähler begierig, dass das Füllhorn über ihnen ausgeschüttet wird. Sie wollen aber dafür nicht zahlen und erblicken in der staatlichen Schuldenfinanzierung ein Mittel, um die Rechnungen auf künftige Generationen abzuwälzen.
Mit Staatsschulden werden meist politisch liebsame, aber unproduktive Ausgaben finanziert. Die Schuldenausweitung dient nicht dem Aufbau eines produktiven Kapitalstocks, der künftige Erträge erbringt, um den Schuldendienst zu leisten, sondern wird „verfrühstückt“. Vielerorts ist die Staatsverschuldung auf ein Niveau angestiegen, das – folgt man der Intuition des gesunden Menschenverstands – als nicht mehr zurückzahlbar angesehen werden muss.

Die Dramatik der Verschuldung wird häufig unterschätzt. Üblicherweise wird nämlich die Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsproduktes gezeigt. Doch diese Darstellung ist aus zwei Gründen irreführend… (Seite 2)

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7 Kommentare auf "Staatsschulden, die niemand zurückzahlen kann, und die wohl auch niemand zurückzahlen will."

  1. Futur sagt:

    1. Das Fiat-Schuld-Zins-Geldsystem wird auch mit niedrigsten Zinsen kollabieren. Es dauert nur ein bisschen länger. Der Kollaps ist systembedingt.

    Das Geldsystem ist eine Fehlkonstruktion, sollte als eine solche benannt werden, bedarf einer Revision:
    Friedlich und gerecht. Geld an sich ist zweckmäßig, das System aber nicht.

    2. Züruckgezahlte Schulden werden dem Geldkreislauf entzogen. Die Wirtschaft würde, wenn alle Schulden bezahlt wären, zum Erliegen kommen, denn unser Geld ist immer Schuldgeld.

    Viele Grüße
    Futur

  2. EuroTanic sagt:

    Viele Menschen können sich nicht vorstllen, dass (fast) die gesamte Führungsschicht in der Politik und Wirtschaft das kommende Chaos, das Elend, den Hunger, die Enteignung weiter Bevölkerungsschichten, aj gar den Tod vieler Menschen willentlich in Kauf nehmen. Selbst, wenn dadurch ihr eigenes “System” den bach runter geht. Mir fällt da immer die Fabel vom Fuchs (die Bürger) und dem Skorpion (“das System”) ein.

    “Es war einmal, ein Fuchs, der den Fluss überqueren wollte. Da kam ein Skorpion in die Nähe des Fuchses. Der Fuchs wich zurück, doch der Skorpion sprach ihn an und sagte: “Fuchs, du willst doch über den Fluss?” Der Fuchs antwortete: “Das ist richtig Skorpion, aber warum fragst Du?” “Ich möchte, dass du mich mitnimmst, ich muss auch an das andere Ufer. Du kannst mich auf deinen Rücken nehmen und so kämen wir beide sicher auf die andere Seite!” antwortete der Skorpion.
    Der Fuchs lachte und erwiderte: “Bist du verrückt? Ich nehme Dich auf den Rücken und du stichst mich. Ich würde sterben!!”
    “Obwohl du ein Fuchs bist, bist du nicht sehr schlau! Wenn wir gemeinsam über den Fluss schwimmen, ich auf deinem Rücken, und ich stäche Dich, stürben wir beide, da wir beide ertränken. Also warum sollte ich das tun?! Ich will über den Fluss!!”
    Dieses Argument überzeugte den Fuchs und seine Angst verschwand. Der Skorpion kletterte auf seinen Rücken und der Fuchs fing an zu schwimmen. Plötzlich mitten auf dem Fluss stach der Skorpion mit aller Gewalt zu. Das Gift strömte sofort durch den Körper des Fuchses und er spürte den nahen Tod.
    “Warum hast du das getan, du böser hinterhältiger Skorpion. Du hast mir gesagt, du wolltest mich nicht stechen. Ich habe dir vertraut und jetzt müssen wir beide sterben!!!”
    Und mit seinem letzten Atemzug antwortete der Skorpion:
    “Ich bin ein Skorpion. Ds sit meine Natur”

  3. John Doe sagt:

    Guten Morgen Herr Polleit,

    zu Anfang vielen Dank, dass Sie mir am Ende des Artikels den Wink geben, dass ich mit Ihrer Hilfe gerettet werden kann!

    Was fehlt mir in Ihrer Philippika? Wo sind die nicht aufgeführten USD 700 Billionen (manche sagen bis zu USD 1,2 Billiarden) an ausstehenden Finanzderivaten versteckt. Wie hoch ist deren Ausfallrate? Kann es sein, dass es dieses Volumen an Finanzderivaten gar nicht gibt und deshalb nicht erwähnt wird? Wenn es sie nicht gibt, dann hat doch der vergötterte Guru Warren Buffet Unrecht, als er sie finanzielle Massenvernichtungswaffen ernannte.

    Herr Polleit, von Ihnen und in den Medien, werden, wenn vom Schulden/BSP-Verhältnis die Rede ist, in der Regel nur die Staatsschulden im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt thematisiert. Sie führen nur neue Namen ein. Das BSP/BIP sind betriebswirtschaftlich gesehen die Einnahmen des Staates! Sie wollen doch nicht Haver Analystics, Morgan Stanley Research uvam. der falschen Systematik zeihen?

    Fakt: die westlichen Wirtschaften sind völlig überschuldet. Die Banken wurden gerettet und machten im Anschluss einfach weiter wie bisher. Die Staatsschuldenkrise ist nur eine monströs aufgebaute PR-Kampagne um zu verschleiern, dass die Rettungspakete gar Nicht so sehr für die Länder selbst gedacht waren, sondern für die Banken, die die Risiken der Staaten und weitere Risiken in den Büchern halten. Während die Banken gerettet wurden, erklärte man den Ländern, dass sie drastische Austeritätsmaßnahmen implementieren müssen. Die Finanzinstitutionen bekämpfen noch heute alle Versuche, den Markt zu regulieren, während sie sich selbst riesige Boni zahlten. Nehmen Sie doch einfach mal die Scheuklappe ab, blicken Sie doch einfach mal auf die gesamte Verschuldung, private Haushalte, Industrie, Banken, Staat, oder zum besseren Verständnis für die Denglisten auf Households, Government, Financial, Non-Financial, dann werden Sie feststellen, dass die Staatsschulden nicht unbedingt die größte Schuldenposition ausmachen müssen. In den meisten Ländern ist es die Finanzbranche, die die meisten Schulden hält.

    Das britische SchULDEN/BSP-Verhältnis liegt bei atemberaubenden 950% und ist somit höher, als das der Eurozone, das bei rund 475% (Regierungsschulden, Unternehmer- und Verbraucherschulden), die USA haben eine Verschuldung von 325%, Kanada liegt bei fast 300% und Japan liegt bei über 600%. Japan hat mit 230% das höchste StAATSSCHULDEN/BSP-Verhältnis aller Länder. Es ist bemerkenswert, dass Schweden ein SchULDEN/BSP-Verhältnis von rund 450% hat.
    Herr Polleit, bitte erklären Sie mir wieso die lizensierten Finanzinstitute ein Volumen von $ 60 Trillion halten, wenn die Realwirtschaft gerade mal ein Volumen von $ 70 Trillion geschaffen hat und die Formel stimmt, dass die Finanzindustrie die Realwirtschaft mit Geld versorgt, damit sie Werte schaffen kann. Eine Fremdkapitalquote, die höflich ausgedrückt das Prädikat verrückt verdient! Wozu dienen die $ 700 Trillion im unlizensierten Finanzbereich und wie sind die Querverbindungen/Abhängigkeiten innerhalb der drei Bereiche? Wann werden diese virtuellen Volumina fällig?

    Sie müssen mir unbedingt erklären, warum das europäische Bankensystem fast viermal so groß wie das US-amerikanische Bankensystem ($12 trillion) ist. Das EU-Bankensystem hat ein Volumen von $ 43 trillion, das ist das 3-fache der EU-Wirtschaftsleistung. Die europäischen Banken sind mit 26 zu 1 (US 13 zu 1) gehebelt (=Fremdkapitalquote), Lehman Brothers grüßen aus ihrem Grab (Fremdkapitalquote 30:1)! Die EZB hinzu gerechnet ergibt einen Hebel von 36:1. Die deutschen Großbanken. Diese Institute arbeiten zur Zeit mit einem Hebel von 32:1. Wann wird dieses Fremdkapital fällig?

    Die wichtigsten Industrienationen des Planten sind zur Zeit mit rund USD 55 trillion verschuldet. Was unterscheidet das gesamte westliche Wirtschaftssystem vom Ponzi-scheme eines Bernie Madoff oder eines Carlo Ponzi? Angesichts der Volumina der gesamten Verschuldung aller Bereiche,der privaten Haushalte, Industrie, Banken u. Versicherungen, nur die Staatsverschuldung als alleinigen Grund der Verschuldungsorgie an zu nehmen grenzt an Verrücktheit! Was war eigentlich der Grund, dass die Wirtschaft sich so ab 1975ff auf die Finanzialisierung aller Lebensbereiche gestürzt hat?

    • samy sagt:

      Hi,

      es wäre sinnvoll, wenn du erwähnst, dass die Ami’s das Wort Billionen statt Trillionen nutzen. Die kennen die Milliarde nicht. Einige wissen das vielleicht nicht.
      Nur eine Anregung.

      VG

      • Ashraf Khan sagt:

        Na das wohl auch bischen verdreht, ist manchmal schon verflixt mit der langen und der kurzen Leiter^^
        Die amerikanische Billion ist unsere Milliarde, die amerikanische Trillion unsere Billion, also 1000 Millarden. Die Quadrillion dann eben unsere Billiarde.
        Davon abgesehen finde ich aber nicht, dass man es einfach nur dazu sagen sollte, sondern wenn man auf deutsch schreibt sollte man das schon richtig mitübersetzen, sonst ist das ganze nicht mehr eindeutig. Gerade hier werden munter Billion/Billarde mit Billion/Trillion gemischt…

        • samy sagt:

          Pardon, du hast natürlich recht. Billion’s dort sind Milliarden hier und US-Trillion’s sind unsere Billionen.

          Peinlich, mein Verdreher :-(

          Daran ist das heiße Wetter schuld ;-)

          VG

  4. 4fairconomy sagt:

    Die Schuldenorgie betrifft nicht nur die Staatsfinanzen wie John Doe feststellt. Und natürlich handelt es sich um ein Schneeballsystem. Schon vor 20 Jahren war dies klar und dass es auch wie ein Schneeballsystem enden würde. Aber solange alles gut lief fanden sich nicht einmal die Mehrheit der Ökonomen zu schade, auf diese Situation hinzuweisen – ein paar wenige Aussnahmen ausgenommen.

    Die Realwirtschaft ist auf eine Markträumung angewiesen. Wenn dies nicht der Fall ist, drücken die Überschüsse auf die Erträge und schliesslich muss die Überproduktion zurückgefahren werden. Interessant ist doch die Feststellung, dass trotz Schuldenorgie und Geldmengenausweitung die Produktionskapazitäten der Realwirtschaft nicht überbeansprucht wurden, im Gegenteil, wenn man die Arbeitslosenzahlen und Bedürfnisse sieht. Von der ökologischen Problematik abgesehen, könnten weit mehr Güter produziert werden und der materielle Wohlstand für viele noch Bedürftigen erhöht werden. Ohne die Markträumung auf Pump wäre die Lage noch viel dramatischer: noch mehr Erwerbslose würden einer geschrumpften Güterproduktion gegenüberstehen. Die Menschen würden also real gesehen noch mehr unter (!) ihren Verhältnissen leben als heute. Warum nur ist einigermassen breit gestreuter Wohlstand nur auf Pump möglich?

    Letztlich steht dahinter ein Verteilungsproblem, welches vom Wirtschaftssystem, insbesondere dem Geldsystem und dem Boden(un)recht ausgeht. Die Erwerbstätigen müssen mehr Güter produzieren, als sie mit ihren Einkommen kaufen könnten! Die Mehrproduktion dient der Finanzierung der Kapitalerträge. Wenn aber die Empfänger der Kapitalerträge gesättigt sind bzw. auch nicht immer mehr neue Investitionsgüter nachfragen, also zwar das Geld aus dieser Mehrproduktion einnehmen aber keine entsprechende Nachfrage auslösen, bleibt die Markträumung aus. Ab dann würde ohne steigende Verschuldung als Ausgleich die Wirtschaft “den Bach runter” gehen.

    Das Problem ist, dass es im heutigen System keine Preisbildung gibt für die “Überschussproduktion” von Kapitalerträgen bzw. Ersparnissen, welche nicht genutzt werden können im Sinne von Investitionen.

    Diese Preisbildung muss in Form einer Abgabe auf Liquidität eingeführt werden. Wer Geld verdient, ob durch Arbeit oder Geldanlagen, muss dafür sorgen, dass dieses Geld der Markträumung dient, ob durch ihn selbst oder andere, d.h. Kreditnehmer (=Internalisierung der Sozialkosten!). Wenn nun zuviel Geld zur Ausleihe zur Verfügung steht, müssen die Zinsen runter, und zwar rasch und bis unter null! Das ist das Signal welches es braucht, dass zuviel gespart wird! Dieses Signal führt zur richtigen “Selbstregulation” ohne, dass der Staat eingreifen muss: Sparen wird unattraktiv. Wer nicht unbedingt muss, wird darauf verzichten und entweder das Geld verkonsumieren oder selbst investieren in nicht unmittelbar rentable Projekte wie Renovationsarbeiten, Ausbildung der Mitarbeiter, Steuer-Vorauszahlungen, Spenden usw. Zudem wird es unattraktiv sein, so viel Energie darin zu setzen, möglichst noch mehr zu verdienen, wenn man schon mehr als gesättigt ist und die Altersvorsorge mehr als genügend ist. Während also die Sparer die Folgen der Überproduktion an Ersparnissen spüren werden, werden die Bedürftigen mit Ideen für ein eigenes Unternehmen günstiger zu Krediten kommen.

    Sinken die Zinssätze für die Kreditgeber wird sich im Zusammenspiel von mehr Ausgaben, weniger Kreditgeldangebot und grösserer Kreditnachfrage ein Gleichgewicht einstellen. D.h. die Zinsskala wird insgesamt sich frei bewegen können, ohne einen fixen Punkt bei null zu kennen. Mit einer Liquiditätsabgabe wird im richtigen Moment (!) ein antizyklisches Verhalten ausgelöst, damit die Wirtschaft nicht “absauft”.

    Wächst die Wirtschaft, wird sich nicht viel ändern im Vergleich zu heute: wegen des Investitionsgüterbedarfs werden die Ersparnisse auf eine genügende Nachfrage treffen, um Nettozinsen (d.h. abzüglich Risikogebühr) über null zu erzielen. Und diese Zinsen lassen sich auch real finanzieren durch die steigende (Investitions-)Güternachfrage, welche zu einer Markträumung führt. Die Geldmenge kann auch problemlos entsprechend dem Wachstum erhöht werden.

    Solange für Liquidität mindestens 0% garantiert wird, solange ist ein Ponzi-System die logisch zwingende Konsequenz. Solange funktioniert die Markträumung nur, wenn den Besitzern an Überschussliquidität einen genügend positiven Zins bezahlt wird, damit es sich für diese lohnt, sich von ihrer Liquidität zu trennen. Das zwingt zur Verschuldung des Staates und der Privaten zur Verhinderung einer Abwärtsspirale mit Massenverarmung, ausgelöst durch sinkende Nachfrage! Wenn es halt mit der Verschuldung nicht mehr weiter geht, besteht als letzte Möglichkeit in Form von Zentralbankgeld die Nachfrage und die Kreditbedienung einfach zu “drucken”. Das kann relativ lange gut gehen, wenn weiterhin viel Liquidität geparkt wird bzw. damit in einem von der Realwirtschaft losgelösten Finanzsystem spekuliert wird, in dem auch fast ungebremst Giralgeld generiert werden kann.

    Deshalb zielt eine Vollgeldreform in die richtige Richtung, damit Schluss gemacht wird mit der unkontrollierten Giralgeldmengenausweitung im Bankensystem.

    Die Fakten der Entwicklung der letzten Jahrzehnten sollten doch leicht die not-wendigen Reformen ersichtlich erscheinen lassen: Vollgeldreform, Liquiditätsabgabe und natürlich Verhinderung, dass der Boden als Geldanlage missbraucht werden kann. So kann die Marktwirtschaft funktionieren ohne Behinderung durch einen garantierten Mindestzins von 0% für Liquidität, ohne Blasenbildung und Geldentwertung durch Investition in den Boden und ohne unkontrollierte Giralgeldschöpfung im Bankensystem.

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