Staatsknete für RWE?

2. Oktober 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Verstehe ich da den CDU-Mann aus Nordrhein-Westfalen richtig? Steuergeld für RWE? Wohl doch! Das ging aber schnell, jetzt wo die verpatzte Energiewende den Versorgern so richtig zusetzt. Wer hat´s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, Depp…

Hola! Willkommen im Sozialismus! Bald bekommen auch Versorger Steuergelder in den Allerwertesten gesteckt. Da kommt doch Freude auf, nicht nur bei der Stromrechnung. Wer will schon im Dunkeln sitzen?

Noch aber sitzt Armin Laschet nur in der Opposition, wo man viel fordern kann. Dennoch sollte es nicht verwundern, wie er denkt. Das gilt unter modernen Politologen als äußerst modern, denn die Leute wählen ihn bestimmt dafür an die Spitze. Aus der Sicht von Laschet gibt es eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, gemeinsam mit dem Unternehmen die Bewältigung der Vergangenheitslasten aus vielen Jahrzehnten zuverlässiger Kernkraft-und Braunkohlenstrom-Lieferung zu organisieren, sagte er in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. 

Erstaunlich zugleich und beängstigend vor allem der Begriff „gemeinsam“. Bis dato spielte die gesamtgesellschaftliche Verantwortung doch kaum eine Rolle, weder vor, während und auch nach der Energiewende. Damals hat RWE den billig erzeugten Strom teuer an die Endkunden verkauft und die Aktionäre mit Dividenden bespaßt – zunehmend aus der Substanz. Ach ja, viele Kommunen sind ja an RWE beteiligt, wegen der Dividenden. Jetzt, wo es eng wird, soll der Weg für einen „Bail In“ für die Versorger aus der Tasche der „Steuerdeppen“ geebnet werden. Na fein!

Nach der Hypo Real Estate und der Commerzbank könnte RWE das dritte DAX-Unternehmen der Neuzeit sein, für das Staatshilfe fällig wird. E.On wäre vielleicht die Nummer vier und Volkswagen die Nummer fünf? Wer hat noch nicht? Wer will nochmal? Banken und Autobauer haben ja schon Staatshilfe bzw. Steuerknete bekommen, als plötzlich und über Nacht die Milliarden bewilligt wurden. Erinnern Sie sich an die Abwrackprämie? Regte sich jemand auf? Weder früher noch heute und künftig wahrscheinlich auch nicht. Die Versicherungen fallen mir gerade noch ein. Sozialismus ist so schön!

Die gute RWE… ein früheres Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Wie passend der Slogan: „VoRWEg gehen“. Wohin nur? Über die Kante eines tiefen Braunkohlentagebaus? Zumindest ähnelt der Aktienkurs an der Börse diesem Szenario. Noch sind 5,6 Milliarden Euro übrig und auch noch 31 Milliarden Euro an Schulden, also das 5-fache des Börsenwertes. Der DEA-Verkauf an einen russischen (!) Oligarchen spülte 5,3 Milliarden Euro in die Kasse, also in das Fass mit dem tiefen Boden. Das nennt sich wahrscheinlich Gesundschrumpfen bei nachlassender Gesundheit. Aber da gibt es ja noch helfende Worte von Herrn Laschet, die der Aktie gestern sechs Prozent mehr Leben einhauchten.

Staatshilfe ist eine heikle Sache im Kapitalismus, Pardon, der freien Marktwirtschaft. So frei war diese nie. Künftig schon gar nicht mehr. Wir befinden uns im Übergang von diesem Halb-Kapitalismus hin zur Planwirtschaft.

Man kann sicherlich nicht behaupten, dass die Politiker an einem Gespür für Peinlichkeiten leiden. Andererseits liegt es im Trend, die Politik vor den Karren gestrandeter Unternehmen zu spannen, weil die es so gerne tun. Vielleicht winken dort ja später auch noch nette Versorgungspöstchen.

Natürlich ist Herr Laschet wie die meisten anderen Politiker ein Weltverbesserer. Wenn er damit eines Tages aufgehört hat, ist die Welt vielleicht sogar besser geworden, aber fragen Sie nicht nach den Kosten. BER ist überall und den Sozialismus in seinem Lauf hält wirklich weder Ochs noch Esel auf. Der alte Honecker hatte damals schon Recht, nur anders.

Ist ja nur Steuergeld. Das fließt automatisch, da die Regierung das per Gesetz und erzwungener Einzugsermächtigung rauben darf – zur freien Verschwendung. Irgendwann wird das Geld der Steuerzahler nicht mehr ausreichen. Dann muss der Staat seine Schuldenlast erhöhen. Und irgendwann wird der Steuerzahler die Zinsen dafür nicht mehr aufbringen können. Dann schlägt sie Stunde der Druckerpresse. Wenn das alles auch nicht mehr ausreicht, dann haben wir ganz andere Probleme. Und vielleicht auch gar keinen Strom mehr.

 

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27 Kommentare auf "Staatsknete für RWE?"

  1. Insasse sagt:

    Herr Laschet ist ein besonders herausstechender Vertreter der Negativauslese, welche die unfähigsten Leute an die Spitzen der politischen Macht spült. Mit seinen Forderungen überholt er die Linksgrünen locker auf der linken Spur. Wobei, eigentlich ist das schon gar nicht mehr möglich, da alle etablierten Parteien schon längst den Wettbewerb um die linkesten Positionen angetreten haben (–> daher auch der für CDUCSUSPDGRÜNELINKE gerne verwendete Begriff „Sozialistische Einheitsparteien Deutschlands“). Alles und Jedes steht demnach in der „gesamtgesellschaftlichen Verantwortung“. Diese nimmt selbstverständlich der Staat für den Einzelnen wahr. Leider völlig unzureichend, wie auch nicht anders zu erwarten ist. Dafür wirds für den seine Verantwortung an den Staat abgebenden Bürger richtig teuer.

    Konkret durfte ich die Auswirkungen dieser Ideologie der „gesamtgesellschaftlichen Verantwortung“ letztens auf dem Elternabend meiner Tochter erfahren. Sie ist in der 8. Klasse am Gymnasium. In der Klasse gibt es 10 von 32 Schülern, die den Unterricht massiv stören. Dies wurde von der Klassenlehrerin angesprochen. Jetzt kommts: Eine Mutter, deren Tochter häufig zu spät kommt und die auch schon einen entsprechenden Verdacht hegte, beschwerte sich, dass sie nicht von der Schule darüber informiert wurde. Auf die Idee, SELBST nachzufragen, kam sie selbstverständlich nicht. Jetzt kommts noch dicker: Ein weitere Mutter – selbst Lehrerin – wollte wegen ihres häufig störenden Sohnes eine Klassenkonferenz einberufen! Dort sollte das Fehlverhalten ihres Sohnes besprochen werden. Auf die Idee, dass sie SELBST die Erziehungsberechtigte ist, die ihrem Sohn beizubringen hat, was die Basics in Bezug auf das Verhalten in der Schule sind, kam auch sie selbstverständlich nicht. Dafür konnte sie 10 Minuten lang ihren abwegigen Standpunkt ohne Punkt und Komma daherschwallern. Ihrem Sohn kann man wohl keine Schuld an der mangelnden Erziehung durch seine Mutter geben. Trotzdem ist er ein Störer.

    Das sind nur zwei Beispiele, woran man erkennen kann, dass dem Großteil der Leute der gesunde Menschenverstand, der Eigenverantwortung zur Grundlage hat, komplett abhandengekommen ist. Ich nenne das die „neue sozialisitische Gerhirnwäsche“. Und die wirkt allenthalben nahezu vollumfänglich, also „gesamtgesellschaftlich“. Kein Wunder also, dass Leute wie Herr Laschet ohne weiteren Widerhall fordern können, private Konzerne mit Steuergeldern zu retten. Schland ist eindeutig am Ende! Und zwar am sozialistischen.

    • bluestar sagt:

      @Insasse
      Danke für den sehr interessanten Einblick. Tja, der Zustand der Jugend ist das Spiegelbild der Erziehungsleistung der Erwachsenen. Wie immer ist das eigene Verhalten das stärkste Führungs-und Erziehungsinstrument. Viele Kinder sind einfach Opfer von Eltern.
      Der Vergleich mit Sozialismus hinkt aber etwas.
      1. War die Disziplin wesentlich besser ( natürlich Diktatur sagen die Propagandisten )
      2. Wurden zwar Verluste sozialisiert, aber auch Gewinne von Unternehmen, sofern
      welche erwirtschaftet wurden.

      VG vom Mitinsassen

  2. Ernst Jünger sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    so ist das nun mal in einem Lande, in dem es ein Gesetz für die vielen zu geben scheint, und offensichtlich keines für die wenigen.
    Wenige unter den vielen sind es auch, die verstanden haben, wie das System läuft, und kein sogenanntes Guthaben auf Inlandskontos mehr vorhalten, das abgegriffen werden könnte – natürlich nur nach sorgfältiger Abwägung und zum Wohle der Allgemeinheit (GG 14).
    Wobei der der Leitgedanke darin zu bestehen scheint, dass das Wohl der Allgemeinheit sich nur einstellen kann, wenn es den wenigen gut geht.

  3. "MARKT" sagt:

    Interessant wie hier links und rechts oder auch Sozialismus und Kapitalismus definiert werden.
    @ Insasse
    Links ist also gegen den kleinen Bürger und für die Kapitalgesellschaft, die gleichzeitig Dividenden an ihre Aktionäre ausschüttet?
    Wenn der Staat zum Inkassobüro des Kapitals mutiert ist dies Sozialismus?
    Was für eine Weltanschauung! Genial.
    Da hat das System offenbar wieder einmal ganze Arbeit geleistet.
    Und ich dachte immer ARD und ZDF sind in Ihrer Propaganda für das Kapital und für RECHTE Weltanschauung nicht zu toppen.
    „Wir machen Rechte Politik sagen aber das sei links“
    Gibt es überhaupt eine Linke Partei in Deutschland?
    PS: Links/Rechts sollte nicht mit für oder gegen Ausländer/Flüchtlinge/Migranten gleichgesetzt werden. Auch wenn es noch so oft getan wird, es ist falsch!
    Vereinfacht bedeutet links der Mensch steht über dem Kapital. Deshalb meine Frage wie kann man die Grünen/SPD/CDU als links bezeichnen?

    • Insasse sagt:

      @Markt: Bevor ich Ihnen antworten kann, bitte ich Sie zu definieren, was Ihrer Ansicht nach links ist. Ziele, Mittel, um diese Ziele zu erreichen sowie gesellschaftliche Folgen und Folgen für den einzelnen Bürger.

      • Markt sagt:

        „zu definieren, was Ihrer Ansicht nach links ist“
        Steht deutlich bereits im Kommentar.
        Was sollten denn die Die Folgen für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen sein, wenn die Interessen aller Menschen über denen des Kapitals weniger gestellt werden.
        Weniger Betrug siehe VW.
        Weniger Krieg siehe Ukraine, Naher Osten Afrika, Syrien und eventl. bald Europa.
        Wäre das sooo schlimm?
        Ein bisschen Ehrlichkeit und Sie finden sich vielleicht wieder. https://www.youtube.com/watch?v=XPznz-_OG-s
        es nützt nicht auf „andere“ zu zeigen, wir sind der „Staat“.
        Je dümmer, korrupter und Verlogener die Gesellschaft umso verachtenswerter seine Repräsentanz. Nicht der Staat ist gut oder böse, korrupt oder verlogen, sondern er ist der Spiegel seiner Gesellschaft. Wer das nicht erkennen will soll weiter in „Bild“-Manier gegen andere und sich selbst (Staat) hetzten im Glauben er sei die Elite und der Leistungsträger und die anderen alle sind dumm, faul und egoistisch.
        Viel Spaß weiterhin dabei.

        • Avantgarde sagt:

          Also ich sag es mal so:

          „Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.“

          • bluestar sagt:

            Und manche glauben auch, dass Regierungen im Kapitalismus die Interessen der gesamten Gesellschaft vertreten, nur weil sie von dieser gewählt wurden.
            Da stellt sich doch die Frage, wer diesen ganzen Glauben predigt und warum.

          • Insasse sagt:

            @Avantgarde: Im Umkehrschluss basiert der Sozialismus dann wohl auf der merkwürdigen Überzeugung, dass ehrenwerte Menschen aus ehrenwerten Motiven irgendwie für das Allgemeinwohl sorgen werden?

            In beiden Fällen gehen die so Überzeugten irrig davon aus, dass aufgrund Täuschung gewählte Leute aus altruistischen Motiven Gutes für ihre Wähler tun. Um allerdings davon überzeugt zu sein, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven für das Allgemeinwohl sorgen wollen, muss man schon mächtig unterbelichtet sein. Stellt sich also die Frage, ob die Bürger dieses Landes in der wahlentscheidenden Menge tatsächlich so unterbelichtet sind oder nur im guten Glauben ehrenwerte Menschen wählen, die vorgeben für ihr Wohl zu sorgen (was aber auch diese nicht tun).

        • Insasse sagt:

          @MARKT:

          „Weniger Betrug siehe VW.“ – Also da bin ich – zumal als Betroffener – ganz bei Ihnen und habe mich gleich mal gefragt, wer eigentlich den Herrn Winterkorn beaufsichtigt hat, besser gesagt nicht beaufsichtigt hat. Dazu habe ich mir die Besetzung des AUFSICHTsrats angesehen. Und was sehe ich? Ganz überwiegend nur Gewerkschafter, also postulierte Linke, mit Blick auf die theoretisch überzeugenden Abgaswerte darf man wohl sogar von „Linksgrünen“ sprechen. Irgendwie komme ich – auch vor dem Hintergrund dieser Sache – zu dem Schluss, dass es in Sachen Ehrlichkeit mit den Linken auch nicht wirklich gut bestellt ist. Deshalb bin ich – wahrscheinlich genau wie Sie – dafür, dass man diese Leute wegen Betrugs und Bestechlichkeit anklagt und hart bestraft.

          „Weniger Krieg siehe Ukraine, Naher Osten Afrika, Syrien und eventl. bald Europa.“ – Niemand mit gesundem Menschenverstand wird Ihnen insoweit widersprechen wollen.

          Im Übrigen konnte ich in Ihrem Post nirgends lesen, wie Sie das hehre (linke) Ziel, nämlich alle Menschen über das Kapital zu stellen, umsetzen wollen. Darum, ob der Staat gut oder böse ist, ging es nicht. „Wir“ sind auch nicht der Staat. Der Staat wird von Politikern und deren Hintermännern gemacht, die von einem Großteil der Bürger, so auch von mir, nicht gewählt wurden. Unabhängig davon, hat die Politik ohnehin ihren eigenen Fahrplan, hinsichtlich dessen man keinerlei Übereinstimmung mit den Wahlbetrugsprogrammen feststellen kann. Deshalb möchte ich von Ihrer „Wir sind der Staat“-These Abstand nehmen. Wie überhaupt ich das „Wir“ zwar nicht in allen, aber in vielen gesellschaftlichen Bereichen nicht wirklich begrüße. Vor allem, wenn mir das „Wir“ ungefragt oktroyiert wird, wie zuletzt: „Wir schaffen das.“ Nur, weil auf mich, wie auf zahlreiche Andere, „mitgehangen, mitgefangen“ zutrifft, möchte ich nicht allenthalben von „Wir“ reden.

          Wenn Sie nach den Ursachen des – wohl unstreitig schlechten – Zustand dieses Staates suchen, nehmen Sie einfach nur VW oder auch RWE als exemplarisches Beispiel her. Dann wissen Sie, wo die (politisch-korrekten und deshalb durch und durch korrupten) Ursachen in der Gesellschaft liegen.

          Zu Ihrer „Einschätzung“ hinsichtlich „in Bild-Manier hetzen“, sich als „Elite und / oder Leistungsträger fühlen“, bleibt festzustellen: Wenn es gegen das „Wir“ geht, wird’s bei den Linken schnell mal unsachlich, gell?

          • "MARKT" sagt:

            Geht es noch Ärmer?
            Sie Glauben daran dass Gewerkschafter in Aufsichtsräten von „Global Champions“ ehrlich LINKE Politik betreiben. Glauben Sie das wirklich ernsthaft? Oder hilft das nur ihr ideologisches Denken weiter fundmental zu verankern.
            Sie wollen nicht verstehen, dass die Gewerkschafter, die u.a. bei VW im Aufsichtsrat sitzen nichts mit links in der ureigenen Bedeutung am Hut haben.
            Diese Individuen nutzten Gewerkschaften unter dem Vorwand etwas für die Arbeitnehmer zu tun, um de facto genauso bedingungslos rechte Industriepolitik und Geopolitik zu unterstützen ggf. sogar zu fördern. Genauso sieht es bei unseren vermeintlichen Menschenfreunden in der Asyl-/Flüchtlingspolitik liegen.

            Weltweit und besonders in Deutschland geht die Schere zwischen Arbeitern und Kapital immer weiter auseinander und der „Insasse“ spricht von Sozialistischen Einheitsparteien.
            Ist das noch zu Fassen?
            Nein SIE sind nicht der Staat, es sind nur die bösen Politiker, die aufgrund ihres Sozialismus die über Jahrzehnte erkämpften sozialen Errungenschaften zerstören.
            Unter dem Vorwand der Humanität in der Flüchtlingspolitik werden Menschen (Flüchtlinge und Deutsche) ausgeraubt. Aber das genügt um bei den vermeintlichen Leistungsträgern Links eingeordnet zu werden.
            Wie kann der Mensch über das Kapital gestellt werden? Ist diese Frage tatsächlich ernst gemeint?
            Lösen Sie sich davon, dass die Probleme innerhalb der bestehenden Strukturen gelöst werden können. Wenn Sie das nicht möchten, bleiben Sie in ihren Gedanken „Teil der Elite“ und konzentrieren sich auf alles was ihrer Meinung nicht dazu gehören kann.
            So machen es die Meisten.
            Denn wir alle haben gelernt: Wir (ICH) gehöre zu den Guten.

          • Insasse sagt:

            @Markt: Nun haben Sie mir schon wieder die vielen Missstände beschrieben, hinsichtlich derer ich Ihnen schon zuvor nicht widersprochen habe, was Sie aber leider nicht verstehen wollen. Leider haben Sie aber erneut vergessen zu beschreiben, wie Sie diese Missstände auflösen wollen. Immerhin habe Sie nun erwähnt, dass es in den bestehenden Strukturen nicht funktioniert. Darunter kann ich mir aber immer noch nichts vorstellen. Vielleicht besitzen Sie ja die Güte und zeigen mir nun endlich Ihre Lösung mit den neuen Strukturen auf. Vielen Dank im Voraus.

          • "MARKT" sagt:

            -Weltweite Sanktionen gegen Rüstungs-/und Waffenindustrie
            – Kooperation statt Konkurrenz
            – (Teil-/) Entflechtung von Arbeit und Einkommen
            -Nutzen statt „aberziehen“ der angeboren menschlichen Empathie.
            – Zerschlagung globaler Monopolisten
            – Zurück zu kleineren kontrollierbaren Einheiten (echte Demokratie)
            – Abschaffung von Geld sowohl als „angebliches Zahlungsmittel als auch als Wertaufbewahrungsmittel.
            Verbot der Privatisierung von Grund und Boden zur Verhinderung von Verknappung von Land, Wasser, Agrarflächen.

          • Insasse sagt:

            @Markt: In den Spiegelstrichen 1, 4, 5 und 6 gehe ich mit. Es stellt sich aber die grundsätzliche Frage: Wie wollen Sie solche Ziele mit einer in großen Teilen politisch und wirtschaftlich völlig uninteressierten und zudem konsumverblödeten Bevölkerung umsetzen? Es ist ja kein Zufall, dass die Verhältnisse sind, wie sie sind. Die Leute gehen – wenn überhaupt – wählen, um Verantwortung an Leute abzugeben, von denen sie wissen, dass sie das, was sie Ihnen versprechen, nicht einhalten. Brot und Spiele sind eben (noch) ausreichend vorhanden. Das ihnen ihre Grundrechte schon weitgehend abhanden gekommen sind, bekommen die Leute erst gar nicht mit. Wenn man sie darauf anspricht, kommen sie mit Sprüchen wie „Ich habe doch nichts zu verbergen.“. Wer so fahrlässig mit seinen Interessen umgeht, hat es wohl einfach nicht besser verdient. Und wer sich nicht kümmert, hat eben das Nachsehen. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die das Spiel durchschaut haben und kritisien, aber nicht aktiv werden. Kurzum: Es liegt an den Leuten selbst, womit wir übrigens wieder beim Stichwort Eigenverantwortung sind.

          • "MARKT" sagt:

            @nsasse
            bei „1,4,5 und 6 gehe ich mit“
            Man kann/sollte sich nicht nur die Rosinen für sich selbst aussuchen.
            „….aber nicht aktiv werden….“
            am Samstag ist Demo gegen TTIP, vielleicht sieht man sich.
            auch ich habe gut 600km Anreise (eine Strecke)

  4. reiner sagt:

    Wenn man gerecht sein will, muß man zugeben, daß es der Staat gewesen ist und weiterhin ist, der den Versorgern wie RWE durch Willkürgesetzgebung die Geschäftsgrundlage entzogen hat und sie an den Rand der Pleite getrieben hat. Wenn es bei der Stromversorgung marktwirtschaftlich zuginge, wären RWE und E.ON nach wie vor höchst profitable Unternehmen und ihre Aktien Witwen- und Waisenpapiere.

    Der Staat und insbesondere Frau Merkel höchstpersönlich haben die Versorger regelrecht beraubt und um viel Milliarden erleichtert, indem sie aus heiterem Himmel die Kernkraftwerke zum Abschuß freigegeben haben und sie noch zusätzlich mit einer konfiskatorischen Brennelementesteuer niedergemacht haben.

    Wenn man den Kernkraftwerken erlauben würde, Geld zu verdienen, würden sie auch mit Leichtigkeit die Entsorgungskosten erwirtschaften können. Im übrigen dürfte die Frage nach der Entsorgung ohnehin in absehbarer Zeit an Gewicht verlieren, weil die Transmutation technisch vermutlich vor dem Durchbruch steht.

    Zusätzlich hat der Staat einen gesetzlichen Einspeisezwang für den unzuverlässigen und unkalkulierbaren Zitter- und Zappelstrom von den Zufallskraftwerken mit Wind- und Solarenergie eingeführt. Solange ein derartiger wahnsinniger Eingriff in den Markt Gesetzeskraft hat, ist es unmöglich, zuverlässige und seriöse Kraftwerke in Deutschland wirtschaftlich zu betreiben. Wenn der Staat auch in Zufkunft will, daß es in Deutschland auch bei Schnee und Eis, bei Windstille und in der Nacht zuverlässig Strom gibt, wird er wohl den Betrieb der zuverlässigen Wärmekraftwerke selbst in die Hand nehmen müssen.

    Ich vermute sogar, daß dies das eigentliche Ziel unserer Zerstörungspolitiker ist: Wo kämen wir denn hin, so fragen sie sich nach meiner Vermutung, wenn es, wie es technisch ohne weiteres möglich ist, ausreichend preiswerte Energie zur Verfügung hätten? Bestünde dann nicht die Gefahr, daß die Menschen übermütig werden, weil sie den Staat als Gouvernante gar nicht mehr brauchen?

    Da ist es für die machtgieren Herrscher doch viel besser, man Energie, also den Grundstoff unserer Wirtschaft und unseres Wohlstandes, künstlich verknappt und verteuert, um sie dann als Gnadenakt staatlicher Willkür allen Gehorsamen und Gleichgeschalteten in kleinen Dosen zuteilen und gewähren zu können. Armut macht gefügig. Und was wäre schöner für die Herrschenden als gefügige Untertanen?

  5. schelm sagt:

    yeah, wie fast immer Spitzenartikel. Wenn es nicht so traurig wäre, was sag ich, Skandaaaaaal sowas, könnte man schallend darüber lachen. Ist bzw. war jedoch vorhersehbar.
    Noch trauriger ist aber, das nur wenige verstehen bzw. überhaupt wollen, wie wir überall und ständig über den Tisch gezogen werden.
    Achso bezüglich gemeinsam, gemeinsam wurde dazumal auch Holzmann erfolgreich gerettet oder wie war das, naja egal auf alle Fälle gehen wir gemeinsam unter.
    Leider kann ich nicht so laut schreiben wie Gernot Hassknecht brüllt !!!!

    Es geht von Anfang an dem Ende zu.

  6. toter_esel sagt:

    Ich weiss nicht…

    – die Menschen haben sich nie mit Steuergerechtigkeit auseinander gesetzt
    – die Leute haben den Quatsch vom Dominoeffekt ohne Banken“rettung“ geglaubt
    – sie „wollten“ die Energiewende nach Fukushima
    – sie nehmen den ESM ohne Murren hin
    – sie protestieren gegen gar nichts, auch nicht gegen TTIP
    – sie glauben Putin sei böse, Obama lieb
    – sie glauben dem Springer und den ÖR
    – sie haben nochmal Merkel gewählt!

    Dann ist die alternativlose RWE-sanierung nur ein kleiner Schritt Deutschlands in die Dunkelheit, mit oder ohne Strom.

    • FDominicus sagt:

      Keine dieser Sachen finde ich oder habe sie begangen. Bitte erläutern Sie mir einfach wie man über den ESM murren kann. Ich habe mich an jeder Klage mit beteiligt, aber es kommt nichts dabei rum. Ich habe die CDU seit mindestens 15 Jahren nicht mehr gewählt – so what?

      Sie vergessen eines mit Sicherheit: „Mitgehangen – mitgefangen“. Das ist MEIN persönliches Problem!

  7. M-Schmidt sagt:

    „Wenn das alles auch nicht mehr ausreicht, dann haben wir ganz andere Probleme. Und vielleicht auch gar keinen Strom mehr.“

    Interessanter Gedanke……Dann wird auf jeden Fall kein „Konsummüll“ mehr produziert, die CO2-Problematik aus deutscher Sicht ist gelöst und man findet in Ermangelung von „medialer Ablenkung“ zu sich selber zurück.

  8. Habnix sagt:

    Wer weis den schon warum so verbissen an der Kernkraft festgehalten wurde ?

    -Plutonium ?

    Quelle: Wikipedia
    Plutonium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pu und der Ordnungszahl 94. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block) und zählt zu den Transuranen. Plutonium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Benannt wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. Es ist hinsichtlich der Ordnungszahl das schwerste in der Natur vorkommende Element. Dabei wird es aber nur in kleinsten Spuren in sehr alten Gesteinen gefunden. Größer ist die Menge, die künstlich in Kernkraftwerken erzeugt wird.

    Als eines der wenigen spaltbaren Elemente spielt es eine wichtige Rolle für den Bau von Kernwaffen. So war das Spaltmaterial der Atombombe, die am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfen wurde, Plutonium. Beim Betrieb von Kernreaktoren entsteht aus dem Uran in den Brennelementen Plutonium.

    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

    Meine Meinung: Wenn also ein Staat ohne Kernkraftwerke ist, um Plutonium herzustellen,ist er anderen Staaten gegenüber Machtlos ?

    Zur Zeit schön an unserer BRD zu sehen

    Die Kehrseite ist, das keiner weis wie man den Müll los wird. Um den Müll los zu werden müsste man auf ewig die Menschheit versklaven und genau das passiert gerade.

    Johannes von Jerusalem, Weissagungen, vor ca tausend Jahren

    „Wenn das Millennium einsetzt, das auf das Millenium fogt
    Wird der Mensch mit jeglichem Leben wuchern
    Jegliches Leben wird vom Wucherpreis geschändet:
    Tiere, Pflanzen, selbst Wasser und Luft (!!!)
    Kein Leben wird länger Gabe Gottes sein,
    jegliches Leben wird dem Wucher unterworfen
    sogar der Wert des Menschen selbst
    …………………..

    Wenn das Millennium einsetzt
    Das auf das Millennium folgt
    Macht sich der frevelnde Mensch daran,
    das Antlitz der Erde zu zerstören.
    Als einen Beherrscher und Zwingherrn
    Der Forste und Weiden wird er sich sehen.
    Bald hat er Erde und Firmament durchpflügt,
    hat seinen Pflug durch Ströme und Ozeane gezerrt.
    Aber das Land wird geschändet sein….
    ………………….
    Er brüllt seine Befehle
    Sucht geifernd göttliche Herrschermacht
    Aber er ist maßlos in seinem Wahn
    ………….
    Stürzt zuletzt in die abgrundtiefe Schlucht

  9. FDominicus sagt:

    Kein Wunder, ist es doch der typische Gang. Erst wird etwas zu Grunde gerichter und dann wird nach Subventionen geschrieen und diese werden zu gerne gewährt. Außerdem paßt es in die Politik wie die Faust auf’s Auge. Gewinne abgreifen so viel geht – daher die Dividenden – und wenn es dann schief geht zum Steurzahler gehen und diesem mittelien, man will ja eigentlich nicht, sieht sich aber leider „gezwungen“.

  10. JayJay sagt:

    Sozialismus wird es nur für die Macher und Elite in Politik und Wirtschaft geben, für den kleinen Mann bleibt es beim Kapitalismus.

  11. Argonautiker sagt:

    Das man die Systemrelevanten nicht hat Pleite gehen lassen, als sie Pleite waren, ging nur dadurch, indem man Recht brach. Im nicht Pleite gehen lassen hat sich die Politik damit zum Komplizen des Rechtsbruchs gemacht. Seit dem ist die Politik nichts anderes mehr als der Erfüllungsgehilfe der Pleitegeier. Letztendlich hat die Politik dadurch doch ein völlig neues Geschäftsmodell freigegeben.

    Das lockt natürlich immer mehr Pleitemacher an, oder solche die es zu Mindest vorgeben, denn mußte man früher um Subventionen bitten, braucht man doch nun einfach nur noch mit Pleite drohen, und die Gelder fließen. Aus den Taschen der Allgemeinheit in die Taschen der „Pleitiers“.

    Hat man frühe Bücher frisiert um solvent zu erscheinen, um Kredite zu bekommen, braucht man jetzt nur die Bücher frisieren und einen Konkurs vorzutäuschen, und husch, husch, eilen sie des Nachts herbei, die Heinzelmänner, greifen in diese Taschen und stopfen es in Andere Taschen.

    Natürlich völlig legal, denn warum sollte man sich an Regeln halten, wenn man Regeln machen kann? Zumal man die Menschen ja von den aus sich bestehenden wirklichen Gesetzen entfernt hat, sodaß diese annehmen, daß die Regeln, die die Politiker machen, Gesetze seien.

    Irgendwann werden sie halt alle Wahnsinnig, die sich nicht an die bestehenden Gesetze halten, und meinen ihre Regeln zu Gesetzen erklären zu dürfen, ohne ihre Regeln aus den Gesetzen gewonnen zu haben. Aber natürlich werden auch all die Wahnsinnig, die das glauben.

    Das ist einer der größten Irrtümer der Zeit, anzunehmen, daß es keine aus sich bestehenden Gesetze gibt, denn auch wenn diese Mühlen langsam mahlen, sie mahlen sehr trefflich.

    Kann man sich vorstellen, was das für ein Fall für die bedeutet, die das getan haben? Mittels egoistischer Regeln Gesetze gebrochen zu haben, die sie in gottgleiche Höhen gehoben haben, die dann aber doch irgendwann, von den Mühlen der aus sich bestehenden Gesetze zu Staub zermahlen zu werden?

    Des „Fischers Fru“ wird sich ähnlich gefühlt haben, als sie sich, aus ihrem Palast in ihre Fischershütte zurückgeworfen sah, nachdem sie ihren Mann erneut zum Butt geschickt hatte, mit dem Auftrag, sie wolle so sein wie Gott.

    Wir erleben gerade den Aufstieg des Egos mit seinem unvermeidlich folgenden Fall in seiner soundsovielten Variation. Luzifers Aufstieg und…

    Natürlich ist sich das Luziferische auch diesmal Gewiß, daß es gelingen wird, wie sollte es auch mißlingen? Man überwacht doch alles, verfügt über Waffen, noch und noch, alle sind verblendet vom Geld, sodaß man alles kaufen kann was auch immer man will. Diesmal wird es gelingen, das ICH wird Herrschen.

    Die Frage ist, ist das Ich, der Wille, je dazu da gewesen zu Herrschen, oder war es/er stets als Diener angelegt? Der Wille kann nicht aus sich, er muß sich an etwas heften, er kann nicht Urgrund, Ursprung, sein. Besteht etwas nicht aus sich, kann es nicht Herr sein. Ist es nicht Herr, kann es nicht herrschen. Tut es der Wille doch, verzehrt er das aus sich Seiende. Hat es so viel verzehrt, daß es überwiegt, muß es bald stürzen, weil es nicht aus sich ist, und das, an was es haftet, gerade verzehrt hat.

    Gruß aus Bremen

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