Spanien und die Unabhängigkeit Kataloniens

26. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Kommentare

Die Spannungen in der EU nehmen zu. Während ein Referendum über die Unabhängikeit Schottlands ansteht, brodelt es seit Monaten auch in anderen Ländern. Nach dem bemerkenswerten Referendum in Venetien legt bei einigen Politikern der Puls zu. Bei einer Wahlbeteiligung von 73% sprachen sich 89% der Wähler für die Unabhängigkeit aus. Andere italienische Regionen wollen nun nachziehen. Manche Medien sind gar so aufgeregt, dass man es ganz verschwitzt, ausführlich über die Vorgänge zu berichten. 

Spanien will nun ein Referendum in Katalonien verhindern. Während die Eurokraten weiter an der Osterweiterung basteln, gärt es im Inneren der EU. Das jahrelange Treffen von Entscheidungen ohne bei entscheidenden Fragen die Bürger zu befragen fordert offenbar langsam seinen Tribut. Die Europawahl, ein auch an den Märkten bisher weitgehend unterschätztes Ereignis, wird ein wichtiger Richtungsweiser für die kommende Entwicklung.

Wer diese Bewegungen und Referenden als „kleinkarierte Kleinstaaterei“ abtut, der darf sich Gedanken zu seinem Wunschstaat machen. Besonders gute Erfahrungen mit zentralistisch gesteuerten und künstlich zusammengezwungen Sammelsurien ohne Rücksicht auf Kultur und Geschichte hat die Menschheit bisher nicht gemacht. Vor allem die Konsequenzenlosigkeit des Handelns, die sich schon in der Bundesrepublik am Beispiel Berlins zeigt, und in der EU noch skurrilere Blüten treibt, ist wenig zukunftsweisend.

Schweizer Radio und Fernsehen zum Verbot des Referendums in Spanien.

 

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2 Kommentare auf "Spanien und die Unabhängigkeit Kataloniens"

  1. FDominicus sagt:

    Mein Wunschstaat wäre kein Staat und wenn das nicht geht, eher das schweizer Modell. Möglichst wenig Macht für die Zentralisten und deren Apparatschiks. Dazu ein Staat in dem es einen Geldmarkt gibt, der für mich einfach mit einer der wichtigsten ist. (Daher fällt die Schweiz hier durch).

    Wenn es denn einen Staat gibt, wäre es mir sehr recht etwaige Abgaben auf genau ein Zehnt zu beschränken. Angenehm zu haben wäre ein Bank und ein Geldsystem. Ergo Vollreserve und die Banken müssten die Möglichkeit haben Sichteinlagen als Anderkonten zu führen. Wer lieber Teilreservebanken haben möchte kann sogar das meinetwegen haben solange ich für die zu erwartenden Bank Runs nicht aufkommen muß.

    Mein Wunschstaat würde mich nicht jeden Tag gängeln und umerziehen wollen. Die Grünen Esoteriker hätten dort nicht mehr Rechte als jeder Andere und könnten nicht auf so glorreiche Ideen wie: http://www.rottmeyer.de/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-regulieren/ . Ich könnte meine Glühbirnen kaufen und verwenden solange ich will und wenn ich darauf stünde könnte ich mir den Kopf auch mit allem Anderen außer Alkohol zudröhnen.

    Kaufte ich ein Haus, käme mein Wunschstaat nicht jedes Jahr „vorbei“ um mir noch mal eine Grundsteuer abzuknöpfen, mein Wunschstaat verschuldete sich nicht und Parteien hätten nicht die Demokratie gekappert. Und politische Willensäußerungen und Gesetze müssten nicht nur durch Parteien eines Parlament gehen. Es gäbe immer die Möglichkeit jedes Gesetz in Frage zu stellen und es gebe einfach Dinge die Tabu wären, wie jedes Jahr größere Übergriff auf mein Eigentum.

    Kurz ich glaube mein Wunschsstaat wäre vor allem eines sehr viel kleiner und gerechter….

  2. Avantgarde sagt:

    Zu Scotland muß man vielleicht noch sagen, daß die, die in Wales Nordirland oder England wohnen „natürlich“ nicht wählen dürfen.
    Allenfalls wenn man Militärdienst in Übersee schiebt darf man wählen.

    Nicht, daß da noch ein „falsches“ Ergebnis herauskommt….

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