Silber – Quo vadis? Es wird heiß in der Küche!

23. September 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Michael, dem „Düsseldorfer“

Kaum hatten wir gestern unsere „Metallwoche Extra“ aufgenommen, geschnitten und auf den Blog gestellt, meinte der Silbermarkt: „Dem Düsseldorfer zeige ich jetzt mal eine lange Nase.“ Die Nasenspitze wurde dann mit Einsetzen des europäischen Handels heute Vormittag immer länger…

Damit wir es gleich mal hier festhalten. Jawohl, die fortlaufende Bewegung am gestrigen Abend und am heutigen, frühen Morgen hat mich überrascht. Ich hatte der Marke um $36 (wo momentan auch die 200 – Tageslinie verläuft) mehr Unterstützung zugetraut. Das der Markt kurz darunter taucht, um noch die Stopps der verbliebenen „Longs“ abzufischen, ja, aber dann hätte ich doch eine Konsolidierung um diese Marke erwartet.

Pustekuchen! Der Markt dachte gar nicht daran und gab abwärts einfach weiter Gas. Grund genug also, um noch mal ein paar vergleichende Bilder anzuschauen, die wir bereits nach dem Frühjahrshoch hier veröffentlichten.

Damals hatten wir das Marktverhalten von Silber nach einer großen roten (also negativen) Wochenkerze ausgehend von einem Frühjahrshoch dargestellt. „Freundlicherweise“ haben wir ja ein solches Szenario im Jahre 2008 erlebt…

Wiederholt sich jetzt also die Geschichte erneut in diesem Jahr? Die Deflationisten werden sehr wahrscheinlich beharrlich mit dem Kopf nicken. Ich bin mir da nach wie vor nicht ganz so sicher. Wir werden ein Für und Wieder in der kommenden Metallwoche diskutieren, wollen heute jedoch lediglich einfach mal die Situation aus 2008 in Bildern zeigen. Malen nach Zahlen also . Nein, eben nicht. Es sollen lediglich „mögliche“ Szenarien aufgezeigt werden.

Alle Besitzer physischen Silbers bitte jetzt anschnallen, festhalten und die Angst einfach mal kurz in die Abstellkammer schieben. Tür zu! Alle „Möchtegern“ physischen Silberkäufer, bitte die Gier bändigen und nicht in die Abstellkammer schieben. Da sitzt ja schon die Angst drin…

Schauen wir also mal auf die beiden roten Kringel im Jahr 2008 und aktuell 2011:

 

Wer hat momentan „Aufschlag“ zum Matchball? Klare Worte ohne Ausflüchte. Hier wird in den letzten Tagen ganz klar Deflation „gespielt“. Die saisonal schwache Zeit für die Edelmetalle liegt hinter uns und die chartechnische Ausgangslage erinnert sehr stark an das Jahr 2008. Der Chart zeigt aber auch für den Laien die vorausgegangene sehr starke Rallye von unter $20 bis auf fast $50 klar an. Der Silberpreis hatte sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und war einfach reif für eine Pause. Ja, ja, schon klar. Aber DAS HIER??? (Seite 2)

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61 Kommentare auf "Silber – Quo vadis? Es wird heiß in der Küche!"

  1. rolandus sagt:

    Vielen Dank nach D’dorf. Zur Zeit gilt wohl überdeutlich: Die Verluste von heute sind die Gewinne von morgen und umgekehrt. Und das es im Herbst stürmt und Blätter fallen ist bekannt,-)

    Schön Gruß ins Reid und nach D’dorf
    rolandus

  2. Der Fotograf sagt:

    Ich hatte mir heute mal einen Dreijahreschart angesehen. Man erkennt mühelos schon mit bloßem Auge einen langfristigen Aufwärtstrendend, der drezeit so etwa bei 25$ verläuft. Der Kurs hängt derzeit bei 33$ irgendwo zwischen Baum und Borke.

    Der Vergleich des D`dorfers mit 2008 läßt diese 25$ derzeit schon fast als optimistisch erscheinen. Wobei das 50% von den 50$ aus dem Frühjahr wären. Etwa 50% klingen ja auch schon nach 2008.

    Aber ich könnte diesen Absturz verhindern!!!

    Wenn ich mein Silber jetzt a´la Mr. Dax versichere, schießen die Charts garantiert senkrecht nach oben. 🙂

    Hat letztes Jahr auch todsicher funktioniert. Kaum hatte ich mir im Spätsommer Versicherungsscheine (vulgo Puts) ins Depot gelegt ging der Silberpreis durch die Decke und meine Puts brannten lichterloh. Der Trick klappt bestimmt noch mal.

    Soll ich?

  3. bob sagt:

    Also ich hab heute 40 Oz Phili nachgekauft , hab nun meine 500 Oz erreicht, komme was wolle ^^

    Gruß

    Bob

  4. KommissarSchneider sagt:

    Ich sag nur: Silber nachkaufen wenn noch Cash vorhanden ist.

    Wenn Silber vielleicht in einer ganz komischen Phase noch mal auf 10 Dollar fallen sollte, dann reiss ich bei mir zu Hause selbst das Klo aus der Wand und verkaufs.

    Und danach bin ich wirklich „All In“.

  5. salamitaktik sagt:

    Ich habe gerade eben gekauft Maples für 28,62€

    Ist eben vorgezogenes Weihnachten!

  6. holger sagt:

    Und ich sage: Was würdet ihr bloß ohne USD und Euronen machen? 😀 Euer EM in Koch-Würstchen rechnen? 😀 200 Tageslinie bei der Knackwurst. Kauft doch alle verfügbaren Unzen auf. Knapp 7 Milliarden Menschen werden euch Dank aussprechen. Anbeten und huldigen. Ooooooohmmmm…

    • retracement sagt:

      Geil!

      Edit: wollte es eigentlich bei Geil belassen, aber dann habe ich mich gefragt, warum sie die letzten 5000 Jahre das Zeugs nicht in Würstchen bepreist haben?

      Wenn man sich den heutigen Tag so ansieht sollte man beim Abendspaziergang nochmals am Geldautomaten anhalten. Ganz koscher ist das nicht. Und auch nicht mehr blank & fein.

  7. Marcus sagt:

    Wie Michael sagt, im Moment geht der sog. Markt von einer Deflation aus. Das sehe ich aber noch nicht. Bin GF eines Unternehmens, das sehr eng mit dem GDP korreliert und 75% exportiert (2008/09 hat uns mächtig erwischt), von Deflation ist im Moment aber nichts zu merken. Ich bin der Meinung, dass die Lage besser ist als die Stimmung. Mein Fazit – Sachwerte werden wieder steigen, also EM und Aktien, schon deshalb, weil das zur Zeit keiner sagt. Der grosse Unsicherheigsfaktor ist das Bakenwesen, schwer einzuschätzen fuer uns alle. Aber ich denke Hellmeyer hat recht, man kann es schaffen und wird es noch mal (ein letztes Mal?) schaffen. Zu optimistisch?

    • crunchy sagt:

      Nun, Ihr Unternehmen scheint einen eher verschwindendenden Anteil an der globalen Wertschöpfung zu haben. Die Korrelation ist wohl durch Ihr Portfolio zu erklären.
      Was momentan geschieht ist nichts anderes als die Vorstufe zur Deflation der geldpolitisch verursachten Inflation = Implosion von Geldvolumen.
      Anders: Hilmar Kopper sagt: „Strich drunter, und abrechnen!“ Lange habe ich es erlerntermassen als Stagflation bezeichnet…..Ich wollte dem Menschen nicht die letzte Hoffnung nehmen.
      Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Kanns´te was, has´te was, solange es wer will. Und wie geht es damit weiter?
      Solange Sie was zum Beissen anbieten, werden Sie überleben. Sind Sie etwa Vertriebspartner von Smartphones und auf Kreditlinien angewiesen: Dann beissen Sie in´s Gras!

      Und, es muss jetzt sein:

      Gruss nach Düsseldorf: Abendsonne –
      silber umdämmert.
      Trost nach Düsseldorf:
      Morgensonne – gülden errötet.

      Dennoch: Ehre, wem Ehre gebührt.

      Ehre, dem der sich anspornt,
      seine Investmentidee – mit vielen zu teilen.
      Ehre dem, der unermüdlich seine Ziele verfolgt,
      diese permantent überprüft und es wagt,
      anderen seine Arbeit offenzulegen!

      Ehre dem, der unser Vertrauen geniesst.
      Ehre dem, der unser Banker sein sollte!

      Düsseldorfer: S I E (!) sind der Anfang eines guten, gemeinschaftlichen Lebens!

  8. samy sagt:

    „Glauben Sie, dass durch die derzeitigen „Kursabstürze“ bei Gold und Silber, mehr Interessenten für persönlichen, physischen Edelmetallbesitz in der breiten Öffentlichkeit begeistert werden können oder eher weniger?“

    Diese Frage kann nur in Verbindung mit den anderen Assets gut beantwortet werden. Was ist denn, wenn alles fällt, aber Gold weniger schnell? Oder wenn einige Banken über die Wupper gehen, samt emittierter Scheine? Oder womit sollen die Lebensversicherer die Prämien für die Kunden erwirtschaften, wenn das einzige sichere Investment Anleihen mit 2% sind?

    Klar, zunächst wirkt das mal abschreckend, aber auf dem zweiten Blick? Erst mal gucken wie heftig die Einschläge bei den „Nachbaren“ werden und dann wird verglichen.

    VG

  9. Thomas sagt:

    Für alle Zuhörer der Metallwoche,
    erklärt bitte nochmal ausführlich die möglichen Szenarien von Edelmetallen in einer Deflation!

    Das Deflation gespielt wird dürfte hier jeden klar sein, jetzt nachdem die Fed dem Markt das Zeichen gegeben hat:“Wir twisten, Kurzläufer raus, QE3 VORERST nein“. Das bedeutet ja, dass die Deflation und Rezession kommen soll uund muss. Wieso sollte die Fed sonst auf dieses Mittel zurückgreifen.

    Ein QE3 hätte den Märkten weitere „euphorische“ Aufwärtssignale gegeben und natürlich auch Edelmetallen.

    Aufgrund der „Stärke des Dollars“ haben Edelmetalle verloren, oder ist diese Kausalität mit vorsicht zu genießen oder komplett falsch?

    Aber warum Kurzläufer raushauen, wenn für diese doch sofort höhere Zinsen verlangt werden würden?(Es ist schon sehr dynamisch wie hier alles abläuft.)
    Die Antwort: Erwartungen hinsichtlich des amerikanischen GDPs sinken und somit auch die Renditen für Kurzläufer.
    Jetzt haben wir doch wieder das Bild des sicheren amerikanischen Hafens, genannt „t-bills,t-notes, treasuries“ wie auch immer.
    Und ne Rezession!
    Falsch?

    Viele Grüße, freu mich schon morgen auf die Metallwoche

  10. Dr.J sagt:

    Das End von der Geschicht? Edelmetalle als Schutz gibt es nicht. Das ist doch die klare Botschaft für die Massen…

    Ist doch klar dass dieses Schauspiel hier von Deflation früher oder später in die Inflation gehen wird… Wenn alle unruhigen Händen ihre EM in das uns gefangenhaltende Klopapier mit Verlusten getauscht haben.

    Das einzige wo man sich ärgern könnte, was ich schon abgeschlossen habe, wenn man bei einer etwas ungünstigeren Gold-Silber Ratio Gold in Silber getauscht hat.

    Aber wie o.g. ist eine Versicherung der Versicherung eine interessante Sache um auch an einem fallenden (stürzenden) Silberkurs noch einen Schnitt zu machen. Ansonsten all in oder nachkaufen bei 23 $…

    Beste Grüße von der Südhalbkugel

  11. Silberdax sagt:

    JETZT NACHLADEN !!!
    Körpergewicht in SILBER – der „Goldstandard“ für ein sorgenfreies Leben ab 2013….

    Die CHANCE für NEUEINSTEIGER !!!

  12. Tim sagt:

    Tja, innerhalb von 2 Tagen eben einmal 6000 Euro weniger Buchwert für mein Silber (Meine Frau und ich sind zu 90% unserer Ersparnis in Ag und Au) kalkulieren zu müssen ist schon ein herber Schlag. Ich hätte nicht gedacht noch einmal froh darüber zu sein, dass ich unser Silber damals in Form von 10 Euro Münzen (in Rollen) „gekauft“ habe. Brutal! Wirklich brutal! 🙁

    Trotzdem bleibe ich für unser Investment zuversichtlich. Oder haben sich die monetären Probleme der Welt (Schulden, Euro, Dollar) plötzlich in Luft aufgelöst? Sind unsere unfähigen und weltfremden Politiker plötzlich durch kompetente Doppelgänger ersetzt worden?

    Nein, sie sind weiterhin da und der Zeitpunkt wird kommen wo auch der letzte Ignorant feststellen wird, dass Staatsanleihen eben nicht „der Anker in der Not“ sind sondern nur physisches Au und Ag. Dann wird man, in 5 bis 10 Jahren, rückblickend den aktuellen Einbruch lediglich als „kleine Delle“ im Silber-Langzeitchart sehen können. Abgesehen davon: Tiefer als 20€ die Unze können unsere Silberzehner schließlich nicht mehr fallen. 😉

  13. huneke sagt:

    Nabend allerseits,

    vor einigen Wochen habe ich bereits einmal berichtet, dass ein richtiger Crash wie jetzt genau so abläuft.
    Also:
    Am Anfang gehen die Spekulanten aus den spekulativen Aktien raus und parken die Liquidität zunächst in Gold. Fallen dann aber alle Märkte weiter, müssen ALLE Positionen glatt gestellt werden, da ja immer mittels Kredite gehandelt wird um einen noch höheren Hebel zu erreichen.
    Dies führt ab einem gewissen Punt unweigerlich zum Fallen auch sicherer EM.
    Bei diesem Crash hört es aber hier nicht auf, da es nicht wie immer nach einer Bereinigung einfach wieder weiter geht, sondern die Währungen an Wert verlieren. Sobald das Vertrauen in die Währungen tatsächlich schwindet, und dies ist noch nicht der Fall, wird alles ins Gold und sehr wahrscheinlich auch ins Silber strömen.
    Ab dann werden die monetären EM sehr stark ansteigen.
    Noch sind wir aber in einer normalen Repatrierungsphase. Also meiner Meinung nach werden sich nächste, vielleicht sogar noch de nächsten Wochen nochmals gute Kaufkurse zeigen.
    Sobald die Währungen kippen, kann sich der Goldpreis schlagartig als EINZIGER sicherer Hafen neben Silber gar nicht mehr retten.
    Ich bin da also ganz entspannt!

  14. Fnord23 sagt:

    Es fällt und fällt und fällt…….
    und fällt uns direkt vor die Füße….

    Wir müßen es nur aufheben.

    Wichtig nur, im Falle eines deflationären Crashs, alles zu haben was man täglich dringend braucht.

    VG aus Sachsen

  15. konnt_ja_keiner_ahnen sagt:

    Ich gebe sowohl Tim als auch huneke grundsätzlich recht.
    Was hier abgeht ist extrem unschön aber irgndwie auch erklärbar nachdem Bernanke (noch) keine zusätzlichen Dollars verteilen will. Die müssen jetzt eben erstmal woanders herkommen…
    Aber es fängt langsam an, ein bisschen weh zu tun. Physisch liegt mein durchschnittlicher Einstandskurs noch ne ganze Ecke drunter (rund 18 Euro/Unze würd ich schätzen, also alles im grünen Bereich) – aber mein leveraged Papiersilber hats doch arg zermöbelt – und dabei wollt ich doch Ende des Jahres umtauschen in physisch 🙁
    Ich habe den Verdacht, dass wir einen extrem ungemütlichen Oktober erleben könnten. Die Vorboten sind furchteinflößend.

  16. MrManhatt0rn sagt:

    Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass ich mich nochmal schön günstig mit phy. Silber/Gold eindecken kann. Ich bin dankbar dafür, dass es jetzt nochmal schön fällt. Schließlich konnte ich jetzt wieder zich Monate neue Euros ansammeln und hab neues Pulver um es in Silber/Gold umzuschichten.
    Das einzige was mich _richtig_ nervt ist, dass ich es nicht so gut habe wie die Amis. Die Amis können wirklich zu 100% an dem rasanten Verfall des Silber (und Gold) profitieren. Ich als armer dummer „Eurokunde“ muss jetzt zusehen wie gleichzeitig der Kurs des Euros verfällt und somit eigentlich meine günstigen Einkaufspreise wieder zum grossen Teil relativiert. Ein Fall des EUR/USD von 1,45 auf 1,34 sind ja mal ca. 7% Wertverlust des Euros gegenüber der Schrottwährung USD. Schade Schade. Aber man soll nicht jammern. Ich bleib in Lauerstellung und werde dann zuschlagen.
    VG

  17. huneke sagt:

    Hallo nochmals,

    Ach ja… Ich möchte nicht wissen wie viele Zertifikate und Knock Outs durch den kurzen dip unter 30$ ausgeschaltet wurden und etliche Banken einiges einstreichen konnten.

  18. Avantgarde sagt:

    Vielleicht sind die Vorgänge an den Märkten ja für den einen oder anderen ein heilsamer Schock!
    Nix Hyperinflation – wenn ein Finanzsystem droht zusammenzubrechen dann Deflationär – nicht inflationär – sofern es ein Kreditgeldsystem ist.

    Die Vokabel Deflation scheinen einige aber noch immer nicht verstanden zu haben – gnade uns Gott wenn sich diese Spirale in Gang setzt.
    Dann sind „billige Nachkaufkurse“ unser kleinstes Problem.
    Zudem fällt mir schon wieder der Witz mit der Telekom ein: „Haben Sie auch bei 60 nachgekauft?“

    Der Silberpreis ist heute dramatisch prozentual 2-stellig gefallen.
    Der nächste „Überraschungskandidat“ wird wohl demnächst der Goldpreis sein.

    Auch wenn ich mich wiederhole – die Vorgänge sind alles andere als überraschend.

    • Frank Meyer sagt:

      Ich frage mich die ganze Zeit, wo ist das schon mal passiert? Und wann?

      • Avantgarde sagt:

        Wie wo was?
        🙂

        Bitte etwas genauer…

        • MrManhatt0rn sagt:

          Nenn ein Land, das nicht am Ende in die Hyperinflation gegangen ist sondern in der deflationären Depression komplett zusammengebrochen ist…

          • Avantgarde sagt:

            Du machst den Fehler frühere Papiergeldsysteme mit dem heutigen Kreditgeldsystem gleichzusetzen.
            Es ist halt nimmer so wie in Opas Zeiten, daß die Leute das Geld in Bündeln unter dem Kopfkissen hatten und die Zentralbank munter Zettel gedruckt hat.

            Ich glaube noch nicht einmal, daß das Geldsystem an sich zusammenbricht.
            Aber für die Lebensmittelmarkenbezieher oder Menschen in S,I (da gib es nicht mal H4) macht das kaum einen Unterschied – deren Existenz IST bereits Millionenfach zusammengebrochen.

          • MrManhatt0rn sagt:

            @Avantgarde

            Hatte Argentinien 1989 kein Kreditgeldsystem? Oder jetzt etwas aktueller Simbabwe 2009? Außerdem glaube ich, dass die Politiker lieber gelddruckend untergehen werden als einfach nur zuzuschauen und nix zu machen wie ihnen der Laden um die Ohren fliegt 🙂

        • Frank Meyer sagt:

          Ich suche einen Teil der Welt, der irgendwann in einem deflationären Crash gegen die Wand gefahren ist. Die Uhrzeit ist egal. Aber das Land suche ich…

          • Tim sagt:

            Ist Japan nicht seit Jahren in einer Deflation? Die Zinsen sind nahe Null und die Regierung startet immer neue Konjunkturprogramme und pumpt Geld ins System aber trotzdem kommen die nicht aus der Rezession raus. Kann man das nicht Deflation nennen? Oder verwurste ich hier Begriffe die nicht zusammengehören?

          • Frank Meyer sagt:

            Japan hat ein Export-Geschäftsmodell. Zusammen gebrochen ist es noch nicht. Ich meinte einen Komplett-Zusammenbruch, das, wovor die Deflationisten warnen, dass es passieren wird.

          • Avantgarde sagt:

            Genügt die Krise der 30er nicht?
            In USA und Europa gleichermaßen.

            Manchmal scheint es mir als ob einige Wirtschaftsexperten unbedingt die Politik ala Brüning wiederholen wollen 🙁
            Also – immer schön sparen 🙁

            Immerhin folgte ein Weltkrieg…

      • crunchy sagt:

        Herr Meyer:
        Jetzt lassen Sie mal die Silberbugs die Wunden lecken.
        In meinem Comment habe ich auf die Analysen von Herrn W.-R. von H. aus H.
        hingewiesen. Meinen Sie, ich läge falsch mit meiner Erwartung, dass die Silberhändler von ihren Chefs erstmal Prügel bezögen?
        Nein?- Dann bekommen Sie welche von Ihren Fans!

    • crunchy sagt:

      Hey, hier meldet sich einer,
      … der bei 62,- nachgekauft hat!
      Allerdings war´s nur ein Drittel dessen, was er bei 97,64 verkauft hat. Davor war die Aktie 2 mal in 3 Tagen an die 104 angeditscht.
      Und: Jetzt hat er die paar hundert immer noch. Weil: Geschenkt ist geschenkt! Und: Die Dividende gibt´s noch dazu.
      Money for nothing!
      Heute kann man das wohl nur noch mit echter Arbeit erreichen.

  19. Thomas sagt:

    Na vor nem halben Jahr!
    Und der Chart von Micael sieht ja auch ähnlich aus(siehe 2008).

    Was ich mich nur frage, warum fällt Silber am stärksten und Gold auch ziemlich extrem?
    Vergleiche Öl -1,2%; Kupfer, Gold, Platin -5%; Palladium -1,4%; Weizen -2,7%, ABER Silber -15%: Was soll das und wieso,weshalb,warum in dem Umfang?

    Grüße

    • Tim sagt:

      Silber ist wohl ein sehr kleiner Markt im Vergleich zu Gold oder Öl. Da kann man vermutlich mit erheblich weniger Geld große Kursbewegungen erzeugen. Im Prinzip ist das gehandelte Silber doch sowieso vermutlich zu 90% „Papiersilber“, oder?

  20. Thomas sagt:

    Der Rogoff sagt das doch die ganze Zeit, was noch passieren kann
    siehe http://www.faz.net/artikel/C30638/oekonom-kenneth-rogoff-glaeubiger-sehen-je-euro-nur-30-cent-wieder-30691118.html ( die vorletzte Frage und Antwort sind am herausragendsten)
    bzw. http://www.project-syndicate.org/commentary/rogoff83/English
    Na dann sind Edelmetalle wirklich nicht mehr relevant.

  21. KommissarSchneider sagt:

    Habe heute eine sehr schöne Formulierung von Andreas Popp gehört:

    Es gibt keine Umverteilung von Arm auf Reich, sondern von Fleißig auf Reich!

    http://www.youtube.com/watch?v=QRXCBnqIN9I

    Nur das er dem Zins die Schuld gibt kann ich nicht nachvollziehen. Die Ursache liegt doch in der Zu-Lange-Guthabenhortung aus der dann erst der Zinseszins seine exponentielle Kraft entwickelt. Ohne die dauerhafte Guthabenhortung kann ja in die Zinseszinsformel kein immer höherer Basis-Wert zur neuen ZinseszinsBerechnung eingegeben werden.

    • Hans Moog sagt:

      Selbst wenn das Geld zirkuliert, „besitzt“ es immer jemand für einen kurzen Moment. Und da heute fast der komplette Zahlungsverkehr bargeldlos abläuft (zumindest für große Guthaben) befindet sich das Geld immer auf irgend einem Konto und generiert Zinsen.

      Also macht es makroökonomisch keinen großen Unterschied, ob das Geld lange bei einer Person verweilt und dort den Zinseszinseffekt ausbildet oder ob das Geld zirkuliert und „unterwegs“ verteilt auf die beteiligten Besitzer den Zinseszinseffekt ausbildet.

      1 Person die 100 Euro hat bekommt am Ende bei 5% Zinsen 105 Euro raus.

      10 Personen die Jeweils 10 Euro besitzen bekommen am Ende bei 5% Zinsen jeweils 10,5 Euro = 105 Euro in Summe raus.

      Der Zins und Zinseszins ist permanent da und arbeitet unaufhörlich, egal wie schnell das Geld zirkuliert.

      • KommissarSchneider sagt:

        Du bist mir ja nen Schlaumeier 🙂 Aber auch du verteufelst zu Unrecht den Zinseszins denn der ist nur eine Folge einer viel wichtigeren Ursache: Die dauerhafte Guthabenhortung.

        Natürlich ist es egal ob Guthaben stationär gehortet werden oder eine schnell zirkulierende Guthabenhortung vorliegt wo jeder mal schnell kurz hortet und dann weitergibt. Das ist natürlich alles Hortung.

        Was ich meine ist, das die Guthabenhorter ihre Guthaben den Schuldnern direkt zufließen lassen, indem die Guthabenbesitzer vom Schuldner Waren etc. abkaufen. So kann endlich mal Guthaben (und Schuld) verschwinden bzw. getilgt werden.

        Und dann fehlt dem Zinseszins die Kraft zum exponentiellen Wachsen. Denn ohne Basis-Guthaben wird der Zinseszins immer kleiner(!)

        In dem Jesuspfennigbeispiel wird ja immer die ewige Guthabenhortung stillschweigend mit vorausgesetzt und NUR dann kann der Zinseszins exponentiell wachsen. Ohne DauerHortung kann eben in die Zinseszinsformel wenig bis gar nichts eingegeben werden. Und der Zinseszins wird dann immer kleiner und kleiner und geht gegen Null.

        Sobald ich wieder die Guthabenhortung „EIN“ schalte wächst der Zinseszins wieder exponentiell. Schalte ich die Guthabenhortung auf „AUS“ wird der Zinseszins immer kleiner.

        Guthabenhortung „AUS“ bedeutet das die Guthabenbesitzer ihre Guthaben den Schuldnern zukommen lassen (gegen Ware etc.) damit die endlich Tilgen können und Guthaben und Schuld verschwinden.

        Zinsguthaben sind wie ganz normale Guthaben und können natürlich getilgt werden. Denn auch Zinsguthaben steht ein Zinsschuldner gegenüber. Und der Zinsguthabenbesitzer darf eben auch nicht ewig horten sondern muss seinem Zinsschuldner eine reale Ware abkaufen etc. und ihm dann das Zinsguthaben zur Tilgung übergeben. Und „Puff“ sind auch die Zinsen weg. Und damit hat der Zinseszins noch weniger Kraft zum wachsen.

        Wird aber das Zinsguthaben dauerhaft gehortet… Peng, wächst der Zinseszins wieder exponentiell.

        Noch ein ganz grundlegender Gedanke zum wirtschaftlich extrem schädlichen Geldguthaben-Dauerhorten:

        Angenommen der Schuldner hat eine Tilgungsfrist von 1 Jahr, dann darf der Guthabenbesitzer auf keinen Fall 1 Jahr und 1 Tag horten. Denn sonst ist der Schuldner zwangsläufig pleite da der Guthabenhorter länger gehortet hat als der Schuldner Tilgungsfrist hatte.

        • Hans Moog sagt:

          … und der Weihnachtsmann kegelt 😛

          Du bist tatsächlich der Meinung, dass es realwirtschaftlich möglich wäre, dass jemand sein Guthaben immer und möglichst sofort ausgibt (von einem Schuldner etwas kauft) um somit die Guthaben und Schulden gegeneinander auszubuchen?

          Wenn ich also eine Firma habe, die gut verdient und jeden Monat Plus macht, muss ich auf Teufel komm raus immer alles sofort wieder ausgeben? Was soll man denn dafür alles kaufen?!? Man kann doch nur eine begrenzte Menge von Waren konsumieren! Spätestens nach einem Jahr hätte ich den Hof voller Plunder den ich nicht brauche und nur gekauft habe, damit ein anderer seine Schulden ausbuchen kann.

          Und Rücklagen für schlechte Zeiten sind auch Tabu? Was mache ich denn wenn ich z.B. Maschinen verkaufe und bei Bestellung mit einem bestimmten Betrag in Vorleistung gehen muss? Da brauch ich immer ein gewisses finanzielles Polster!

          Also ganz ehrlich … das ist der größte Unsinn den ich seit langem gehört habe. Die Wirtschaft ist ein gepuffertes System und das ist auch gut so, denn diese Pufferung (temporäre Hortung von Guthaben) ermöglicht ein „staufreies“ Wirtschaften. Wenn ich immer alles sofort ausgebe und dementsprechend bei Geschäften immer Zug-um-Zug Arbeite und entsprechend jedes mal warten muss, gibts sehr schnell massive Probleme (sogenannte Deadlocks).

          Die Pufferung zu verbieten ist quatsch! Sinnvoller ist es dafür zu sorgen, dass die Puffer nicht unbegrenzt anwachsen können (z.B. Umlaufsicherungsgebühr).

          Nachtrag: Nicht jeder Schuldner hat sofort etwas, was er verkaufen kann. Manchmal dauert es Jahre bis eine kreditfinanzierte Investition sich „rentiert“.

          • KommissarSchneider sagt:

            Natürlich nicht sofort, das ist klar. Die eins, zwei, drei Jahre Guthabenhortung sind kein Problem.
            Unser Problem sind die jahrzehntealten Alt-Guthaben die dann noch weitervererbt werden und weiter gehortet werden. Die sind unser Problem. Denn da diese vererbten Alt-Guthaben schon viel, viel länger gehortet wurden als die Tilgungsfrist des gegenüberliegenden Schuldners war, musste Vater Staat sich Verschulden um Ersatzweise Guthaben für die Schuldner zur Tilgung zu schaffen. Der ewig sparende Alt-Guthabenbesitzer „rückt“ es ja leider nicht raus.

            Guthaben – Schulden Paare sind nie zum ewigen Sparen gedacht gewesen. Man darf sein Geldguthaben eben nicht länger horten als der Schuldner Tilgungsfrist hat. Will man länger horten müssten die Tilgungsfristen automatisch verlängert werden. Oder eben wie heutzutage, Ersatzguthaben durch Staatsverschuldung erzeugt werden.

            Gold und Silber sind Super Zum Dauer-Sparen da ihnen kein Schuldner mit Tilgungsfrist gegenübersteht.

            Oder wir führen Negativzinsen ein. Aber ein Negativzins sollte eben auch nur eine „Bestrafung“ für Extrem-Hortungs-Phasen sein. Hören die Leute auf zu Horten darf auch gerne wieder ein positiver Zinssatz vorherrschen. Verfallen die Leute wieder ins Dauer-Horten wird wieder Negativzins eingeführt. Ähnlich wie der heutige Leitzins nur kann der eben heutzutage nicht unter Null fallen, was die FED übrigens liebend gern tun würde aber Sie kann eben derzeit nur bis Null.

          • Hans Moog sagt:

            Okay, dass ist nachvollziehbar und sicher auch nicht falsch.

            Nichtsdestotrotz ist es ja gerade erst der Zins und Zinseszins, der die Besitzer von Geldguthaben zur Hortung verleitet. Insofern ist die Argumentation von Herr Popp doch schlüssig, oder etwa nicht?

            Wer Guthaben hortet, wird derzeit belohnt (durch Zins und Zinseszins). Gleichzeitig entfaltet der Zins zudem noch sein exponentielles Wachstum, was zusätzliche Komplikationen mit sich bringt. Wie würdest du denn die Geldbesitzer dazu bewegen wollen, ihre Guthaben auszugeben OHNE dabei am Zins zu rütteln?

            Ich verstehe deinen Ansatz und gebe dir sogar recht, aber ich sehe kaum eine praktikabele Lösung, diesen Umstand zu ändern ohne dabei den Zins anzutasten.

            Aber vielleicht hast du ja diesbezüglich eine Idee? In deinem letzten Beispiel argumentierst du ja auch mit Negativzinsen und gibst damit implizit genau wie Popp dem Zins die Schuld? Wo siehst du denn jetzt den Unterschied zwischen deinen Aussagen und denen von Herr Popp?

            Meines erachtens habt ihr beide das Problem richtig erkannt, geht aber von zwei unterschiedlichen Seiten an die Sache heran. Aber gemäß dem Motto: Alle Wege führen nach Rom, kommt ihr beide am gleichen Problempunkt – nämlich dem Zins als Belohnung für die Geldhortung – an.

  22. timo sagt:

    Wollte gerade mal nach den aktuellen Münzpreisen schauen.
    Nicht dass ich jetzt hier Werbung machen will, aber hier ist momentan kein reinkommen:

    http://www.silber-investor.de/

    „Fehler: Verbindung fehlgeschlagen
    Die Website könnte vorübergehend nicht erreichbar sein, versuchen Sie es bitte später nochmals.“

    Mensch Jungs, doch nicht alle auf einmal. Kriegt doch jeder noch was ab. 😉

  23. Avantgarde sagt:

    @MrManhatt0rn

    „Geld drucken“ bedeutet übersetzt: Neue Kredite erschaffen, die Zinsen verlangen.
    Wirklich Geld gedruckt hat weder die Fed noch die EZB – keinen einzigen Zettel – im Gegensatz zu Zimbabwe…

    All das was die Hyperinflationisten beschworen haben ist nicht eingetreten – ganz im Gegenteil.
    Lediglich Blasen wurden erschaffen, die früher oder später in sich zusammenbrachen.

    Trotz QE keine Inflation, kein unter gehender Dollar, keine Abverkäufe der Anleihen, kein steigender Aktienmarkt.
    Und nun beginnen auch die EM-Märkte zu korrigieren.
    Alles nicht sehr hyperinflationär – nicht wahr.

    Und trotzdem besitze ich einige EMs – allerdings eher noch aus Zeiten als Frank Meyer „Silber für Anfänger“ schrieb.
    Ist schon so, daß ich denke man sollte es langfristig besitzen – aber feuchte Träume ala Silber 1000 gehören wohl doch eher ins Reich der Phantasie.
    🙂
    🙂

  24. samy sagt:

    Also, spinnen wir mal rum und lehnen uns weeeiiiit aus dem Fensterle.
    Alles erwartet das 2012 ein gutes Börsenjahr wird, weil es in den USA ein Wahlkampfjahr ist. Statistisch sind diese Jahre gute Börsenjahre. Faber lobte den „Twister“ als das beste was er seit langer Zeit gesehen hat, also somit eindeutig deflationär. Die EM verhielten sich heute deutlich deflationär, ähnlich wie übrigens so einige Assets.
    Nun Frage ich mich, kann es nicht sein, dass Obama kurz vor den Wahlen zeigen will, was Deflation eigentlich heisst für alle Assetklassen und natürlich für das Volk?
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13621342/USA-droht-schon-wieder-die-Zahlungsunfaehigkeit.html

    Die Demokraten scheinenauf Krawall gebürstet. GEAB lässt grüßen. Freuen wir uns auf den November. Sehen wir 2012 das Spiel mit dem Feuer? Nur wegen den Wahlen? Unmöglich?
    VG

  25. cicero sagt:

    Wenn man momentan die Seiten verschiedener Edelmetallhändler besucht,fällt auf, dass öfters Sätze wie „auf Grund des momentan extrem hohen Bestellvolumens kommt es zu Lieferverzögerungen“ zu beobachten sind. Der physische Käufer misst den EM´s wohl einen anderen Wert zu als der, der momentan auf dem Papier geschrieben steht…

  26. Hans Moog sagt:

    Das erste mal in der Geschichte, dass Sprott sein „Sprott Asset Management“ zumindest kurzfristig dicht machen musste und sogar Orders „storniert“ hat. Hier die Meldung:

    “We have completely run out of physical silver, so we are temporarily out of stock. You have to remember, Eric, that like Dubai, we only sell product that is on our shelves, that we have in stock. We do expect a shipment later today, which will allow us to restock and give us more product to sell.

    Our clients are very savvy, sophisticated and when a price drop of this magnitude occurs, they step in and buy very aggressively. Right now there is dramatically increased volume what we are seeing is buying across all spectrums in terms of the size of the orders.

    To clarify, we may have some client buying a single tube of silver maples, while at the same time, another client is buying $5 million of 100 ounce silver bars or gold maple leafs. The bottom line here is the drawdown in price is creating a tremendous amount of demand.”

    siehe http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2011/9/23_Sprott_Money_Temporarily_Runs_Out_of_Physical_Silver

  27. DonTrader sagt:

    Hallo „Michael der Düsseldorfer“!

    „Glauben Sie, dass durch die derzeitigen „Kursabstürze“ bei Gold und Silber, mehr Interessenten für persönlichen, physischen Edelmetallbesitz in der breiten Öffentlichkeit begeistert werden können oder eher weniger?“

    Wird wohl neue Interessenten eher abschrecken. Macht aber nichts. Es gibt genügend Anleger, die den Kursrutsch zum Nachkauf nutzen werden.

    Gold
    Der schnelle und tiefere Kursrutsch hat mich überrascht! Die letzte Korrekturwelle ist sogar überschießend, was bei „Rohstoffen“ aber öfters vorkommt, könnte also noch bis ca 1.610 $ gehen. Leider habe ich meine „Versicherung“ (Optionsscheine) schon bei 1.680 $ verkauft.

    Silber
    Silber ist hingehend wie erwartet schnell in der Bereich 30$ gefallen. Nach zeitweisen Pendeln um ca. 30$, sollte es dann, mit der letzten Welle in den Bereich 25$ fallen. Ich hatte mein Silber ab 43$ mit CFD’s zu 130 % geshorted und diese dann bei 30$ verkauft.

    Ich finde Korrekturen herrlich! Die zittrigen Hände verlassen den Markt und sorgen wieder für günstige Preise. Freue mich schon auf den zeitnahen Nachkauf!!! 🙂

    Schöne Grüße!

  28. Amateur sagt:

    Eines fand ich doch auffällig. Gerade in den letzten paar Wochen lief eine Welle, in der die Banken ihre Goldpreisprognosen deutlich erhöht haben. Gold über $2000 bis Jahresende. Kaum war’s verkündet, rauscht Gold in die Tiefe. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    1600 oder gar 1500 im Gold und 25 im Silber fände ich doch echt lecker. Besser kann’s doch gar nicht kommen. Ärgerlich ist nur, dass auch der Euro Federn lässt. Na gut, wer gerade erst die ersten Unzen Silber erworben hat, bekommt sicher gleich wieder zittrige Hände, wenn er seine Buchwerte studiert. Aber selbst wer erst letztes Jahr eingestiegen ist, steht immer noch komfortabel da.

    • DonTrader sagt:

      Stimmt, dass der Euro so schwach ist, versalzt einem die Suppe. Der Euro müsste sein Tief gesehen haben und wieder steigen, vielleicht noch ein Rücksetzer als Test, aber „nichts genaues weiß man nicht“! Ich hoffe, zuerst steigt der Euro und dann erst der Goldpreis.

  29. urmel sagt:

    Ich lese gerade von kräftigen Marginerhöhungen für Gold und Silber in den letzten Tagen …

    “Aufgrund der hohen Kursvolatilität” kosten Termingeschäfte mit Gold ab kommenden Montag 21 Prozent mehr, die Sicherheitsleistungen beim Handel mit Silber steigen um 16 Prozent (CME-Meldung).

  30. holger sagt:

    Moinsen Frank

    —>>>Ich suche einen Teil der Welt, der irgendwann in einem deflationären Crash gegen die Wand gefahren ist. Die Uhrzeit ist egal. Aber das Land suche ich…“

    Ich bin mal so frei… ein Novum, es wird Griechenland sein, was einen deflationären Crash gerade erlebt. Wenn ich die VWL Bücher so deute, was mit Deflation oder Inflation gemeint ist. Dh die Troika reduziert die Geldmenge in GR durch sparen. Und schwupps, sind se hin. Die anderen drucken sich Nullen auf die Scheine, und sind auch hin. Alles putt.

    LG wiadG

  31. JayJay sagt:

    Alles halb sowild, Silber neigt halt gerne zu Übertreibungen.
    Es kann ruhig noch was runter, bis auch die letzten schwachen Hände abgeschüttelt sind.

    Mal sehen wann, es in den Zeitungen & Onlinemedien wieder heißt, die Blase bei den Edelmetallen ist geplatzt. Wird sicherlich in der nächsten Woche soweit sein.

    Meine Unzen, sind immer noch Unzen, bei den Papierspielern bin ich mir da nicht so sicher. 😉

    Gold & Silber Ahoi

  32. KommissarSchneider sagt:

    Nicht ein positiver Zinssatz verleitet zum dauerhaften Guthabenhorten sondern Guthaben werden dauerhaft gehortet „wenn man schon alles hat“. Eine an Waren gesättigte Gesellschaft wie die Deutschen horten nicht wegen des Zinssatzes sondern weil (gerade die die Viel-Guthaben besitzen) man nicht mehr sinnvoll wüßte in welche Ware ich mein Guthaben denn nun „tausche“. Also fließt das Guthaben nicht mehr zurück zum Schuldner. Und dann wird wieder länger gehortet als der Schuldner Tilgungsfrist hatte. Das heißt eine automatische Pleite des Schuldners weil der gegenüberliegende Guthabenbesitzer aus falsch verstandenem Spareifer zu lange (länger als die Tilgungsfrist) gehortet hat. „Lösung“: Ersatzguthabenbeschaffung für Schuldner durch neue Staatsverschuldung.

    Du siehst selbst das das „System“ einen natürlichen Ausweg sucht. Sinkendende Zinsen überall. Das ist eben völlig normal. Eigentlich müssten jetzt die Zinsen sogar negativ werden. DAS (!) würde endlich beim Guthabenhorter den Impuls auslösen doch nun mal sein Guthaben dem Schuldner zukommen zu lassen. Ich darf (in der Summe) Geld-Guthaben nicht länger horten als Geld-Schuldner Tilgunsfrist haben.

    Wer unbedingt horten will soll eben Gold und Silber nehmen, da klebt kein Schuldner dran. Aber in Geld-Guthaben ist Dauerhorten fatal und nötigt den Staat zur Ersatzguthabenbeschaffung für die Schuldner. Das ist dann die immer höhere Staatsverschuldung.

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