Selig sind die politisch Korrekten

13. Januar 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Im folgenden Jahr könnte es zu zahlreichen Veränderungen bei Ortsnamen kommen. Um kein falsches Signal zu senden, kann eine Entfernung des Ortsnamensteiles „Sankt“ nicht mehr ausgeschlossen werden. Betroffen sind auch etwaige die Absicht verschleiernde Abkürzungen wie „St.“.

Beachten Sie daher bei Buchungen des nächsten Skiurlaubs nicht mehr unter „S“ wie Sankt Moritz zu suchen sondern nur noch unter Moritz. Gleiches gilt für die Freunde der Küstengewässer. Abzugewöhnen hat sich der deutsche Urlauber beispielsweise umgehend den Namen Sankt Peter Ording. Zu finden ist der Urlaubsort demnächst unter „P“ wie Peter. Moritz und Peter, das klingt doch gleich viel familiärer. Eine langfristige Option ist die gänzliche Abschaffung von Namen und die alleinige Nutzung der Postleitzahl. Fünf ist Trümpf. Das erspart auch leidige Diskussionen im Urlaub im Falle von Buchstabendrehern für die Einwohner von Städten wie etwa „Hilter“ (49176).

Während man in Europa vielerorts auf einen gesellschaftlichen schwarzen Schwan zusteuert, dürfte sich die Ignoranz und naive Hoffnung mancher Staatsbeamter in tiefe Sorgenfalten gewandelt haben. Vielleicht. Nach den Ereignissen zur Jahreswende greifen derzeit sogar manche Mainstream-Gazetten die Stimmung in Teilen des Landes auf. Ob dies aus einem Gewinn an Erkenntnis oder aus Not geschieht ist nicht überliefert. Die Hoffnung auf einen langristigen Gewinn, der lang und breit auf einer abstrakten Ebene breitgetreten wird, kommt offenbar nicht umsonst daher. Es dürfte zunehmend schwerer fallen dem Volk die anfallenden sozialen und finanziellen Kosten schmackhaft zu machen ohne auch nur den Ansatz einer Strategie zu haben. Es ist die Umittelbarkeit des Verlustes an Freiheit, Sicherheit und auch Geld, die gepaart mit dem aus gutem Grund nicht vorhandenen Vertrauen in die Fähigkeit der politischen Kaste, die „Zukunft zu gestalten“, für Instabilät sorgen wird. Wie so oft ist es eher die Gegenwart, die die zukünftige politische Kaste gestaltet.

Vor allem die Dynamik der Veränderungen ist bemerkenswert und betrüblich. Allein die Einschränkung der persönlichen Freiheiten durch zunehmende Ängste ist nicht wegzudiskutieren. Ein System in dem aus welchen Gründen auch immer eine rechtliche Willkür des noch Machbaren Einzug hält, ist instabil. Wer in solchen Zeiten die Schreibweisen von Namen im Gendermainstreaming-Rausch für eines der wichtigsten sozialen Themen hält, dem ist kaum zu helfen. Zu einem großen Teil haben sich die Hohepriester der political correctness, die bei vielen Medien ins Groteske abgeglitten ist, für den Löwenanteil des aufgestauten Drucks zu verantworten.

Wie die Betonung der Wunder der Verschiedenheit bei gleichzeitig staatlich verordneter Gleichmacherei wirkt auch der Fokus auf marginalste Interessen gesellschaftlicher Kleinstgruppen albern. Sie erinnert an den Teenager-Diskussionskreis (im Westen) über die Wunder des Sozialismus und Karl Marx an und für sich. Solange das Jugendzimmer gut geheizt ist, die Baskenmütze sitzt, Mutti das Essen (ohne Zwiebeln) macht und das Taschengeld fürs Dosenbier reicht lässt es sich prima daherschwafeln. Inkonsistenzen haben die politischen Redezirkel seit jeher nicht gestört. Während man also einerseits betont, wie gleich alle sind, wird andererseits die farbenfrohe Unterschiedlichkeit der Kulturen derart euphorisch gefeiert, als hätte jemand nach zehn Jahren in der Kellerwohnung gerade das erste Mal ein paar Tage im sonnigen Ausland verlebt. Immerhin erinnert diese Melange an den wundervollen Cartoon einer Massenveranstaltung. Der eine ruft der Masse zu: „Wir sind alle Individuen, wir sind alle verschieden“. Einer antwortet aus der Menge: „Ich nicht!“

In freier Anlehnung an Stalin der gesagt haben soll „ein Toter ist eine Tragödie, eine Million Toter ist eine Statistik“ nimmt der politisch korrekte Weltenretter alle Kollateralschäden in Kauf. Ein harter Vergleich? Ach, kommen Sie. Wer ständig alles mit Nazis und jeden mit Hitler vergleicht, der wird doch eine kleine Stalin-Anekdote vertragen können! Gibt es eigentlich schon Klagen gegen die dauernde Hitler-Verharmlosung? Aber in einem Land, in dem es weite Teile der Medien für nicht so schlimm halten, wenn eine tumbe Masse „Steine gegen Gewalt“ wirft, darf man nicht so zimperlich sein.

Wer arbeitet eigentlich noch bei welchen Medien? Mag es früher das Ziel eines Journalisten gewesen sein, bei der roten Wartezimmerauslage in Hamburg zu arbeiten, so dürfte sich das mittlerweile verändert haben. Wer arbeitet noch freiwillig beim ZDF und warum? Eine Frage, die sich schwer beantworten lässt. Man darf jedoch davon ausgehen, dass abseits des Gehaltes die meisten Gazetten und Sender in Deutschland wohl kaum mehr zu den Traumzielen echter Journalisten zählen. Das erkennt man schon an der an finstere Lohnschreiberzeiten erinnernde Artikel zum US-Wahlkampf. Man schaue sich nur im Vergleich die Berichterstattung zu Barrack Obama oder Hillary Clinton im Vergleich zu Donald Trump an. Wenn Schreiber, von denen nicht wenige vermutlich bereits mit dem Bau eines Eigenheimes organisatorisch überfordert wären, Trump als Clown bezeichnen, lässt das tief blicken. Man kann Trump mögen oder nicht, ihm zustimmen oder nicht, ein Clown ist er mit Sicherheit nicht.

Einer der Gründe warum Donald Trump derzeit abseits der Presse sehr gut ankommt, ist die klare Ansprache ohne verschwurbelte political correctness. Unabhängig davon, wen man aus dem traurigen Feld seiner Konkurrenten anschaut, haben Sie nicht auch das Gefühl, dass die alle immer so sprechen, als hätten Sie die Angst im Nacken, etwas politsch nicht korrektes zu sagen? Eine Angst konkret zu werden, die sich offenbar daraus nährt, dass man keinerlei Überzeugungen hat, die man verteidigen kann? Muss Hillary Clinton nach jeder Rede in einen kleinen abgedunkelten Raum und kriegt für jede politische Unkorrektheit eins auf den nackten Hintern? Man will es lieber nicht wissen. Angesichts der weichgeklopften Rhetorik und nicht vorhandenen Haltung des übrigen Bewerberfeldes ist, dürfte Trump keine schlechten Chancen haben, ins Weiße Haus einzuziehen. Wenn ein Berufsschreiber hierzulande meint, er sein ein Clown, dann darf man das wohl unter Neid oder Unwissenheit verbuchen. Bürokraten lieben eben Bürokraten und die Presse hängt nicht weniger am Establishment wie das Establishment an der Presse. Das ist hierzulande genauso wie in den Staaten.

Jetzt aber Schluss mit dem Gejammer! Morgen ist heute schon gestern. Es wird Zeit, sich schon jetzt über die perspektivisch eingedämmten Probleme des demografischen Wandels zu freuen. Gegen die paar Schwierigkeiten auf dem Weg dahin wird sicherlich bald in Bund, Land und Kommunen ein ganzes Bündel an Maßnahmen zu einem Paket geschnürt. In ein paar Monaten kommt dann schon der Osterhase und nicht viel später wünschen wir uns schon wieder fröhliche X-Mas Holidays. Auch in Peter Ording und Moritz. Bis dahin ist auch Zeit genug, sich vom Laternenfest zu erholen.

 

Schlagworte: , , , , ,

13 Kommentare auf "Selig sind die politisch Korrekten"

  1. Falkenauge sagt:

    Dieser Wahnsinn ist zunächst mal nur zu stoppen, wenn die im Bundestag etablierten Parteien nicht gewählt werden, so dass eine grundsätzliche Offenheit über das Parteiensystem entsteht.

    Parteien vertreten weltanschauliche und konkret politische, wirtschaftliche oder kulturelle Teil-Interessen, die sie durch möglichst viele Vertreter im Gesetzgebungsverfahren des Parlamentes und in der Regierung durchsetzen wollen. Es handelt sich um organisierte Gruppeninteressen, die primär nicht das Ganze, sondern Einseitigkeit und Egoismus eines Teiles im Auge haben.

    Der Wille der Partei zielt nicht auf das Gesamtwohl. Die von den Parteien gestellten Abgeordneten sind keine Volks-, sondern Parteivertreter, deren partikulare Interessen sie im Parlament wahrnehmen. Die Interessen der Partei, die die parteiischen Abgeordneten zu vertreten haben, sind, wie wir alle wissen, mit den Interessen des ganzen Volkes nicht identisch.

    Die Gesetzgebung liegt de facto nicht bei den Abgeordneten, sondern bei ihrer Partei. Gesetzgeber ist im Grunde nicht das Parlament, sondern die Mehrheits-Partei oder Koalitionsrunde, wo die Gesetzesvorhaben beschlossen werden. Das Parlament stellt nur noch formal das Forum dar, auf dem der Gesetzgebungsprozess als leeres Theaterstück für das Volk abläuft. Da zudem Parlamentsmehrheit und Regierung von derselben Partei gestellt werden, ist die Gewaltenteilung von Legislative und Exekutive praktisch aufgehoben. Die Parteien sind grundsätzlich demokratiefeindlich und gehören abgeschafft.
    Analysen und Ansätze:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/11/18/das-verhaengnis-der-politischen-parteien/

    • bluesbuddy sagt:

      Sehe ich ähnlich.Nur die Jungs sind mehr oder weniger korrupt.Hauptsache mir geht’s gut.
      Solange die Medien das Spiel des Finanzkapitalismus bestens bedienen und das Verwaltungs-
      system aus egoistischen Gründen fröhlich mitmacht,wird wohl nur ein richtiger
      Crash die einzige Chance sein.Ich wähle die Rentendiebe schon lange nicht mehr.
      Und über mein Kosumverzicht freut sich die Natur und….nicht die Bank.
      MfG
      PS:ja,ja der demogr.-Faktor dürfte wohl nunmehr obselet sein.

      • An Kre sagt:

        Na, ich glaube, die Masseneinwanderung hat nicht die Bohne einer Auswirkung auf die Demografie.
        Die Kinder werden von den Frauen geboren, die die Kohorten der Zukunft auffüllen, wenn Hunderttausende von jungen Männern kommen und die vielleicht noch in ländlichen Regionen angesiedelt werden, wo sowieso schon Frauenmangel herrscht, verschärft das die Probleme nochmals.

  2. Insasse sagt:

    Sehr geehrtes Bankaus Rott,

    in solch unruhigen Zeiten wie diesen, kann man Ihren Schlusssatz mit dem „Laternenfest“ leicht falsch verstehen (ist also politisch unkorrekt!). Und wenn man ihn so versteht, wie man ihn auch verstehen kann, stellt sich die Frage, ob sich wirklich ein Jeder*_In (= versuchte politisch korrekte Gender-Schreibweise) von einem so verstandenen Laternenfest wieder erholt. Wie pflegte ein kürzlich in den medialen Ruhestand getretener Entertainer zu sagen: Man weiß es nicht. Aber ahnen tut man es schon.

    Im Übrigen besten Dank für den bissigen Artikel und schöne Grüße aus der Anstalt vom Insasse

  3. Avantgarde sagt:

    „Natürlich gibt es eine Obergrenze, Objektiv kann Deutschland nicht noch einmal eine Million Flüchtlinge verkraften“, sagte Sahra Wagenknecht zunächst und später: „Wer das Gastrecht missbraucht, der hat das Gastrecht dann eben auch verwirkt.“

    Kaum ausgesprochen auf der Pressekonferenz nach der Klausur des Fraktionsvorstandes am Montag, traf die Fraktionsvorsitzende auch schon ein Shitstorm per Twitter aus den eigenen Reihen……(tagesschau.de)
    ——————————————————-

    Was ist nur los in diesem Land auf so eine banale Selbstverständlichkeit gleich mit einem Shitstorm zu reagieren.
    Die Frau hat sich schlicht ihres gesunden Menschenverstandes bemüht.

    Will diese Kultur wirklich mit allen Mitteln bewussten Selbstmord begehen?
    Nun gut – dann können die von Minister Müller angekündigten weiteren 10 Mio ja kommen.
    Weisen wir schon mal die Plätze für die Favelas aus.
    🙁

    • Insasse sagt:

      @Avantgarde: Waschechte Linksgrüne sind eben überzeugte internationale Sozialisten. Für die gibt es bei ihrer selbst zugedachten Aufgabe, der „Gestaltung der Gesellschaft“, weder Grenzen, noch Obergrenzen. Alles tanzt bunt und chaotisch durcheinander und „WIR“ müssen die Folgen dieses ideologischen Unfugs (er)tragen. Es lebe der Sozialismus 2.0! Er schafft uns. 😉

      • Avantgarde sagt:

        In dieser Form schaffen wir uns und unseren Sozialstaat in der Tat leider selbst ab.

        Das traurige ist nämlich, daß ein großer Teil der „Linken“ nicht versteht, daß eine Sozialstaat mit offenen Grenzen unmöglich auf Dauer existieren kann.
        Insbesondere ist das deshalb traurig weil D alle Möglichkeiten hätte einen Sozialstaat zum sozialen Frieden für die ganz überwiegende Mehrheit zu betreiben.

        Wobei „links“ und „rechts“ immer sehr schwierige und manchmal auch ganz unpassende Schubladen sind.
        Die mit Abstand größten Steuersenkungen für die wirklich Reichen hat ausgerechnet auch noch ohne Not eine rot/grüne Regierung durchgesetzt.
        Ebenfalls haben auch genaue diese die Lanze für Kriegseinsätze gebrochen.

        Und nun setzt eine eher als konservativ angesehene Kanzlerin mit angeschlossener Partei eine der linkesten Agenda durch, die man sich nur vorstellen kann.
        Verkehrte Welt.

        Die rein logischen Widersprüche sind schon unzählbar.
        Man erinnert sich sicher, daß jahrelang das sparen gepredigt wurde – kein Geld für Straßen, Brücken, Schulen, Altenheime…..inclusive der völlig idiotischen Schuldenbremse.
        Und nun plötzlich – als ob die Merkel das Füllhorn gefunden hätte…..haben wir unbegrenzt Geld für egal welche Höhe von Zuwanderung – völlig gleichgültig.
        Was für ein Wahnsinn.

        • Argonautiker sagt:

          Im Prinzip haben Sie recht, sozial Sein, bedeutet, sich wie eine Herde zu verhalten, und nichts ist für eine Herde wichtiger, als sich abzugrenzen. Es ist natürlich eine ebenso berechtigte Frage, in wieweit es für Menschen generell richtig war, sich wie eine Herde zu organisieren, obwohl sie als Mensch individuell angelegt sind. Vor allen dingen, man sich als Herde auf Kosten Anderer genährt hat.

          Man kommt auch nicht umhin, dem offen halten der Grenzen, eine gewisse Logik abringen zu können, denn die 60 Mio Menschen sind nun mal auf der Flucht. Was würde also passieren, wenn man die Grenzen schließt? Es würde unweigerlich zu einem Stau an den Grenzen kommen, die man außermilitärisch nicht bremsen können wird. Nicht außermilitärisch, bedeutet jedoch ganz einfach, Krieg. Wie groß oder klein ein Krieg wird, ist nie absehbar, weil der Krieg sich über die normalen Regeln hinwegsetzt, was ihn unmöglich berechenbar macht.

          Ließe man die Grenzen jedoch offen, wird man sich den Krieg ins Land holen, weil, Menschen, die Gewalt erfahren haben, dazu neigen, Gewalt auszuüben, das weiß ein jeder Gewaltforscher. Gewalt ist wie eine hoch ansteckende Krankheit, die, so sie nicht behandelt wird, sehr schnell um sich greift.

          Haben wir diese Kapazität an Behandlungsmöglichkeiten? Nein! Solche ausgebildete Menschen, kann man auch nicht, so wie Draghi seine Milliarden, mal eben so aus dem Hut zaubern. Und wenn der gut meinende Mensch, die in der Lage wäre, Gewaltinfizierte behandeln zu können, dann sähe die Welt etwas anderes aus. Der gutwillige Bäcker wird ebensowenig mal eben einen Blinddarm operieren können, wie Frau Nachbarin die Gewalt Erfahrung in einem Menschen wegzaubern können wird.

          Das Kind ist also längst in den Brunnen gefallen.

          Die Ursache ist im Nachäffen der aggressiven Außenpolitik Washingtons zu suchen, die Frau Dr. Hyper Bundeskanzler*in Merkel vollzogen hat. Sie hat, wie Washington, die Unzufriedenheit in anderen Ländern genutzt, und sie mittels Sanktionen und Waffenlieferungen angeheizt, um damit Profit für die eigene Wirtschaft zu erzielen.

          Erst diese Politik hat dazu geführt, daß die Unzufriedenen, durch die künstliche Verknappung noch unzufriedener wurden, sodaß man ihnen dann Waffen liefern konnte, welche die Konflikte auf eine Weise eskalieren ließen, daß diese Länder unbewohnbar wurden, und die Menschen fliehen. Ohne Sanktionen und Waffenlieferungen, wäre die Lage dort nicht eskaliert.

          Da kommt Deutschland nun nicht mehr raus. Und das ist einzig dieser nachäffenden Politik Washington geschuldet, die wir Merkel und Konsorten zu verdanken haben. Und obwohl solch ein Handeln ethisch absolut unvertretbar ist, so ist Washington im Gegensatz zu Deutschland, mit einer strikten Einwanderungspolitik, und einer hochgerüsteten Armee, zu mindest in der Lage sich diese unethische Politik auch leisten zu können.

          Wie bitte schön wollte sich Deutschland denn mit 50.000 Soldaten, Millionen von flüchtenden Menschen gegenüberstellen, wenn die erst mal mitkriegen, wie wenig sie ihnen entgegen zu setzen haben?

          Diese Frau hat Deutschland über die Schwelle des Eingangs zum Untergang geführt. Ob das schon immer ihr Auftrag war, oder sie einfach nur dumm war, indem sie sich mit heruntergelassener Deckung von Washington hat verleiten lassen, andere Länder zu destabilisieren, sei mal dahingestellt. Das Problem ist, das ist schon jetzt nicht mehr friedlich zu lösen. Mal wieder schlafwandelnd in den Krieg hinein.

          Man kann jetzt nämlich schon nur noch wählen, ob der Krieg im Inneren, oder an den Grenzen beginnt. Eventuell kann man es politisch noch an die Grenzen der EU verlagern. Mehr aber auch nicht. Trotzdem es nichts mehr nützen wird, denn das Kind ist nun mal schon in den Brunnen gefallen, gehört diese Frau schon lange, mittels Staatsanwalt vor Gericht gestellt, nur der Zuständige rührt sich nicht.

          Jetzt, wo alles schon zu spät ist, hört man vereinzelt von pensionierten Verfassungsrichtern, daß das selbstherrliche Grenzen öffnen Merkels vielleicht nicht Verfassungsmäßig war. Das sind dann genauso nette Beiträge, wie all die weisen Ratschläge der ausgeschiedenen Politiker, die seltsamer Weise, immer erst im ausgestiegenen Zustand wissen, was sich gehört, aber während ihrer Amtszeit den gleichen Mist gemacht haben.

          • Insasse sagt:

            @Argonautiker: Sie können die Grenzen offen lassen und es kommen trotzdem nur die, die wirklich einen Fluchtgrund haben, wenn Sie die Asylbewerberleistungen entsprechend ausgestalten. Diese sehr eingeschränkten Leistungen bschreiben Sie auf der Seite des Außenministeriums noch in allen Sprachen und schon ist das Problem gelöst. Menschen, die wirklich aus purer (politischer) Not heraus Schutz suchen, werden auch damit zufrieden sein. Der Rest hat dann einfach keinen Anreiz für die beschwerliche Reise nach D.

          • Argonautiker sagt:

            @Insasse

            Wenn sie den Jetztzustand als fix ansehen, dann stimmt ihre Theorie teilweise. Sollten die Destabilisierungen in diesen Ländern jedoch weiter zunehmen, daß es denen wirklich allen nur noch ums überleben geht, und nicht mehr um das Abgreifen von Sozialleistungen, dann nicht mehr. Daß das da extra destabilisiert wird, sollte langsam allen klar sein. Und das man das da mehr stablisieren wird, wenn es noch nicht reicht, was man erreichen will, ist nur logisch.

            Zusätzlich kommt, daß die Flüchtenden nicht vornehmlich von unserem Außenministerium informiert werden, sondern, daß das durch Schleuser vorgenommen wird. Das diese Schleuser, den Leuten vom Paradies Deutschland erzählen, großen Teils durch Geheimdienste seitens der USA gesteuert werden, ist ebenso schon offenbar. Dazu sollte man aber sehen, daß die USA durch die Geheimdienste genauso gespalten sind, wie alle anderen Länder auch.

            Zu den Grenzen:
            Ein Land kann seine Grenzen nicht einfach offen lassen, so wenig wie sie ihre Haut Stellenweise abziehen können, ohne sich der Gefahr auszusetzen, sich ganz üble Infekte einzufangen. Sicherlich wäre eine Welt ohne Grenzen etwas schönes, aber so etwas muß erst mal dadurch gewachsen sein, daß man das innere Prinzip der Nächstenliebe, auch schon in die Umwelt gebracht hat, daß innen wie außen so ähnlich ist, daß da nur noch geringe Gefahr ist, DANN können die Grenzen fallen. Aber man kann nicht einfach die Grenzen fallen lassen und befehlen, es sei Friede untereinander, wenn das inhaltlich noch nicht erreicht ist.

            Das sind entweder Ausgeburten machtbessener Führer, die meinen sie wären Gott, und wenn sie es so befehligen, würde das dann auch so werden, wie sie es sich vorstellen. Das wäre einfach nur Wahnsinn, denn der ist gekennzeichnet davon, das man Wirklichkeit und Vorstellung nicht mehr differenzieren kann.

            Oder es ist eben seitens unsere Regierung genau so gewollt, sodaß sie die Flüchtlinge als Investment zur Ankurbelung der Wirtschaft ansehen, und es in Kauf nehmen, das es bei uns dadurch eventuell instabil wird, dem man mit Totalüberwachung begegnen will.

            Würden sie ihr Haus offen stehen lassen, wenn in ihrer Nachbarschaft Krieg ist? Und Krieg nun mal mit Raub, Übergriffen und Vergewaltigen einhergeht? Ich nicht. Wenn ich nahezu unkontrolliert jemand einlassen würde, dann Frauen und Kinder. Männer hingegen würde ich mir dreimal anschauen. Diskriminierend? Vielleicht, aber so würde ich es an meiner Schwelle machen.

          • Insasse sagt:

            @Argonautiker: Sie haben ja Recht. Ich wollte ja nur darstellen, dass der Anziehungseffekt nicht durch die offenen Grenzen entsteht (sonst wären die Millionen schon längst dagewesene), sondern durch offizielle Einladungen und die abzufassenden Asylbewerberleistungen. Letzteres muss als Erstes wieder dem Zweck angepasst werden. Asyl heißt entgegen dem linksgrünen Politik-Mainstream gerade nicht Teilhabe am normalen Leben und schon gar nicht „Integration“. Es bedeutet vorübergehende Gewährung von Schutz und anschließend wieder nach Hause. Entsprechend müssen die Asylbewerberleistungen ausgestaltet sein.

          • Argonautiker sagt:

            @Insasse
            Verstehe was sie meinen.

            Ich denke eher daß man die Ursachen für das Fliehen beseitigen muß, und deshalb sollte Merkel gehen, um nicht zu sagen, sie MUSS gehen, weil es allein ihrer spaltenden Politik zu verdanken ist, indem sie Washington nachgeäfft hat, und sich durch das Waffenliefern über die Familie Saud in Arabien, am spaltenden im Nahen Osten beteiligt hat, DASS die fliehen.

            Und das ist ja das besonders perfide, daß sie deren Länder geholfen hat mit zu zerstören und sich nun da hin stellt und sagt, ihr Kinderlein kommet, ich bin die gute Mutti. Mit verlaub gesagt, das ist an Widerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Erst vergewaltigt sie deren Länder und dann will sie denen Schutz anbieten. So jemand darf keine Regierungsgewalt bekommen, daß ist Machtmißbrauch der schlimmsten Sorte, weil wenn die das mit denen macht, dann macht die das auch mit uns, wenn es ihr in ihre Ideologie paßt.

            Anstatt Europa eigenständig aufzubauen und energisch vermittelnd zwischen den Beiden Streithähnen einzuwirken, hat sie Partei eingenommen, im Irrtum dessen, daß das mit Farbe bekennen gleichzusetzen wäre. Sie hätte NIE NIE NIE Partei für eine Seite ergreifen dürfen, weil Partei ergreifen gleichbedeutend ist, mit den eigenen Standpunkt aufgeben.

            Sie hat durch ihre parteiische Haltung ein Ungleichgewicht geschaffen und Europa damit aufs Schlachtfeld geführt.

  4. Skyfall sagt:

    Meine Rede.
    Allein es ist wohl so, dass jenen -ob nun Mehrheit oder Minderheit-, die sich der Deutungshoheit bemächtigt haben, völlig egal ist, welche gesellschaftlichen Opfer (in jeder beliebigen Interpretation) auf dem Weg bis zur Verwirklichung ihrer Ideologie gefordert sein werden. Wind of change. Oder doch storm? Wir werden es erleben. Frohes Neues!

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.