Schweizer NZZ zu Flüchtlingskosten in Deutschland

10. Oktober 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Kommentare

Wer etwas über seine Heimat erfahren möchte, kann dies oft bei einem Auslandsaufenthalt tun. Wer etwas zu unbeliebten Themen in der Heimat lesen möchte, der greift zunehmend auf ausländische Presseerzeugnisse zurück. Wie war das noch mit der Willkommenskultur?

Ein Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung widmet sich einer Sache, die es nach Lesart einiger Mitmenschen gar nicht geben dürfte. Das böse Wort lautet Flüchtlingskosten.

Zum Beitrag „Die Flüchtlingskosten sind ein deutsches Tabuthema“ bei der NZZ.

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3 Kommentare auf "Schweizer NZZ zu Flüchtlingskosten in Deutschland"

  1. Insasse sagt:

    Kosten interessieren in diesem Land (Schland) niemanden mehr. Am allerwenigsten diejenigen, die sie tragen müssen. Aber „wir“ sind ja auch die Besseren, wenn nicht die Besten und „wir schaffen das“. Vor diesem Hintergrund ist jede Diskussion um Geld nicht statthaft, auch nicht mit Blick auf die Asylindustrie, deren Organisatoren und Dienstleister (vom Heimbetreiber über den Sozialarbeiter bis zum Psychologen und Asyl-Anwalt, der sich neuerdings auch zum „Fachanwalt für Migrationsrecht“ qualifizieren kann) die großen Profiteure dieser im Übrigen sinnfreien Umverteilung sind.

    BTW: Am Montag lieferte Merkel auf einer Pressekonferenz wieder ein Glanzstück ihrer rhetorischen Fähigkeiten ab.

    Ein Reporter fragt sie in Sachen Obergrenze, die jetzt „Richtwert“ heißt: „Sie haben vorhin die Beschlüsse von 2015 erwähnt. Seitdem sind 23 Monate vergangen, 600 Tage, 16.000 Stunden. In der Zeit haben Sie es nicht geschafft, sich auf diesen Kompromiss zu verständigen. Jetzt, wo für ihre beiden Parteien bei den Wahlen massiver Schaden entstanden ist, die AfD im Bundestag sitzt – jetzt geht es plötzlich. Müssen Sie sich nicht eingestehen, dass Sie beide an diesem Punkt schlicht und einfach versagt haben?“

    Merkels (Nicht-) Antwort, die an Inhaltsleere und Sinnlosigkeit wieder einmal nicht zu überbieten ist: „Die Frage ist durchaus legitim. Viele fragen, warum das vorher nicht möglich war. Ich glaube, dass inzwischen viel gearbeitet wurde, so dass jetzt der letzte Baustein möglich wurde. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass er gestern möglich wurde und bei dem Rest muss dann geurteilt werden. Alles hat seine Zeit und gestern war diese Zeit.“

    Noch Fragen Kienzle?…

  2. bluestar sagt:

    Tja, Islamisierung und Bevölkerungsaustausch sind wichtig, da wird richtig geklotzt und nicht gekleckert. Aber selbst wenn die Zahlen nicht als öffentliches Tabu behandelt würden und ehrliche Kriminalitätsstatistiken veröffentlicht werden, glaube ich nicht an einen wesentlichen Bewusstseinsfortschritt bei den Deutschen. Solange es uns heute gut geht und die Medien tagtäglich ihren geistigen Schlafbrei verabreichen ist doch alles paletti und wir vertrauen weiterhin den Blockparteien die Lösung der von ihnen verursachten Probleme an. Und wir lassen sie auch für uns denken, denn das ist sehr anstrengend und zeitaufwendig. Dass man für diese gigantischen Summen zehnmal mehr Menschen vor Ort ausreichend versorgen könnte behaupten nur Fortschrittsgegner, AfDler, Rassisten, Rechtsradikale, Nazis, Verschwörungstheoretiker oder Putintrolle.

    • dork sagt:

      Was sind die Konsequenzen der Bundestagstwahl?

      Wahlergebnis an der Urne: wieder mehr konservative Politik (kleiner Rechtsruck)

      Wahlergebnis im Bundestag: wohl eher ein Linksruck (evtl. Grüne in Koalition)

      Kurzum: Wählerwille im Eimer. Merkel wird sich selbst dann noch als SIegerin darstellen, wenn ganz Deutschland aus Nichtwählern besteht bis auf eine einzige Person, die CDU gewählt hat. Phänomenale 100%, vollstes Bürgervertrauen … wird es dann heißen.

      Das Wahlergebnis (und die (nicht)konsequenzen) haben mir ganz klar gezeigt: in diesem Land investiere ich nicht mehr in mein Geschäft. Merkel: immer noch an der Macht. Seehofer: immer noch an der Macht. Grüne: ggf. in der Regierung. Sachverstand in der Politik jenseits von Linientreue: Fehlanzeige.

      Was wird gesagt: Wir haben verstanden, wir müssen die Wähler wieder mitnehmen.
      Schauen wir uns die Wortwahl an … mitnehmen. Hallo … viele Bürger wollen nicht auf dem bestehenden Kurs mitgenommen werden. Sie wollen endlich wieder vernünftige Politik sehen … und dann folgen Sie vielleicht wieder den etablierten Parteien.

      Das Wort „mitnehmen“ hat was von „wir sitzen im bergab fahrenden Zug, wir fahren weiter so … werfen wir die Lassos aus und nehmen die Wähler an der Bahnsteigkante dann halt einfach mit“. Dass man den Kurs vielleicht auch mal ändern könnte, darauf kommt keiner.

      Ich habe den Eindruck Deutschland hat vor Angst … keine Angst vor einem weiter so, keine Angst vor weiter bergab … aber Angst vor aktiver Veränderung. ist es nicht auch das, was die finanzmärkte scheuen? Veränderung? (veränderungen sind nicht planbar, ein weiter-so-bergab schon).

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