Schockierende Nachrichten!

3. Juni 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Was haben wir gefeiert, als beschlossen wurde, die Mietpreise zu bremsen. Auf dem Papier sah das prima aus. Viele Mieter waren völlig aus dem Häuschen bzw. voller Hoffnung, dass Wohnen bezahlbar bleibt. Pustekuchen!

Künftige Hausherren sahen ihre Chance gekommen, preiswert an Wohneigentum zu kommen – kreditfinanziert. Okay, die Hauspreise stiegen, die Zinsen fielen. Wo war der Vorteil?

Und siehe da! Die Sache mit der Mietpreisbremse funktioniert nicht, obwohl viele Beobachter, Experten und Kommentatoren den großen Wurf sahen und sich die Politiker so laut mit Lob überschütteten, dass sich die Zahl der Tinnitus-Fälle verdoppelte. Also muss man jetzt wieder mal dringend nachbessern bzw. verschlimm-bessern – bis die Preise noch stärker steigen. Wohnraum ist eben knapp. Warum nur? Zuviel Nachfrage? Von wem? Ach…

Lustig ist auch eine Umfrage, wonach inzwischen eine Mehrheit der Deutschen die kleinen Münzen ablehnen. Total nervig das Kleingeld! Nicht wahr? Weg damit, dann geht’s vielleicht an der Kasse und man kommt schneller nach Hause auf die Couch vor den Meinungs-Bildner – und das mit weniger ausgebeulten Hosentaschen. Niemand kommt aber auf die Idee zu fragen, warum man für ein oder zwei Cents nichts mehr bekommt. Aber das wäre ja eine viel zu komplizierte Frage. Der zweite Teil der Antwort würde die Leute nur verunsichern!

Um die Welt der Weltverbesserer noch etwas besser zu machen, schafft die REWE ab dem 1. Juli die Plastiktüte ab. Endlich! Das Zeug ist für die Müllhalde pure Verschwendung – und für Meeresbewohner oft tödlich. Eine ganz neue Erkenntnis, die wirklich lange brauchte, um zu reifen. Künftig soll es nur noch Stoff- oder Papierbeutel geben. Natürlich gegen höheres Entgelt.

Dieses Geschäft lassen sich die ach so „nachhaltig“ wirtschaftenden Konzerne doch nicht entgehen, während neben dem Wareneingang jährlich Millionen Tonnen an Lebensmitteln auf Entsorgung auf der Deponie warten. Moment mal… Ob diese Jutebeutel aus Margengründen am anderen Ende der Welt von Kinderhänden geklöppelt werden? Nicht doch! Bis 2025 „Monitor“ entdecken wird und damit für einen kurzzeitigen medialen Betroffenheitsschock in der Bevölkerung sorgen wird. Bis dahin aber wurde die Umwelt sowas von entlastet!

Apropos Entlastung: 2025 dürfte sich dann auch die Energiewende als grandioser, ja, grandios teurer CO2-Killer herausgestellt haben. Vielleicht kostet dann die Kilowattstunde einen Euro, aber theoretisch gibt es dann kein CO2 mehr und wahrscheinlich auch keine Blumen. Wovon sollen die dann leben bei der Öko-Konsequenz der Bundesregierung? Kohlendioxid ist eben eine seltsame Sache. Die Kinder werden bis dahin so umerzogen sein, dass sie Kohlendioxid in ihren Schulprüfungen als Giftgas klassifizieren (müssen). Sonst wird das nix mit der Karriere. Mit dem vielen Eisen im Spinat war es ja ähnlich. Ammenmärchen von morgen werden heute kreiert, vorausgesetzt, sie sind politisch korrekt.

Während man CO2 öffentlichkeitswirksam brandmarkt, fahren die da oben mit den größten CO2-Schleudern durch die Gegend. Kaum jemand redet über Stickoxide und Schwefelgase und den anderen Dreck der aus dem Auspuff kommt. Oha! In Bayern wurden die Feinstaub-Werte jetzt schon so oft überschritten, dass ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge die Runde macht. Na, das möchte ich sehen, dass keine LKW`s mehr fahren. Oder Politiker in ihren CO2-Schleudern auf die Bahn ausweichen müssen, wenn sie denn kommt.

Wegen der Umwelt… Man kommt ja gar nicht auf die Idee, die Leute aufzufordern, das Auto stehen zu lassen. Es könnte der Autoindustrie schaden. Doch genau betrachtet, dient dieses CO2 immer mehr als Grundlage für höhere Steuern. Zufall?

Da wir schon in Zeiten purer Heuchelei leben, so schüttete es nicht nur aus Eimern in den letzten Wochen, sondern ergießen sich Sturzbäche aus meinen Augen. In Baden Württemberg ist der Ministerpräsident Kretschmann unterwegs und erzählt den Leuten, man könne nicht wie damals der Kaiser mit dem Geldbeutel durchs Land gehen und Hilfen verteilen. Das ist sicherlich einleuchtend, so kurz NACH der Wahl im Ländle. Leute mit weggeschwemmten oder abgesoffenen Häusern sind eben keine Bank. Da wäre schnell ein paar Milliarden locker gewesen – schnell und frisch gedruckt 150 Kilometer weiter in der EZB. Whatever it takes… Aber nicht doch denen, die Steuern zahlen. Diejenigen, die keine Steuern zahlen, bekommen ohnehin das meiste.

Für Energieversorger ist ein Dauerregen ja eine Art von Verschnaufpause. Schließlich scheint dann diese blöde Sonne nicht, die ihnen das Geschäft mit diesem Öko-Strom verdirbt. Manchmal gibt es so viel Strom, dass man etwas dazu bezahlen muss, um ihn wieder loszuwerden. Das mit den Stromtrassen hat auch niemand bedacht, denn es mussten schnell politische Erfolge her, finanziert und subventioniert mit Staatsknete. War damals eine Wahl? Keine Ahnung, muss aber so gewesen sein. Brandenburg und auch die Gegend um Halle und Leipzig nennt man jetzt schon „Spargelland“. Touristisch wenig lukrativ, außer man spendiert den Regionen mit den vielen Windpark-Ghettos etwas touristische Staatsförderung. Dann kommen auch die Touristen wieder in Spargeld-Land. Alles machbar!

Am Ende werden alle nach Förderung und Unterstützung schreien und man hat aus dem „Markt“ ein Monster geschaffen, welches sich als richtig geldhungrig erweist. Aber das kann man ja heute einfach drucken. 

Keine Sorge, die EZB bzw. Geldgott Mario Draghi stellt ja sicher, dass es am Geld nicht mangeln wird. Das Druckprogramm geht weiter. Die Zinsen bleiben unten. Genügend Stimulanz für sinnlose Finanzierungen sinnloser und auch nutzloser Dinge und Deflation. Die Bereinigung dessen wird später noch viel teurer. Wie war das nochmal mit der Milch und den Mieten? Ein Überangebot würde die Preise sinken lassen. Bei der Milch funktioniert es, bei den Mieten würde es auch funktionieren. Wir haben auch ein Überangebot an Geld. Ob das was zu sagen hat? Schließlich fürchtet sich die EZB vor dem Deflations-Monster. Ob es die EZB nicht sogar prächtig füttert?

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