Schlag nach bei Paul C. Martin: Das Spiel ist aus!

25. Mai 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

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via Schlag nach bei Paul C. Martin: Das Spiel ist aus ! – YouTube.

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9 Kommentare auf "Schlag nach bei Paul C. Martin: Das Spiel ist aus!"

  1. wolfswurt sagt:

    @Paul C. Martin

    „Der gefestigte, kultivierte Mensch strebt nicht nach Geld.
    Er zeichnet sich aus durch Bescheidenheit, Bedürfnislosigkeit und bemüht sich um Werte, die mit Geld nicht zu kaufen sind.

    Geld erhöht nicht die Würde des Menschen, sondern erniedrigt sie.
    Wer nur nach Geld strebt, wird würdelos. Geld macht den Menschen auch nicht frei. Frei ist nur der, der nicht an irdischen Gütern hängt.“

    Zitat aus: „Das biologische Massenwirkungsgesetz“, E. Knaul

    Nun zu Ihrer Theorie der Staat an sich sei das Übel:

    DER Staat ist nicht Ursache sondern Wirkung!
    Und zwar naturgesetzliche Wirkung einer bestimmten Populationsgröße, denn ohne Hierachie ist ein Zusammenleben von Massen nicht möglich.
    Je größer die Masse desto größer und umfangreicher die Verwaltungsstrukturen.
    Die Horde benötigte einen Anführer und eine Masse von 80 Millionen benötigt eben hundertausende in der Verwaltung.

    Ihre Schwierigkeiten mit dem Konstrukt Staat liegen eher im Bereich des „Nicht umsetzen könnens“ ihrer persönlichen Begabungen, welche die Masse in ihrem Gleichheitsstreben mit natürlicher Nivellierung nach unten verhindert.

    Anmerkung zum Titel „Das Spiel ist aus.“:

    Ein Aus des heutigen Staates bedeutet Anarchie oder Diktatur.
    Anarchie läßt die Masse nur für eine kurze Zeit zu um anschließend einem Diktator zu folgen der Ruhe und Ordnung wegen. Dieser Wunsch ist im Menschen naturgemäß vorhanden.
    Ist ein Spiel aus folgt seit tausenden von Jahren immer ein Neues.

    Ob besser sei dahingestellt…

    • Larry sagt:

      @ wolfswurt

      „DER Staat ist nicht Ursache sondern Wirkung!
      Und zwar naturgesetzliche Wirkung einer bestimmten Populationsgröße, denn ohne Hierachie ist ein Zusammenleben von Massen nicht möglich.“

      Der Staat ist ganz sicher nichts „Naturgemässes“, Gesetze lassen sich durch Verträge sehr wohl ersetzen.

      „eine Masse von 80 Millionen benötigt eben hundertausende in der Verwaltung“

      Wer sagt denn es bedürfe einer „Bundesrepublik Deutschland“ mit 80 Millionen? Warum dann nicht auch den Weltstaat (das wäre dann zumindest konsequent)?

      „Ihre Schwierigkeiten mit dem Konstrukt Staat liegen eher im Bereich des “Nicht umsetzen könnens” ihrer persönlichen Begabungen, welche die Masse in ihrem Gleichheitsstreben mit natürlicher Nivellierung nach unten verhindert.“

      Ja, aber das Volk ist nun mal so, also führt der Staat zwangsweise zu seinem eigenen Aus, wie immer seit seiner ersten Entstehung vor 5000 Jahren. Und dabei reisst er die ganze Wirtschaft und Gesellschaft mit runter.

      „Ein Aus des heutigen Staates bedeutet Anarchie oder Diktatur.“

      Anarchie darf nicht mit Anomie verwechselt werden und muss ganz und gar nicht Rechtlosigkeit bedeuten.

      „Anarchie läßt die Masse nur für eine kurze Zeit zu um anschließend einem Diktator zu folgen der Ruhe und Ordnung wegen.“

      Muss also keineswegs der Fall sein.

      „Ist ein Spiel aus folgt seit tausenden von Jahren immer ein Neues.“

      Die Geschichte der staatlichen Gesellschaft ist eine dauerndes Auf und Ab. Nun folgt das Ab.

      „Ob besser sei dahingestellt…“

      Selbstverständlich ist das Ab das Schlimmste was es überhaupt auf dieser Erde gibt (Dauerkrieg, Hungersnöte noch und noch, Epidemien, schlagartiger Rückgang der Bevölkerung usw.).

      • wolfswurt sagt:

        @Larry

        Gesetze sind Verträge!

        Eine Bundesrepublik mit 80 Millionen an Masse Mensch ist eine naturgegebene Tatsache!

        Der Begriff Anomie passt hier nicht!

        Das nun ein Ab folgt heißt ja das kein AUS kommt!

        Hungersnöte, Epedemien oder Krieg sind natürliche Begleiter jeglichen Lebens!

        Andere Annahmen finden sich nur bei Traumtänzern…

        • Larry sagt:

          @ wolfswurt

          „Gesetze sind Verträge!“

          Natürlich nicht: Gesetze werden von einer Behörde einseitig erlassen, Verträge hingegen bilateral ausgehandelt. Erstere beruhen auf Machtausübung, Letztere auf individueller Freiheit und Selbstbestimmung.

          „Eine Bundesrepublik mit 80 Millionen an Masse Mensch ist eine naturgegebene Tatsache!“

          Dass dies keineswegs der Fall ist beweist deren Zustandekommen, von aussen erzwungen. Der Staat ist generell ein reines Machtkonstrukt, er verdankt seine Existenz ausschliesslich militärischer Gewalt.

          „Der Begriff Anomie passt hier nicht!“

          Sie haben ganz klar Anarchie mit Anomie verwechselt, so wie es die Staatspropaganda immer tut.

          „Das nun ein Ab folgt heißt ja das kein AUS kommt!“

          Für den Staat kommt ganz klar das Aus. Für die Menschheit besteht vielleicht noch eine Chance, falls uns der nukleare Holocaust erspart bleibt.

          „Hungersnöte, Epedemien oder Krieg sind natürliche Begleiter jeglichen Lebens!“

          War in Westeuropa schon lange nicht mehr der Fall.

          • wolfswurt sagt:

            Gesetze werden durch Akzeptanz der Bevölkerung zu Verträgen.

            Bei nicht-Akzeptanz Revolution.

            Das Vorhandensein von 80 Millionen hat mit der Gewalt von außen recht wenig zu tun. Ohne Gewalt von außen gäbe es die 80 Millionen trotzdem und müßten sich selbst in irgend einer Form verwalten.

            Die Lebensform Anomie und Anarchie gab es und gibt es nirgends innerhalb von Menschengruppen auf diesem Erdball.
            Immer gibt es eine Struktur der Unterordnung!
            Beginnend mit dem Familienoberhaupt, dem Dorfschulzen, dem Fürsten, dem Pfaffen, dem Kaiser oder eben heute dem Staatswesen.
            Niemals wird es ein Leben ohne Führungsstrukturen geben. Nicht in der Tierwelt und nicht im Menschengeschlecht.
            Und egal welche Struktur – von allen frei gewählt war keine.

            Es gibt natürlich ein AUS für die heutige Form des Staates aber nicht für den Staat selbst.

            Mein Vater hat in seinem Leben 3 mal das AUS der Form erlebt und sollten es die Götter mit ihm gnädig meinen, übersteht er das 4. AUS genauso ohne Blessuren wie die vorangegangenen.

            Nur weil seit dem Winter 1946/47 keiner mehr an Hunger starb ist dies kein Garant für zukünftiges Leid.

            Was sind schon 65 Jahre in der Betrachtung europäischer Geschichte…

            In Mazedonien gibt es so gut wie kein funktionierendes Staatswesen dort herrscht knallhartes Sippengesetz mit all seinen Konsequenzen für den Einzelnen. Bei Verletzung des verhaltens-Kodex geht dies bis zum Tod.
            Einerseits faszinierend andererseits erschreckend.
            Jeder Staatsverächter möge dies mal erleben – sehr lehrreich für westliche zivilisations Verweichlichte.

  2. retracement sagt:

    Danke. Kannte ich noch gar nicht. Hat das „dottore“ selbst gesprochen?

  3. samy sagt:

    Aloha,

    “ … Sauf endlich, sauf! schreien der Kommissare Claqueure,
    doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück…“

    Günther Grass’S sein neues. Schön eigentlich.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-von-guenter-grass-zur-griechenland-krise-europas-schande-1.1366941

    VG

  4. Fnord23 sagt:

    @ wolfswurt und @ Larry

    „“Gesetze sind Verträge!”

    Natürlich nicht: Gesetze werden von einer Behörde einseitig erlassen, Verträge hingegen bilateral ausgehandelt.“

    Ohne Staat und das ihm übertragene Machtmonopol der Judikative/Gesetze wären Verträge dem Prinzip „Hoffnung“ unterworfen.

    Ich hoffe mal der Vertragspartner hält sich an die Abmachung. Wenn nicht und ohne Staat: Was dann?

    oder anders: Wie schütze ich mich vor der unerlaubten Wegnahme meines Eigentums oder gegen anderweitige ( körperliche ) Gewalt?

    Da bleibt mir nur Selbstverteidigung und Selbstjustiz. Das Recht bekommt dann der, der den größen Familienclan hinter sich hat.

    Über die Entstehung von Staaten hat Graeber in seinem : Schulden – die ersten 5000 Jahre – mir nachvollziehbare Erklärungen hin gelegt.

    Wenn für den Staat ganz klar das AUS kommt, wie soll das geschehen?

    Wer garantiert mir dann das Durchsetzen meiner individualen Rechte?

    Wäre das nicht ein wenig zu viel Freiheit? Ich bezweifel ganz klar, dass die Masse überhaupt in der Lage wäre mit dieser Freiheit verantwortungsbewußt umgehen zu können.

    Kein Staat bedeutet: Anarchie, im Definitionssinn: herrschaftslose Zeit

    VG ins Land

    • wolfswurt sagt:

      Herrschaftslose Zeiten gab es nie.
      Selbst die lumpigsten Gesellen hatten zu jeder Zeit knallharte Führungsstrukturen – z.B Piraten oder Drogenkartelle.

      Freiheit ist eine Illusion.
      Zu keiner Zeit waren die Menschen frei von Zwängen.
      Die Zwänge ändern sich gelegentlich – mehr nicht.

      Der Ruf nach Freiheit, Selbstverwirklichung oder Unabhängigkeit ist eine Auswirkung deren Ursache in der geistigen Ver-rücktheit liegt.
      Es ist Ausdruck einer erkrankten Population der die gesunden Lebensbedingungen abhanden gekommen sind.

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