Sahra Wagenknecht: Sie spielen den Weihnachtsmann für Spekulanten

30. November 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Erstaunlich, die Linke haben wahrscheinlich den Kapitalismus besser begriffen als Schwarz/Gelb/Rot/Grün. Sarah Wagenknecht bringt die Sache mit der sogenannten „Griechenland-Rettung“ auf den Punkt. Ihre Rede im Bundestag vom 30.11.2012.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=sZy17XRV0AM[/youtube]

Quelle: Youtube

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20 Kommentare auf "Sahra Wagenknecht: Sie spielen den Weihnachtsmann für Spekulanten"

  1. DukeNukem sagt:

    Warum das Paket nach so einer Rede immernoch von sovielen Abgeordneten stumpf abgenickt wird, ist mir ein Rätsel. Zumindest sollte doch der ein oder andere mal ins Grübeln kommen und sich evtl. erstmal enthalten, anstatt einfach dafür zu stimmen… Aber offensichtlich ist die Mehrheit unserer Volksverräter ziemlich stur und dazu noch blöde…

  2. 4fairconomy sagt:

    Diese Rede passt ja sehr gut zum Thema und Buchtitel: der grösste Raubzug der Geschichte.

    SPD und Grüne müssen von der Finanzoligarchie ebenfalls unterwandert sein, anders ist ihr Verhalten nicht zu erklären.

    Man täusche sich aber nicht, ohne die sogenannte Griechenlandrettung, welche aber eigentlich eine Rettung des Finanzsystems vor einer drohenden Kernschmelze ist, würden ebenfalls viele Sparer in den Industrieländer Geld verlieren. Ohne Verluste wird man aus der Nummer kein Ausweg finden. Sinnvoll wäre eine geordnete Liquidation der Altlasten.

    Die rettung des Finanzsystems vor einer drohenden Kernschmelze mit Steuergeldern und auf Kosten der Leistungsträger der Gesellschaft findet nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 statt. Schon seit langem werden Steuergelder dafür eingesetzt, z.B. via IWF: siehe Mexikokrise, Asienkrise u.a. Die Geldentwertung bzw. die Geldmengenausweitung dient ebenfalls der Verhinderung eines Zusammenbruchs bzw. Aufrechterhaltung des Ponzi-Systems, an dem die meisten auch etwas, wenige aber besonders viel verdienen.

  3. saksalainen sagt:

    die gute Frau W. hat den ollen Marx wohl auch verstanden 😉

    wer diesen Artikel noch nicht kennt…
    was ein amerikanischer Konservativer so denkt

    http://www.theamericanconservative.com/articles/revenge-of-the-reality-based-community/

    „epistemic closure“ könnte wohl auch bei unseren Volksverdingsbums der Fall sein

  4. Stuelpner sagt:

    Vielen Dank Herr Meyer für dieses Video der Rede.
    Sie war allererste Güte und ein krasser Gegensatz zu vielen Experten die meinen mit dem Vergleich der Situation zum Sozialismus ihren Weisheiten den nötigen (unsachlichen, unrichtigen) Chic zugeben.
    Diese Frau sagt die Wahrheit! Wer das nicht begreift und seine Schlüsse daraus zieht, dem ist nicht mehr zu helfen.

    @4f
    „Man täusche sich aber nicht, ohne die sogenannte Griechenlandrettung, welche aber eigentlich eine Rettung des Finanzsystems vor einer drohenden Kernschmelze ist, würden ebenfalls viele Sparer in den Industrieländer Geld verlieren.“
    Heißt also, dank unseren Volkszertreten die sich für die „Rettung“ einsetzen, excl. der Linken, verlieren viele Sparer nicht ihr Geld, in welcher Form auch immer!? Ich weis die BRD macht laut Schäuble fette Zinsgewinne durch die griechischen Schulden.

    • Skyjumper sagt:

      Man soll ja nicht für andere Antworten: Aber ich habe 4f ein wenig anders verstanden.

      Mit oder ohne sogenannter Rettung ……. die Sparer werden auf jeden Fall Geld verlieren. Ohne Rettungsaktion verlieren sie ihr Geld in ihrer Eigenschaft als Aktionäre von Banken, als Inhaber von Altersvorsorgeprodukten der Versicherungen oder auch, wenn es ganz schlimm käme, als Sparbuchinhaber von reihenweise pleitegehenden Bankinstituten.
      Mit Rettungsaktion verlieren sie auch Geld. Nämlich durch eine vermutlich langsam anziehende Inflation, oder einfach auch als simpler Steuerzahler.

      Und auch Schäuble ist nicht so blöd uns weismachen zu wollen das wir milliardenschwere Zinsgewinne an den griechischen Schulden machen würden. Das bezieht sich nach meinem Verständnis eher auf die Schulden die Deutschland hat, und für die wir dank des Status als „sicherer“ Hafen immer weniger Zinsen bezahlen müssen. Also nicht Zinsgewinne, sondern Zinsersparnis ist das bundesdeutsche Zauberwort ohne dass der Haushalt von Schäuble um einiges schlechter dastehen würde.

      • Stuelpner sagt:

        @Skyjumper
        „Aber ich habe 4f ein wenig anders verstanden.“
        Na ja, ich sehe in der Deutung des zitierten Satzes wenig bis gar keinen Spielraum, außerhalb meines Verständnisses („Sparer“) Gut als Sparer kann man Inhaber von LV und RV mitrechnen, aber Anleger!? Welche Deutung (Verständnis) nun die/das Richtige ist, bleibt nun jedem selbst überlassen.

        „Nämlich durch eine vermutlich langsam anziehende Inflation, oder einfach auch als simpler Steuerzahler.“ Das hatte ich gemeint mit „…in welcher Form auch immer“ da war wirklich noch Spielraum 😉

        „Und auch Schäuble ist nicht so blöd uns weismachen…“ Upps, war’s nicht Säuble, der am Anfang der ganzen Bürgschaften und Rettungen sagte sinngemäß „… da wird kein Geld fließen, das sind nur Bürgschaften, aber wir werden viel Geld einnehmen durch die Zinsen der Staatsanleihen…“? Dachte er war’s wenn nicht egal, war’s eben die Alternativlose oder jemand anderes aus dieser … (wie nennt man so was?)

      • 4fairconomy sagt:

        Danke Skyjumper, Sie haben ganz in meinem Sinne geantwortet. Auch bezüglich Inflation und Steuerzahler.

        So oder so werden inflationäre Vermögensbestände verbrannt werden müssen. Dank den Rettungsaktionen wurden vor allem rasch eintretende Vermögensverluste vermieden, im Gegensatz zu einem effektiven Schuldenschnitt (also keine Alibiübung). Die Kosten der Rettungsaktionen werden allerdings in die Zukunft verschoben und breiter verteilt: Staatsschulden werden u.a. via ESM auf ganz Europa „gleichmässiger“ verteilt. Zuletzt werden diese Schulden wohl weginflationiert werden müssen, soll wiederum einem Schulden- und Vermögensschnitt ausgewichen werden. Davor fürchten sich die Politiker wegen der politischen und ökonomischen Folgen (Systemstabilität).

        Wo man jedoch hinschaut, ob Griechenland, Eurozone, USA, GB, Japan: der einzig saubere Ausweg aus der Schuldenkrise wäre ein Schuldenschnitt, was aber gleichzeitig auch ein Vermögensschnitt bedeuten würde. Wobei sich die Verteilungsfrage stellt: wem wird wieviel von seinem Vermögen „abgeschnitten“?

        Sozialverträglich und auch ökonomisch zwingend müssten sich die Menschen in etwa entsprechend ihrem Vermögensstand an diesem Schnitt beteiligen, d.h. die ca. 2% Reichsten müssten ca. 50% der Verluste tragen, die 10% Reichsten ca. 80% der Verluste. Werden die Verluste „nach unten“ gereicht und die Reichsten überproportional verschont- was ja zur Zeit geschieht (siehe auch diesbezügliche Diskussion in den USA) – wird die Kaufkraft bei den Erwerbstätigen bzw. Konsumenten noch mehr einbrechen. Die Absatzkrisen werden sich verschärfen, die Arbeitslosigkeit und sozialen Probleme zunehmen. Ausser der Staat kompensiert mit mehr Ausgaben auf Pump, mit geliehenem Geld, entweder bei den Reichen oder Geld aus der Notenpresse: d.h. zurück auf Feld 1 der Problemlösung.

        Eine zu diskutierende Möglichkeit, um aus der Nummer herauszukommen, wären progressive Erbschaftssteuern mit einem hohen Freibetrag (z.B. 10 Mio). Dabei sollte kein Erbe mehr erhalten können als z.B. um ein Faktor multipliziertes Lebensgehalt des bestbezahlten Staatsangestellten. Was darüber liegt, wird zur Finanzierung des Schuldenabbaus eingesetzt. Dies würde niemand wirklich weh tun bzw. existentiell gefährden. Es wäre eine ökonomisch und sozial erträgliche Form des Schulden- und Vermögensschnitt. Es würde auch der extremen Kapitalakkumulation über Generationen bei gewissen Familien den Riegel schieben. Unter anderen Problemen dürften die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer natürlich seitens der Politiker nicht neue Begehrlichkeiten wecken, die Einnahmen andersweitig zu verschwenden. Die Massnahme wäre marktwirtschaftlich begründbar mit der Argumentation, dass niemand nur aus eigener Leistung fähig ist, soviel zu verdienen, dass er seinen Nachkommen mehr erben kann als ein fürstliches Lebensgehalt. Zudem würde damit ein materiell sorgenfreies Leben der Nachkommen sichergestellt – mehr zu vererben bzw. zu erben braucht kein Mensch. Darüber hinausgehende Erbschaften beruhen zwangsläufig darauf, dass es möglich war, von Leistungen anderer zu profitieren – sei es aus glücklichen Umständen, sei es wegen der Rahmenbedingungen (Patentwesen, Bodenrecht u.a.) oder der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung (woran alle ihren Beitrag leisten, aber nicht alle entsprechend ihrem Beitrag belohnt werden – siehe Freiwilligenarbeit, Kindererziehung u.a.).

        • Skyjumper sagt:

          Naja……klingt ja zunächst nicht schlecht. Funktioniert aber nicht, da das zugrundeliegende Übel auf die Art und Weise – der Wohlfahrtsstaat- nicht beseitigt würde.

          Der Staat würde also weiterhin Kredite benötigen. Wer gibt ihm die, wenn die typischen bisherigen Käufer der Staatsanleihen „nur“ noch 10 Mio haben und zudem nicht gut auf den Staat zu sprechen sind? Das ist doch der eigentlcihe Grund warum der Staat die Reichen ungeschoren lässt – es ist eine gegenseitige win-win-situation zu Lasten der Mittelschicht.

          • 4fairconomy sagt:

            Das mit der Erbschaftssteuer ist nur so eine Idee als möglichen Beitrag zur Schuldensanierung. Damit können sicher nicht alle Probleme gelöst werden.

            Mit all den Rettungsaktionen hat man eines verhindert: den Gläubigern die Lektion zu verpassen, dass Staatsanleihen letztlich genau so von einem Ausfall gefährdet sind wie Konsumkredite an überschuldete Konsumenten, da damit keine zukünftigen Werte geschaffen werden. Damit würden in Zukunft die Zinsen für Staatsanleihen rascher steigen. Die Zinsen auf ausufernde Staatsschulden sind viel zu niedrig weil die Risikosituation verfälscht wird – auch wegen der Betätigung der Notenpresse, was ich ablehne (auch wenn man mir das Gegenteil unterstellt, wie insbesondere Gandalf). Diese Lektion sowohl für Sparer wie für Politiker, welche der freie Markt erwirkt hätte (und noch erwirken wird, nur wird’s immer schmerzhafter werden) sollte in Zukunft der sorglosen Verschuldung vorbeugen helfen. Es sollte eben weniger in den Sozialstaat und mehr in Werte schaffende Unternehmen investiert werden: nur so kann letztlich Kaufkraft real gespart werden, alles andere sind Illusionen. Und dann braucht es den Sozialstaat, jedenfalls in diesem Ausmass, auch gar nicht mehr.

  5. Ashraf Khan sagt:

    Ich muss in diesem Artikel aus aktuellem Anlass auch nochmal eine Frage loswerden (Die Rede von Frau Wagenknecht war exzellent, da gibt es nichts hinzuzufügen):

    Kann mir jemand erklären, warum der Schuldenrückkauf durchgezogen werden soll? Nachdem am Wochenende selbst die Kanzlerin davon sprach, dass es irgendwann einen Schuldenschnitt geben könnte, besteht doch eigentlich keine Notwendigkeit mehr sich so von den privaten Altschulden auf diese Art zu trennen. Hier könnte man doch im Gleichschritt mit einem Schuldenschnitt der öffentlichen Gläubiger auch einen default bei den privaten in Kauf nehmen. Am Rating oder Ähnlichem kann man ja auch nichts mehr versauen^^

    Auch werden jetzt ja keine Schulden von „systemkritischen“ Banken umgebucht sondern eher ein ordentlicher Gewinn an spekulative Anleger gezahlt, die vor Monaten so mutig/mit dem nötigen Insiderwissen ausgesattet waren die Anleihen zu kaufen…

    Ich hoffe hier kann jemand eine andere Antwort geben, als „Weihnachtsgeschenk für die Hedge-Fonds“, weil sonst verliere ich noch wirklich jeden Glauben 😉

    • Skyjumper sagt:

      Dann versuche ich mich mal:

      1) Der Zeitpunkt:

      Ohne das jetzt die Verschuldung gesenkt wird, darf der IWF nicht weiter auszahlen. Wenn jetzt aber auch die öffentlichen sich am Schuldenschnitt beteiligt würden, dürfte z.B. Deutschland kraft Gesetz keine weiteren Auszahlungen an GR leisten. Das muss also zeitlich entzerrt werden damit beide, IWF und Deutschland weiter im Boot bleiben können.

      2) Der Default:

      Wenn die öffentlichen sich jetzt beteiligen würden, würden die privaten nicht freiwillig mitziehen, man müsste es also per Zwang verordnen, was im Gegensatz zur jetzigen freiwilligen Vorgehensweise dann tatsächlich ein Default wäre. Haarspalterei, aber so sind die Regeln. Bei einem Default würden ggf. Ausfallversicherungen fällig.

      3) Gewinner vs. Verlierer:

      Gewinner sind sicher die Anleiheeigner die ihre Anleihen gerade erst nach dem letzten Schuldenschnitt für teilweise 15% der Nominale gekauft haben. Es gibt aber auch die Anleiheeigner die ihre Anleihen zu 100% erworben haben…..hauptsächlich sind dies die griechischen Banken. Die werden tatsächlich zusätzliche Verluste erleiden und die sind für GR systemrelevant.

      Wahrscheinlich gibt es noch mehr Gründe wenn man weiter drüber nachdenkt. Eine Sauerei bleibt das ganze trotzdem.

  6. Stuelpner sagt:

    @4f
    „Eine zu diskutierende Möglichkeit, um aus der Nummer herauszukommen, wären progressive Erbschaftssteuern mit einem hohen Freibetrag (z.B. 10 Mio). Dabei sollte kein Erbe mehr erhalten können als z.B. um ein Faktor multipliziertes Lebensgehalt des bestbezahlten Staatsangestellten. Was darüber liegt, wird zur Finanzierung des Schuldenabbaus eingesetzt.“
    Klingt richtig, machbar und vernünftig, aber wann wurden jemals Schulden zurückgezahlt, das weginflationieren bzw. Schuldenschnitt sind doch eher Mittel der Wahl. Das eigentliche Problem ist doch das danach, bis jetzt wurden doch solche „Resets“ als Startpunkt für „noch einmal alles von vorn, weils so schön war“ gesehen“.

  7. Gandalf sagt:

    Sarah Wagenknecht: Marxismus versus Geldsozialismus

    Ganz grosses Kino!

  8. Gandalf sagt:

    @skyjumper

    Sie sind einer der wenigen, die es begriffen haben. Der Wohfahrtsstaat finanziert sich ueber den Geldsozialismus, den Finanzkapitalisten zusammen mit Sozialpolitikern errichtet haben.

    Um aber das um-verteilen zu koennen, was die Produktiven (Kapitalisten) noch im Rahmen ihrer immer geringer werdenden Moeglichkeiten erwirtschaften, muessen diese in einem moralischen Codex gefangen gehalten werden, in dem Ausbeutung moeglich ist und sie selbst die Waffen dazu liefern.

    Wer ist John Galt?

  9. Stuelpner sagt:

    Er ist einer der Wenigen (Sj. ist nicht angesprochen), wenn nicht gar der Einzige der den ganz großen Durchblick hat.
    Es gibt nur eine akzeptierte Wahrheit, alles andere ist ….
    Ich hatte vermutet hier sollte es mal um Diskussionen gehen und nicht Dogmaverbreitung, Belehrungen und Wichtigtuerei.

    • Skyjumper sagt:

      Hmm, wie meinen Sie das jetzt genau?

      Mich (Sj) hatten Sie ja ausgeschlossen, zumindest habe ich Sie so verstanden gehabt.
      Bezogen Sie sich bei Ihrer Kritik auf den Satz: „Wer ist John Galt“?

      Dann könnte es sein, dass Sie Gandalf missinterpretiert haben. Die Frage „Wer ist John Galt“ wird in einem Buch von Ayn Rand gestellt. Und zwar immer dann, wenn jemand eine gestellte Frage nicht beantworten kann. Es handelt sich also eigentlich um eine Antwort die das Eingeständnis ausdrückt nicht weiter zu wissen.

      In diesem Sinne wäre es dann alles andere als ein Dogma 🙂 Aber vielleicht irre ich mich.

      • Stuelpner sagt:

        @Sj.
        „Mich (Sj) hatten Sie ja ausgeschlossen, zumindest habe ich Sie so verstanden gehabt.“ Richtig.
        Der 1. Satz ist zynisch gemeint, betrifft jemanden der stark überdurchschnittlich gebildet ist und dem keiner das Wasser reichen kann, er wird niemals eine „eine gestellte Frage nicht beantworten“ können!

        Was ist ein Wohlfahrtsstaat, den Sie ansprechen?
        Wieso müssen für diesen Kredite aufgenommen werden?
        Was wird mit Arbeitskräften die durch steigende Produktivität überflüssig werden?
        Warum wußten früherer „Kapitalisten“ noch was sie tun(bezügl. Nachhaltigkeit)?

        Große Erkenntnisse:
        „Der Wohfahrtsstaat finanziert sich ueber den Geldsozialismus, den Finanzkapitalisten zusammen mit Sozialpolitikern errichtet haben.“ Wissen wir seit Fabian 😉 gesucht werden noch die Sozialpolitiker und Geldsozialismus. Die Streichung der Wirtschaftssubventionen für arme Kapitalisten, Streichung Militärausgaben, Streichung EU-Subventionen und weitere „sozialistische“ Sozialausgaben des Geldsozialismus und Weltkommunismus, würde ein paar Euro Schulden sparen, aber wer will das wirklich!?

        Genauso wissen wir, das eine bessere Verteilung der wachsenden Produktivität der bessere Weg wäre, um überflüssiges Humankapital weiter als Teil des Staates im Staat leben zu lassen. Aber da die armen Kapitalisten „ihrer immer geringer werdenden Moeglichkeiten“ ausgesetzt sind, die Ärmsten, wird natürlich auch gern die Möglichkeit des Kanonenfutters gewählt. Bringt den Kapitalisten wieder neue Möglichkeiten, so dass diese doch nicht vom Untergang bedroht sind.

        Hatte nix mit J.G. zu tun.
        Wir können froh sein einen Gandalf zu haben und die dogmatischen Erkenntnisse der ö.S.

      • Skyjumper sagt:

        @ Stuelpner

        An der Spekulation wer, was, wie, gemeint hat beteilige ich mich dann mal nicht weiter.

        Was ist ein Wohlfahrtsstaat? Das ist doch relativ einfach. Wir definieren uns (bereits seit einigen Jahrhunderten) über die INDIVIDUELLE Erwerbsarbeit und erschaffen damit unseren individuellen Wohlstand. Mit der abnehmenden Möglichkeit, sei es eigen- oder fremdverschuldet, einer individuellen Erwerbsarbeit nachgehen zu können übernimmt der Staat die Wohlstandssicherung.

        Die Tendenz dabei ist klar. Zum einen steigt das allgemeine Wohlstandsniveau permanent an, zum anderen sinkt der Anteil derjenigen die dem Ideal der individuellen Erwerbsarbeit noch nachkommen. Zunächst völlig wertungsfrei sehe ich diese beiden Punkte als ein Faktum.

        Im Ergebnis dieser Tendenz haben wir einen relativ langsam (und unter Schwankungen) ansteigenden Staatsanteil am gesamten Wirtschaftsprozess, und liegen hier zwischenzeitlich um und bei 50%. Vielleicht unbemerkter, aber wesentlich dramatischer, haben wir innerhalb dieses Staatsanteils eine Verschiebung der Kosten. Die Richtung geht dabei von den klassischen Staatsausgaben weg, hin zu den Sozialausgaben. Da die klassischen Staatsausgaben zwischenzeitlich schon recht ausgedünnt sind, speist sich der unveränderte Zuwachs bei den Sozialausgaben mittlerweile aus einer Reduzierung der Zinsausgaben und einer Ausweitung der Nettokreditaufnahme.

        Natürlich können Sie weiterhin noch die ein- oder andere Milliarde an Ausgaben zusammenstreichen. Aber z.B. „Streichung der Militärausgaben“? Zugegeben, 30 Mrd. sind noch immer ein recht fetter Etatposten, aber streichen Sie den auf Null und sie haben weitere 200.000 Arbeitslose. Ein echter Spareffekt wird sich da vermutlich nicht einstellen. Der Staat ist in seiner Gesamtheit und in all seinen Details m.E.n. nichts anderes als eine gigantische Umverteilungsmaschine. Umverteilen kann man aber nur das was zuvor irgendwo erschaffen wurde. Und genau da hakt es.

        Durch Schuldenaufnahme verweigern wir uns der Lösung des Problems und alimentieren zur Wahrung des sozialen Friedens diejenigen die sonst den Anschluß nicht halten. Und dieses Konstrukt nenne ich Wohlfahrtsstaat.

        Alle größeren Gesellschaften/Kulturen haben dafür seit Jahrtausenden das gleiche probate Lösungsinstrument: Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen …….. kurzum, mehr oder weniger freiwillig wird das überschüssige Humankapital (ich hasse dieses Wort) entsorgt. Selbst Inflation, Deflation oder andere wirtschaftliche Resetformen nebst der dabei entstehenden Elendssituationen sind eigentlich immer nur Vorläuferereignisse der Anschlußlösung gewesen.Und nachdem das nun schon so lange so läuft ohne dass dazu jemand eine nachhaltig andere Lösung gefunden hätte ………. bin ich ein klitzkleines bißchen Skeptisch das es uns diesmal gelingt.

        Der Kommunismus, als eine in seiner Theorie wirklich grossartige Gesellschaftsorganisation, hat es jedenfalls auch nicht geschafft nachhaltig zu funktionieren. Kleinere Gesellschaften, vorzugsweise sogenannte Naturvölker, zeigen uns zwar wie vorteilhaft das sein könnte, aber hinbekommen hat es bisher noch kein größerer Staat. Und Versuche hat es da ja durchaus genug gegeben.

        • Stuelpner sagt:

          @Sj.
          „…INDIVIDUELLE Erwerbsarbeit und erschaffen damit unseren individuellen Wohlstand.“
          Das ist für mich eben ein Widerspruch, wie kann ich in einem Staat, einer Geselllschaft in einer Konzentration (Haufen) von Menschlein von „individuell“ sprechen.

          „Alle größeren Gesellschaften/Kulturen haben dafür seit Jahrtausenden das gleiche probate Lösungsinstrument: Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen …….. kurzum, mehr oder weniger freiwillig wird das überschüssige Humankapital (ich hasse dieses Wort) entsorgt.“
          Hat nicht auch dieser Haufen eine Verantwortung gegenüber jedem oder leben wir immer noch auf dem Niveau der Urmenschen, nur das mittlerweile die Ausbeutung gesteigert wurde!? Was sind das für „Kulturen, Gesellschaften, Demokratien“.

          Es ging nicht nur um Streichung der Millitärausgaben (ob 30Mrd wirklich reichen bezweifle ich stark) sondern auch um Wirtschaftsubventionen in jeglicher Form und jeglicher Ebene, wer mir da eine genaue Zahl nennt ist ein echter Held.

          „Ein echter Spareffekt wird sich da vermutlich nicht einstellen.“
          Mit der Einsparung dieser Beträge in dieser Höhe würde ganz andere Größenordnungen zusammen kommen.

          „Der Staat ist in seiner Gesamtheit und in all seinen Details m.E.n. nichts anderes als eine gigantische Umverteilungsmaschine.“
          Ist absolut richtig, nur an der Richtigkeit und der Gerechtigkeit dieser Umverteilungen hapert es und genau dort hakt es. Bsp. ist doch dieser H4-Teilhabeschwindel der von den Laien, bei besten Sonnenschein werden diese „Sozialleistung schon um mind. 30% von der zusätzlichen unproduktiven Verwaltung aufgefressen usw.

          „Umverteilen kann man aber nur das was zuvor irgendwo erschaffen wurde.“
          Siehe Gerechtigkeit, Richtigkeit dieser Maßnahmen. Wenn Unsummen ins Ausland abfließen stimmt irgendwo das Verhältnis nicht mehr.

          „Durch Schuldenaufnahme verweigern wir uns der Lösung des Problems und alimentieren zur Wahrung des sozialen Friedens diejenigen die sonst den Anschluß nicht halten. Und dieses Konstrukt nenne ich Wohlfahrtsstaat.“
          Schulden müssen wir aufnehmen, weil einerseits die „Sozialkosten“ durch Steuer- und Gebührenerhöhungen steigen. Die Inflation müssen die Betroffnen aus ihren „üppigen“ Zuwendungen selbst tragen (Reale Kürzung) Weiterhin tragen zur Erhöhung der „Sozialkosten“ die Wirtschaftssubventin durch Niedriglohn, Aufstockung und ähnlichem bei wobei das Interesse der Indvidien Manager wesentlich höher stehen als die der Bevölkerung im größten Teil.
          C.Cola hat irgendwann nach Auslaufen der Fördermittel seine Produktion von Dresden zurück in den Westen verlagert, obwohl Profit gemacht wurde, sind die Löhne im Westen soviel niedriger??? Für was dann die Fördermittel usw. Es krankt enorm an der Umverteilung, aber nicht an der sozialen die zum Großteil fremdverschuldet ist. Gut es gibt Ausnahmen, wie z.B. die faule H4-Tante im 9.Monat schwanger die nicht für 1,5 arbeiten gehen konnte, der man dann die Leistungen incl. Krankenversicherung gestrichen hat, das sind individuelle Entfaltungsmöglichkeiten zur Not bis in den Tod, wenigstens reimt es sich.

          „Der Kommunismus, … nicht geschafft nachhaltig zu funktionieren.“
          Es hat ihn bis jetzt noch nirgends gegeben, weshalb er auch nicht funktionieren konnte. Aber es ist eindeutig richtig, er wird nie funktionieren, da die Masse der Bevölkerung auch Schlafschafe genannt, niemals das nötige Bewußtsein dafür erlangen wird. Das überschüssige Humankapital läßt sich lieber verheizen als die Schuldigen zu verheizen (sinnbildlich ;-))

  10. wolfswurt sagt:

    Keiner gehört gerettet.

    Jeder soll bitte schön für sich selbst verantwortlich sein.

    Mangelnder Verstand bei den Entscheidungen der Sparer wird dann später durch den mangelnden Verstand der Steuerzahler ausgeglichen.

    Grundlage der Rettungen, ob Staat oder Banken, ist mangelnder Verstand gepaart mit Verantwortungslosigkeit und Konsequenzlosigkeit der eigenen Entscheidungen.

    Volles Risiko jeder Entscheidung aller Teilnehmer würde hier wahre Wunder bewirken.

    Auf deutsch: Wer Mist baut soll dafür gefälligst selbst gerade stehen.

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