Ron Paul – Ein düsteres Bild

20. November 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Frank Meyer

Ach, das waren Zeiten, als Ron Paul den FED-Chef Ben Bernanke medienwirksam auf seinen wachsenden Bergen von Dollars „gegrillt“ hat. Auch hierzulande kennen einige den US-Abgeordneten im Repräsentantenhaus. Nach 36 Jahren hielt er seine Abschiedsrede – ein Dokument für die kommenden zehn Jahre. Oder länger. Oder auch kürzer? Schauen Sie es sich an oder lassen Sie es. Verstehen Sie es, oder gehen Sie schnell weiter…

… aber sagen Sie später nicht, Sie hätten von allem nichts gewusst oder etwas davon in Erfahrung bringen können – wenn es um Freiheit geht.

Freiheit? Bitte? Langweilig! Nicht wahr?

Nicht nur die Finanzmärkte sind in Bewegung. Mit zunehmender Geschwindigkeit verändern sich als Folge dessen auch die Gesellschaften ihr Gesicht. Im Zentrum der Berichterstattung stehen heute die Sekundenzeiger in den Nachrichten. Schnell, bunt, haschend nach Effekten – unterhaltend. Dabei zeigt der Stundenzeiger ein genaueres Bild, wohin sich Märkte, Politik und Gesellschaft bewegen. Stundenzeiger lassen sich nicht so schnell von diesen vielen Nachrichten mit eingeschlossenen Nebelbomben irritieren, die so viele hin – und herreißen und zu verrückten Aktionen und auch Gedanken animieren.

Gerade heute rückt der Begriff der Freiheit näher zum Mittelpunkt – zumindest sollte er das.

Die folgenden Minuten sind die Abschiedsrede vom US-Abgeordneten Ron Paul, der sich mit diesem Begriff der Freiheit im Zusammenspiel von Staaten, Finanzen und Gechichte in einer Art und Weise beschäftigt, was aufhorchen lässt und ein recht trübes Bild bezüglich der Zukunft malt.

Okay, Amerika oder die USA sind weit weg. Hierzulande geht das niemanden etwas an, wohin sich die USA bewegen. Eigenartigerweise kommt das, was dort drüben – überm Teich passiert – auch zeitversetzt hier an. Musik, Mode, aber auch Politik, Armut und Unfreiheit.

Bitte beklagen Sie auch nicht, wenn Sie der Stundenzeiger später überrumpeln sollte, wenn etwas weg sein sollte, was heute so selbstverständlich ist. „Ich habe von allem nichts gewusst“, „Davon war in den Nachrichten keine Rede“, wird als Entschuldigungen nicht taugen – im Vergleich zu den letzten Dekaden.

Manchmal genügen 45 Minuten, um klarer zu sehen. Vielleicht ist seine Rede ein Vermächtnis für die Amerikanern, aber auch etwas, was auch wir Europäer hören sollten. Denn wer die Augen nicht zum Sehen benutzt, wird die dafür benutzen (müssen) um zu weinen. Es liegt im Auge des Betrachters. (und seinen Wünschen)

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