Rückblick 2014: Alles blieb besser. Ein Kontinent raste in sein Glück

31. Dezember 2013 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Vergessen Sie alle dämlichen Prognosen für das neue Jahr! Während sich die anderen noch damit plagen, liefern wir Ihnen heute schon den Rückblick auf 2014, ohne dass es schon begonnen hat – also einen Abgesang auf 2014. Prosit!

Urban Priol hatte Recht. 2013 war verrückt. 2014 war in dieser Hinsicht noch viel verrückter. Erinnern Sie sich? Vor einem Jahr erst haben wir uns in 2014 geböllert und damit in ein neues Zeitalter. Es hieß: „Niemanden wird es schlechter gehen. Dafür vielen besser…“ Das sagte der Papst auf dem Petersplatz. Und dann versprach er blühende Landschaften. Nein, das war jemand anderes. Irgend ein Experte.

Noch im Januar 2014 haben meine Nachbarn ihren Garten mit bunten Plastik-Blumen geschmückt – den Aufschwung herbei sehnend. Der Laie staunte und der Nachbar wunderte sich. Der Frühling startet auf Befehl schon am 15. Januar 2014 mit irgendeinem Frühlingsfest der Volksmusik mit Florian Silbereisen. Silbereisen wurde übrigens 2014 Inbegriff eines strategischen Rohstoffs. Die Silberblicke folgten kurz danach.

Noch ahnte aber niemand, dass 2014 ein ganz besonderes Jahr werden sollte.

Kurz nach Jahresstart grassierte der dragische Virus der „perversen Angst“ (Influenza draghisiensis) in Deutschland. Ausgelöst hat ihn der Maestro der Euro-Druckerpresse. Seiner H€iligk€it ist es entgangen, dass die letzte Art von Stabilität zu Zeiten des Römischen Reiches in seinem Land stattfand. Immer wenn es Probleme gab, wurde erst die Währungen abgewertet und dann geschreddert.

Aber: Meine ganz persönliche „perverse Angst“ hatte jedoch andere Gründe… Es war schon lange abzusehen, dass ein ganzer Kontinent in sein Glück rasen würde…

Im Frühjahr 2014 wurde Herman van Rompuy, wie befürchtet, mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet – für seine Verdienste. Unter Verdienst verstand ich die jährlichen 309.000 Euro. Damit bekam er soagr mehr als der US-Präsident. Dafür besitzt Obama ja auch den Friedensnobelpreis  – und H.v. Rompuy (noch) nicht.

Mit 0,01 Prozent Marktanteil unter den Fernsehzuschauern verlief die Feier zu Aachen im großen Rahmen außerordentlich erfolgreich. Besagter Preisträger war hierzulande bislang so bekannt wie die Berechnung einer Sinuskurve. Seine Bekanntheit stieg erst, als im Herbst 2014 die erste von 300 jährlichen Gedenkmünzen zu diesem überragenden Ereignis geprägt wurde.

Doch das war nicht alles.

Seitdem werden die alten Namen und vor allem der alte Muff aus den Straßen und von Plätzen gegen Moderneres ausgetauscht. Die Frankfurter Goethestraße heißt seit wenigen Wochen nun „Herrman van Rompuy-Straße“. Als großer Dichter und noch größerer Denker hat sich „unser Präsident“ ja längst einen Namen gemacht.

Kurz darauf hat sich Aachen in AchjaAchnee umbenannt.

Unruhe im Mai 2014

Europa wird von einem Lebensmittelskandal erschüttert. Der als Edelwein bekannte „Barolo“ wurde von bösen Mächten mit „Euronium“ gepanscht. Nach vielen nächtlichen Rettungsgipfeln wurde der Name „Barolo“ in der Öffentlichkeit wieder rein gewaschen – und kurzerhand in Barroso umbenannt – auf portugiesisch, der Unbefleckte…

Gleichzeitig wurde im Rahmen der EU-Hamonisierung der alte Barbarossa in Barbarosso umbenannt. Wegen dieses Anlasses wurden Gedenkmünzen herausgegeben und Straßen umbenannt. Und dann im Herbst 2014 bekam Barroso den Karlspreis der Stadt AchjaAchnee zuerkannt. Es wurde mit viel Barroso gefeiert. Die ursprüngliche Barolo-Krise war vorbei. Die Barroso-Krise konnte kommen. Ach, ich sehe sie schon…

Aufgrund der zwischenzeitlich grassierenden „perversen Angst“ nicht nur unter Deutschen, wurde der Euro am 1. Oktober 2014 mit Gold gedeckt. 37 Tonnen heimgeholtes und vorher umgeschmolzenes Gold der Bundesbank wurde monatelang und unter strenger Geheimhaltung zu Goldfäden verwebt – und damit die silberfarbigen Streifen auf den Euroscheinen ersetzt. Daraufhin kam es im November 2014 zu einem Bank Run. Die Leute holten ihre Guthaben von der Bank und schmolzen diese im heimischen Herd wieder ein. Erst umfangreiche Goldfunde auf Mallorca konnten den Hunger auf diese goldumwobenen Euroscheine stoppen. Kurz vor Weihnachten wurde dann Mallorca Deutschlands 42. Bundesland. Zuvor wurden einige griechische Inseln erworben.

Die Goldfunde auf der Baleareninsel erwiesen sich als so massiv, dass der Goldpreis binnen weniger Tage auf 20 Euro pro Tonne in die Tonne fiel. Damit bekam die gute alte dpa (und die ihr angeschlossenen Medien) dann doch Recht. Ein Rechenfehler setzte 2013 das Gerücht in Umlauf, eine Tonne Gold kostete rund 20 Euro. Weitere Goldfunde unter dem Buckingham-Palast ließen dann den Goldpreis im Laufe des Jahres 2014 kollabieren. Herman Josef Tenhagen wurde ChefGoldwirt der Bundesbank. Wir gratulieren nachträglich!

Groß gefeiert wurde auch die im Frühjahr 2014 erschienene 280-seitige EU-Leitlinie unter dem Titel: „Wie wird man ein besserer Mensch? Sie wollen es doch auch!“ – mit Handlungsweisungen und Verordnungen aus der Zentralregierung unseres Kontinents. (ISBN-Nummer 0815-0815-0815) Darin lesen wir vom Glauben an die Unfehlbarkeit der EU, dass Weihnachtsmänner, vor allem die schwarzen verboten – und dass Brillen sämtlicher Hersteller in der Farbe „rosa“ auszuliefern wären. Die Einleitung, geschrieben von Jean Claude Juncker, beginnt mit „Du sollst keine monetären Götter neben Dir haben, außer den Euro. Und mir. Viele Gedenkmünzen wurden geprägt und Straßen nach ihm benannt. Die als Juncker-Bibel bezeichnete Lektüre kann man kostenlos über www.wenn-es-ernst-wird-muss-man-lügen.eu downloaden.

Das umfangreiche Regelwerk gibt zudem wertvolle Hinweise im Umgang mit Glühbirnen-Leugnern, Verwendern alter Duschköpfe, Gurkenverbiegern und zahlreiche Argumentationsvorlagen für Nicht – und Falschwähler. Verstöße gegen die EU-Richtlinien-Carta sind unter der zentralen Brüsseler Telefonnummer 0032-08150815 zu melden. Oder per email: petzen-ist-super@eu-regierung.eu

Und nun? Weitere wichige Ereignisse aus dem vergangen Jahr 2014 im Rückblick… (Seite 2)

 

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Ein Kommentar auf "Rückblick 2014: Alles blieb besser. Ein Kontinent raste in sein Glück"

  1. Gabelzinken sagt:

    Vielen Dank, Herr Meyer, Sie haben mir den Tag, ach was, die ganze nächste Woche gleich mit gerettet !!! Köstlich!!!
    Noch ein gesundes und glückliches Neues.

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