Ronald Gehrt: Es gibt keine Lösung

11. August 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer

Die Börsen spielen Achterbahn. Politik, Notenbanken und alle, die etwas zu sagen haben, verspielen Vertrauen und geben dabei eine gute Figur ab. Die Barometer für Misstrauen stehen auf Anschlag. Was ist von den Kursstürzen an den Börsen zu halten? Was sind die Folgen? Wie geht es weiter? Dazu ein Podcast mit Ronald Gehrt…

 

Die Märkte spielen verrückt. Kein Wunder, wenn die Bedingungen verrückt geworden sind und verrückt gemacht werden. Was sagt Ronald Gehrt zu dieser Situation? „Es gibt keine Lösung!“ Und dann? Ein Gespräch: Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

 


Homepage von Ronald Gehrt (man kann auch Probeleser werden)

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11 Kommentare auf "Ronald Gehrt: Es gibt keine Lösung"

  1. Berliner sagt:

    Das war ein sehr interessantes und charismatisches Interview. Auch die Fragen von Dir, Frank, waren sehr gut gewählt.

    Obwohl die Indizes heute am steigen waren, konnten sie nicht meine negative Einstellung beseitigen. Durch Ronald Gehrt’s Einschätzung, dass die Kurse (wahrscheinlich) noch tiefer gehen werden, werde ich mich mal short positionieren. Erstmal – 8er Hebel!

    Vielen Dank für das tolle Interview und die damit verbundene Arbeit!

    • Martin Berger sagt:

      @ Berliner:

      an welches Instrument denkst Du zum Short-Gehen bei einem 8 er Hebel?
      Wenn OS, Kurzläufer 6-12 Monate, mit welcher Basis und prozentualem Einsatz? Oder k.o. Zerties?

      Habe mir heute einen OS angesehen mit Basis 4700 im DAX z.B. Laufzeit 12 Monate. Bei dem Rechenszenario ist der aber sehr träge bei einem DAX Rückgang von z. B. 400 Punkten bei einem Einsatz von 5 % des Depotwertes.

      Danke im voraus.

      Gruß Martin

      • Berliner sagt:

        Hallo Martin,

        ich werde im DAX short gehen. Mit einem K.O.-Zertifikat. Weil die Kurse in den letzten Tagen (an einem Tag) ca. 10 Prozent nach unten und dann wieder hoch gingen, wähle ich den 8er Hebel. Der bietet, vor einem unvorhergesehenem Knock-Out, natürlich auch keine 100prozentige Sicherheit aber zumindest hat man etwas Luft und man wird damit nicht sofort ausgeknockt falls der DAX die anderen Richtung einschlagen sollte.

        Ich las vorhin in einem anderen Forum: (warum eher short)

        1. Wer geht jetzt das Risiko ein übers Wochenende Aktien zu halten?
        2. Große Gewinne heute, die man zwischenzeitlich erstmal sichern kann
        3. mögliche neue Gerüchte über weitere Bankenprobleme, die alle 2 Tage aufkommen

        Das hört sich logisch an und wenn ich darüber nachdenke, bin ich der Meinung, dass vorm WE, aus Angst, nochmal abverkauft wird.

        Weiterhin – Frankreich hat heute den Leerverkauf verboten – das steigert, meiner Meinung nach, die potentielle Unsicherheit und dies könnte die Angst an den Märkten verstärken da viele denken könnten, dass die Lage noch viel schlimmer (als befürchtet) ist.

        Gruß Matthias

        P.S. Ich trade morgen, seit langem, zum ersten mal wieder. Daher meine Meinung bitte überdenken und nicht einfach nachmachen denn es könnte auch schief gehen alles ganz anders kommen! Möglicherweise gehen morgen (zu) viele short und die „big player“ werden die shorties erstmal einen Kopf kürzer machen. Viel Glück!

  2. Martin Berger sagt:

    @ Frank

    Vielen Dank für den Super-Service gleich mit einem Doppel-PC heute. Immer Top-aktuell.

    Bin begeistert von dem Blog und freue mich schon auf die MW am Wochenende.

    Viele Grüße

    Martin

  3. retracement sagt:

    Fein, nun weiss ich alles und nix! Die Bilanzverlängerung der Ahner und Deuter geht also weiter. Fast so wie die der Zentralbanken.
    Wo Rauch ist, da ist auch Feuer. „Bankof“ America und SocGen. Hoffentlich reisst es nur letztere. Uff, wieder eine Woche gewonnen.

    Danke fürs Forum und Möglichkeiten. In einem fraktalen Sinne spielt sich ja hier alles ab. Mehr Information würde nicht zu besseren Ergebnissen führen!

    Was macht eigentlich R. Fuld heute?

  4. King Balance sagt:

    Der rechte Abschied von der Politik

    Von Constantin Seibt.(tagesanzeiger.ch)

    Charles Moore ist Konservativer bis in die Knochen. Er war 20 Jahre lang Chefredakteur strenger und konservativer Zeitungen, zuletzt des «Telegraph». Er konvertierte zum Katholizismus, ist ein beliebter Gast des Papstes und der offizielle Biograf von Margaret Thatcher. Vorletzte Woche schrieb Moore eine Kolumne, die sein ganzes Leben in Frage stellt. Ihr Titel lautet: «Ich fange an zu denken, dass die Linke vielleicht doch Recht hat».

    Moore schreibt: «Ich habe mehr als 30 Jahre gebraucht, um mir diese Frage zu stellen. Aber heute muss ich es tun: Hat die Linke doch Recht?» Und fährt fort: «Die Reichen werden reicher, aber die Löhne sinken. Die Freiheit, die dadurch entsteht, ist allein ihre Freiheit. Fast alle arbeiten heute härter, leben unsicherer, damit wenige im Reichtum schwimmen. Die Demokratie, die den Leuten dienen sollte, füllt die Taschen von Bankern, Zeitungsbaronen und anderen Milliardären.»

    Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602

    Sehr Lesenswert!!

    Eine “Elite” plündert den Planeten und die Politik steht Schmiere.

    http://kingbalance.blogspot.com/2011/08/aaarmageddon.html

  5. ach was sagt:

    @Ronald Gehrt
    doch Ronald, man weiss wo das endet und ist schon seit langem bekannt:

    Viele Grüße
    Dimitri

  6. […] Rott & Meyer: Ronald Gehrt im Gespräch: Es gibt keine Lösung […]

  7. gilga sagt:

    Vielen Dank an Roland Gehrt für seine Zeit und Geduld (sowohl in Form von Artikeln als auch Podcasts).

    Wenn ich Herrn Gehrt richtig verstanden habe dann wäre der Ausweg 2008 gewesen (und ist es heute noch; nur nicht mehr finanzierbar):
    – Privatbanken pleite gehen lassen und abwickeln (Risiko eines Bankruns) bzw. die Kosten selbst tragen lassen (Problem: Wie wieder vertrauen zwischen den „Überlebenden“ herstellen; oder regelt auch das der Markt mittelfristig von allein?)
    – dabei die „normalen“ Spareinlagen (Festgeld etc.) der Bürger schützen/garantieren und VOR die Forderungen anderer Gläubiger stellen
    – Übernahme der (Weiter-)finanzierung der Kredite an die Privatwirtschaft

    bzw. sollte die Politik Bedingungen schaffen, in der die Real- statt die Finanzwirtschaft profitiert (sinnvolle Förderprogramme und Investition in Infrastruktur/Bildung/…).

    Das hätte bedeutet, dass die aufgelaufenen Verluste genau 2008 realisiert worden wären und gleichzeitig die Realwirtschaft durch direkte statt indirekte staatliche Intervention gestützt worden wäre. Man hat es versucht (Kurzarbeit, Abwrackprämie, Fördergelder für Modernisierungsprojekte in den Komunen) jedoch war das Verhältnis zu den gleichzeitig direkt und indirekt aufgebrachten Geldern zur Stützung der Finanzwirtschaft falsch/viel zu gering und die Förderung ggf. zu punktuell (Abwrackprämie) und das Missbrauchspotential ebenfalls stark ausgeprägt (Kurzarbeit). Ob’s funktioniert hätte? Man weiß es nicht und wird es nie erfahren.

    Politisch wäre es dieser Weg aber nur schwer durchsetzbar gewesen, da es nun mal auch eine Durststrecke für beinahe alle Bevölkerungsschichten bedeutet hätte. Der unmittelbar „Schuldige“ ist eben derjenige, der die Dinge beim Namen nennt und entsprechende Maßnahmen beschließt die wehtun (müssen und werden). Nein, die Politik braucht einen oder am besten mehrere „Schuldige“. Mal sehen wer dann dafür letztendlich erhalten darf. Kandidaten werden ja beinahe täglich identifiziert und benannt bzw. ggf. auch in diese Richtung geschubst (und das nennt man dann europ. Einigung). Bis dahin schiebt man den immer größer werdenden Schuldenberg nun mal vor sich her und hofft bzw. tut alles in der eigenen Macht stehende, um zu Vermeiden, dass man gezwungen wird die Schulden schon vorher realisieren zu müssen.

    Die Dinge bleiben spannend.

  8. Avantgarde sagt:

    Klasse Interview!

    Ronald Gehrt sollte öfters eine Einladung bekommen.
    🙂

    Auch er sieht keine Hyperinflation.
    Es droht eher eine Deflationäre Krise wenn ich ihn richtig verstanden habe.

    Das „drucken“ von Geld in dieser Form schützt nur die Kapitalhalter.
    Und das war 2008 und Heute auch so gewollt.
    Systemisch nichts geändert.

    Jawohl die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander.
    Und die Gesellschaft bräuchte dringend eine massive Umverteilung von OBEEN nach UNTEN – auch gerade wegen diesem Geldsystem.

    Stimmt tatsächlich, daß man ein neues „QE“ für die Reale Wirtschaft bräuchte – die Infrastruktur zerfällt vor allem in den USA.
    Das Geld ist allerdings bereits im schwarzen Loch der Banken verschwunden – nix mehr da.

    Danke für den richtigen Hinweis auf Keynes.
    Der Mainstream tut Keynes wirklich unrecht – wir hatten in den letzten 10 Jahren mit Sicherheit KEINE Keynesianische Politik.
    Erst als das eigene Hemd der Banken brannte berief man sich auf Keynes und rettete sich selbst auf Kosten der Bürger – Kollateralschaden Staatsbankrott wird hingenommen.

    Ein Podcast über Geldsysteme – gute Idee.
    🙂

    Neben der sehr bekannten Schuldenuhr gibt es auch eine Reichtumsuhr.
    Ist übrigens genau das gleiche – nur aus unterschiedlichem Blickwinkel.

    Diese Uhr hab ich dazu gefunden.
    http://www.randzone-online.de/reichtumsuhr.shtml

    • Frank Meyer sagt:

      Neben der sehr bekannten Schuldenuhr gibt es auch eine Reichtumsuhr. Ist übrigens genau das gleiche – nur aus unterschiedlichem Blickwinkel.

      Danke für diesen klugen Satz! Ronald Gehrt werden wir öfters jetzt hier hören können. Lesen ohnehin.

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