Ron Paul – nicht immer in der Zeitung, aber im Netz

6. Januar 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Bankhaus Rott) Die Berichterstattung zu den Vorwahlen der Republikaner in den Vereinigten Staaten ist erneut bemerkenswert. Vor allem die Hartnäckigkeit, mit der zahlreiche Medien es schaffen, Rick Perry und Rick Santorum ins Gespräch zu bringen, den Namen Ron Paul aber zu meiden, ist immer wieder erstaunlich…

Wir haben daher kurz bei Google nachgeschaut, welcher der Politiker am häufigsten gesucht wird. Das Ergebnis ist eindeutig.

Hier die Entwicklung der Suchanfragen in den letzten zwölf Monaten.

Hier noch die Aufstellung für die Top 10 der ausgewiesenen Bundesstaaten.

Wenn zahlreichen Moderatoren – der Begriff „Journalist“ ist in vielen Fällen nicht angebracht – zu einem Kandiaten nur die Passform des Anzugs einfällt, ist ein weiterer Meilenstein der Inhaltslosigkeit erreicht. Doch was man in der Zeitung nicht findet, sucht man halt im Internet. Gazetten, die meinen, das Weglassen von Informationen aus Rücksicht auf Werbekunden würde heutzutage niemandem mehr auffallen, dürfen sich über sinkende Auflagen nicht beschweren.

 

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3 Kommentare auf "Ron Paul – nicht immer in der Zeitung, aber im Netz"

  1. Gandalf sagt:

    Das ist mir auch schon aufgefallen:

    Sei es in der „Welt“, in der „FTD“, oder im Spiegel sowieso:

    3 Kanditaten hatten bei der Vorwahl nahezu den gleichen Stimmanteil.

    Über den „einen Sieger Romnney“ wurde mehr oder weniger ausführlich – schon im Vorfeld – berichtet. Dazu wurde Gingrichich, Bachmann und sonstige „suspekte“ ebenfalls ausführlich behandelt.

    Ron Paul fand nur in einem einzigen Satz Erwähnung: „Umfragen hätten ergeben, das er soweiso keine Chance hätte“…

    Nur die „Welt“ versuchte ihm in einem tendenziellen „Bericht“ Rassismus zu unterstellen.

  2. Pectoralis sagt:

    Wendet sich das Blatt langsam? Die Presse mit einem ungewöhnlich sachlichen Artikel über Ron Paul:
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/721989/Ron-Paul_Were-all-Austrians-now

  3. Gandalf sagt:

    Danke für den klasse link!

    Auch noch interessant: in der PRINT-Ausgabe des Handelsblattes vom 05.01.12 wurde in einem Bericht über „Romney“ beiläufig erwähnt, das

    >>>man halte sich fest <<<
    "Ron Paul über die Hälfte der Stimmen der 17 bis 29 jährigen einfahren" würde und das "er der populärste Politiker bei den Jugend überhaupt" sei….
    In den weiten des deutschsprachigen Internets ist natürlich nichts von diesem Bericht zu finden.

    Grüße
    http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/

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