Rentensystem vor dem Kollaps – Bund mahnt zur privaten Altersvorsorge

31. Oktober 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Markus Blaschzok

Nachdem die Bundesregierung vor einigen Monaten die Bevölkerung dazu aufforderte, Nahrungsmittelvorräte für 10 Tage bereitzuhalten, riet Berlin den Deutschen in dieser Woche zu mehr eigenverantwortlicher Vorsorge für das Alter, um nicht in der Altersarmut zu enden. Was ist aus der hochgelobten staatlichen Rente der Sozialisten geworden – hatte Norbert Blüm nicht versichert, diese sei sicher? Haben die Politiker nicht den Befehl ausgegeben, dass alle im Alter gut versorgt zu sein haben?

Die Wahrheit ist, dass es auf der Welt nichts umsonst gibt und die Wahlversprechen der Politik nie mehr als heiße Luft waren. Viel schlimmer ist jedoch, dass der Staat das Geld für die gesetzlich verpflichtete Altersvorsorge lediglich umgeleitet sowie in der eigenen Bürokratie aufgerieben hat, wodurch den Menschen weniger von ihrem Einkommen blieb und man ihnen so die Möglichkeit nahm, selbst und eigenverantwortlich Vorsorge für das Alter zu treffen.

Jetzt, da die geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge der Baby-Boomer vor der Rente stehen, gibt es diametral gegensätzlich aufgrund des demografischen Wandels nur noch wenige Beitragszahler, die zumal noch weniger produktiv sind als vorherige Jahrgänge, was eine direkte Folge der Wohlfahrtspolitik ist. Der vermeintliche Versuch dem politisch verursachten Beitragszahlerdefizit mittels forcierter Immigration aus Ländern mit niedriger Produktivität Herr zu werden, gleicht einem Schildbürgerstreich, der die ärmliche Situation der Rentner nur noch zusätzlich verschlimmert.

Selbst klassische Ökonomen sind sich mit der Österreichischen Schule der Nationalökonomie einig, dass Ersparnisse die Vorbedingung für Investitionen sind, sowie für den technologischen Fortschritt und einen sukzessiv anwachsenden Wohlstand. Die staatlich erzwungene Umleitung der Einkommen in den direkten Konsum der Rentnergeneration anstatt des Aufbaus eines Kapitalstocks durch Ersparnisse, hat zu einem deutlich niedrigeren Wirtschaftswachstum geführt und so zu einem Nettowohlfahrtsverlust für alle Deutschen. Die Kosten der Bürokratie für diesen gigantischen Umverteilungsapparat gehen dabei zulasten der Rentner und wirken so zusätzlich wohlfahrtsmindernd.

Weiterhin schafft die vermeintliche Absicherung über den Staat Fehlanreize sowie Fehlentwicklungen in der Gesellschaft sowie der Volkswirtschaft, die nicht nachhaltig sind und einen destruktiven sowie irreparablen Einfluss haben.

Die Wohlstandsversprechen der Politiker haben die Rentner letztlich nur noch ärmer gemacht, als sie ohne deren Hilfe gewesen wären. Es gibt keinen vernünftigen ökonomischen Grund für einen jeden Rentner auf dieses Umlageverfahren zu setzen. Die irrige Aussicht auf Kosten Dritter eine vermeintlich bessere und dazu staatlich garantierte Rente zu erhalten, ist für die Masse zu verführerisch, sodass sich diese bereitwillig in die Abhängigkeit des Staates stürzt und dabei den offensichtlichen Unsinn völlig ignoriert.

Jetzt da, zu wenige Nettozahler an ihrer Abgabenlast zu ersticken drohen, winkt einem immer größeren Teil der Bevölkerung die Altersarmut, weshalb sich die Bundesregierung in dieser Woche zu einer öffentlichen Warnung genötigt sah. Für viele angehenden Rentner dürfte es nun langsam an der Zeit sein, in Panik zu geraten, denn das staatliche Rentensystem scheint an seinem unausweichlichen Ende angekommen zu sein.

Abgesehen von den ökonomischen Nachteilen, ist die umlagefinanzierte Rente auch moralisch verwerflich, da der Staat die Kosten des einen auf einen anderen umlegt, was mit christlichen sowie westlichen Werten von Freiheit und Eigentum nicht vereinbar ist. Du sollst nicht stehlen und nicht schlagen, lernt man Kindern, doch zur Umsetzung vermeintlicher Wohlfahrtspolitik scheinen alle Mittel legitim zu sein.

Staat hat die private Altersvorsorge längst zerstört

All jenen, die ihr Leben lang gearbeitet aber nicht privat vorgesorgt haben und jetzt kurz vor der Rente stehen, wird in der Bundesrepublik wohl das Schicksal der Altersarmut ereilen. Wie sorgt man jedoch am besten vor, wenn man noch einige Jahre am Arbeitsmarkt aktiv sein kann oder man einige Ersparnisse auf der Bank liegen hat? In einem freien Land mit einem Minimalstaat und einer freien Marktwirtschaft gibt es mannigfaltige Lösungen, wie Immobilienbesitz, Aktienanteilen, Bargeld oder selbst Schuldpapiere mit guter Bonität scheinen ein adequates Mittel der Vorsorge.

Die Bundesrepublik ist mit einer impliziten Staatsquote von über 70% jedoch eher gegenteilig ein mehrheitlich sozialistischer Staat mit einem planwirtschaftlichen Geldmonopol, der nur noch in gewissen Nischen Marktwirtschaft und Freiheit zulässt. Der Grund für die zunehmende Zerstörung des Mittelstandes in den USA sowie Europa liegt in der Crux des staatlichen Geldmonopols und der Inflation begraben.

Wer sich für die private Altersvorsorge entscheidet, steht vor dem Problem, dass die Politik der verdeckten Enteignung über Inflation die Ersparnisse mit den Jahren auslöschen kann, wenn man diese nicht berücksichtigt. Außerdem sorgt die billige Geldpolitik für Fehlallokationen in der Wirtschaft, die zu Blasen und zu Crashs führen kann, weshalb auch durch diese Umstände Ersparnisse für das Alter ausgelöscht werden können.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die offiziell ausgewiesene Teuerung in den USA sowie in Europa anhand der sogenannten „harmonisierten Verbraucherpreisindizes“ deutlich geschönt ist und die Preissteigerungen deutlich über den offiziellen Zahlen liegen. In den USA ging man beispielsweise 1980 sowie 1990 dazu über, die Berechnungsmethode der Teuerung umzustellen, was dazu führte, dass die Teuerung immer niedriger ausgewiesen wurde, als zu früheren Zeiten. Mitte der 80er begann man bereits mit der verdeckten Inflation der Geldmenge, was man jedoch verschleierte, um Staat und Bankensystem über die Finanzielle Repression entschulden und somit das System prolongieren zu können.

Berechnet man die Teuerung in den USA nach der alten Methode von 1980, so läge die „Shadow-Teuerung“ in den USA aktuell bei 8,6% p.a. und nicht bei einem Prozent, wie es die statistischen Ämter vorgeben. Ähnliche Abweichungen zu den offiziellen Zahlen sind auch hier in Europa wahrscheinlich.

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Die reale Shadow-Inflationsrate in den USA beträgt 8,6%

Berücksichtigt man diese inoffizielle Inflationsrate, so rentieren die 10-jähren US-Staatsanleihen aktuell mit -7% anstatt mit einem Plus von 1,7%. Die Negativzinsen sind demnach bereits seit Mitte der 90er Jahre real negativ und erklären, warum der Goldpreis zur Jahrtausendwende einen Boden ausbildete und seither mit einer jährlichen Durchschnittsrendite von 11,1% ansteigt.

Diese Finanzielle Repression sorgt jedoch auch dafür, dass Löhne und Gehälter jährlich real an Kaufkraft verlieren sowie die Ersparnisse für die Altersvorsorge durch Inflation entwertet werden. Bei der aktuellen realen Inflation in den USA verliert man bereits nach acht Jahren die Hälfte seiner Ersparnisse und nach 30 Jahren sogar 92%. Ähnlich ergeht es den Menschen in Europa, was erklärt, warum die Menschen in der westlichen Welt, trotz des enormen technologischen Fortschritts, jährlich immer ärmer werden. Alleine der technologische Fortschritt und die überaus starke Produktivität der Restmarktwirtschaft haben dafür gesorgt, dass der mehrheitlich sozialistische Staat bis heute noch nicht zusammengebrochen ist.

Wer sein Geld in Anleihen oder Lebensversicherungen investiert, verliert bis zur Rente den Großteil seiner ersparten Kaufkraft. Wer in den Aktien- oder Immobilienmarkt geht, läuft Gefahr zum ungünstigen Zeitpunkt durch eine Blase hinweggefegt zu werden, die nur dadurch entstehen konnte, dass die staatlichen Notenbanken die Märkte mit billigem Geld überschwemmt und die Volkswirtschaften mit niedrigen Zinsen verzerrt haben. Bargeld verliert auch sehr schnell seinen Wert und Aktienanlagen könnte trotz der Inflationsbesteuerung noch einmal durch den Staat besteuert werden.

Wer bei der heutigen expansiven Geldpolitik noch für das Alter vorsorgen will, dem bleibt keine andere Möglichkeit, als mit Edelmetallen dem staatlichen Inflationsapparat zu entfliehen und so die Kaufkraft seiner Ersparnisse für das Alter zu konservieren. Edelmetalle sind eine der wenigen Möglichkeiten noch privat für das Alter vorzusorgen, nachdem der Staat fast alle anderen Möglichkeiten der Altersvorsorge zerstört hat.

© Markus Blaschzok – Auszug aus dem Marktreport

 

12 Kommentare auf "Rentensystem vor dem Kollaps – Bund mahnt zur privaten Altersvorsorge"

  1. Insasse sagt:

    „Bund mahnt zur privaten Altersvorsorge“ – Solche Äußerungen müssten im Grunde schon strafrechtlich verfolgt werden! Erst das System komplett gegen die Wand fahren (hohe Abgaben ins Sozialsystem – wofür eigentlich???; versicherungsfremde Leistungen = Zweckentfremdung; Null- und Negativzinsen = Vermögensvernichtung) und dann zur privaten Vorsorge aufrufen, die unter diese Voraussetzungen für Normalverdiener nahezu unmöglich ist. Deutlicher kann eine Bankrott-Erklärung nicht mehr ausfallen. Wozu braucht man diese selbsternannten Weltverbesserer, wenn sie alles nur schlechter machen? Hauptsache sie selbst (= das Übelste, was Politik hervorbringen kann) leben auf Kosten der unter ihrer Misswirtschaft entreicherten Bevölkerung wie die Made im Speck.

    Was soll man sagen: …Schland!

    BTW: Ich warte noch auf das Statement eines „unserer“ Volksvertreter: „Wir“ müssen mehr privat fürs Alter vorsorgen.

  2. cubus53 sagt:

    Liebes Deutsches Volk,

    wir die gesamte Bundesregierung haben uns auf eine Finca in Paraguay zurückgezogen. Wir warnen Euch ausdrücklich vor Eurer Zukunft und dem, was da auf Euch zukommen wird. Aber das solltet Ihr jetzt selbst regeln. Bitte überweist uns pünktlich unsere Diäten auf die unten angegeben Konten.

    Wir wünschen Euch noch ein schönes Restleben.
    Die Bundesregierung

  3. Diederich Heßling sagt:

    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen
    die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland:
    sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen und gegen Kinder.“
    Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

  4. Avantgarde sagt:

    In diesem Text sind so viele Fehler zur gesetzlichen Rente enthalten, die ich gar nicht alle kommentieren mag.

    Da tut vielleicht erst mal eine grundsätzlich sachliche Information Aufklärung der Teleakademie Not
    https://www.youtube.com/watch?v=vfWXWRkoJbc

    Nicht, dass etwas gegen eine zusätzliche Absicherung mit was auch immer zu sagen wäre – sofern man es sich leisten kann. Wer aber sagen kann ob in 20,30,40 Jahren die Edelmetalle den Wert erhalten/gesteigert haben muss schon ein verdammt guter Prophet sein.
    Die Riester-Geschichte ist zugegeben mit Sicherheit eine Verschlimmbesserung – dieses Geld sollte man lieber ins Rentensystem stecken.

    Das Umlagesystem (ohne das auch die Privaten Versicherer nicht auskommen) ist langfristig das sicherste und stabilste System.

    • Insasse sagt:

      Jedes zentral organisierte System führt dazu, dass die Einzahler zwangsläufig direkte Abzüge vom Eingezahlten erleiden. Diese entstehen durch den Tribut an die Organisatoren (Politik) sowie die Verwaltung und machen ca. 2 Prozent der (Zwangs-) Beiträge aus (gilt übrigens genauso für eigenständige Versorgungswerke). Das ist schon einmal ein heftiger Verlust ganz ohne Gegenleistung, denn auf die (erzwungene) Fremdverwaltung meiner Ersparnisse, kann ich gerne verzichten. Ich habe niemanden darum gebeten.

      Hinzu kommt, dass ein solches gesetzliches Solidarsystem nur solange funktioniert, wie ausreichend Einzahler vorhanden sind, die für die Rentner zahlen. Das ist eine rein rechnerische Logik.

      Zudem ist ein solches System, wie die gesetzliche Rente ein echtes Bevormundungskonstrukt, das davon ausgeht, dass die Leute nicht selbst für ihr Alter vorsorgen können. Es erzieht zur Unselbständigkeit und zur Verantwortungslosigkeit.

      Aus den genannten Gründen wäre es mir viel lieber, wenn die Menschen privat vorsorgen könnten und zwar in Eigenregie (nix mit gesetzlicher und Riesterrente und ähnlichen Fremdverwaltungs-Organisationen). Dann wäre den Leuten auch klar, dass die eigenen Kinder auch ein Teil der Altersvorsorge sind. Ihr Ansprüche würde sich gegen sie selbst richten und nicht gegen einen Staat, der tolle Versprechungen macht, aber nichts davon halten kann. Ganz abgesehen davon, dass die Politik die gesetzliche Rentenversicherung nach eigenem Gutdünken auch für versicherungsfremde Leistungen missbraucht.

      Zu den Edelmetallen: Diese haben, genau wie jedes andere Anlageprodukt, ihre Zeit. Wer Geldanlage im Allgemeinen und Altersvorsorge im Besonderen betreibt, muss sich mit den Anlagemöglichkeiten beschäftigen. Das ist ein Teil der Eigenverantwortung. Ich könnte Ihnen etliche Leute benennen, die ihr (selbst erarbeitetes!) Geld ausdrücklich lieber dem Staat oder privaten Geldsammelstellen überlassen, als ihre Freizeit damit zu „verplempern“, dieses in Eigenregie zu verwalten. Wenn ich dann sage, dass hinter Staat, Aktienfonds etc. auch nur Leute stecken, die schauen, wie sie am besten durchs Leben kommen, ob sie diese eigentlich kennen und warum sie ihnen vertrauen, schauen sie mich an, wie ein Eichhörnchen wenns donnert.

      • markus45 sagt:

        „Hinzu kommt, dass ein solches gesetzliches Solidarsystem nur solange funktioniert, wie ausreichend Einzahler vorhanden sind, die für die Rentner zahlen. Das ist eine rein rechnerische Logik.“
        Das gleiche, nur noch verschlimmert, gilt doch fuer die kapitalbasierte Rente: Keine Nachkommen, dann keine Rente. Oh, ich vergass: THEORETISCH hat man natuerlich eine Rente, bei der kapitalbasierten Rente. Nur, wenn man nicht genuegend Erwerbstaetige findet, dann wird es auch keinen geben, der den zukuenftigen Rentnern gegen Geld (oder Gold) aus der kapitalbasierten Rente den Arsch putzt. Und falls sich doch einer findet, dann wird er die Dienstleistung teuer verkaufen. Im Gegensatz zur umlagebasierten Rente, wo die Verwaltung zum Selbstkostenpreis funktioniert, wird bei der kapitalbasierten Rente die Verwaltung + der Gewinn der Firma,die die Rente verwaltet, mit eingezogen.

        • Insasse sagt:

          Kapitalbasierte Rente: Klar, wenn ich selbst Geld anspare, brauche ich Nachkommen, damit ich Geld für die Rente habe. Ich werde weiter darüber nachdenken und versuchen, Ihre These zu verstehen. 😉

          Nebenbei: Ich hatte von Sparen in Eigenregie geschrieben und gerade nicht davon, dass die private Vorsorge wieder in die Hände Dritter (hier Privater Firmen) gelegt wird. Man merkt an Ihrer Reaktion, dass Ihnen dieser Gedanke völlig fremd ist. Der Nanny-Staat lässt grüßen.

          Im Übrigen: Was hat denn „Arsch putzen“ mit dem Vorhandensein einer kapitalbasierten Rente und noch besser mit den Verwaltungskosten der gesetzlichen Rente zu tun? Und wer putzt den gesetzlichen Rentnern, „den …“, wenn sie keine Nachkommen haben? Aber selbst, wenn sie sich noch selbst „den … putzen“ können: Wer zahlt Ihnen dann eine Rente?

          Also dann doch lieber wenigstens das selbst (= privat) angesparte Geld und so lange es geht… Na Sie wissen schon. 😉

  5. kneipier sagt:

    Sehr anschaulich fand ich die Rentenmisere schon vor Jahren hier erklärt:
    http://bohrwurm.net/

    Dort finden sich auf der linken Seite die Rubriken
    RENTENKLAUTABELLE
    +
    PLÜNDERUNGSKATALOG

    Obwohl nur bis 2002 verfasst, so dürfte das Manko zwischenzeitlich mehr als das Doppelte betragen. 1,5 Billionen € sind mit Sicherheit schon überschritten.

    Ergo: Edelmetalle, Vorratshaltung und gewachsene Gemeinschaften mit Landwirten, Bäckern, Schlachtern und Medizinern.

  6. FDominicus sagt:

    Ich bin davon überzeugt, daß die Rente sicher ist, nur die Höhe dürfte eher sehr ungewiß sein. Nehmen wir mal die gleiche Geldwertverfallrate an wie in Deutschland, dann haben wir eine Entwertung von rund 70 % in 40 Jahren. Das ist ungefähr ein Arbeitsleben. Wenn man also heute 1176 € als Rente erhält ist das in 40 Jahren noch glatte 353 €. Oder anders herum nur um die 1176 € Rente real zu erhalten müßte die Rente in 40 Jahren auf rund 2000 € steigen. Dazu noch das Problem, daß gerade in den nächsten 10 – 20 Jahren die Zahl der Rentner geradezu explodiert.

    Bleibt die Rente da sicher – unzweifelhaft ja – nur eben wird die sichere Rente nicht zum Überleben reichen….

  7. markus45 sagt:

    – Ja, die Inflation frisst das Vermögen auf, wenn es keinen Zins mehr auf Guthaben gibt… aber was hat das mit der umlagebasierten Rente zu tun?
    – Ja, da Verhaeltnis Erwerbstaetige zu Rentnern hat sich rapide verschlechtert. Aber was soll da die persoenliche kapitalbasierte Rentenvorsorge verbessern?
    – „Viel schlimmer ist jedoch, dass der Staat das Geld für die gesetzlich verpflichtete Altersvorsorge lediglich umgeleitet“: anders herum wird ein Schuh daraus: Das Rentensystem wird aus Steuermitteln bezuschusst (https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Rentenversicherung_(Deutschland) )
    – „Abgesehen von den ökonomischen Nachteilen, ist die umlagefinanzierte Rente auch moralisch verwerflich, da der Staat die Kosten des einen auf einen anderen umlegt, was mit christlichen sowie westlichen Werten von Freiheit und Eigentum nicht vereinbar ist. Du sollst nicht stehlen und nicht schlagen, lernt man Kindern, doch zur Umsetzung vermeintlicher Wohlfahrtspolitik scheinen alle Mittel legitim zu sein.“ WIE BITTE? Was ist daran moralisch verwerflich, dass die Reicheren die Aermeren unterstuetzen? Und wer schlaegt wen hier?

    Fragen ueber Fragen…

  8. von.reichel sagt:

    Der Aufruf zur privaten Altersvorsorge wirkt wie der Versuch, einfach mal blind Panik zu verbreiten und die ahnungslosen Sparer damit direkt in die Arme von Sparkassen und Banken treiben, die „Wohn-Riester“ und anderen Firlefanz anbieten.

    Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Am Ende ist es doch so, dass die Lebensversicherung eine ganze Zeit lang der „Goldstandard“ bei der priv. Altersvorsorge war, weil die Makler, Banken und wer sonst noch gut an deren Vermittlung verdient hat. Schon damals war es völlig egal, ob man damit sein Geld verbrennt bzw. das Produkt eigentlich einen Kaufkraftverlust erzeugt. Hat eh niemand verstanden.

    Diese lustige Sparkassen-Studie zeigt das doch ganz klar auf. Früher waren es Lebensversicherungen und jetzt kommt halt Betongold in Mode, völlig unabhängig davon, ob das wirklich aus den hier genannten Gründen und Szenarien Sinn ergibt oder nicht.

    https://www.goldpreis.de/News/Geldanlage+in+Deutschland%3A+Sicherheit+vor+Rendite_nid_1093

    (Bald wirklich) armes Deutschland.

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