Das Wort zum Wochenende: Psychologie & Strategie

30. März 2014 | Kategorie: Gäste

von Manfred Gburek

Was geht gerade in Ihnen vor, wenn Ihr Anlageschwerpunkt bei Gold und Silber liegt? Oder bei deutschen Aktien? Oder auf dem Tagesgeldkonto?

Den Rest – Fonds aller Art, Zertifikate, Optionsscheine, Immobilien u.a. – vernachlässige ich hier, sonst müsste ich schon wieder ein Buch schreiben…

Wie Sie wahrscheinlich ahnen, beschäftige ich mich heute mit der Anlegerpsychologie, einem scheinbar abgehobenen, in Wahrheit jedoch konkreten aktuellen Thema.

Warum, vermittelt ein Blick auf die Kurskurven: Die Preise von Gold und Silber befinden sich in der Konsolidierung auf einem mittlerweile wieder recht niedrigen Niveau, die Kurse der Edelmetallaktien zieht es sogar weiter nach unten, deutsche Aktien konsolidieren – ebenso wie andere europäische und amerikanische – auf hohem Niveau, und das Tagesgeldkonto wirft nach wie vor nur Zinsen mit der Eins vor dem Komma ab.

In solch einer Situation ist das Beste, was Sie für Ihr Geld tun können: Warten Sie einfach ab.

KGburek_Online_-_2014-03-14_22.19.28onsolidierung bedeutet ja: Börsianer sind sich nicht einig, wie es weiter geht. Sie warten auf Signale von der EZB und der US-Notenbank Fed, von Wirtschaftsforschungs-Instituten, Einkaufsmanager-Indizes, vom Konjunkturindikator Kupfer, vom Wirtschaftswachstum Chinas und von Russlands Herrscher Putin.

Wenn Sie allein diese Signale, deren Interdependenz und mögliche Auswirkung auf die Börse abwägen, verstehen Sie, warum bis auf Weiteres Geduld Ihre größte Anlagetugend sein sollte.

Das kann zwar fürchterlich an den Nerven zehren, aber Sie verfügen hoffentlich über genug Ablenkung durch das eine oder andere Hobby, durch die Lektüre von Büchern (mein neues inbegriffen) und durch Reisen. Wobei Sie die Börsen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten unbedingt weiter verfolgen sollten. Denn erst so können Sie ein Gefühl dafür entwickeln, wann die jeweilige Konsolidierung in einen neuen Trend übergeht. Nun erst zu Gold und Silber… (Seite 2)


 

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Ein Kommentar auf "Das Wort zum Wochenende: Psychologie & Strategie"

  1. FDominicus sagt:

    “ die – sobald sie in Gang gekommen ist – dieses Mal anders als zu Beginn der 80er Jahre nicht mehr zu stoppen sein wird.“

    Non sequitur. Nur etwas hinzuschreiben ist keine Begründung. In der Form durchaus falsch, da jede Inflation irgendwann „stoppt“ und sei es wenn die Währung die so start inflationiert wurde durch eine neue ersetzt wird.

    Und eine Frage ist immer offen, werden die Zentralbanken anfangen den Zins nach oben zu manipulieren? Leider haben wir ein ganz großes Problem zwei riesige Blöcke die zusammen jeweils schon einen Rieseneinfluss auf die Wirtschaft und das Zusammenleben haben, dazu ein nicht vorhandener Markt für Geld. So daß man eigentlich keinen Preis mehr „vermuten“ kann. Aber man hat eben nur das was man so hat und schaue ich mir die Angebot an „günstigen“ Krediten an, dann läuft es mir immer in Schauern den Rücken herunter.

    Und somit kommt man zu einer Frage, die zumindest für Geld zentral ist. Was wäre der heutige Marktzins wirklich? Keiner weiß es….

    Wenn man hier eine Umfrage startete. Gäbe es sehr unterschiedliche Ergebnisse, ich behaupte mal grundsätzlich die meisten würden behaupten die Zinsen seien zu niedrig. Aber um wieviel. Wäre der sich frei bildende Zins 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 %. Dazu haben wir bei etwas anderem auch keine Ahnung mehr. Wieviel würde das heutige Falschgeld wirklich an Wert im Jahr verlieren. auch hier kann man von – 5 – 15 % alles „annehmen“ und das hätte wieder Auswirkungen auf den Zins.

    Oder andersherum was Geld angeht befinden wir uns in nahezu reinem Sozialismus. Zentralbanken sind nichts anders als eben das. Nur es gibt eben doch in anderen Bereichen der Wirtschaft so etwas wie einen Markt. Dazu muß man sich eben die Anleihen anschauen die eben nicht von irgendwelchen staatlichen Organisationen aufgelegt werden.

    Ich persönlich wüsste keinen Index der den Zins eben nur solcher Sachen erfasst. Der gäbe zumindest einen Hinweis (dem man aber auch mißtrauen müsste, da natürlich der Zentralbankzins immer irgendwo mitschwingt)

    Und noch eines ist sicher:
    „Die Alternative ist nur, ob die Krise durch einen freiwilligen Ausstieg aus der Kreditexpansion früher kommt oder ob sie später als totale und finale Katastrophe des Währungssystems eintritt“, schreibt Mises.

    Es gibt nicht einen Beleg, daß es nicht so gekommen wäre. Und somit ist das bisher nicht widerlegt und damit gilt es….

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