Prognosen und Realität im Saarland. Reinkarnation der SPD fällt aus.

26. März 2017 | Kategorie: RottMeyer

Die Frage, woher bloß der vermeintliche Schulz-Effekt stammen mag, der als Vorstufe der Reinkarnation der siechenden Sozialdemokraten gehandelt wurde, muss man sich nicht mehr stellen. Offenbar handelt es sich um einen demoskopischen Rundungsfehler. 

So lagen die CDU und die SPD in Prognosen kurz vor der Wahl in etwa gleichauf.

Am Wahlabend lag dann die Differenz bei schlappen 11 Prozentpunkten. 

Was mag Sigmar Gabriel heute Abend tun?

Ansonsten ändert sich nichts. Die Grünen ernten die Früchte ihrer unermüdlichen Debatten. Die FDP hat weiterhin Zeit nachzudenken, warum man eigentlich in der Vergangenheit bei jedem Blödsinn mitgemacht hat, obwohl allein die Themen der letzten Jahre für eine wirklich liberale und realitätsorientierte Partei locker für 30% ausgereicht hätten. Die AfD zieht erstmals in das Parlament des Saarlands ein womit alle bekannten Trends anhalten.

Daher wird man schnell dazu übergehen, diese noch vor 24 Stunden angeblich so bedeutsame Wahl zu einer schwierig einzuschätzenden Mischung diverser Sonderfälle zu deklarieren, die für den Bund keine Aussagekraft hat. Die Analysen der Demoskopen sollten sich ZDF und ARD für die kommenden zehn Jahre erst einmal kostenlos auf Probe zur Verfügung stellen lassen und die Gebührenzahler so entlasten. Für derart unnütze Auswertungen bekommt man nicht mal am Finanzmarkt Geld. 

 

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5 Kommentare auf "Prognosen und Realität im Saarland. Reinkarnation der SPD fällt aus."

  1. Insasse sagt:

    Wer weiß, wo die Schulz-Klatscher-Partei (SPD) gelandet wäre, wenn die Umfragen die realen Daten wiedergegeben hätten. Wohl um die 20 Prozent, da die SPD-Lemminge wie vor dem Schulz-Führer-Hype weiter im Motivationstief abgehangen hätten.

    Insgesamt muss man sich wundern, welch riesiger Anteil der Wähler nach allem, was in den letzten Jahren geschehen ist, auch weiterhin die neuen sozialistischen Einheitsparteien wählen (gut 80 Prozent!). Die (untergegange!!!) DDR war und ist eben (auch) für ganz viele Westdeutsche das präferierte Politikmodell. Warum sollte man auch aus Fehlern lernen, wenn die Verheißungen doch so toll sind?!…

  2. cubus53 sagt:

    Den Wahlausgang im Saarland empfand ich extrem langweilig. Propaganda funktioniert eben doch, denn ein Systemwechsel fand nicht statt. Das einzig interessante wäre die Entscheidung der CDU, mit der AFD zu koalieren. Welchem von diesen Politikverkäufern würde es dabei die Schamesröte ins Gesicht treiben ? Wohl keinem. Wir schaffen das !

  3. bluestar sagt:

    Klasse Ergebnis, war bei der tollen Bilanz und visionären Ausrichtung der liberalen Regierungsparteien aber auch zu erwarten. Vielen Dank an die schon länger hier Lebenden im Saarland für den beeindruckenden Beweis, dass Massenverblödung und Stockholm-Syndrom perfekt funktionieren.

  4. FDominicus sagt:

    „Daher wird man schnell dazu übergehen, diese noch vor 24 Stunden angeblich so bedeutsame Wahl zu einer schwierig einzuschätzenden Mischung diverser Sonderfälle zu deklarieren, die für den Bund keine Aussagekraft hat.“

    Hiermit lagen Sie nach dem Radio zu 100% richtig. Klar von wem es benutzt wurde – oder?

    Können Sie Ihre Neugierde noch bezähmen? Na da bin ich mal nicht so:
    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/barley-begruendet-spd-wahlniederlage-mit-besonderheiten-im-saarland-a2081179.html

    q.e.d

  5. FDominicus sagt:

    Interessanterweise sind die größeren Abweichung nur bei CDU und SPD. Alles andere ist ziemlich zutreffend gewesen. Interessant.

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