Prof. Thorsten Polleit: Die Politik des kleineren Übels

28. Juli 2016 | Kategorie: RottMeyer, Videoblog

von Frank Meyer (Metallwoche)

„Die EZB hält die Leitzinsen stabil“ – rannte als dicke und rote Schlagzeile über die Bildschirme. Toll! Kurz aufgelacht, fragt man sich doch, wie eine Zentralbank, welche den Leitzins abgeschafft hat, diesen stabil halten kann. Die von Gelddrogen abhängigen Finanzmärkte erwarten jetzt schon den nächsten Schuss aus der Geld-Bazooka – und irgendwann auch den letzten und Goldenen…

Ich habe nach der Pressekonferenz Prof. Thorsten Polleit an der Börse getroffen und über die Aussichten für unser Geldsystem gesprochen…

Das Interview erschien zuerst auf der Metallwoche, unserer Internetseite über Edelmetalle, Geld und Märkte
Themen der Sendung

Geld-Planwirtschaft: Man weiß genau, was kommt
Das Leiden der Banken trotz „Solvenz“
Notleidende Kredite: Es stinkt bis über die Alpen
Laut Gesetz: Enteignung der Sparer ist rechtens
Wie lange geht das gut mit der Gelddruckerei?
Die Zukunft des Euro
Der „Heiße – Kartoffel – Effekt“
Bargeldverbot: Kein Schutz vor Inflation
Solange es niemand versteht… weitermachen!
Sollte man dem Draghi eigentlich nicht dankbar sein?
Die ethische Frage der Geldproduktion

 

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3 Kommentare auf "Prof. Thorsten Polleit: Die Politik des kleineren Übels"

  1. Schubidu sagt:

    Interessant: „Jeder zwei Händler an der Börse sagt: Eigentlich ist alles kaputt!“ Alter Scholli, dann wird es ja wohl nicht mehr lange dauern, bis es richtig knallt oder liege ich da falsch?

  2. Quax-v-Baden sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Polleit,
    mich treibt seit einiger Zeit folgende Frage um : “ Was würde passieren, wenn die Zentralbanken weiter Anleihen und später evtl. auch Aktien kaufen und dann, einige
    Zeit später, auf die Rückzahlung einfach verzichten (oder stunden auf ewig ohne Zins) ?
    Meines Erachtens würde da in der breiten Masse gar nichts passieren und die, die diesen
    „Raub“ erkennen, haben keine oder zu wenig Macht diesen Irrsinn zu beenden oder zu ahnden. Rechtsfolgen hat es ja für frühere Rechtsbrüche bisher auch nicht gegeben.
    Damit dann doch letztendlich der größte Raubzug der Geschichte gelungen – oder ?
    Vielen Dank schon mal für Ihre – oder die Antwort anderer Blogleser

    Quax-v-Baden

  3. pure business sagt:

    Erstmal Danke für Eure unterhaltsame Information. Ich besuche schon täglich seit Jahren eure Seite.

    Bei einer Sache komme ich noch auf keinen Nenner für mich. Zu 99% teile ich den letzten Beitrag.
    Also ran an das letzte Prozent.

    „Je höher die Schulden oder noch mehr Mrd. reingepumpt werden, umso größer der Absturz“ lautet die Aussage.
    Genau hier bin ich mir nicht so sicher, ob der letzte Teil stimmig ist.
    Was soll denn passieren wenn noch 1000 Mrd. reingepumt werden oder Banken gerettet werden?
    Dass die Umverteilung stattfindet, für Denjenigen der nicht selbst plant oder Ersparnisse (in Geld) und LV alle platt sind ist klar.

    Geld entwerten, Zwangsanleihen, bis jeder sein letztes Hemd hergegeben hat, was in der EU lagert? Was dann ?

    Wie größer und höher soll der Absturz denn wo herkommen?
    Für die breite Masse doch eher weniger, außer es kommt die Zwangsarbeit oder Zwangsvernichtung ab 60 Jahren ggf. früher ala „In Time“.

    Wer kann die Info geben? Danke 🙂

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