Prof. Wilhelm Hankel: „Wortbruch, Lügen und Volksverdummung“

8. Juni 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, RottMeyer, Slideshow, Zeitlos

von Frank Meyer

Ein halbes Jahr nach unserem ersten Gespräch („Europa verlässt den Boden der Demokratie“) freut es uns, dass sich Prof. Wilhelm Hankel wieder Zeit genommen hat für ein weiteres Interview. Inzwischen ist sehr viel passiert. Hier eine Analyse der Sache mit dem Euro und den Folgen in Wort und Ton…

Der Euro war politisch gewollt und wird jetzt (alternativlos) politisch verteidigt – mit allen Konsequenzen für die Märkte, Gesellschaft und die Demokratie. Aus einer politischen Idee wurde Realität, die aber wegen ihrer Fehler nach wenigen Jahren schon aus dem Ruder gelaufen ist. Professor Dr. Wilhelm Hankel nennt es „Wortbruch, Lügen und Volksverdummung“ – dieses monetäre und politische Experiment in Europa. Er und seine Mitstreiter, die vor dem Verfassungsgericht gegen die „Hilfspakete“ klagen, werden landläufig als „Eurokritiker“ bezeichnet. Dabei wird das Wort meist abwertend benutzt. Doch die kurze Zeit des Euro zeigt, dass die Warnungen von damals zur Realität geworden sind.

Ich habe mich kürzlich mit Wilhelm Hankel über das Thema Euro, seine politische Verteidigung, seine Zukunft und vor allem über die Folgen für alle Europäer unterhalten. Hier unser Gespräch in Schriftform. Wer es aber hören möchte, der kann dies auch als  Podcast.

Das Interview

Herr Hankel, wie ist es Ihnen in den letzten Monaten seit unserem Interview im letzten Dezember ergangen? Was bewegt Sie, wenn Sie heute ins Fernsehen schauen und die Zeitung lesen?

Persönlich befinde ich mich auf dem Weg der Besserung. Kurz nach unserem Interview hatte ich eine schwere Herzoperation zu überstehen. Aber jetzt bin ich wieder fit. Und wenn ich ins Fernsehen schaue, bin ich sehr gemischt, denn einerseits hat sich die Lage verschlimmert, aber andererseits sehe ich doch das Ende kommen. Und ich bin seit Langem der Meinung, wenn wir die Politik nicht ändern können, ist ein Ende mit Schrecken immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.

 Was bedeutet für Sie ein Ende mit Schrecken?

..dass wir die Währungsunion auflösen, denn das wäre die Lösung der heutigen Probleme. Es hat sich nach zehn Jahren Experiment, ich könnte auch sagen Abenteuer gezeigt, dass eine Währungsunion gar nicht funktionieren kann, selbst wenn man sie politisch gesund betet.

Wie schätzen Sie die aktuelle Situation in Griechenland ein? Ist es von unserer Position aus gesehen der Blick aus einer Loge in ein großes Freilufttheater, ein Stück, um zu sehen, was uns später noch blüht?

 

Was in Griechenland geschieht und demnächst wahrscheinlich auch in anderen Mittelmeerländern ist das Überspringen nordafrikanischer Verhältnisse auf Südeuropa. Und Südeuropa ist uns noch näher als Nordafrika. Das ist der Anfang vom Ende dieser Währungsunion.

Sehen wir in Griechenland gerade eine Ölzweig-Revolution?

 

Wir sehen eine Revolution verzweifelter Menschen – sowohl der Älteren, die um ihre Renten und Pensionen bangen, vor allem aber der Jüngeren, die um ihre Zukunft fürchten müssen. Beides ist gleich bedrohlich.

 Ich dachte, wir sind alle Freunde in Europa. Das hört man jedenfalls immer wieder.

Natürlich sind wir Freunde. Aber was nützt es einem Ertrinkenden, wenn er seinen Retter in die Tiefe reißt? Dann ertrinken sie beide. So makaber das Beispiel sein mag, jetzt geht es darum, dass der Retter fit bleibt, um für andere Rettungsaktionen inklusive der eigenen nicht zum Untergang verurteilt zu sein.

Ist es der normale Weg, wenn ein verordnetes System zu scheitern beginnt?

Zunächst mal muss man immer lauter und immer kritischer sagen, dass unsere Regierungen ihre Aufgabe zu lernen, aus ihrer Politik die Konsequenzen zu ziehen, überhaupt nicht begriffen haben. Sie beharren stur auf ihrer alten Politik, obwohl diese, erkennbar gescheitert ist. Und das ist schlimm.

Die frühere Politik hat also mehr nachgedacht als die heutige?

Ich muss zur früheren Regierung sagen, sie hat nicht mehr nachgedacht, weil sie auch noch nicht so gefordert war. Aber ich hielte es für möglich, dass sie mehr gedacht hätte, wenn sie so gefordert wäre wie die heutige. (Seite 2)


 

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39 Kommentare auf "Prof. Wilhelm Hankel: „Wortbruch, Lügen und Volksverdummung“"

  1. cubus53 sagt:

    Ich befürworte die Ausführungen von Herrn Prof. Hankel.

    Der Markt reguliert sich selbst, gleichgültig ob sich die Politik einmischt oder nicht. Schlimmstenfalls reguliert er sich über einen Crash. Das tut weh, ist aber nicht zu vermeiden.

    Wie in der Finanzwelt : gleiches gilt in der Politik. Ich halte es für gut, dass Griechen auf die Strasse gehen und gegen ihre Politiker demonstrieren. Spätestens bei den nächsten Wahlen werden die Griechen andere Politiker wählen. Ob die auch so für den Euro einstehen werden ? Wahrscheinlich sind diese Politiker eher rechts und populistisch geprägt. Hier hier liegt die Gefahr eines politischen Crash, denn die heutigen Schlips- und Hosenanzug-Träger gefährden mit der Korruption des Geldes die Demokratie.

    Wer Volksaufstände wie in Griechenland, Jemen, Syrien und Libyen bei uns als unwahrscheinlich betrachtet, der soll sich an die Jahre 1989 / 1990 erinnern, als es hiess : „Wir sind das Volk“. Es gibt zwar das Wort „Volksverdummung“, das Dumme ist nur – das Volk ist nicht dumm genug.

  2. stonefights sagt:

    Vielen Dank für den podcast !

  3. Andre sagt:

    Guten Morgen Frank, vielen Dank für das „zweigleisige“ Gespräch mit Herrn Hankel :-).
    Ich lese ja sehr gerne, jedoch auf einem Smartphone sind solche längeren Artikel ein Graus :-(.
    Also Kopfhörer ausgepackt und anstatt gelesen in der Bahn angehört 🙂 DANKE!
    Im Prinzip kann man die gesagten Worte von Herrn Hankel als Zusammenfassung aufgeklärter Leser sehen. Indirekt bestätigt ja Herr Hankel mit seiner Aussage:“Er würde nicht unbedingt auf ein Edelmetall bauen, welches keine industrielle Verbindung bietet“ Silber.
    Ich stimme Herrn Hankel da voll zu.
    Als Inflationsschutz möge Gold mittelfristig vernünftig sein. Wenn man aber den Zeitpunkt der „Entspannung“ verpasst, könnte es teuer werden. Da bietet doch Silber meiner Meinung nach ein größeres Zeitfenster. Wenn sich die Finanzsituation beruhigt, bleibt beim Silberinvestment
    die industrielle Nachfrage. Und beim Gold? Somit bleibt für mein Verständnis nur Silber übrig. Außerdem gibt es nach jeder Krise einen Aufschwung. Dann werden meiner Meinung nach, die Silberpreise spannend.

  4. samui1970 sagt:

    Hallo Frank,

    mal wieder ein gutes Interview mit einer von mir geschätzten Person aus der „Bankenszene“. All das, was er in Richtung Euro sagt, kann ich vollstens zustimmen, aber es erstaunt mich immer wieder, dass selbst so eingefleischte Kenner der Szene, wie es Prof. Hankel sicher einer ist, so „Betriebsblind“ sind, was Gold/Silber als monetären Reservestatusmittel betrifft. Obwohl er sich ja schon durch diverse Instanzen geklagt hat, besitzt er immer noch ein „Staatsvertrauen“, dass ich (und dies soll bitte nicht arrogant empfunden werden) als naiv empfinde. Seine aktuelle Klage wird einfach „ausgesessen“ ! Auch sein Glaube an die Demokratie ist da fast schon amusant. Was kann Otto-Normal-Doof-Michel denn heute noch bestimmen ? Die Wahl-Urne ist nur noch für Urnen-Pöbel gedacht… und so gebähren sich Politiker auch gegenüber dem dummen Wahlvolk und über die Geldschiene (noch Zwangszahlungsmittel) kann er im Normalfall auch nichts ausrichten.

    lg samui

  5. samy sagt:

    Man dankt für diese sehr gute Interview in dieser eigenartig tauben und stummen Medienwelt.
    Dem Herrn Hankel beste Wünsche und gute Genesung nach der Herz-OP.

    VG

  6. Frank2 sagt:

    Chapeau Herr Meyer. Mir wurde zum ersten Mal klar, wie schwer der Beruf des Fachjournalisten ist, wenn man vor Interviews Bücher zu lesen (und sich einzelne Kapitel zu merken) hat. Ein Podcast ist real, Sie schneiden nicht, wir bekommen 100% – den ganzen Menschen eben. Viel besser als korrigierter Text. Das nenne ich Ehrlichkeit von beiden Seiten.
    Ich glaube Prof. Hankel setzt zu viel Verstehen für seinen Kampf im Volk voraus. Genauso, wie wir TV schauen ohne zu verstehen, wie die Technik funktioniert, benutzen wir unser Geld, ohne zu verstehen, wie dieses funktioniert. Das Herausarbeiten des besorgten Menschen hat mir besonders gut gefallen.

  7. Andre sagt:

    @Frank2
    Stimmt das schafft Vertrauen was Herr Meyer macht!
    Auch in Ihrem letzten Absatz kann ich Ihnen nur zustimmen. Den Menschen fehlt es einfach an Vorstellungsvermögen wie manipuliert unsere Systeme sind. An das Gute, kann man allmählich nicht mehr glauben! Wir werden oft wie Schafe getrieben. Für Menschen, die sich ausschließlich auf die MM verlassen, sieht es ganz düster aus. Denen kann/braucht man nicht helfen. Dies führt auch oft ins leere. Wenn keine Eigenverantwortung vorhanden und der neue 50″ 3D Highend Schnikschnak wichtiger ist, kann man sich die Mühe sparen. Dies ist dann wie „Perlen vor die Schweine werfen“.

  8. Karl Napp sagt:

    Lieber Professor Hankel, bei einer Verfassungsbeschwerde gibt es keine Beklagten, sondern nur Beteiligte. Als solche wird auch die Bundesregierung angehört.

  9. SpanischerGaul sagt:

    Ich hab sehr lange über die Frage recherchiert warum hat Geld einen Wert. Und die einzig wirklich plausible Antwort war ähnlich wie Hankel Sie hier andeutet.

    Geld hat einen Wert weil es durch einen juristischen Kreditvertrag entsteht und juristische Verträge müssen eingehalten werden. Und der Schuldner des Kreditvertrages kann seine Schuld nur in Geld bezahlen, er muss also an GELD herankommen. Genau deshalb hat mein bedrucktes Papier in der Hosentasche einen Wert: Die Schuldner dieser Welt müssen ihre Kredite zurückzahlen (darüber wachen Richter, Staatsanwälte, Polizei…) und deshalb wollen alle Schuldner an meinen Geldschein herankommen.

    Und je mehr sich dieses Wissen (durch Internet etc.) um den Wert von Geld in der Bevölkerung durchsetzt wird Gold im „Wert“ sinken (!) denn der größte Nachteil (!) von Gold ist nämlich das eben KEINE Schuldeinlösepflicht besteht. Also sein größter Vorteil ist gleichzeitig auch sein größter Nachteil. Aber ich denke das dauert noch eine Weile bis sich dieser Gedanke durchsetzt.

    Bei Silber ist das anders, dort existiert nämlich eine Art Schuld auf der Gegen-Seite und das ist die Industrienachfrage. Die will/muss an meine Silber herankommen.

    • samui1970 sagt:

      @ Spanischer Gaul : Geld(-Schein) hat erst mal einen Wert, weil es durch ein Zwangsmonopol als Zahlungsmittel angeordnet wurde, oder hast Du Deine Steuern schonmal mit Gold, Eiern oder Muscheln gezahlt. Ansonsten hat Geld keinen Wert, wenn ich einen Getränkemarkt besitze und der einzige bin, der noch Wasser liefern kann, kannst Du Dir Dein Geld(-Schein) sonst wo hin schieben, ich bin nicht verpflichtet, Dir mein Wasser gegen Geld herauszurücken.

      Und Schulden müssen zurückgezahlt werden… geht´s noch, was hast Du für Kraut geraucht ? Schulden können garnicht zurück gezahlt werden, wenn Du ansatzweise Geld=Schuld verstanden hättest, würdest Du verstehen, dass nichts dümmer als dieser Satz wäre… wo bliebe den das Geld, wenn die Schuld auf Null reduziert wäre, lol ?

      Also lieber nochmal ein bisschen weiter recherchieren… Lesen bildet bekanntlich :-))

      • SpanischerGaul sagt:

        Ich musste wirklich schmunzeln beim Lesen deiner Argumente, denn es erinnert mich an meine eigenen Gedanken bei meiner Recherche. Und zwischendurch hatte habe ich damals auch öfter gedacht jetzt hab ichs verstanden und dann gabs doch wieder einen logischen Haken.

        Wenn wir alle „gute Schuldner“ wären und brav unsere Kredite zurückzahlen und auch die Staaten netto ihre Kredite zurückzahlen würden, dann würde wirklich die Geldmenge verschwinden. Im gedanklichen Extremfall auf Null! Also eine superharte Deflation. Nach der Definition Geld = Schuld muss das ja auch so sein. Keine Schuldner, kein Geld.

        Zu deinem Getränkemarktbesitzer. Wenn er schuldenfrei ist, hast du recht. Er wäre durch nichts verpflichtet dir sein Wasser zu geben. Aber wenn der Getränkemarktbesitzer seinen Laden kreditfinanziert hat ist er sehr wohl auf deine Geld angewiesen und wird sein Wasser verkaufen denn er muss ja seine Schulden in Geld bezahlen.

        Im übrigen ist jeder von uns indirekt verschuldet denn wir zahlen ja die Zinsen der Staatsverschuldung über unsere Steuern (schon 2. (!) größter Posten im Bundeshaushalt). Die Staatsschulden an sich, also die Tilgung (ohne Zinsen) wird nie gezahlt, sondern immer „übergerollt“ durch einen noch höheren neuen Kredit.

        • samui1970 sagt:

          grins, ist eigentlich ganz einfach : Geld(-Schein) ist der Glaube an ein Versprechen (die in der Geschichte der Menschheit immer gebrochen wurden)… Gold/Silber/Metalle/Rohstoffe sind kein Versprechen, sondern faktische Güter, die Arbeit ihrer“Schaffung“ wurde schon vollzogen, deshalb ist ein „Wert“ vorhanden, d.h. kein „Counter-Part-Risiko“.

          Das Schulden zurückgezahlt werden, war im „Geldsystem“ noch nie vorgesehen und ist auch noch nie vorgekommen. Bitte verwechsel da nicht Individuum mit Staat !! Hast es ja mit Deiner „Schuld-Prolongation“ versucht anzudeuten. Funktioniert aber nur solange, wie sich blöde finden, die diese neuen Obligationen kaufen, wenn nicht, Game Over ! (ausser man besitzt die Reserve-Währung und die größte Armee, aber selbst das findet ein Ende)…

          Die Besteurung zwecks Zinsdienstes kannst man nicht beliebig hochfahren, ansosnsten Revolte und wieder Game Over… und deshalb eiern alle Regierungen weltweit auch so rum… der Tag der Abrechnung ist bald gekommen 😉

          • SpanischerGaul sagt:

            In gewisser Hinsicht könnte man sicherlich sagen das Geld ein „Glaube an eine Versprechen“ ist. Aber dieses „Versprechen“ ist eben heutzutage juristisch fixiert durch Verträge und deshalb kommen Staaten und Privatpersonen gar nicht so einfach aus ihren „Versprechen“ heraus. Denn solange wir ein funktionierendes Rechtsystem haben, das Vetragsverstöße sanktioniert, kommt man eben (auch Staaten) nicht so leicht aus den „Versprechungen“ heraus.

            Ein Staatsbankrott bedeutet ja eben das dieses „Versprechen“ der Schuldenrückzahlung gebrochen wird. Ich möchte nicht der Politiker sein der dies verkündet. Die nächste stabile Laterne ist ihm dann sicher.

            Stimmt, das Schulden Überrollen funktioniert irgendwann nicht mehr da sich kein „Dummer“ am Kapitalmarkt mehr findet. Aber da ist ja noch die Zentralbank. Und die kann ja prinzipiell unbegrenzt Staatsschuldentitel aufkaufen. Das ist der letzte Ausweg und endet in Hyperinflation.

            Nur frage ich mich wie das mit der 2% Inflationshürde in der EZB zusammenpassen soll. Auf die Ausrede der Notenbanker bin ich schon mal gespannt

      • bigpuster sagt:

        Es können alle Schulden mit dem vorhandenen Geld zurück gezahlt werden und das Geld verschwindet dann auch nicht.
        Warum?
        Einfaches Beispiel. Eine Gaststätte, drei Personen und es existieren 10 Euro. Der Wirt A besitzt sie. Gast B hat bei Wirt A 10 Euro Trinkschulden und Gast C 10 Euro bei B. C streicht den Zaun von A und erhält 10 Euro. Die gibt er B und dieser dem A. Es haben zwanzig Euro Schulden existiert, die getilgt wurden und die 10 Euro sind noch da. Was verschwindet sind die Bits und Bytes auf Euren Konten. Mit einem noch so kleinen Geldschein/ Stück können sehr theoretisch alle Schulden der Welt bezahlt werden und es verschwindet nicht.
        Deine Annahme stammt aus dem Inselbeispiel und vernachlässigt die Tatsache, dass wenn der Gläubiger den Zins verkonsumiert immer alle die Möglichkeit haben werden ihre Schulden zu bezahlen. Sie müssen nur dafür arbeiten ( zu den Bedingungen des Sklaventreibers, dem sie das Geld schulden). Es ist trotzdem nicht ganz falsch, weil in der realen Welt die Zinseinnahmen so immens hoch sind, das sie gar nicht verkonsumiert werden können und somit nicht mehr in den Geldkreislauf zurück kommen. Somit können sie auch nicht erarbeitet werden und somit auch nicht von jedem bezahlt werden. Lösung wäre ein sogenanntes Schwundgeld, das es unattraktivmacht Geld über die Maßen zu horten. Eine Vermögensobergrenze würde auch in unserem Geldsystem schon helfen.

        • SpanischerGaul sagt:

          Ein schönes Märchen die Geschichte mit dem Wirt, aber leider nicht die Realität! Warum verstehen die meisten denn nicht das 20 Euro Schulden nicht zeitgleich mit 10 Euro Guthaben existieren können! Ein Bilanz muss immer ausgeglichen sein. Es geht nicht (ausser Blanzbetrug oder Unfähigkeit des Buchhalters) das es mehr Schulden als Geld gibt!

          Übrigens schon der erste Satz mit „es existieren 10 Euro“ stellt sofort die Frage, wie sind denn diese 10 Euro „in die Welt“ gekommen. Geld ist nicht einfach DA. Jedes Geld (auch Bargeld) hat auf der anderen Seite einen Schuldner (Bei Bargeld steht die Schuld in der Zentralbankbilanz – Bei „digitalem“ oder Giralgeld auf dem Konto steht die Schuld in der Bilanz der Privatbanken)

          • bigpuster sagt:

            Warum sollte es ein Märchen sein? Nach Deiner Logik löst sich ein Geld mit jeder Schuldentilgung auf. Hier ist der Beweis,dass es nicht so ist.

            Die 10 Euro sind durch einen Kredit des Wirtes bei einer Bank seiner Wahl in die Welt gekommen. Zahlt er diesen zurück, dann verschwindet der 10 Euro Schein tatsächlich aus dem Verkehr und landet in einem großen Tresor bei seinen Brüdern und Schwestern.

            Solange kann mit diesem Geld beliebig viel Schuld beglichen werden.

            Der Wirt kann mit den 10 Euro seinen Wurstlieferanten bezahlen, dieser den Gast B und dieser wiederum den Wirt für das Bier. Der 10 Euroschein ist einmal um die halbe Welt gezogen, hat so viel Gutes bewirkt, so viele Schulden der Menschen untereinander beglichen und wird erst wieder beim Bezahlen der Schuld bei dem Herausgeber der ursprünglichen Schuld kurz verschwinden.
            Da stellt man sich schon fast die Frage, warum man eigentlich für die bloße Existenz dieses Zettels, der lediglich die Begleichung von Waren und Dienstleistungen in Höhe seines Nennwertes dient so viel Tribut/ Zinsen zahlen muss. Würden die Gäste darauf vertrauen, dass der Wirt sie immer mit Speisen und Getränken bewirten wird, könnt er auch Bierdeckel herausgeben, die bei ihm oder bei Bedarf anderer nach Bewirtung zur Zahlung akzeptiert werden. Aber wer vertraut schon einem Wirt…..MOMENT….dem Deutschen Staat wird doch aber -noch- vertraut….dann könnte der doch…..aber nein, ich möchte noch ein paar Jahre leben.

            Wie zahlt der Wirt nun seine Zinsen an die Bank für die 10 Euro?
            Nun. Wenn die Zinsen nur so hoch wären, dass die Bank damit Löhne/ Gehälter und Mieten bezahlen kann, wäre das kein großes Problem. Der Wirt bringt am Monatsende bei 5% inkl. Tilgung ( 50 Cent ) zur Bank. 10 Cent sind zur Schuldentilgung und 40 Cent der Zins. Mit diesen 40 Cent bezahlt die Bank ihre Miete, die Bankangestellt und sonstige Rechnungen (z.B. die letzte Weihnachtsfeier beim Wirt). Da es nur ein Gasthaus im Ort gibt, landen alle 40 Cent letztlich wieder beim Wirt. Er hat 9.90,-. Genau das, was er der Bank schuldet. So geht das bis zum Ende. Dann ist die Schuld bezahlt, die 10 Euro sind weg und der Wirt hat sehr lange und sehr viel für die Bank gearbeitet nur für die Herausgabe des 10 Euroscheines.Ein wahrlich spektakulärer und aufwendiger Akt, der es verdient fürstlich bezahlt zu werden!!!!
            Leider ist die Realität die, dass der Zins zu großen Teilen dem Geldkreislauf entzogen und nicht wieder herausgegeben/ verkonsumiert wird. Das liegt daran, dass die Einkünfte so hoch sind, dass man es beim besten Willen nicht schaffft das alles auszugeben und es auch nicht will. Man spart ja lieber auf die nächste Milliarde. So ist es dem Wirt natürlich letztlich wirklich unmöglich seinen Kredit nur durch Arbeit/ Dienstleistung zu bezahlen. Er muss seine Leistung immer billiger bzw. mit immer weniger Gewinn anbieten, um an Geld zu kommen für seine monatliche Rate. Außer es finden sich weitere Dorfbewohner, die neue Kredite aufnehmen, damit sich die Geldmenge zunächst erhöht und es für alle einfacher ist, sich gegenseitig die Scheinchen abzujagen. Das verlänert aber nur das unausweichliche. Ein großer Teil der Schuldner verliert seine hinterlegte Sicherheit nach Jahren der Arbeit, in denen er sich immer mehr selbst ausgebeutet hat, an die Bank.
            Das ist es worum es geht. Ein perfides System bei der sich die Schuldner mit Freude selbst ausbeuten.

        • samui1970 sagt:

          die Geschichte ist so alt und hat einen Riesenbart 😉 Fraktional Reserve System braucht man Dir ja wohl nicht zu erklären, oder ? Wo kommt der Zins her ? wer verdient den Zins ? der Neu(-Nach)schuldner… Schulden können und werden nicht zurückgezahlt, ist aufgrund des Zinseszins mathematisch nicht möglich und deshalb existiert der Joseph´s-Pfennig auch nicht 😉

        • samui1970 sagt:

          au nee, das hört sich ja wieder nach Gesellianer oder Bernd Senf an 🙁 zuviel Wörgl konsumiert ?

    • samui1970 sagt:

      hi spanischer Gaul,

      hier mal ein etwas mehr erklärendes Interview der Wissenmanufaktur was Geld ist, vor allem die Erklärung von Giralgeld (eigentliches Nichtgeld) und der generelle Geldirrtum ist ganz gut gelungen :

      http://www.wissensmanufaktur.net/abschaffung-des-bargeldes

      lg samui

  10. Karl Napp sagt:

    Ich bin als Bürger der Meinung, dass die im Bundeshalt vorgesehenen Agrarsubventionen unberechtigt sind, kann ich dagegen auch eine Verfassungsbeschwerde einreichen?

    • samy sagt:

      Hi,

      ich verstehe deine Frage nicht. Wenn du deine Klage form- und fristgerecht einreichst und sie inhaltlich begründen kannst, dann solltest du durch die Instanzen kommen, gerne auch bis Karlsruhe, oder.
      Das die Beschwerde von Hankel vom BVG angenommen wurde sollte dir/uns doch zu denken geben, oder?

      VG

      • Karl Napp sagt:

        Die Tatsache, dass die Beschwerde angenommen wurde, heißt nicht, dass sie zulässig ist, schon gar nicht dass sie begründet sein könnte.

        Die Verfassungsbeschwerde ist ferner keine Popularklage. Meine oben angesprochene Verfassungsbeschwerde wäre daher unzulässig.

        • samy sagt:

          „Die Tatsache, dass die Beschwerde angenommen wurde, heißt nicht, dass sie zulässig ist, schon gar nicht dass sie begründet sein könnte.“

          Habe ich das behauptet? Ich sagte sie wurde angenommen und ich gehe davon aus, dass das BVG Bagatellen und Ähnliches prüft und diese erst gar nicht annimmt.

          Ich machte Aussagen zu deinen „Agrarsubventionen“.

          Popularklage? Warum bist du a priori als Steuerzahler nicht von einer einer einmal vermeindlich anzunehmenden verfassungswidrigen Verwendung von Steuergeldern für Subventionen betroffen? Sollte ein Gericht für Agrarsubventionen so entschieden haben, dann okay, nur was hat das mit Hankel zu tun?

  11. kob sagt:

    Lieber Frank Meyer,
    vielen Dank für diesen Podcast.
    Auch wenn ich die Meinung von Herrn Hankel über Gold nicht ganz teile (aus meiner Sicht ist das ganz klar Geld, auch heute und wird es immer sein), finde ich den Rest absolut hörenswert.
    Und es geht ja richtig zur Sache: „Rechtsbruch, Lügen, Karlspreis an Trichet als Witz, usw“.
    Das sollte an jeder deutschen Schule den Schülern vorgespielt werden.
    Vielleicht kämen manche endlich wirklich auf die Idee, auf die Strasse zu gehen.
    Ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte.

    • samui1970 sagt:

      Hi Kob,

      zweifellos liefert Hankel einen wichtigen Beitrag, dem Dumm-Michel die Widersprüche der Politik und des EU-Molochs aufzuzeigen, aber leider macht er denselben Fehler wie Dottore im Gelben, er ist „staatsgläubig“ und will nicht verstehen, dass der Staatsmoloch bzw. die „Euro-Kratie“ schon längst ein Eigenleben führen,sich Gesetze so umbiegen, wie es ihnen passt, auch Verfassungsrichter sind nicht unabhängig, das sind politische Ämter. Leider ein Kampf gegen Windmühlen… und wie es Bismark schon ausdrückte „wenn Wahlen etwas ändern würden, hätten wir sie garnicht erst eingeführt“… von daher ist sein Appell an Demokratie und Wahlen irgendwie illusorisch.

  12. khaproperty sagt:

    Hankel hat ja weitgehend Recht. Seine Aufassung ist nicht ganz neu. Die EU kann als Wirtschaftsgemeinschaft, nicht jedoch als Währungsunion funktionieren. Letzteres ginge allein dann, wenn alle Mitgliedsbevölkerungen sich zweidrittelmehrheitlich einig wären, aus dem Bund souveräner Staaten einen viel engeren Bundesstaat formen zu wollen. Diese Mehrheiten gibt es (gegenwärtig und auch später) nicht, nirgendwo. Politiker wissen darum und versuchen „hintenrum“ Fakten zu schaffen, welche Jahr(zehnt)e später diesen Bundesstaat „alternativlos“ erscheinen lassen könnten. Das allerdings empört auch Hankel völlig zu Recht. Das ist Verfassungsbruch, nicht nur in Deutschland.

  13. Takuto sagt:

    Die Diskussion, ob Gold einen Wert hat, geht meines Erachtens am Kern vorbei. Schließlich gibt es so etwas wie „von Natur aus einen Wert haben“ nicht. Es gibt noch nicht einmal einen einheitlichen Wert für Güter, sondern jeder Käufer und Verkäufer hat seine eigenen Vorstellungen vom richtigen Wert, und die Märkte mitteln diese Vorstellungen bekanntermaßen heraus, jeden Tag von Neuem.

    Aber: aufgrund der einmaligen Eigenschaften von Gold und Silber, zu denen natürlich auch deren Schönheit gehört (warum auch nicht?), werden diese wohl immer der Krisenanker bleiben, und auch das gute Geld, zu dem alle zurückkehren, sobald das offizielle Geld zu schlecht wird. Gold und Silber haben alle Funktionen des Geldes, Naturalien und Tauschwirtschaft nicht. Wenn man flüchten muss, kann man die nämlich nicht mitnehmen.

  14. King Balance sagt:

    Bleibt nur noch zu ergänzen, daß die heutigen Demokratien die bislang am besten versteckten Diktaturen sind.

    Erich Kästner Hymnus auf die Bankiers

    “Ihr Appetit ist bodenlos. Sie fressen Gott und die Welt.” Was der deutsche Dichter Erich Kästner über die Finanzbranche schrieb.
    Hymnus auf die Bankiers

    Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
    Ihr fragt noch immer: Wen?
    Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
    und leihen es weiter zu zehn.

    Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt.
    Ihr Herz stand noch niemals still.
    Die Differenzen sind ihr Produkt.
    (Das kann man verstehn, wie man will.)

    Ihr Appetit ist bodenlos.
    Sie fressen Gott und die Welt.
    Sie säen nicht. Sie ernten bloß.
    Sie schwängern ihr eignes Geld.

    Sie sind die Hexer in Person
    und zaubern aus hohler Hand.
    Sie machen Geld am Telefon
    und Petroleum aus Sand.

    Das Geld wird flüssig. Das Geld wird knapp.
    Sie machen das ganz nach Bedarf.
    Und schneiden den anderen die Hälse ab.
    Papier ist manchmal scharf.

    Sie glauben den Regeln der Regeldetri
    und glauben nicht recht an Gott.
    Sie haben nur eine Sympathie.
    Sie lieben das Geld. Und das Geld liebt sie.
    (Doch einmal macht jeder Bankrott!)

    Aus Erich Kästner „Lärm im Spiegel“; erschienen 1929, heute lieferbar beim Atrium Verlag CH

  15. Wortbruch, Lügen und Volksverdummung | Fakten-Fiktionen sagt:

    […] FrankMeyer/rottmeyer.de […]

  16. bigpuster sagt:

    So liebe Goldbugs.Klare Worte von Herrn Hankel zum Gold. Das was ich aus dem Bauch heraus schon seit langem hier und in anderen Blogs sage. Ich habe immer wieder nach Argumenten gefragt, aber dann war die Diskussion spätestens mit dem Totschlagargument, dass es seit Jahrhunderten so war zu Ende.
    Noch einmal Herr Hankel himself :Warum in einem für die Industrie weitgehend nutzlosem Metall, in Gold? Ich bin nicht davon über-zeugt, dass die Zukunft einem Edelmetall gehört, für das es weder eine monetäre noch ins Gewicht fallende industrielle Nachfrage gibt, allenfalls eine luxuriöse als Schmuckartikel oder eine spekulative als Ersatz-Kapital Aber eigentlich ist es „totes“, keine Werte schaffendes Kapital……. Nachdem die weggefallen ist, müssen wir uns darauf verlassen, dass alle möglichen Leute, die wir auf der Goldmesse kennengelernt haben, an den Mythos des Goldes glauben. Das dürfen sie ruhig. Aber sollte sich dieser Mythos wie viele andere Mythen eines Tages verflüchtigen, dann ist auch das Ende der Goldhausse gekommen.“
    Was lässt Euch glauben, dass Gold auch nur einen Bruchteil des Wertes hat, den man jetzt dafür bezahlt. Es ist nutzlos. Nur weil es teuer produziert wird, hates doch nicht diesen Wert. Wenn ich 30 Stunden für einen Holztisch brauche,hat der zwar einen hohen Wert für mich. Wenn andere den aber in 5 Stunden bauen, werde ich doch nicht den Gegenwert von 30 Stunden erhalten, nur weil ich teurer produziert habe.

    • samy sagt:

      „allenfalls eine luxuriöse als Schmuckartikel oder eine spekulative als Ersatz-Kapital Aber eigentlich ist es „totes“, keine Werte schaffendes Kapital……. Nachdem die weggefallen ist, müssen wir uns darauf verlassen, dass alle …“

      Genauso wie ein Schmuckei des Juweliers Faberge oder die Mona-Lisa von da Vinci.Und nun? Was ist deine Message? Die meisten Menschen brauchen Statussymbole, um sich von vermeindlich rangniederen abzugrenzen, Gold zählt dazu.

      „… Mythen eines Tages verflüchtigen, dann ist auch das Ende der Goldhausse gekommen.“

      Ich bezweifel zwar stark, dass der Mythos Gold jemals endet, aber natürlich wird die Goldhausse irgendwann enden. So what? Alles vergeht um neu zu entstehen. Das gilt auch für jedes Asset.

      Der springende Punkt ist doch der, dass dieser Moment erst eintritt, nachdem (!) die „Schuldenblase“ zusammengebrochen ist, also der Grund des Anlagegolderwerbes entfällt. Geld ist auch eine Vermögensklasse, kann doch auch im Blasenmodus sein, gelle?

      VG

  17. SpanischerGaul sagt:

    Du hast leider immer noch einen Gedankenfehler und denkst zu „naiv“ über Geld.

    Ich kanns leider nicht ändern, das heutige Geldsystem ist so aufgebaut das Geldmenge und Schuldmenge genau gleichhoch ist. Wenn also einer seine Schulden zurückzahlt wird auch die Geldmenge kleiner. Wenn einer einen neuen Kredit aufnimmt und sich frisch neu verschuldet wird auch die Geldmenge wieder größer.

    Wenn aber alle auf einmal ihre Schulden zurückzahlen wird die Geldmenge viel kleiner und wir haben brutale Deflation.

    Übrigens haben wir auch Deflation wenn einer seine Schulden nicht mehr bezahlen KANN oder WILL. Dann muss auf der anderen Seite das Geld gestrichen werden. Zwangsweise. Nennt sich dann Insolvenz.

  18. rolandus sagt:

    Hankel, der Sokrates unter den Volkswirtschatlern…wann sie ihm wohl den Schierlingsbecher geben? (…und dann wieder erst in hunderten von Jahren erkennen wie wenig Weise es gab.)

    Vielen Dank und Gruß nach FFM
    rolandus

  19. MrManhatt0rn sagt:

    So, dann lass mal die „Party“ beginnen. Mal sehen was Gesetze in Deutschland noch „Wert“ sind.

    Der große Moment der Euro-Rebellen naht

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/verfassungsklage-der-grosse-moment-der-euro-rebellen-naht_aid_635682.html

    VG

    • carsten_kai sagt:

      Ich habe mir heute auf dem Weg in mein trautes Heim meine Mitmenschen angesehen. Auf dem S-Bahn-Steig, an der Bushaltestelle, bei REWE. Und von einer Sekunde auf die Andere verstehe ich unsere Regierung, Trichet und Konsorten. Diese hilflosen und unvorbereiteten Schafe 🙁

      Wer kennt denn Prof. Wilhelm Hankel von denen? Aufgewachsen mit Fiatgeld und Obrigkeitsgläubigkeit. Die armen Menschen, die EM-Investoren und Hartgeld-Jünger als „Schafe“ bezeichnen, werden richtig bluten. Und es wird „überraschend“ kommen für alle.

      Angst scheint der bestimmende Faktor für das derzeitige Regierungshandeln zu sein. Niemand weiß weiter…

      Das Ende der Kreditexpansion kennen wir.
      Kredit ist vorgezogener Konsum, der in der Zukunft ausfällt.

      • Fnord23 sagt:

        Hallo carsten cai,
        zu deinen S-Bahn-Bekanntschaften fällt mir das ein:

        „Mein einziges Argument gegen Demokratie ist eine 5min Diskussion mit dem Durchschnittswähler. Dann wäre jedem klar, warum eine Diktatur das beste für ein Volk ist!“
        W. Churchill (auch so ein Dre..sack)

        Es fehlt die Bildung bei den Menschen. Zwei Stunden in der 10.Klasse zum Thema Geld und es hätten alle grundlegend verstanden. Dann funktioniert’s aber nicht mehr.

        Das System macht den Menschen ein Angebot:
        Elite: Wir verdummen euch?
        Volk: Gut, und was gibst dafür?
        Elite: Brot und Spiele.
        Volk: Okay.

        Die Meisten nehmen das Angebot an. Darum sieht die Welt so aus wie sie ist.

        Das läuft seit tausenden von Jahren. Was es jedoch noch nie gab, dass die gesamte Menschheit das selbe Problem hatte. Es sind aufregende Zeiten und wir sind dabei.

        Das was die Meisten unter Demokratie verstehen, hat es wohl noch nie gegeben. Freie soziale Marktwirtschaft auch nicht. Alles erstrebenswerte Idealzustände. Von beidem sind wir entfernter den je.

        Das System ist nur noch mit Rechtsbrüchen und unter einer Diktatur zu halten. Mal schauen wie weit die gehen. Wenn man vor hätte das bis auf die Spitze zu treiben, also mit Militär gegen die eigene Bevölkerung, so richtig krass, dann müsste die Armee doch größer sein. Oder? Gut, die Gesetze sind tw. schon da. Aber ich wills nicht hoffen.

        VG
        aus Sachsen

        Wenn du den Fnord nicht siehts, kann er dich auch nicht fressen.

        • samui1970 sagt:

          hi Fnord,

          besser kann man es nicht ausdrücken und deshalb ist eine (Schein-)Demokratie (zumindest wie sie im Westen praktiziert wird), die mit so dümmste Regierungsform… man täuscht dem Wutbürger/Proletariat vor, etwas mitzubetimmen zu haben… immer wieder köstlich dieser Gedanke…

          lg samui

          • Fnord23 sagt:

            Köstlich wie Sprossen?

            Das Volk war immer schon Mittel zum Zweck für die Herrschenden. Ob man das Volk nun in einen Krieg schickt, oder man uns hier als Arbeitsarmee hält. Egal.

            Wir verstehen „die da oben“ nur darum nicht, weil wir deren Spiel nicht kennen und sich uns aus diesem Grund die Handlungen nicht erschliessen.
            Das führt dann beim Volk zu Aussagen wie:“Die sind doch alle blöd da oben“

            Ich als gelernter DDR-Bürger hab einen riesen Vorteil:
            Ich weiß wie sich eine Diktatur anfühlt.
            Und ich fühle: Wir stecken drin und es wird immer offensichtlicher.

  20. frankeha sagt:

    Als Beamter macht sich Hankel keine persönlichen Sorgen
    die längst nicht mehr bezahlbaren aber immer noch finanzierbaren Pensionen und Alimentationen werden ausgekehrt auch dann wenn der Himmel heruntergefallen ist. Ein privates Unternehmen welches sich eine so teure und so aufgeblähte Verwaltung leistet wie die Eurozone wäre längst pleite. Kein einziger der „Europakommissare“ und „Gouverneure“ des ESM sind demokratisch legitimiert, es sind Beamte. Die europäische Denkweise ist in Kleinfürstentümern stehengeblieben, je mehr firewall-Hofschranzen desto leichter kann der Landesfürst des Geld der
    produktiv arbeitenden Untertanen verplempern.
    Einem solchen spätmittelalterlichen politischen System eine gemeinsame Währung überzustülpen kann auf keine Weise funktionieren. Je mehr Beamte desto schlechter die Regierung.
    Auch sonst stimmt einiges nicht beim Beamten Hankel.
    Die Fed druckt keine grünen Scheine es gibt keinen „Neudruck“. In den Kellern der Zentralbanken stapeln sich keine Dollarnoten. Aber Bargeld ist wenn es hart auf hart kommt das einzige gesetzliche Zahlungsmittel.
    Darüber sollte man etwas genauer nachdenken.

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