Prof. Bernd Senf: Setzen Sie Ihr Geld in den Sand!

7. Oktober 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Das Wichtigste am Geld ist, Sie ahnen es, der Schein. Und dieser trügt. Nicht umsonst kam und kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten und zu Schnitten. Am Rande einer Veranstaltung habe ich mit Prof. Bernd Senf über Geld gesprochen. Er setzt es buchstäblich in den Sand. Mehr dazu im Interview mit ihm…

BERND SENF, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Seit April 2009 ist er nur noch frei schaffend tätig – mit  Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral. (Quelle: Bernd Senf)


Homepage von Prof. Bernd Senf

Bücher von Prof. Bernd Senf

Der Nebel um das Geld: Zinsproblematik – Währungssysteme – Wirtschaftskrisen. Ein Aufklärungsbuch
Die Wiederentdeckung des Lebendigen: Erforschung der Lebensenergie durch Reich, Schauberger, Lakhovsky u. a
Der Tanz um den Gewinn: Von der Besinnungslosigkeit zur Besinnung der Ökonomie – Ein Aufklärungsbuch

 

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11 Kommentare auf "Prof. Bernd Senf: Setzen Sie Ihr Geld in den Sand!"

  1. Fnord23 sagt:

    Na das ist doch mal was:
    Ä Schälchen Heeßn, kurz Kaffee, den Bernd Senf und den Frank und die Welt ist in Ordnung.

    Vielen Dank für das Interview. Ich höre den Bernd Senf immer wieder gern. Hab Ihn 2009 auch schon mal persönlich gesehen. Mir gefällt seine unaufgeregte (spirituelle) Art des Vortrages.

    Das ist vielleicht gar keine schlechte Idee, etwas mehr Spiritualität. Nu nicht den halben Tag mit „Ohmmmm…..“ in die Ecke setzen. Aber sich der Dinge bewusst werden und verstehen, dass alles nur Energie ist.

    Zum Geldsystem:
    Heute morgen hörte ich uns Merkel, in Bezug auf das Treffen gestern in Berlin mit Zoellick und La Garde sagen, dass wir doch alle wissen, dass wir uns auf dem Weg in ein anders Finanzsystem befinden. Dazu müssten Arbeitsgruppen gegründet werden.

    Es geht voran. Die AG`s gibt es doch schon lange? Und wieso von Berlin aus? Wenn einer so was organisieren kann, dann wohl doch die Deutschen, oder? Und darum: Goldenes Zeitalter für die Germanen und so. Mal ins Buch der Bücher schauen 🙂
    Nach Brüderle letztes Jahr, fängt auch der Herr Sinn schon an, diesen Begriff medial zu benutzen.

    Umlaufsicherung und die angesprochene „Bestrafung für Geldhortung“:

    So etwas gibt es doch im derzeitigen Geldsystem auch? Wenn ich heute Geld horte und nicht ausgebe, dann bestraft mich der Geldwertverfall durch Inflation. Außerdem bin ich doch gar nicht in der Lage mehr Zinsen auf eine Geldanlage zu bekommen, als der Geldwertverfall mir „abnimmt“.
    Außerdem müssten die grundlegende Ursachen der Geldhorung erkannt werden. Eine wäre die Angst vor Altersarmut. Beseitigt diese Angst, dann ist dieser Teil des Problems schon gelöst.

    Die Lüge mit der offiziellen Infaltionsrate merken zwar viele im Geldbeutel, verstehen aber leider auch die tieferen Ursachen – Expofunktion- nicht.

    Es bleibt eine Lüge. Und genau das ist der Unterschied. Wenn ich in einem alternativen Geldsystem das „ Umlaufsicherung“ nenne, dann ist das ehrlich.
    Wollen das die Menschen? Ich denke, die meisten wollen bis zu einem gewissen Grad betrogen werden. Einfache Psychologie. Wir sind so wie wir sind. Nur darum kann dieses System schon so lange so gut überleben.

    Sind wir bereit für etwas Neues?

    Auch darum höre ich nicht auf, jeden mit diesen Dingen zu nerven. Auch wen er es nicht wissen will. Je mehr das verstehen, desto besser für uns alle.

    VG aus Sachsen

  2. rolandus sagt:

    Vielen Dank für diese Arbeit.

    Wenn Generationen nicht über Geld (und Edelmetalle) aufgeklärt werden und selbst die „Wirtschaftsweisen“ das Verschuldungssystem nicht vertstehen, und nun in NY immer mehr aus der Schuldenhypnose erwachen, dann wird es für unsere Freunde des Papiersilbers und echten Goldes allerhöchste Zeit zu handeln….bevor das potemkische Dorf zusammenfällt…

    http://www.jpmorganchase.com/corporate/Home/article/ny-13.htm

    Zu dem Schlusswort:

    Es bleibt aber eben am Ende die große Frage:

    Welt verbessern oder … (die Illusion) überwinden/durchschauen, was ja der „Tod“-feind der Illusion ist ?

    Schön Gruß ins Ried
    rolandus

  3. samui1970 sagt:

    Hallo Frank,

    interessantes und teilweise amusantes Interview, wobei Bernd Senf´s Bücher eines der ersten waren, als ich mich mit der Problematik des Geldes vor Jahren beschäftigt habe. Es gibt ja auch diverse Videos von ihm, wo er dieses in ca. 90 min. auch illustriert und erklärt. Allerdings denke ich heute anders darüber als noch vor vielen Jahren, als diese Thematik Neuland für mich war. Was mir auffiel, und wo Herr Senf auch „leicht ins Schwimmen“ geriet, war die Unterscheidung von „Hortung“ und „Sparen“, wo Du zwar nachgehakt hast, aber keine befriedigende Antwort heraus kam und wo auch der blinde Fleck in „seinen“ Theorien bzw. der Freunde der Gesellianer steckt. Warum sollte jemand, der seinen heutigen Konsum eingrenzt, bzw. beschränkt in der Zukunft dafür bestraft werden, denn nichts anderes ist und bewirkt der von ihm befürwortete Negativzins. Hier soll wieder zwangsbewirtschaftet,bevormundet bzw. kollektiviert werden, was in meinen Augen der völlig falsche Weg ist. Auch der Vorschlag des öffentlichen zinsfreien Verschulden ist in der Theorie zwar ganz nett und idiell, aber wer grenzt da was ab, was wenn die öffentliche Hand in Konkurrenz zu einem Privaten tritt und aufgrund des Zinsvorteils natürlich günstiger anbieten kann. All dies läuft am Ende des Tages auf nichts anderes als die Planwirtschaftskacke, wie sie der Osten lange genug hatte, hinaus, ein System was gleichzumachen versucht, was nicht gleich ist. Und das von ihm angeführte „Parkraum-Beispiel“ ist da gelinde gesagt als Begründung ziemlich flach. Aber, und darüber habe ich mich bis zu einem gewissen Punkt auch schon mit A.Popp auseinander gesetzt, dem liegen unterschiedliche Menschenbilder zugrunde. Herr Senf und Herr Popp vertreten dort ein „sehr“ positives Menschenbild (letzter kann seinen Namen ja auch Tanzen, behauptet er jedenfalls), ich dagegen behaupte, dass diese „Theorien“ am schlechten, faulen, unterschiedlich gebildeten und befähigten Menschen immer scheitern werden, weil sich nicht alle gleich einbringen können und wollen, die Menschen sind nun mal nicht gleich und alle „sozialistischen“ Versuche dies zu ändern werden immer scheitern. Man kann natürlich stundenlang darüber diskutieren, wie man zu große Unterschiede beseitigt und „umverteilt“, am Ende des Tages ist jedoch jeder für sich persönlich und individuell verantwortlich. Schwachen oder sonstwie gehandicapten Individuen sollte und muss immer geholfen werden, aber nicht alle anderen mit durchfüttern.

    Meine Kritik an Herr Senf und auch teilweise Herrn Popp gegenüber, die ich beide respektiere und schätze, ist nicht persönlich gemeint, sondern auf die Quintizens ihrer Theorien. Beide sehen den Zins als das Übel im Geldsystem, meiner Meinung nach ist die Schöpfung und das Monopol der Banken und der „Strippenzieher“ jedoch das eigentliche Übel. Und dass diese zur Not die Kavellerie in Bewegung setzen werden, wenn es ans Eingemachte gehen wird…

    LG, Samui

  4. Dreamer sagt:

    So sehr ich Herrn Prof. Senf auch schätze, ist das von Ihm ins Gespräch gebrachte Zwangsgeld, welches ebenfalls von einer zentralen Institution aus dem Nichts erschaffen werden kann, meiner Ansicht nach keine Lösung für ein nachhaltiges und gerechtes Geldsystem! Da der Staat zinsloses Geld von eben jener Institution anfordern könnte, kann man Steuern zwar gleich ganz abschaffen (was ich persönlich begrüßen würde), doch die Integrität der Menschen, die eben jener vierten Säule dienen, kann selbst durch noch so dicke Gesetzesbücher nicht sichergestellt werden! Daher sehe ich die durchaus reale Gefahr, daß diese Leute ebenfalls nicht den Interessen des Volkes dienen, sondern (eigener Vorteile wegen) wieder nur einer kleinen, mächtigen Finanzelite in die Hände spielt, so wie es bereits heute mit den anderen drei Säulen der Fall ist.

    • samui1970 sagt:

      Hi Dreamer,

      Du sprichst mir aus der Seele, genau dies ist der Knackpunkt an diesen Modellen, auch durch fehlenden Zins kann es zu einer Fehl-Allokation der Mittel führen, er begünstigt dies sogar noch. Ein Trenn-Banken-System und auch die Reduzierung der Banken als reine Geschäftsfinanzierer im Dienste der Wirtschaft und Menschen würde meines Erachtens wesentlich mehr bringen, genauso wie das Zulassen von Pleiten jener Geldinstitute, die sich verhoben haben, das Wort Systemrelevanz ist ein Witz der Geschichte…

      lg samui

  5. Gandalf sagt:

    Hallo!

    Danke @ Frank für die immer wieder interessanten und gut aufbereiteten Hintergrundinformation

    Als ich mehr oder weniger vor 2 Jahren mit den Ideen von Prof. Senf und den „Freiwirten“ (der Humanwirtschaftspartei und v.a. auch Helmut Creutz – gibt der keine Interviews^^?) „konfrontiert“ wurde, war ich hellauf begeistert, – v.a. weil es ‚plausible Alternativen zur (scheinbaren) Alternativlosigkeit‘ aufzeigte.

    Nun nach 2 Jahren – und nach intensiverer Beschäftigung mit der „österreichischen Nationalökonomie“ und ‚Hayek‘ (der in meinem VWL-Studium zumindest schon mal Erwähnung fand – zumindest meiner Erinnerung nach …), habe ich zum Freigeld doch wieder etwas Abstand gewonnen.

    (@samui und dreamer – ich denke ihr tickt ähnlich)

    Es kann imho aus mehreren Gründen keine (dauerhafte und „humane“) Lösung sein:
    z.B.:

    1) Es ist einfach zu kompliziert
    Der Kauf dieser „Entwertungsmarken“ ist stets mit einer gehörigen Portion Idealismus (siehe den „Chiemgauer“) bis Ideologie verbunden (Lt. S. Gesell selbst ist „Freigeld“ wohl nur in Form eines staatlichen Zwangsgeldes auf Dauer möglich). Die Menschen wollen keine Ideologie und keinen Zwang oder sonstigen Ballast beim bezahlen, – sondern einfach nur „tauschen“.

    2)Im Prinzip haben wir ja schon „Schwundgeld“,
    …das gesetzliche Zahlungsmittel wird ständig immer weniger Wert. Und bei der derzeit grassierenden Angst vor dem total Verfall merkt man schon auch in seinem persönlichen Umfeld, das viele Leute jetzt in ihr Haus, und ihre Famile und ihre persönliche Vorsorge investieren, um das „Inflationsgeld“ loszuwerden. Kurz: Sie tun also bereits das, was Prof. Senf erreichen will: „Die (Geld-)Blokade lösen“
    UND? – Ist das etwa die Lösung der gegenwärtigen Krise – die beileibe nicht nur eine Krise des Geldsystems ist!? Übersehen da Prof. Senf und die anderen Freiwirte vielleicht etwas?

    3) Der Zins
    Die „tötliche Exponentialfunktion unseres Geldsystems“, die Dirk Müller immer so schön in Form des Josefspfennigs telegen darstellen kann, gilt nur für das gegenwärtige ‚Papiergeldsystem‘, in dem auch der Zins aus Schulden gezahlt wird (da ja die reale Wirtschaft schon lange nicht mehr in dieser Größe wächst und auch nicht wachsen kann)
    In einer freien Martkwirtschaft nimmt die Zinshöhe aber eine eminent wichtige Rolle ein, die imho sowohl vom den „Machern“ des Schuldgeldsystem, als auch von den Freiwirten und den „Freiwirtschafts-nahen“ falsch gedeutet wird (ich traf mich vor Kurzem mit E.W. Kreutzer)
    Zins ist INFORMATION! – Und da wir grundsätzlich NIE über vollständige Informationen über das Universum verfügen können,sind unsere Entscheidungen stets ‚risikobehaftet‘. Wird eine Information jedoch von ‚Dritter Stelle‘ (Dei EZB: schamlos) ‚manipuliert‘, treffen alle Marktteilnehmer serienweise falsche Entscheidungen, die sich eines Tages bitter rächen werden. Dies gilt wohl mehr oder weniger auch für das Freigeldsystem: Der Zins wird zumindest „gesteuert“. Und in der Geschichte hat sich leider nur all zu oft gezeigt: Gut gemeint – ist das Gegenteil von gut gemacht
    In einem ‚wertgedeckten‘ System, kann nur dann Zins gezahlt werden, wenn tatsächlich auch Gewinn gemacht wurde (Zins ist hier also mehr eine Art Dividende). Eine Exponentialfunktion kann hier nicht greifen, da es natürlicherweise auch Verluste geben wird (und Deflation muss auch nicht immer nur negativ sein)

    Leider ist Prof. Senf nicht auf die Fragen von Frank eingegangen, wenn er „Richtung einer Goldwährung“ gefragt hat. Er hat es zwar mehrfach versucht, aber ich konnte mich des Eindruckes nicht erewehren, das Prof. Senf selbst sehr wenig Ahnung, bzw. sich überhaupt noch keine Gedanken zu den „Austrians“ und ihrer Philosophie gemacht hat, die imho sehr viele Lösungsansätze parat halten. Nicht nur für „das Geld“, – sondern auch für ‚die Freiheit‘ des Individuums(!), die zunehmend in Gefahr gerät.

    In diesem Sinne kann ich allen nur empfehlen, sich evtl. nach dem „Freigeld“ sich auch mal mit der „österreicherreichischen Nationalökonomie“ zu beschäftigen. (v.a. Auch bvei Hayek und sein Eintreten für die Freiheit – gegen die („den Weg zur..“) Knechtschaft)

    Bei wiki steht hierzu schon einiges, als Buchtipp möchte ich noch loswerden: „Geld, Gold und Gottspieler; – von Roland Baader“ (den Tipp hab ich widerum von Olli Kahn ;-)) )

    Hey Frank!? – Wie wär’s mal mit einem Interview mit Baader – oder einem anderen „Austrian“?

    Viele Grüße

    • samui1970 sagt:

      Hallo gandalf,

      Geld, Gold und Gottspieler ist eine „Quasi-Bibel“ für „Austrians“ bzw. freiheitsliebende Menschen. Ich sehe vieles ziemlich ähnlich, wie Du es gerade aufgeführt hast. Auch meine frühzeitige Sympathie mit Senf & Konsorten ist immer mehr gewichen, je mehr ich mich mit der Materie beschäftigt habe, was mittlerweile auch schon mehr als 6 Jahre umfasst. Amusant ist, dass eins von Senfs Büchern, welches ich auch vor langer Zeit gelesen habe, „die blinden Flecken der Ökonomie“ heißt, er aber seine eigenen blinden Flecken anscheinend nicht reflektieren kann, er kam beim Interview 1-2 mal ins Stolpern. Wenn Du es noch nicht kennst, besorg Dir mal das neuere Buch „Geldsozialismus“ von Baader, auch der „Kapitalismus-Komplott“ von Janich kann sehr hilfreich sein, weil hier etliche plausible Lösungsvorschläge gemacht werden (auch er tendiert mehr zur österreichischen Schule und rechnet auch vor, wie mit Minimal-Steuern der Staat trotzdem funktioniert). Ansonsten wird es immer entsprechende Auswüchse geben, denn der Mensch ist nun mal auf seinen eigenen Vorteil bedacht und darauf, möglichst „leistungslos“ zu seinen Einkünften zu kommen, derjenige, der einen Informationsvorsprung hat, wird ihn immer zum Schaden anderer ausnutzen, alles andere ist leider naives Gutmenschentum.

      lg samui

  6. wolfswurt sagt:

    Keiner von den Geld-Theoretikern wird je begreifen, daß sich millionen Individuen(der Angelsachse sagt dazu der Markt!)nicht einheitlich verhalten.

    Eine „einheitliche Ordnung“ von oben aufgezwungen wird niemals die natürliche Verschiedenheit außer Kraft zusetzen im Stande sein.

    Dieser beständige Kampf der Theoretiker gegen naturgemäßes Verhalten des Individiums Mensch nimmt allmählich Züge des Wahns an.

    Ich möchte ihnen zurufen: geht endlich mit eurer Hände Arbeit Kartoffeln planzen!

  7. sonnyelmquist sagt:

    Ich verstehe hier nicht, dass Herr Senf von den Kommentatoren hier so kritisch gesehen wird. Er hat in seinen Videos, die zuhauf im Internet (open source) zu finden sind, ausführlich die Unterschiede zwischen Horten und Sparen dargelegt und auch das Thema Edelmetallwährung angesprochen und erörtert. Herr Senf macht sich seit seiner Zeit als Ökonom produktiv Gedanken um die Problematik des Geld- und Wirtschaftswesens. Darüber hinaus ist er einer der ganz wenigen, die die gemeinsamen, tiefer liegenden Funktionsprinzipien natürlicher Prozesse beleuchten und in Verbindung mit dem bestehenden Geldsystem bringen. Er hat in seinem Buch „Der Nebel umd das Geld“ von 1996 schon die Problematik einer Einheitswährung an verschiedenen Beispielen beschrieben (am beispiel von festgelegten Wechselkursen) , auch die Problematik der Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken erläutert. Auch die Zinsproblematik wurde erwähnt und beschrieben. Er ist für mich somit einer der Pioniere wenn es darum geht, neue Wege aufzuzeigen und auszuarbeiten. Da es generell noch keine umfassenden neuen Geldsysteme in der Neuzeit auf großer Ebene gegeben hat, kann er somit auch nicht den Stein der Weisen besitzen, dass betont er auch immer wieder. Er hat in meinen Augen das Problem erkannt, dass eine Umstellung des Geldsystems auch eine änderung der Einstellung der Menschen bringen müsste. Somit ist die Monetative ein Zugeständnis an das bestehende (wohl nur formale) Demokratiesystem mit der 3 GEwaltenteilung, um schon einmal einige grundlegende Probleme zu lösen. Kurzum: Herr Senf ist für mich der glaubwürdigste Vertreter, sogar unter den anderen sehr guten, sagen wir der „Alternativen Szene“. Er hat eine tiefes Verständnis der grundlegenden, kosmischen Zusammenhänge erreicht und hat zudem ein starkes, intuitives Gefühl für wesentliche Zusammenhänge bewahrt und im Laufe der Jahre gefestigt. In Symbiose mit anderen klugen Denkern wird sich da ein sicherlich für alle erheblich besseres Geld- und auch Lebensystem entwickeln lassen, dass Individualität fördert und gleichzeitig die Gemeinschaft stärkt und allen dient. (ähnlich dem eines biologischen Zellsystems,wo jede Zelle für sich lebt und unterstüzt werden muss aber erst im Gesamtverband des ganzen Lebewesens einen höheren Daseinsausdruck efährt.)
    Viel Liebe für Sie Herr Senf und weiterhin ein gutes Wirken.

    • Gandalf sagt:

      Hallol sonnyelmquist!

      Die („unsere“) Kritik richtet sich bestimmt nicht gegen die Person Bernd Senf und auch nicht gegen das Ansinnen alternative Währungen in’s Spiel zu bringen.

      Doch Du irrst Dich, wenn Du davon ausgehst, das sich andere nicht auch schon tiefe Gedanken gemacht haben – und in der Folge, oder daneben zu anderen Schlüssen kommen. (Die österreichische Nationalökonomie hat eine über 100 jährige Geschichte, – v.a. geht es dort auch um die Freiheitsrechte des Individuums. Auch wenn ihr bislang ‚in der Geschichte‘ wenig Chancen von der Politik gegen wurden (sie erfordert mehr oder weniger direkte Demokratie)) Die „Monetative“ hat z.B. genau die selben „Schwächen“ wied ei ehmemalige Unabhängigkeit der Bundesbank. Sie kann von Politikern jederzeit ‚überstimmt‘ werden. Auch das Grundgesetz als „letzte Instanz“ ist vor diesem Ansinnen nicht gefeit, – wie wir leider aktuell erleben müssen.

      Un ein (Zitat) „.. tiefes Verständnis der grundlegenden, kosmischen Zusammenhänge erreicht und hat zudem ein starkes, intuitives Gefühl…“

      haben andere (hier) auch. 😉 Ich lade Dich gerne ein meine website zu besuchen:

      http://home2.vr-web.de/~gandalf/index.html

      Viele Grüße

  8. AktienanalyseTechnische Analyse der Finanzmärkte sagt:

    […] – Wikipedia? Aktienanalyse Eurogate vom 20. Mai 2010, abgerufen am 13. Mai 2010 … Read Article Wofür soll dieser Blog zum Thema "Technische Analyse der Finanzmärkte" eigentlich gut sein? Funda…-89879-212-7.pdf" target="_blank"> Fundamentale Analyse In Der PraxisFundamentalanalyse weiterer […]

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